Decline of a Nation: National Hot Sex

Kann ein Volk tiefer sinken? Die Briten werden jetzt von ihrem staatlichen Gesundheitsdienst NHS dazu aufgefordert, mehr Sex zu haben; Dazu soll die Briten erwartungsgemäß nicht die Attraktivität ihrer Partner motivieren, sondern vielmehr die gesundheitsfördernde Wirkung von “regular romps “(fast so gut wie “serial snogging”) bzw. “Sexercise”.

“Also, orgasms can actually make you glow with health. The increased production of the hormones will make your hair shine and your skin smooth. And if you’re worried about wrinkles – orgasms even help prevent frown lines from deepening.” (NHS)

Ob Sex auch schiefe, gelbe Zähne begradigt, steht leider nicht in dem Artikel. Ich bin mir jedenfalls sicher, dass auch diese Kampagne Erfolg haben wird, denn nichts ist den Briten wichtiger als die Gesundheit!

Decline of a Nation (contaminated)

Passend zum baldigen Valentinstag: britische Teenager bringen sich durch Knutschen in Todesgefahr!

“Intimate kissing has been shown to be a risk factor for the carriage of meningococci in university students and it is likely that intimate kissing with multiple partners increases the risk of transmission.”
They recommended that public health campaigns warn teenagers about the snogging risk. But because this was “unlikely to have a major impact” on their behaviour, development of more vaccines remained the most effective way to combat meningococcal infections.” (Guardian)

Und ich kann nur immer wieder sagen: ein Volk, das Ausdrücke wie serial snogging erfindet, bringt schon alleine dadurch unschätzbare kulturelle Werte in die Europäische Union ein und muss auch an das “alte Europa” gebunden werden!

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Aus dem Selbsthilferegal

Kennt jemand das Buch “Getting Things Done” von David Allen? Ich bräuchte mal irgendwas, um das zu überwinden, was in der englischen Sprache so schön “Procrastination” heißt (gibts dafür ein deutsches Wort, das Sinn macht?). Wobei die bei mir noch relativ mild ausgeprägt ist, glaube ich.
GTD hat ja inzwischen einige begeisterte Anhänger, unter anderem sollen – berichtet ein Informant (Name ist der Red. bekannt) – “alle bei Microsoft damit arbeiten”, was ja vielleicht als gutes Zeichen zu werten ist. Vielleicht.

Andererseits habe ich immer ein wenig Zweifel bei solchen Selbsthilfeschinken. Allen Carrs angeblich so tolles “Endlich Nichtraucher” hat bei mir lediglich dazu geführt, dass ich drei Jahre munter weitergeraucht hab aus bloßem Trotz, weil der ganze Trick dieses Buchs darauf beruht, dem Leser einzureden bzw. zu suggerieren, dass Rauchen überhaupt keine Vorteile hat. So ein Schmarrn. Es ist natürlich falsch, zu Rauchen, vom rationalen Standpunkt aus (weil die Nachteile überwiegen), aber deshalb sind Raucher noch lang keine Vollidioten, die etwas tun, was “keine Vorteile” hat. Nikotin hat natürlich eine Wirkung, die äußerst angenehm sein kann. Ich kam mir da nur verarscht vor. Und dazu noch dieser ganz spezielle Stil der Self-Help-Amerikaner, der durch die deutsche Übersetzung nicht gerade angenehmer wird…

Also, und jetzt zurück zu meiner “To do”-Liste!

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Kneipenkrise

In Uninähe haben ja in letzter Zeit diverse alte Kneipen und Restaurants geschlossen bzw. bis zur Unkenntlichkeit renoviert (ich sag nur Café Schneller: autsch!). Ich finde das allerdings nicht ganz so schlimm bzw. bedenklich wie manch  anderer. Jaja, das La Bohème war schon nett. Aber: das Essen war schlicht ungenießbar. Und ich bin nicht besonders anspruchsvoll. Die Engelsburg? Ja, toll, dass man so ein richtiges Wirtshaus, mit Grattlern und allem Drum und Dran, in der Nachbarschaft hat, aber – mal ehrlich – ich sitz ungern neben Hardcore-Alkoholikern, die Rothändle ohne Filter rauchen und einen dazu passenden rasselnden Husten haben, auch, wenn sie ein großartiges Münchnerisch reden und Mutterwitz haben und Karteln und drollige Sachen wie Eier im Glas und saures Lüngerl essen. Sorry. Es gibt schon Gründe, warum Lokale schließen. Wenns nach mir ginge, dürften auch noch ein paar andere Lokale schließen bzw. neue Pächter bekommen, so z.B. der Simpl (eigentlich meine Lieblingskneipe!), wo man inzwischen zu zweit keinen Dreiertisch mehr besetzen darf und mit ungenießbaren Sachen zu überteuerten Preisen abgespeist wird (bester Kommentar zu Nudeln, die offensichtlich viel zu lange in der Mikro und steinhart waren: "Das servieren wir aber immer so!").
Was diese ganzen neuen Lokale angeht: klar, das Riviera schaut schrecklich aus, genauso wie dieses g’schleckte neue Bistro Adalbert Ecke Ludwig. Geht gar nicht. Cream und Café Schneller sind die abschreckenden Beispiele der Amalienstraße. Aber irgendwann wird auch mal ein schönes Lokal aufmachen an der Uni, und vielleicht auch mal ein neuer Kiosk, an dem man Leberkassemmeln kaufen kann bis tief in die Nacht. Vertrauen wir auch diesmal wieder auf den freien Markt!
(Mir fällt jetzt nur ein Beispiel ein, das wirklich Mut macht in Uni-Nähe: Henkelmann in der Amalien, ein großartiger Imbiss, Ihr werdet einmal dort essen und nie wieder wo anders! Wie bei meiner verstorbenen böhmischen Großmutter!)
Und wenn es schon so lokalpatriotisch à la "Mein Viertel" zugehen muss: das Viertel heißt Maxvorstadt. Bitte.

Voll im Trend: gemischte Arten, reine Rasse

Das freut mich, als alte Szenekennerin und Trendscoutesse: Nachdem G.W.Bush in seiner State of the Union Address seiner Abneigung gegen die Herstellung von “Animal-Human Hybrids” Ausdruck verliehen hat, hat u.a. BoingBoing das Thema aufgegriffen. Diese Seite bietet sogar kleidsame T-Shirts zum Thema an.
Was Bush mit “Hybrids” gemeint hat, sind eigentlich Chimären. Erhoffter Begleiteffekt: Artikel zu meinem Thema werden in den nächsten Wochen und Monaten wie Pilze aus dem Boden schießen (so z.B. erste Erwähnungen hier und hier). Und wenn ich ganz viel Glück habe, wird der Titel meiner Arbeit irgendwann nicht mehr die Reaktion “Was? Sowas gibts doch gar nicht!” hervorrufen (ts, hat denn niemand die Weltraum-Doku Spaceballs gesehen? Möter, halb Mensch, halb Köter? Natürlich gibt’s das!)
Ein Rätsel ist mir jedoch, angesichts Bushs eigener phänotypischer Disposition, warum gerade er sich so gegen Mischwesen aus Mensch und Tier ausspricht…

P.S.: Nazivergleiche sind natürlich auch grade schwer in Mode (Danke, Ingo!)…na, kaum verwunderlich, dass die verschraubtesten und elaboriertesten Exemplare dieser Gattung aus dem Iran kommen, immerhin hat das Land eine Tradition als eine der ältesten Hochkulturen der Welt. Und auch eine ganz interessante und vielleicht nicht jedem bekannte Verbindung zur deutschen Ideengeschichte.

Wie mir Weitgereiste berichten, wird man in Persien als Deutscher tatsächlich vom einfachen und gastfreundlichen Volk willkommengeheißen als Vertreter der gleichen – natürlich “überlegenen” – Rasse (was sicher schon so manchen politisch korrekten studienreisenden Studienrat in arge Gewissensnöte gebracht haben dürfte). Dass die durchgeknallte Regierungsriege mit der Theorie des zionistischen Deutschland viele Anhänger im Volk hat, hoffe ich daher bezweifeln zu dürfen…

Immer gleich gut…

….war das nicht der Werbeslogan für Landshuter Wittmann-Bier? Egal, es trifft jedenfalls auch auf Spike Jonze zu, der immer wieder genau meinen Geschmack trifft, auch bei Miller Auditions (trotz erforderlicher Altersangabe sfw). Gebt Euch den Otter!

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Gemeinsamkeiten

Was verbindet Michael Jackson und die katholische Kirche? Nein, ts, nicht was ihr denkt

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Nachtrag

Siehe zum hier schon erwähnten Karikaturenstreit auch den erfrischenden Kommentar von Jony Eisenberg in der heutigen taz.

Langsam aber sicher…

…füllt sich mein Reference Manager. Endnote ist zwar nicht gerade ein Traum, ich frage mich aber ernsthaft, wie Leute ohne sowas arbeiten können. Scheint aber tatsächlich noch vorzukommen.
Dunkel erinnere ich mich, wie mir ca. 2001 von einem Pater der Hochschule für Philosophie im Seminar "Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten" erklärt wurde, wie man sog. Microfiches selbst herstellen kann. Ein Hotelzimmer, ein Stuhl, eine Bettdecke und ein analoger Fotoapparat spielten da die Hauptrollen. Ein nicht näher zu bezeichnender Herr, der auch in anderem Zusammenhang der Vergangenheit angehört, soll sich für die Anfertigung seiner Magisterarbeit vor einigen Jahren noch ein Microfiche-Lesegerät angeschafft haben! Solche Horrorvorstellungen lassen gelegentlich vorkommende Anflüge von Nostalgie gottseidank schnell vorübergehen…

Mir zahlet nix!

Wenn die GEZ tatsächlich die Drohung wahr macht, ab 2007 für Rechner und fernsehtaugliche Handys (!) Rundfunkgebühren entsprechend denen eines Fernsehers zu erheben, muss ich – die ich bis heute brav meine Gebühren für das Radio zahle – mich wohl in die Illegalität und den Widerstand flüchten.
Der GEZ-Sprecher zu Spiegel Online:

“Es gibt also nur einen sehr kleinen Kreis von Haushalten, die kein Fernsehen nutzen, zum Beispiel aus religiösen Gründen. Ich glaube kaum, dass hier Fernsehen per Handy eine Rolle spielen wird. Das Problem ist völlig überbewertet und spielt eigentlich keine Rolle.” (Spiegel Online)

Wenn ich das hier richtig deute: Anscheinend geht aus dem Gesetzestext tatsächlich hervor, dass bei der (bei mir, wie der Jurist so schön sagt, “vorliegenden”) Kombination Radio + Internet-PC die volle (Fernseh-)GEZ-Gebühr von 17€ und nicht mehr nur die ermäßigte (Nur-Radio)-Gebühr von 5 € anfallen wird.
Unverschämtheit. Ich weigere mich seit Jahren, mir Fressen wie Silbereisen, Gottschalk und Christiansen nach Hause zu holen, von den Privaten mal ganz zu schweigen, und dafür muss ich mich nicht nur mit irren religiösen Minderheiten in einen Topf werfen, sondern auch noch zum Voll-Gebührenzahler machen lassen, obwohl ich weiß Gott nicht vorhabe, mein gutes Thinkpad als Fernseher zu verwenden. Auf die Straße werd ich gehen und… und… GEZ-Flaggen verbrennen!