Ein interessanter Artikel über den "Armutsbericht" von unserem tapferen Ahab aus der Poschingerstraße findet sich bei der Wirtschaftswoche:
"Zunächst einmal stimmt es nicht, dass jeder achte Deutsche arm ist. Wäre diese Aussage korrekt, käme der deutsche Sozialstaat der im Grundgesetz und im zwölften Sozialgesetzbuch festgelegten Aufgabe, die Würde des Menschen durch seine Sozialleistungen zu sichern, nicht nach. Im Armutsbericht findet man eine solche Aussage auch gar nicht. Dort ist von „Armutsrisiko“ statt von Armut die Rede, das ist ein Unterschied."
(…)
"Zweifel an der Interpretation der Zahlen sind auch insofern angebracht, als die dargestellten Entwicklungen sich nicht auf Pro-Kopf-Einkommen, sondern auf das „bedarfsgewichtete Einkommen“ beziehen. Dabei wird unterstellt, dass zwei Singles zusammen ein Drittel mehr Einkommen brauchen als ein Paar. Das ist nicht unplausibel, impliziert aber, dass die zitierten Verteilungsmaße eher die Ausweitung gesellschaftlicher Wunschvorstellungen als ökonomisch bedingte Versorgungsdefizite widerspiegeln. Das sonst in der Statistik gültige Prinzip, das Faktum vom Werturteil zu trennen, wird bei der Armutsstatistik durchbrochen."
Beim echten Ahab bin ich inzwischen übrigens schon bei Kapitel 99.
(Bild: Wikimedia Commons)

Cohus Venedig-Aufenthalt war wissenschaftlich wie touristisch ein voller Erfolg: Ich empfehle allen LMU-Angehörigen (und gegebenenfalls auch meinen Lesern von der Duke University), einmal ein Seminar auf San Servolo zu besuchen. Blockseminare sind wohl die effektivste Form, sich ein Thema zu erschließen, und: Selbst bei Regen kann man sich nachmittags mit Tischkicker und (welch ungewohnter Luxus!) sogar zimmereigenen Fernsehern gut unterhalten. So konnte ich etwa meine (noch) miserablen Italienischkenntnisse durch einen beeindruckenden Tarot-Kartenleger und anspruchsvolle Talkshows schulen. Bei schönem Wetter lassen sich Nachmittage und Abende mit bloßem durch-die-Gassen-Schlendern vortrefflich verbringen. Wer wie wir einen Reiseführer von 1972 mitgebracht hat (Danke, Herr Ford!) wird darin sogar einige nicht mehr existente Brücken und früher wohl noch betretbare Ruinen verzeichnet finden, nicht jedoch die Isola San Servolo: die war nämlich bis 78 eine psychiatrische Anstalt und somit kein Bildungsbürger-Material. Ein klein wenig gruselig wirkt die Insel – jedenfalls bei Dunkelheit und Nebel – heute noch, vor allem aufgrund der rundum angebrachten meterhohen Mauern, die nur ab und zu mit vergitterten Öffnungen den Blick auf die Lagune freigeben.




Ach England – es geht bergab mit Dir: schon vor einiger Zeit wurde beschlossen, dass Deine Richter Ihre traditionelle Bekleidung ablegen müssen. Ab Oktober: nix mehr mit Rosshaarperücke und Sommer- und Wintertalar und
Wie konnte das nur passieren: Cohu hat den gestrigen Geburtstag ihres größten Vorbildes und Schwarms, des größten Amerikaners aller Zeiten, des größten Nachrichtenmannes auf Gottes weitem Erdenrund verpasst.
Meine Vermutung ist ja, dass Leute, die keine Erbsen mögen, noch nie ganz frische, rohe direkt aus der Schote probiert haben. Manche Schwachköpfe verbreiten sogar die Mär, man dürfe Erbsen gar nicht roh essen (schändlicherweise steht das sogar in einem