Pommesboutique

Hab ich heut mal ausprobiert. In der Amalienstraße, wo früher dieser Coffeshop war (Black Bean oder so?). Für die Experten: praktisch gegenüber vom vormaligen Cohu-Hauptquartier. Da hats doppelt fritierte belgische gelbliche Riesenmonsterpommes und Bio-Brat- bzw. Currywürschtl von den Herrmannsdörfern. Alles sehr lecker. Nur wenns vielleicht noch eine halbe Portion Pommes gäb, wärs gut, weil ich bin jetzt schon kurz vorm Platzen. Obwohl: wenn man sich die Verkäuferin anschaut dort, bekommt man den Eindruck, dass diese Pommes sehr schlank machen, also vielleicht auch was für die Pizzadiät? Und die "szenige Einrichtung"bzw. das "stylische Ambiente"  – hätt man sich sparen können und dafür ein bisserl mit den Preisen runtergehn (immerhin 7,50 für Pommes, Currywurst und Flascherl Wasser). Muß so eine Pommesbude hinter der Uni gleich auf Berlin, London, Mailand machen? Also zwengs mir nicht.

Me siento muy feliz

Cohu ist begeistert: der alte Fidel ist nicht nur noch am Leben, sondern auch noch einer der erfolgreichsten (wenn nicht gar der erfolgreichste) Berufsrevolutionäre, einer der reichsten Männer der Welt (oder auch nicht), eroberungssüchtig in jeder erdenklichen Art und Weise und vor allem: ein Adidas-Träger und Schnürltelefonbenutzer, genau wie Cohu! Diese Parallelen können kein Zufall sein.

Ob ich wohl auch mal ein Land beherrschen werde? Zumindest so eine ganz kleine Insel? Ich will auch ein eigenes System! Mit Zigarren!

Persistence of a Nation: No Ball

Der Brite an sich ist ja berühmt dafür, dass er selbst in schwierigsten und katastrophalsten Situationen die “stiff upper lip”, also die Haltung, bewahrt und sich nicht aus der Ruhe bringen lässt. So zum Beispiel in diesem Fall:

After a British armoured vehicle ran over a land mine in Bosnia, a military spokesman reported that; “The crew were shaken but there were no injuries.” When an enterprising reporter asked the spokesman what the men could do to protect themselves from such incidents in the future, the unflappable spokesman offered that they could: “Drive more carefully.” (Sterling Times)

Obwohl diese britische Tradition stellenweise kontrovers diskutiert wird – sie sei, behaupten küchenpsychologisierende Unruhestifter, der Stressbekämpfung abträglich oder führe zu Erinnerungslücken – ist es doch erfreulich, dass die Briten im Angesicht der erschreckenden Terrorpläne bei Strategien bleiben, die sich schon zu Zeiten des Blitzkriegs bewährt haben.
Als Beweis betrachte man bitte die durch nebenstehenden Bildschirmausschnitt von Guardian.co.uk belegte Prioritätenordnung der Briten: junge Pakistani, so scheint es, können mit noch so vielen Flüssigsprengstoffflaschen herumfuchteln, Blitzzünder zücken und mit Koranversen drohen. Mehr medialen Eindruck auf das Vereinigte Königreich machen sie jedoch, wenn sie mit Wicket, Bail, Stumps und Bat sowie vollkommen unverständlichen Regeln zu tun haben. Vielleicht eine neue Strategie für Al-Quaida: auf Sport setzen statt auf Terror?

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Und die Bibel hat doch recht.

…zumindest, auf Kirchgänger bezogen, mit dem Dictum: Bedenke, Mensch, dass Du Staub bist und wieder zum Staube zurückkehrst.
Dass die katholische Kirche mit ihren Ritualen brandgefährlich ist, hat Cohu schon als Kind geahnt und – zur Erheiterung ihrer großen Geschwister – stets darauf bestanden, bei der großräumigen Weihrauch-Begasung in der Christmette bekäme sie keine Luft mehr.
Jetzt ist es wissenschaftlich bestätigt:

“Der lästige Feinstaub: Nicht nur auf den Straßen ist er ein Problem, nein, auch in der Kirche – zumindest in der katholischen. Was manch benebelter Kirchgänger vielleicht ahnte, meint jetzt ein findiger Klimatologe der Uni Duisburg-Essen bewiesen zu haben: Nach seinen Studien kann die Feinstaub-Belastung in katholischen Kirchen an hohen Feiertagen den EU-Grenzwert kurzzeitig um mehr als das Vierfache übersteigen. Vor allem der Weihrauch, der an hohen Feiertagen in den Kirchen benutzt wird, treibe den Wert auf bis zu 220 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft hoch, erklärt Dr. Stephan Weber (32). Der EU-Grenzwert für das Tagesmittel liegt bei 50 Mikrogramm.” (Kölnische Rundschau)

Naja, so schlimm ist das doch nicht. Man soll ja nicht aus einer Mücke einen Elefanten machen. Am Schluss fällt den EU-Hanseln noch ein, dass der Weihrauch jetzt verboten gehört. Oder, noch absurder: dass man in der Kirche nicht mehr rauchen darf. Ha!

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Pssst…

…die IT hat nächste Woche Geburtstag. Was schenkt man einem solch treuen Mitarbeiter? Zwar soll man den Tag nicht vor dem Abend loben, doch hat Morgenstund Gold im Mund und der frühe Vogel fängt den Wurm, daher werde ich vielleicht erst mal zwei, drei, Geschenke von dieser Liste aussuchen. Und dann vielleicht noch ein Ständchen, hab schon mal was Passendes rausgesucht:

Schön ist die Jugend, so steht’s geschrieben,
doch auch im Alter kann man sich freu’n.
Ist man im Herzen noch jung geblieben,
fühlt man im Alter sich nicht allein.
Refrain:
Muss man auch langsam geh’n,
manchmal beiseite steh’n,
schön ist das Alter trotz alledem.

Hach, Vorfreude ist doch die schönste Freude!

My Little Lebowski

Don’t fuck with the Jesus!

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Hör mir auf mit Zweipunktnull!

Botschaft an die Welt: es gibt Phrasen bzw. Phrasenbausteine, die kann ich nicht mehr hören, auch, wenn sie noch nicht mal zwei Jahre alt sind. Dazu gehört "Du bist (…)", das seit der unseligen Bertelsmannkampagne schon für jeden denkbaren Zweck verwendet wurde (der kleine Bruder dieses Phrasenteils, "Wir sind (…)", gezeugt von der Bildzeitung im Überschwang der Papstbegrüßung, ist gottseidank nicht ganz so beliebt, obwohl…).
Und auch das Anhängen von "2.0" an alle möglichen Worte nervt die arme Cohu. Ursprünglich wurde dieses Attribut – außerhalb der Bezeichnung von Softwareversionen – nur von Totalnerds verwendet, um kategorische Neuerungs- bzw. Verbesserungsschritte in ihrer Umgebung zu bezeichnen ("Hö, ich hab mir jetzt mal n Hemd gekauft, hey krass, des is praktisch ein T-Shirt 2.0!"). Dann kam natürlich Web 2.0. Und jetzt springt auch noch Apple auf und bezeichnet auf der WWDC 2006 das neue Betriebssystem "Leopard" als "Vista 2.0"
Haha! Aber ich find das nicht lustig. Hört auf, dieses hirnrissige two oh zu verwenden, sonst geht es noch in die Alltagssprache über, und eure Mama erzählt Euch dann nächstes Jahr von der "Geschirrspülmaschine 2.0", die sie sich jetzt gekauft hat. Wollt ihr das wirklich?

Die Beraterbank…

…rät mir bei der Frage, ob ein bei ihr im Depot liegendes Indexzertifikat bei Verkauf steuerpflichtig sei, nach kurzer Internetrecherche (auf die ich natürlich noch nicht gekommen war…), doch "einfach mal bei Merrill Lynch anzurufen."
Vor ein paar Monaten wurde mir von gleicher Stelle dringend nahegelegt, in den "Total Return"-Fonds einzusteigen, wo ich, abgesehen von der Wertentwicklung (siehe Abb.) mit meinen erbärmlichen paar Kröten erst mal mindestens ein Jahr des (Haha!) Zinsgewinnes für Gebühren hätte hinblättern müssen.

Nicht umsonst rät man wohl jungen Menschen, die sich ansonsten für nichts begeistern können: "Mach doch ne Banklehre!"

Da-da-da-da-da-du-di-daaa…

Cohu leidet immer wieder unter hartnäckigen Ohrwürmern, die sich meistens zwei bis drei Tage halten (beliebt: Ohrwurm ist beim Musik- oder Radiohören weg, setzt aber danach plötzlich wieder ein – Neiiiiiin!). Momentan hat “Sitting on the Dock of the Bay” (seltsamerweise im Minimal gehört) “Starry starry night” abgelöst, mit einem kurzen Zwischenspiel von “Seven Years” (hatte riskanterweise die Norah-Jones-Noten durchgeblättert). Mit dem “Dock of the Bay”– Ohrwurm, der ja nicht mehr als 2-3 Tonhöhen zu bieten hat (und ich kenn nicht mal den Text von dem Scheißlied), werde ich wirklich langsam wahnsinnig.
Was soll man da nur machen? Hab natürlich gleich recherchiert, das hier war vorerst keine Hilfe. Gottseidank gibt es amerikanische Wissenschaftler:

“Songs such as the Village People’s YMCA, Los Del Rio’s Macarena, and the Baha Men’s Who Let The Dogs Out owe their success to their ability to create a “cognitive itch,” according to Professor James Kellaris, of the University of Cincinnati College of Business Administration. A cognitive itch is a kind of metaphor that explains how these songs get stuck in our head,” Professor Kellaris told BBC World Service’s Outlook programme. “Certain songs have properties that are analogous to histamines that make our brain itch. The only way to scratch a cognitive itch is to repeat the offending melody in our minds.”
(BBC News)

Ja, und was macht man jetzt gegen dieses schreckliche Gehirnjucken? Der Ohrwurmforscher macht mir wenig Hoffnung:

“And he added that there was also no guaranteed way of ever getting the song off the brain. “Replacement strategies rarely work, because as we search our memories for a replacement tune, we’re likely to come up with another earworm,” he admitted. “Some people swear by completion strategies – if you listen through a piece in its entirety, some times that will make it go away.”

Ok. Ich lad mir dieses Dockofthebay-Stück gleich runter und probier das aus. Oh…Moment – hab ich mir jetzt etwa gerade einen Ohrwurm von “Who let the Dogs out” geholt? Auaaaa….

Confucius say: “For your dinner, you can never cook your food too fine, nor mince your meat too well.”

Da der “schlafende Drache” China es auf unser schönes Europa abgesehen hat und inzwischen die Regeln der Weltwirtschaft diktiert, müssen tapfere europäische Patriotinnen wie Cohu zum Gegenangriff übergehen. Zumindest ein Geheimnis des Landes des Lächelns habe ich durch langes Ausprobieren gelüftet.
Habt ihr Euch auch schon gefragt, warum das Hühnerfleisch beim Chinesen immer so viel zarter ist als sonst?  Nein, es liegt nicht dran, dass die in Wirklichkeit Hund verwenden (ok, das hab ich nicht wirklich selbst ausprobiert…). Es liegt auch nicht am Glutamat. Auch das Wälzen des Fleisches in Speisestärke bringt’s nicht. Sondern (jetzt kommt Cohus Spezialtipp): man weiche das fein geschnittene Fleisch in einer Lake aus kaltem Salzwasser mit einer Prise Natron eine halbe Stunde im Kühlschrank ein. Dann abtropfen und vor dem Braten in Speisestärke wälzen. Das Fleisch ist dann genauso weich wie beim Chinesen!
Endlich können wir auch Produktpiraterie betreiben und der Volksrepublik ein Schnippchen schlagen, und zwar exakt von Nummer 30 (“Hühnchen Gung-Bao”) bis Nummer 39 (“Hühnchen mit Morcheln und Bambus”)!

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