Ein kleiner Tipp noch an alle Trambahnfreunde: einen vorzüglichen Handyklingel- oder SMS-Ton kann man sich auf dieser Seite holen. Ich mag ja am liebsten die sog. “Entwerterglocke”, auch bekannt als “PLING”.
So, jetzt aber auf nach dahin!
Ein kleiner Tipp noch an alle Trambahnfreunde: einen vorzüglichen Handyklingel- oder SMS-Ton kann man sich auf dieser Seite holen. Ich mag ja am liebsten die sog. “Entwerterglocke”, auch bekannt als “PLING”.
So, jetzt aber auf nach dahin!
Einer der zahlreichen Vorteile des Frühherbstes ist bekanntermaßen der Cucurbita maxima convar. Hubbardiana. Die Begeisterung, die diese Kürbis-Modesorte bei mir auslöst, ist leider invers proportional zu der Anzahl an Zubereitungsweisen, die mir dazu einfallen (Suppe, Suppe, und Suppe). Vorgestern allerdings schlug ich der orangenen Eintönigkeit ein Schnippchen und bereitete eine Kürbistarte (angelehnt an dieses Rezept) zu: einfach einen salzigen Mürbteigboden, den ich nicht vorbacke, dann den Kürbis in dünne Scheiben/Streifen schneiden und schließlich einen Guss aus Sahne, Créme fraîche, Eiern und Feta darüber. Würzen mit Pfeffer, Meersalz, frisch geriebener Muskatnuss und Thymian.
Oh!

Ah!

Zur Nachahmung empfohlen.
Werbevideos können auch gut sein. Und dabei kommt es wirklich nicht drauf an, wie sperrig das ist, was man verkaufen will: man braucht nur den richtigen Groove. Boxen aufgedreht und zurückgelehnt, und ich verspreche, nie wieder über Physiker zu lästern (zumindest nicht über die vom CERN)!
Manchmal geht es dem Blogger im Verhältnis zu seinen Lesern ja wie mit minderjährigen Kindern: man will ihnen nicht alles zumuten, was die Welt an Tiefschlägen, Perversem und Komplizierten so zu bieten hat. Dann bedient man sich elaborierter Schutzbehauptungen, in etwa so: "Was passiert, wenn man stirbt?" – "Man schläft, liebes Kind!" – "Wo kommen die Babies her?" – "Aus dem Krankenhaus, liebes Kind!" oder "Was machen die beiden Hunde da Komisches, Mama?" – "Sie spielen nur, liebes Kind!"
Die Strategie, Schutzbefohlene vor dem Schrecken der Welt zu bewahren, ist verlockend, geht aber bekanntermaßen spätestens nach ein paar Jahren nicht mehr auf. Die Pubertierenden hauen einem dann zur Strafe Gothic-Poster mit madenübersäten Totenköpfen, bebilderte Bravo-Aufklärungsseiten und Rapsongs um die Ohren, in denen das, was die Hunde da Komisches machen, detailverliebt und vor allem LAUT erklärt wird.
Um mir und Euch diese Konsequenzen zu ersparen, rücke ich jetzt gleich mit der Wahrheit raus. Die CSU hat ein Wahlkampfvideo gemacht. Es ist scheiße. Ihr müsst es leider trotzdem anschauen.
So, jetzt ist es raus. War ja gar nicht so schwer. (Gefunden bei: Rationalstürmer)
Das Foreign Office präsentierte dieses Jahr erstmals einen Bericht über Britisches Betragen im Ausland, den "British Behaviour Abroad" Report. Wie zu erwarten war:
"According to the most accurate figures available, the period April 2005 – March 2006 saw 1,368 Britons arrested in the USA; 955 hospitalised in Greece; 376 British citizens die in France and 6,078 lose their passports in Spain." (fco.gov.uk)
Nun, da muss man natürlich was machen – und die Briten vielleicht mal darauf hinweisen, dass sie ihr Verhältnis zu Alkohol nochmal deutlich überdenken sollten. Gesagt, getan – wie die FAZ berichtet, ermahnt man die Touristen nun, sie sollten bitte "…nicht mehr trinken, als Sie das zu Hause auch tun würden."
Foreign Office, you’re doing it wrong!
Seppi, Seppi, schon wieder die falsche Entscheidung. Schon vor mehr als einem Jahr lobten begeisterte Cohu-Leser Dich als "neuer Kandidat für "Brillenträger des Jahres" (siehe Kommentare). Naja, zugegeben, die meisten Äußerungen waren auch damals schon eher belustigt bis abschätzig, aber zumindest die Brille wurde Dir hoch angerechnet… denn wir sind hier ja ein Haufen bekennender Brillenfetischisten, vor allem was Retro-Hornbrillen angeht (näh, die da meine ich nicht, sondern natürlich die da!). Und was machst Du???
"Die OP dauerte 15 Minuten", schreibt die AZ.
Heute morgen von den Nachrichten geweckt worden und dann nochmal eingeschlafen, deshalb ein tagesaktueller Traum: die Sozialdemokratie startet auf ihrem Sonderparteitag einen "Image-Offensive." Dazu wird ein Maskottchen bzw. "Wappentier" für die SPD gesucht. Die Wahl fällt schließlich auf ein weißes Nilpferd. Aufgewacht.
Beck mag weg sein, mein Unterbewußtsein hat ihn aber noch nicht vergessen.
(Ich habe dann natürlich gleich recherchiert und eruiert, dass es tatsächlich Albino-Flusspferde gibt! Japanische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass ihr Hautsekret sie vor Sonnenbrand schützt.)
(Ursprungsbild: Wikimedia Commons)
Aus dem fernen Indien erreichte mich ein Link zu diesem Video mit der Nachricht, das sei ja wohl ein Zeichen dafür, "dass es mit der guten alten Kolonialmacht wieder aufwaerts geht."
Dass ich nicht lache! Ein Straßenkehrer aus Chiswick tanzt, statt tüchtig zu arbeiten, zur Musik eines des Kindesmissbrauchs angeklagten Pleitiers, und das soll dann das Empire retten? Ich verstehe, dass man aus der Sicht des indischen Subkontinents eine gewisse Trotzhaltung gegenüber hartnäckiger Straßenverschmutzung als erstrebenswert ansehen kann, aber in Wirklichkeit gehts auf der Insel steil bergab, und zwar in Richtung indische Verhältnisse!
Beweise? Briten müssen seit neuestem Wachdienste engagieren, um ihre Gemüsegärten (!) vor Himbeer-, Erbsen- und Bohnendieben zu schützen! Britische Supermärkte werden evakuiert, weil Giftspinnen aus den Bananenstauden kriechen! Britische Züge schalten ihren Motor beim Abwärtsfahren aus! Und sogar (Achtung, eklige Links) britische Tierschützer benehmen sich seit Neuestem, als wären sie beim Thaipusam. Dass Chicken Tikka Masala seit Jahren die beliebteste "englische" Leibspeise ist, ist da ja nur noch das Tüpfelchen auf dem (indischen) "i"…
Aufgrund der großzügigen Leihgabe der IT, die es wiederum als Geschenk erhielt, durfte ich mir in den letzten Tagen das wunderbare Buch "Watching The English" von Kate Fox zu Gemüte führen. Frollein Fox ist eine Oxbridge-Anthropologin und hat als solche schon mal einen Stein, ach, was sage ich, ein Bergmassiv bei mir im Brett, denn wer ist noch ein aus Oxbridge-Anthropologe, jahaaa, dreimal dürft ihr raten, Hugh "Derdürftemichauchmaldiagnostizierenrowrrr" Laurie (nebenbei hier noch ein Bild für die Dartwerfer unter meinen Lesern!) – aber ich schweife ab.
Fox beschäftigte sich bis jetzt mit Subkulturen – nämlich der der Pubs und der Pferderennbahnen – was sie natürlich für eine Untersuchung über die Engländer in besonderer Weise prädestiniert. Besonders interessant sind, neben den vielen englischen Besonderheiten, die in leichter Anekdotenform aufgetischt werden, Fox’ Ausführungen zu den "Class Codes" in den verschiedensten Bereichen von Sprache über Kleidung bis zum Konsumverhalten. Die entdeckt man, wenn man sich das mal überlegt, genauso auch bei uns; den Briten scheint die Klasseneinteilung lediglich stärker bewußt bzw. peinlicher zu sein…
Fox führt den Englischen Nationalcharakter auf eine Liste von Grundeigenschaften zurück: Humour – Moderation – Hypocrisy – Empiricism – Eeyorishness – Class Consciousness – Fair Play – Courtesy – Modesty. Im Zentrum dieser Aspekte steht die "Social Dis-Ease":
"The English social dis-ease is a congenital disorder, bordering on a sort of sub-clinical combination of autism and agoraphobia (the politically correct euphemism would be ‘socially challenged’). It is out lack of ease, discomfort and incompetence in the field (minefield) of social interaction; our embarrassment, insularity, awkwardness, perverse obliqueness, emotional constipation, fear of intimacy and general inability to engage in a normal and straightforward fashion with other human beings."
Das hört sich übel an, macht uns Anglophilen die Inselaffen aber natürlich nur noch sympathischer. Was soziale Fähigkeiten angeht, sind wir Deutschen ja beim besten Willen auch nicht geschickter. Der entscheidende Unterschied besteht darin, dass wir uns und unsere Ungelenkheit auch noch fürchterlich ernst nehmen. Die typisch englische entwaffnende Selbstironie, die Fox als "Oh, Come Off It"-Rule (etwa: "Ach komm!"-Regel") beschreibt, könnte sich der Deutsche an sich deshalb wirklich mal hinter die Ohren schreiben. Und beim Jammern ("Eeyorishness"), das der Frau Fox besonders aufgefallen ist, schlagen wir die Engländer vermutlich noch um Längen…Wobei sich in meiner Interpretation jetzt natürlich der deutsche Nationalcharakter durchsetzt, dessen bitterer Kern meiner Analyse nach aus reinem, unverfälschten Selbsthass besteht, aber ich bin ja keine Antrophologin.
Also, das Buch eröffnet nicht nur einen Einblick in die Psyche des Engländers, sondern in die Struktur menschlicher Gesellschaften überhaupt: die anthropologische Sichtweise auf Sitten und Gebräuche macht einem die tausenden von sozialen Regeln bewußt, die man tagtäglich befolgt, ohne sich ihrer bewußt zu werden. Sehr spannend!
Nur eine Sache hat Frau Fox übersehen – die typisch englische Vorliebe für Teppichboden auch an den unmöglichsten Plätzen wie Badezimmer, Pub und Flughafenwartehallen. Das hätte ich ja gerne mal von einem Anthropologen analysiert gehabt.
Voralpenländische Idylle? Ich erhöhe um alpenländische (Großformat bei Klick).
Ähnlich idyllisch, aber im gewohnten Dr.-Sno*-Stil:

Wenig idyllisch, aber um so landestypischer (und passend zur Cohu-Wahlplakat-Serie):

Das kommt wohl davon, wenn man in einer solchen Idylle lebt.