Lang, lang ist’s her…

Wenn euch die Namen Nebulus, Boulder Dash, Cauldron, Spy vs. Spy, Paperboy und Giana Sisters bekannt vorkommen (Tipp: es sind keine obskuren Newcomer-Bands), dann solltet ihr mal hier reinschauen (via Bluephod). Natürlich nicht mit dem Spielen in einem zünftigen Emulator zu vergleichen, aber das ist ja dann gleich so ein Aufwand…
Schon allein wegen der Soundtracks lohnt es sich. Warum ich übrigens als Kind stundenlang Donald Duck gespielt hab, ist mir ein Rätsel. Das ist wohl das stupideste Spiel, das jemals erfunden wurde… Mein Liebling ist und bleibt Giana Sisters, das es inzwischen sogar fürs Handy gibt, allerdings etwas abgewandelt.

Darkening of a Nation

Glühbirnen verbieten! Diesen Vorschlag hätte man vielleicht von christlichen oder sonstigen Fundamentalisten, die Schweinereien im Schlafzimmer verhindern bzw. zumindest unbeleuchtet haben wollen, erwartet (vielleicht von denen, die sich auch diese “christliche Badekleidung” ausgedacht haben?).
Aber – der treue Leser hat es sich jetzt bei der Überschrift fast schon denken können – das Unheil kommt auch diesmal von der Insel. Dieser oxonische Wissenschaftler schlägt, zur Abwendung des drohenden Klimadesasters (siehe dazu meinen Lieblingsjournalisten in der WAMS), folgendes vor:

“One quick and simple option for improving energy efficiency would be to make greater use of compact fluorescent light bulbs.
Each one of these bulbs produces the same amount of light as an incandescent light bulb whilst being responsible for the emission of 70% less carbon dioxide. It also saves money; about £7 ($12) per year in the UK, more or less in other countries depending on electricity prices.
So why not just ban incandescent bulbs – why not make them illegal?
They waste so much energy that if they were invented today, it is highly unlikely they would be allowed onto the market.
Nobody would suffer; every energy-saving bulb would save money and help to curb climate change.
It is truly a win-win solution.”  (BBC news)
(banthebulb.org)

In der Tat. Ich hab noch einen besseren Vorschlag: man verbietet ab jetzt von staatlicher Seite einfach das Einschalten der Glühbirnen! Denn das bloße Kaufen schadet ja an sich nichts. Oder auch fein: man bringt auf ihnen Warnhinweise an (wie sie  z.B. Cadbury in vorauseilendem Gehorsam schon jetzt auf Schokoriegel druckt). Ach, was wäre das Leben ohne kleinteilige Regierungsinterventionen…

Wie die Kinder

Vergleicht doch der Rummi tatsächlich den Chavez mit Hitler, nachdem letzerer (also Chavez) Bush als “größten Terroristen der Welt” beschimpft hatte. Unvermeidlich war das, wie Godwins Law zeigt (Danke für den Hinweis, Ingo!).
Jedoch: hätten die beiden mal von Anfang an das reizende Buch “Wreaths of Friendship – A Gift for the young” gelesen, wüssten sie:
“Never forget, throughout your whole life, that kind words are far more potent than harsh ones. I have found them so, and you have already proved the truth of what I say. And so will every one who tries them. Make the experiment, young friends, and you will find it to succeed in every case.”
(Edgar and William or: How to Avoid a Quarrel)

Der Stein des Anstoßes…

…ist hier zu sehen. Ach, und es ist großartig, wie die westliche Welt jetzt zusammenhält, um die Pressefreiheit zu verteidigen. Bloß keine Witze über Gott! Langsam wird diese Besessenheit von längst überwunden geglaubten Kollektivneurosen in der Tat zu unheimlich, um noch witzig zu sein.
Das einzige, was jetzt noch helfen kann: ein Stoßgebet an die Schutzheiligen der Religionskritik! Feuerbach, hilf! Voltaire, bitte für uns! D’Holbach, steh uns bei!

Weil ich ja immer tue, was mir gesagt wird…

…muss jetzt auch, allerdings auf Deutsch und ohne Weiterschicken, Ursis Meme dran glauben.

4 former jobs of mine
Erotikfilme und polnische Papst-Dokus screenen bei Telepool
Palandt-Seiten zählen beim Beck-Verlag
Geschenkbuch-Basteln beim Buchverlag für die Frau
Schnittblumen schneiden in einer Ismaninger Gärtnerei

4 movies i’d watch over and over again
Jazzclub-der frühe Vogel fängt den Wurm
Brust oder Keule
The Stepford Wives
Being John Malkovich

4 cities i have lived in
Landshut
Passau
Oxford
München

4 tv shows i love
The Simpsons
Monaco Franze
Café Meineid
Kerners Köche (wegen Johann Lafer!)

4 places i went for vacation and liked best of all
Bretonische Strände
Schottische Highlands
Australisches Outback
Englischer Garten

4 things i like to eat
Pizza (selbstgemacht)
Pfannkuchen (von der IT gebraten), mit Apfelmus
Auberginen
Linsencurry

4 websites i visit daily
Amateur gourmet
Grow-a-Brain
Cute Overload
Reason Magazine

4 places i’d rather be right now
Dorf an der Elbe
Davoser Skipiste
Therme Erding
Galapagos-Inseln

4 people who should answer these questions
Ich passe! Meine Blog-Kameraden, Marco Polo und Benedetto, sind ja leider seit Monaten offline…

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Zum Ausgleich

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Vorbild

Ich weiß ja jetzt nicht, ob da die urdeutsche Italiensehnsucht mit mir durchgeht, aber ich finde, so ein witziges, humorvolles Staatsoberhaupt wie die Italiener bräuchten wir auch mal, nicht wahr! Überhaupt, diese Lebensfreude, drunten! Und wo doch die Merkel so kritisiert wurde wegen ihrer Haare, auch innerparteilich, das könnte sie sich auch mal ein Beispiel nehmen an einem feschen älteren Mann, der sich in der Hinsicht mehr Mühe gibt (als Übergangslösung bietet sich diese Kopftracht an). Und mit einem sichtlich von der Schwerkraft gezeichnetem Gesicht muss heute doch niemand mehr rumlaufen. Das nenne ich Inhalte, hört doch auf mit Kinderbetreuung und so nem Gedöns! Wenn die Kanzlerin sich dann noch ein paar Fernsehsender kauft (Pro7/Sat1 sind doch im Angebot?), ja, dann….

Zweiter Februar ist Erd-Eber-Tag!

Am 2. Februar ist ja wieder Groundhog Day (Jaja, gleich geht wieder das Geschimpfe los, dass ich diese neumodischen amerikanischen Feiertage alle bei uns einführen will – sorry, ich habe eben mal an Halloween Geburtstag und bestehe darauf, dass der Valentinstag eine englische Erfindung ist und es deshalb keinen Grund gibt, mir meinen wohlverdienten Riesendiamanten bzw. kiloweise herzförmige Schokolade vorzuenthalten, zur Not wird sie selbst gekauft! Außerdem, dieses ständige Amerikabashing ist eh total out). Also, darum ging es ja gar nicht, sonder vielmehr um die seltsame Krankheit des chronischen Deja Vu:


“Dr Chris Moulin first encountered chronic déjà vu sufferers at a memory clinic. “We had a peculiar referral from a man who said there was no point visiting the clinic because he’d already been there, although this would have been impossible.” The patient not only genuinely believed he had met Dr Moulin before, he gave specific details about the times and places of these ‘remembered’ meetings.
Déjà vu has developed to such an extent that he had stopped watching TV – even the news – because it seemed to be a repeat, and even believed he could hear the same bird singing the same song in the same tree every time he went out.”
(University of Leeds Reporter, via BoingBoing)

Na, kommt das jemandem bekannt vor?

Gesucht:

Ein elegantes Wort für den Ausdruck "und/oder", siehe:
"Die Eltern bringen ihre Töchter und/oder Söhne zur Schutzimpfung."
Warum gibt es das nicht? Muss man sich in dieser kalten, unmenschlichen Welt denn wirklich immer entscheiden, ob "und" oder "oder"? Argh!

Stolz und Vorurteil

Das SZ-Magazin fragt gerade, warum, ja warum bloß, niemand auf unsere Ursi stolz ist. Immerhin, sie hat sieben Kinder und eine Mordskarriere (nein, natürlich nicht die Ursi)!
Neidzerfressen, so die recht einfache Analyse, sind die Frauen, weil sie es nicht schaffen, wie die Ursi sieben (7!) Kinder mit der Karriere zu vereinbaren und nebenbei noch ein Colgate-Lächeln und eine Stepford-Frisur aufrecht zu erhalten. Und, immer gut gelaunt, so gar nicht dem Klischee des chronisch überforderten, hysterischen Muttertiers à la “Desperate Housewives” oder “Malcolm Mittendrin” zu entsprechen. Die Männer dagegen – auch ein alter Hut – haben Angst vor so viel Multi-Tasking- Fähigkeit. Das alles hat einen wahren Kern.

Störend fand ich allerdings die Titelfrage, die meiner Meinung nach schon falsch gestellt ist: warum soll ich auf jemanden stolz sein, weil er Kinder hat? Erstens: stolz ist man doch sowieso nur auf Menschen, mit denen man in einer irgendwie gearteten Verbindung steht. Diese Verbindung spüre ich zu Frau von der Leyen, obwohl sie – wie ich – blond und Gebärmutterbesitzerin ist, nicht.  Zweitens: Ich bin auch nicht stolz auf Menschen, weil sie verheiratet sind oder Single, oder weil sie in der Großstadt leben oder auf dem Land. Das alles sind Lebensentscheidungen, die per se nichts über den Charakter eines Menschen oder seine Lebensleistung aussagen. Finde ich.

Anderer Meinung ist da diese gerade von Freund Deissner für die WAMS interviewte und zitierte Berliner Mutter:

“Arite Raebel ist 30 Jahre alt und Mutter von vier Töchtern. Manche Frauen ihres Alters finden diese Kinderzahl “asozial”, erzählt sie. Arite Raebel hat es sich längst zur Maxime gemacht, sich von äußeren Erwartungen zu befreien. Aber sie bedauert, daß viele Gleichaltrige nicht bereit seien, Verantwortung zu übernehmen – Verantwortung für das eigene Leben, für die Partnerschaft und die Kinder. “Wir nehmen uns alle viel zu wichtig”, sagt Arite Raebel und meint damit diejenigen, die immer nur über sich selbst nachdenken und wesentliche Lebensentscheidungen hinauszögern, bis es für Nachwuchs zu spät ist.”

Wer keine Kinder hat, ist nicht bereit, Verantwortung zu übernehmen? Ehrlich gesagt: diese Unterstellungen, Eltern seien die besseren Menschen (und die absurde Behauptung, Selbstlosigkeit wäre ihr Motiv dafür gewesen, Kinder zu bekommen – ???), gehen mir ganz schön auf die Nerven. Von Ursula von der Leyen kommen sie erfrischenderweise übrigens nicht!
Aber selbst, wenn ich – was mir, als kinderloser Egoistin, enorm schwer fällt – mal nicht an mich und meine strapazierten Nerven denke, sondern an die Sozialgemeinschaft (= Rentenkasse): ich glaube nicht, dass die Rate der Fortpflanzer dadurch steigen wird, dass man die Entscheidung für oder gegen Kinder derart moralisch überfrachtet, wie es momentan geschieht.

Langsam hat man ja schon den Eindruck, nur Übermenschen, die Nerven wie Stahlseile, hektargroße Wohnungen, Geldspeicher wie Dagobert und ebenso übermenschlichen Chefs, Freundeskreise und Familien haben, seien fähig, Kinder zu kriegen, und das auch nur unter dem enormen “Armutsrisiko”, all das zu verlieren und mit misslungenen Schratzen unter der Brücke zu landen, ohne Freunde und geschieden und sexuell frustriert. Ist das wirklich so? Ich kann es mir irgendwie nicht vorstellen.

[Am Rande: Fest steht jedenfalls, wenn man dem Sozialminister von BaWü Renner glauben schenken darf, schon mal, wer sich aus Debatten über Zeugung oder Nicht-Zeugung lieber ganz raushalten sollte… Ich bin gespannt: Ein Mann mit solch stieglereskem Temperament, der wäre doch auch ein heißer Kandidat für einen Nazivergleich!]