Boandlkramer

Was haben “unsere Jungs” da wieder angestellt! Nein, nicht die Klinsmänner. Sondern unsere Verteidigungsarmee, die den Schutz unserer kostbaren Freiheit momentan dort versieht, wo fern hinter der Türkei die Völker aufeinanderschlagen. Schockierend! Skandalös!
Aber jetzt muss ich schon mal einschränkend sagen: Leichenschändung, darunter stellt sich Cohu was anderes vor. Vielleicht bin ich da einfach nicht stilistisch bzw. moralisch sensibel genug. Dass ein Bundeswehrsoldat auf Staatskosten seine Zeit damit verbringt, seinen Pimmel zu fotografieren, und dann auch noch blöd genug ist, diese Bilder in fremde (nicht Soldatenfrauen-)Hände geraten zu lassen, finde ich jedenfalls genauso schlimm, wie dass er einen Totenschädel danebenhält. Also eigentlich gar nicht schlimm.
Wikipedia, an die sich Cohu in jeder Lebenslage hilfesuchend wendet, beweist übrigens ausgeprägte wahrsagerische und legasthenische Fähigkeiten und berichtet unter dem Stichwort Leichenschändung: “Im November 2006 (sic) wurde bekannt, dass in Afghanistan stationierte Bundeswehrsoldaten Leichenschändung begangen hatten und mit Totenschädlen (sic) in den Straßen patroulierten.(sic)
Wenn Euch die Machenschaften dieser schamlosen Boandlkramer trotz Cohus besänftigender Worte keine Ruhe lassen: Fahndungsfotos zur Erleichterung der schonungslosen Verfolgung und sofortigen Festsetzung der Täter finden sich beim Weltenweisen.

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Ein Konigreich fur einen Umlaut

…ob jetzt die die österreichischen Politiker Dummkopf, Tollpatsch und Trottel überhaupt noch ins Kabinett kommen?

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Wohlbehalten zurückgekehrt…

…aus dem Land der Berge bin ich. Zwar habe ich – dank altersbedingter Kreislaufschwäche und darauffolgendem Regenwetter – keinen Berg bestiegen, aber dafür auf den Hütten des Tals zahlreichen Marillen- und Spinatknödeln, Schlutzkrapfen und Spätzle den garaus gemacht und  einen liebeskranken Hirsch röhren gehört.
Gewohnt wurde stilecht in einem jahrhundertealten Tiroler Bauernhaus mit mehreren Original-Herrgotts-bzw. Muttergottes-winkeln (siehe Abb.) und zugehörigen (Nicht-Original)-Scottish-Highland-Rindern sowie Zentralheizung und Satellitenfernsehen. Bin jetzt – nach dem Türkeiurlaub – wieder ausreichend europäisiert, auch dank der zahlreichen FPÖ-Plakate für den Österreichischen Wahlkampf ("Sichere Pensionen statt Asyl für Millionen!" – "EU-Austritt!")
Morgen gibts dann einen ausführlichen Bericht über Cohus Sommerferienlektüre!

Zurück aus Kleinasien

Nicht ganz pünktlich zum Wiesnanstich ist Cohu back in town. Was ich alles verpasst habe! Äh… ja, was eigentlich? Außer dem Einrücken der NPD in einen Landtag und dem  Ratzingers in München wohl nicht besonders viel. In der Türkei konnte ich mich  nicht nur mit dem "Herald Tribune", sondern auch mit "Turkish Daily News" nachrichtentechnisch über Wasser halten – Berichte über die große türkische Haselnussaffäre erwiesen sich als besonders amüsant und urlaubstauglich.
Ansonsten riss mich eine ungekannte (orientalische?) Ruhe aus meinem sonst so hektischen Arbeitsalltag: eigentlich verbrachte ich den ganzen Urlaub so wie auf der Abbildung: als (bekleidete) Odaliske auf den teppichgepolsterten Teeplattformen des Hotels. Irgendwann waren die Bücher aus und ich musste sie nochmal lesen – vertiefte Kommentare zu meiner Urlaubslektüre folgen. Genauso wie einige Fotos (die meisten müssen erst entwickelt werden) von unserem Hotel, unserem einzigen Ausflugsziel – der antiken Stadt Olympos – und die Ergebnisse meiner Unterwasserknipserei. Mit der Türkei als Reiseziel ist Cohu nachträglich sehr zufrieden. Sie erwägt, sich als Karettschildkrötenzüchterin oder aber (Alternativplan) als Atatürkbildhauerin an die türkische Südküste abzusetzen. Besonders drollig fand ich übrigens die zahlreichen Lehnwörter im Türkischen (so z.B. "Pötibör" für Butterkeks / "Petit Beurre", "Feribot" für Ferryboat / Fähre, "tişört" für T-Shirt). Nur auf das manchmal anwesende deutsche/britische Lumpen- bzw. Achselshirt- und Goldkettchenproletariat hätte Cohu verzichten können (Gipfel der kulturellen Einfühlsamkeit war die Idee eines mutmaßlichen Gelsenkirchners, beim gemeinsamen Tauchbasis-Grillabend eine Sau über dem Feuer zu braten zu lassen) aber dafür kann ja die Türkei nichts, gell? Also, abschließend: ich finde, die EU kann der Türkei ruhig beitreten!

For relax you must come here!

Cohus Urlaub Forschungsreise in der Nähe von Chimaira ist gebucht, wenn man dem nebenstehenden Bestätigungsfax des Hoteliers Glauben schenken will. Ansonsten steh ich halt in ‘nen paar Tagen um elf Uhr nachts mit der IT am Flughafen von Antalya und mir die Beine in den Bauch. Abgesehen von Horden von Chimärenforschern wie mir finden sich in der Bucht von Adrasan wohl hauptsächlich Taucher, denn: "Adrasan has a cove which is covered by pines and interesting.(…) Adrasan’s cove is so aestetic and beautiful place. (…) Great ambience and beautiful place you can’t leave there when you see. For real relax you must come here." (Hotelseite über Adrasan). Cohu wird natürlich jede Minute, in der sie nicht isst bzw. schläft bzw. Chimären erforscht, beim Schnorcheln sein. Jetzt fehlen nur noch die Flossen. Oder stimmt die alte Behauptung, dass einem Schwimmhäute zwischen den Zehen wachsen, wenn man nur lang genug im Wasser ist?

Forschungsreise

Aus rein wissenschaftlichen Gründen plant Cohu, im September in die Türkei zu fahren – dort ist nämlich die Heimat der feuerspeienden,  Ziegen-Löwen-Schlangen-gestaltigen antiken Chimäre, das Dorf Chimaira. Wo der Held Bellerophontes sie mit Hilfe des Pegasus erlegte, brennt heute noch ein ewiges Feuer. Dieser Bellerophon war übrigens ein ganz ein Unerschrockener:

Nachdem Bellerophon Belleros getötet hatte, floh er zu König Proitos nach Tiryns, der ihm das Gastrecht gewährte. Dessen Gemahlin Anteia (auch Stheneboia genannt) fand Gefallen an dem schmucken Jüngling, wurde von ihm aber zurückgewiesen. Aus Rache für die Schmach behauptete sie, Bellerophon habe versucht, ihr Gewalt anzutun. König Proitos schickte den vermeintlichen Frevler daraufhin mit einem versiegelten Brief zu Anteias Vater, dem König Iobates von Lykien. In dem Schreiben schilderte Proitos den Vorfall und rief zur Ermordung Bellerophons auf. Da der lykische den Brief aber erst las, nachdem er Bellerophon gleichfalls das Gastrecht gewährt hatte, betraute er ihn mit einer Reihe gefährlicher Aufgaben, in der Hoffnung, dass er sie nicht überleben werde.
Einer dieser Aufträge war, das Land von der Chimära zu befreien. Die Annahme, das Untier werde den unerwünschten Gast töten, erfüllte sich jedoch nicht. Vom Rücken des Pegasus aus verletzte Bellerophon die Chimära mit seinen Pfeilen schwer und schleuderte dann einen Bleiklumpen in ihren Rachen, der sofort schmolz und die Eingeweide des Untiers versengte. Als König Iobates von der Unschuld Bellerophons erfuhr, gab er ihm seine Tochter Philonoë zur Frau. Der frevelhafte Übermut Bellerophons, mit dem geflügelten Ross den Götterberg Olymp zu erreichen, führte schließlich zu seinem Tod. Zeus schleuderte vor Zorn über diese Vermessenheit einen seiner Blitze, was Bellerophon den Verstand raubte. Einer anderen Überlieferung nach bäumte sich das vom Blitz erschreckte Ross auf und warf seinen Reiter ab. Bellerophon landete in einem Dornbusch und irrte daraufhin, fern jeder Ansiedlung, halb lahm und blind umher, bis er starb. (Das Große Kunstlexikon)

Dass sich in der Nähe dieses für Chimärenforscherinnen hochinteressanten Ortes, in der Bucht von Adrasan,  auch wunderschöne Strände, billige Hotels und relativ wenige Touristen befinden, ist natürlich reiner Zufall. Wo gibt’s das DAAD-Formular für ein Strandstipendium Antikenstudium?

Me siento muy feliz

Cohu ist begeistert: der alte Fidel ist nicht nur noch am Leben, sondern auch noch einer der erfolgreichsten (wenn nicht gar der erfolgreichste) Berufsrevolutionäre, einer der reichsten Männer der Welt (oder auch nicht), eroberungssüchtig in jeder erdenklichen Art und Weise und vor allem: ein Adidas-Träger und Schnürltelefonbenutzer, genau wie Cohu! Diese Parallelen können kein Zufall sein.

Ob ich wohl auch mal ein Land beherrschen werde? Zumindest so eine ganz kleine Insel? Ich will auch ein eigenes System! Mit Zigarren!

Wie für mich gemacht

Theoretical Vegetarian Tee: "All of the moral superiority, none of the soy"

Zweiter Februar ist Erd-Eber-Tag!

Am 2. Februar ist ja wieder Groundhog Day (Jaja, gleich geht wieder das Geschimpfe los, dass ich diese neumodischen amerikanischen Feiertage alle bei uns einführen will – sorry, ich habe eben mal an Halloween Geburtstag und bestehe darauf, dass der Valentinstag eine englische Erfindung ist und es deshalb keinen Grund gibt, mir meinen wohlverdienten Riesendiamanten bzw. kiloweise herzförmige Schokolade vorzuenthalten, zur Not wird sie selbst gekauft! Außerdem, dieses ständige Amerikabashing ist eh total out). Also, darum ging es ja gar nicht, sonder vielmehr um die seltsame Krankheit des chronischen Deja Vu:


“Dr Chris Moulin first encountered chronic déjà vu sufferers at a memory clinic. “We had a peculiar referral from a man who said there was no point visiting the clinic because he’d already been there, although this would have been impossible.” The patient not only genuinely believed he had met Dr Moulin before, he gave specific details about the times and places of these ‘remembered’ meetings.
Déjà vu has developed to such an extent that he had stopped watching TV – even the news – because it seemed to be a repeat, and even believed he could hear the same bird singing the same song in the same tree every time he went out.”
(University of Leeds Reporter, via BoingBoing)

Na, kommt das jemandem bekannt vor?

Amerikanische Erfindungen

Die besten und die schlechtesten Erfindungen kommen auch diese Woche wieder aus den USA:

–  die beste Decke der Welt! Wenn die Hände ab jetzt – evt. aufgrund einer tiefsitzenden protestantisch-calvinistischen Masturbationsphobie? –  brav über der Bettdecke bleiben, haben sie dort wenigstens was Sinnvolles zu tun! (Aber was hat der Typ da für nen Computer?)

Würg. Ich war mir zuvor eigentlich sicher, dass man das Konzept Pizza nicht gründlicher missverstehen kann als in Form einer "American Pan Pizza". Jedoch: das ist noch eine Steigerung. Und es kann nur ein US-Amerikaner draufkommen, dass "the problem with many foods is that they aren’t particularly portable and edible." – Hä? Tisch? Stuhl? Gabel? Messer? Teller?