Music: meh.

The BBC lets you assess your musicality in a quite extensive test (Registration required). It was fun but my results are a bit strange:

I got 98% in “Musical Perception” even though I got all of the genre matching snippets wrong. I mean, literally all of them. 15 out of 18 in the “match the beat” section and moderate results in the “tap the beat” test. 12/12 in melody memory was enough to still arrive at 98% overall…so I guess everybody who’s not deaf is a Beethoven for the BBC. Very nice of them.

Now for the bad part of the test: my “emotional connection”, “enthusiasm” and “curiosity” scores are dismal – 1%, 1% and 2%, respectively. Doesn’t that sound terrible? I have to admit it’s true, I just don’t like music that much. I love my Christmas present though.

(I wonder whether there are people who get the reverse – 1% in perception, 99% in enthusiasm. They are probably very lonely. UPDATE: I think I found one!)

Deprimierend

“There is a strong link between heavy internet use and depression, UK psychologists have said.

The study, reported in the journal Psychopathology, found 1.2% of people surveyed were “internet addicts”, and many of these were depressed. The Leeds University team stressed they could not say one necessarily caused the other, and that most internet users did not suffer mental health problems.”

via BBC News – ‘Internet addiction’ linked to depression, says study.

Besonders schön:

“The conclusions were based on 1,319 responses to an on-line questionnaire.”

Mit solchen bahnbrechenden “Ergebnissen” verankert sich Leeds wohl auch wissenschaftlich auf Dauer in der dritten Liga…

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An irreligious travesty

Angeregt von der Playlist Unheilige Nacht drüben im Moby-Dick-Blog: zunächst mal eines meiner Lieblingsweihnachtslieder überhaupt, Twelve Days of Christmas. Da es auf Youtube keine schöne Version davon gibt, habe ich die erstaunlichste rausgesucht. Die stammt vom Youtube Community Choir und entspricht qualitativ einem durchschnittlichen Youtube-Kommentarthread,(*) nur, dass man die wunderlichen Menschen dahinter auch noch sehen und hören kann – der Wahnsinn also:

Aber Obacht, sagt jetzt der Freund angelsächsischer Kultur, was heißt hier “unheilig”? Die aufgelisteten seltsamen Weihnachtsgeschenke sind doch angeblich religiöse Symbole und ihre Aufreihung dient als Eselsbrücke für junge Katholiken, die im England vergangener Zeiten den Katechismus auswendiglernen wollten, dies aber aufgrund der Verfolgung ihrer Religion nur in abstrusen Chiffren wie Rebhühnern und Birnbäumen konnten. So hab ich das jedenfalls mal gehört. Unfug, sagt aber die Wikipedia, bzw. das darin zitierte Oxford Dictionary of Nursery Rhymes:

The meaning of “The Twelve Days of Christmas,” if it has any, has yet to be satisfactorily explained. “Suggestions have been made that the gifts have significance, as representing the food or sport for each month of the year. Importance [certainly has] long been attached to the Twelve Days, when, for instance, the weather on each day was carefully observed to see what it would be in the corresponding month of the coming year. Nevertheless, whatever the ultimate origin of the chant, it seems probable [that] the lines that survive today both in England and France are merely an irreligious travesty. (Wikipedia: The Twelve Days of Christmas)

…und damit für unseren Zweck des unheiligen Singens perfekt geeignet. Genauso wie dieses doch eher weltliche Lied, das allerdings wirklich nur für ganz besondere Anlässe geeignet ist:

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Ruinös

Pompeji gibt es jetzt auch in Google Street View. Wer das noch nie gemacht hat: einfach das orangene Manschgerl links anklicken und auf eine der Straße ziehen.

(Die wirklich spannenden pompeijanischen Fundstücke sind allerdings versteckt in der Sammlung des Gabinetto Segreto, die mittlerweile in einem Nebenraum des Archäologischen Museums von Neapel untergebracht ist. Ausführlich und lesenswert ist die Geschichte dieser Sammlung hier beschrieben. Den Ausschlag für die Gründung des Geheimkabinetts im 19. Jahrhundert gab angeblich der berüchtigte “Pan mit Ziege”, der allerdings nicht aus Pompeii, sondern aus der Herculaneum-Ruine stammt.)

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Danke, CSU

Cohu verdankt ihre Gesundheit der Christlich-Sozialen-Union. Die Bayern unter meinen Lesern wird diese Behauptung nicht weiter verwundern. Schließlich hat, wie es das Stofferl von den Gebrüdern Well einmal so schön gesagt hat, “die CSU die Berge erschaffen, die Seen und das schöne Wetter, und das Oktoberfest, und die Lederhosen”, und damit überhaupts alles, was in unseren schönen Heimat dem körperlichen Wohlbefinden zuträglich zu sein vermag!

Heute meine ich das aber in einem ganz anderen Sinn. Ich muss (wie so oft!) etwas ausholen. Die Yale-Ökonomen Dean Karlan und  Ian Ayres haben sich vor Jahren wissenschaftlich mit sogenannten “time-inconsistent preferences” beschäftigt. Dabei handelt es sich, grob gesagt, um das Phänomen, dass im Alltagsverhalten die kurzfristigen Präferenzen offt nicht mit den langfristigen Präferenzen zusammenfallen. Ein paar Beispiele: man spart nicht, obwohl man im Alter gerne eine Rente hätte; man isst Schokolade, obwohl man gerne sein Gewicht halten will;  man liest sinnlose Blogs, obwohl man eigentlich Wichtigeres zu tun hätte; man raucht, obwohl man auf ein Lungenemphysem eigentlich gar nicht so scharf ist… All das anscheinend irrationales Verhalten, das man in klassischen ökonomischen Theorien nicht so gut unterbringen kann. Denn die gehen ja ursprünglich davon aus, dass man exakt dann seine Wohlfahrt maximiert, wenn man zu jedem Zeitpunkt genau das tut, was man zu diesem Zeitpunkt tun will.

Bei der Beschäftigung mit diesem verzwickten Thema kam Karlan auf die Idee der Selbstbindung durch “commitment contracts” – durch das Abschließen eines solchen Vertrags kann man sich sozusagen selbst dazu zwingen, so zu handeln, wie es langfristigen Präferenzen entspricht, und damit langfristig seine Wohlfahrt steigern. (Geduld, wir nähern uns schon der Frage an, was die CSU mit Cohus Gesundheit zu tun hat!)

Um diese nützlichen Selbstbindungsverträge auch der breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, regten Karlan und Ayres die Gründung eines Internetportals an. Bei StickK.com kann man nun Verträge zu den verschiedensten Themengebieten mit typischerweise zeitinkonsistenten Präferenzen abschließen (besonders beliebt bei den Amis natürlich: Abnehmen!). Man bestimmt einen Schiedsrichter, der die Einhaltung überwachen muss. Wenn man sich an die Abmachung nicht hält, bucht StickK automatisch einen vorher festgelegten Betrag von der Kreditkarte ab. Das Fiese ist jetzt aber – typischerweise geht dieses Geld an eine “Anti-Charity”:

“An Anti-charity is any organization whose views you strongly oppose, or one which promotes values that are most contrary to your own. (…) The purpose of an Anti-charity is to provide an added incentive for you to achieve your goal. By designating an Anti-charity as your Recipient of Stakes, you’ll certainly work that much harder to ensure that your money never falls into the wrong hands.” (StickK FAQ)

Dementsprechend kann man, je nach eigener (Ab-)neigung, zwischen Pro-Choice oder Anti-Abtreibungs-Organisationen wählen, zwischen der Bush- oder der Clinton-Gedenkbibliothek, und (für die Briten unter den Nutzern) zwischen den Fußball-Fanclubs Arsenal, Chelsea, Liverpool und Manchester.

Das Wirkprinzip leuchtete Cohu sofort ein, und eine lästige time-inconsistent preference hab ich auch, nämlich die, keinen Sport zu machen, bis ich Rückenschmerzen bekomme. Und hier kommt nun die CSU ins Spiel. Sie erhält, oder besser gesagt erhielte, 50 Euro von Cohu, wenn diese einmal nicht zweimal die Woche schwömme.(*) Bis jetzt ist es soweit noch nicht gekommen. Mein Rücken dankt es mir, und ich danke der CSU!(**)

Das eleganteste unter den im Internet auffindbaren Self-Commitment-Werkzeugen scheint mir aber nicht StickK.com, sondern der “SNUZNLUZ”-Wecker zu sein, denn:

“…everytime you hit the snooze button, the SnūzNLūz will donate a specified amount of your real money to a non-profit you hate. The problem of sleeping in is solved.”

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Nachtrag: Was Amerika schon immer über uns wissen wollte…

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Auf gut Glück

Mit dieser altbekannten Googlefunktion kann man viel Spaß haben – manchmal liegt Autocomplete aber ziemlich richtig:

Und: