You don’t have things: things have you

Möpse, zu Kant befragt

Gefunden auf der Rückseite einer Textkopie der Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, 2. Abschnitt, angefertigt schätzungsweise um die Jahrtausendwende von einer bei den Jesuiten scheints sehr gelangweilten Cohu… (für Großversion aufs Bildchen klicken).

Der Weisheit letzter Schluss

Cohu, in den letzten Tagen nach der extractio von vier widerspenstigen dentes sapientiae zwar nicht mehr ans Bett, aber immer noch an den Brei- und Suppentopf gefesselt, hat dieser unschönen Lebensphase dennoch einige Erkenntnisse abgetrotzt:

1. Dass Babies soviel schreien, liegt wohl größtenteils an diesem Zeug hier. Igitt! Habe den vorsorglich angelegten Gläschen-Vorrat nach 1 Glas “Bolognese” nicht weiter angetastet…

2. Wenn man ganz dringend Hummus herstellen will, also Kichererbsenmus, dann kann man sich das tagelange Einweichen und Kochen der getrockneten Erbsen auch sparen. Einfach wie hier beschrieben die Kichererbsen in einen schweren Topf/Bräter geben, mit Wasser bedecken, 1 TL Salz (Ja! Salz! Wirklich!) dazu und einmal aufkochen, dann bei 120° mit Deckel in den Ofen, für ca. 80 Minuten, fertig. Geht anscheinend auch mit Bohnen. So werde ich nach Hummus und Dal Makhani morgen auch noch die frijoles refritos ausprobieren können. Auch bei der Bewertung von Linsengerichten liegt die Bibel mal wieder voll daneben!

Die wohltemperierte Cohu

Merke: mit kaltem Wasser kann man problemlos Duschen. Sogar mit rotem Wasser geht das ganz gut. Wenn es aber plötzlich nur noch heißes Wasser gibt und kein kaltes, dann wird’s schwierig…

Mangelwirtschaft

Backspielhaus an der Ludwigstraße: schon zu. Backspielhaus Glückstraße: dito. Konditorei Erbshäuser: nix. Café Luidpold: erst nächsten Dienstag. Café Kreutzkamm: nix. Manufaktum-Bäcker: erwartungsgemäß nix. Dallmayr-Bäcker: alles weg.

Erst beim Rischart am Marienplatz Krapfen gefunden, “mit roter Marmelade” (Auwehzwick!). Ich habe langsam den Eindruck, bei Krapfen herrschen nicht die heilsbringenden Gesetze des Freien Marktes, sondern fehlgeschlagene Planwirtschaft. Krapfensozialismus. Deshalb heißen die ja auch Berliner!

Tuning

Sieh da: man braucht nur so ne bescheuerte Badekappe in bedrohlichem Schwarz und eine verspiegelte, aerodynamische Schwimmbrille aufzusetzen, und schon machen die Entgegenkommenden einem zwanzig Meter im Voraus die Bahn frei. Sogar die ansonsten besonders ausweichunwilligen a) alten Damen in Senkrechtschwimmposition b) midlifecrisisgeplagten Marathontrainierer.

Posted in Cohu vs. Windmühlen, Sport & Spiel. Comments Off on Tuning

Wer zu spät kommt, den belohnt das Leben

Das hat schon einen Touch Verzweiflung, wenn man wie Cohu eine Handvoll (ok: ein gutes Dutzend!) Jahre nach Erreichen der Volljährigkeit noch versucht, ein Instrument wie die treue Fiedel zu erlernen. Wenn das Rosshaar mal wieder besonders missmutig quälend über den Stahl kratzt, liegt der Gedanke nah: “Zu spät! Alles zu spät! Ich kann vielleicht noch die Bogenhand lernen. Oder die Spielhand. Aber für beides bin ich einfach zu alt! Vielleicht doch Triangel? Oder Bratsche?”

Aber, liebe Leser, es gibt Hoffnung. Das hier war die Blues-Sängerin Alberta Hunter im zarten Alter von 28. Nicht schlecht – aber auch nicht das Tollste, was man je gehört hat.

Spulen wir doch mal ein halbes Jahrhundert – ja, fünfzig Jahre – vor in ihrem Leben und sehen uns an, was das bisserl Üben in der Zwischenzeit gebracht hat:

Und hier ist sie nochmal, mit einer unglaublichen Performance des Liedes “Two-fisted Double-Jointed Rough ‘n’ Ready Man” vier Jahre später – also im Alter von 86:

Ich kombiniere: es ist nie zu spät.

Posted in Cohu vs. Windmühlen, L'art pour l'art. Comments Off on Wer zu spät kommt, den belohnt das Leben