Aus dem Selbsthilferegal

Kennt jemand das Buch “Getting Things Done” von David Allen? Ich bräuchte mal irgendwas, um das zu überwinden, was in der englischen Sprache so schön “Procrastination” heißt (gibts dafür ein deutsches Wort, das Sinn macht?). Wobei die bei mir noch relativ mild ausgeprägt ist, glaube ich.
GTD hat ja inzwischen einige begeisterte Anhänger, unter anderem sollen – berichtet ein Informant (Name ist der Red. bekannt) – “alle bei Microsoft damit arbeiten”, was ja vielleicht als gutes Zeichen zu werten ist. Vielleicht.

Andererseits habe ich immer ein wenig Zweifel bei solchen Selbsthilfeschinken. Allen Carrs angeblich so tolles “Endlich Nichtraucher” hat bei mir lediglich dazu geführt, dass ich drei Jahre munter weitergeraucht hab aus bloßem Trotz, weil der ganze Trick dieses Buchs darauf beruht, dem Leser einzureden bzw. zu suggerieren, dass Rauchen überhaupt keine Vorteile hat. So ein Schmarrn. Es ist natürlich falsch, zu Rauchen, vom rationalen Standpunkt aus (weil die Nachteile überwiegen), aber deshalb sind Raucher noch lang keine Vollidioten, die etwas tun, was “keine Vorteile” hat. Nikotin hat natürlich eine Wirkung, die äußerst angenehm sein kann. Ich kam mir da nur verarscht vor. Und dazu noch dieser ganz spezielle Stil der Self-Help-Amerikaner, der durch die deutsche Übersetzung nicht gerade angenehmer wird…

Also, und jetzt zurück zu meiner “To do”-Liste!

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