Wer zu spät kommt, den belohnt das Leben

Das hat schon einen Touch Verzweiflung, wenn man wie Cohu eine Handvoll (ok: ein gutes Dutzend!) Jahre nach Erreichen der Volljährigkeit noch versucht, ein Instrument wie die treue Fiedel zu erlernen. Wenn das Rosshaar mal wieder besonders missmutig quälend über den Stahl kratzt, liegt der Gedanke nah: “Zu spät! Alles zu spät! Ich kann vielleicht noch die Bogenhand lernen. Oder die Spielhand. Aber für beides bin ich einfach zu alt! Vielleicht doch Triangel? Oder Bratsche?”

Aber, liebe Leser, es gibt Hoffnung. Das hier war die Blues-Sängerin Alberta Hunter im zarten Alter von 28. Nicht schlecht – aber auch nicht das Tollste, was man je gehört hat.

Spulen wir doch mal ein halbes Jahrhundert – ja, fünfzig Jahre – vor in ihrem Leben und sehen uns an, was das bisserl Üben in der Zwischenzeit gebracht hat:

Und hier ist sie nochmal, mit einer unglaublichen Performance des Liedes “Two-fisted Double-Jointed Rough ‘n’ Ready Man” vier Jahre später – also im Alter von 86:

Ich kombiniere: es ist nie zu spät.

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