Coming Soon: Sunfish’n’Chips!

Duscht ne Stunde lang heiß, werft die Klimaanlagen an, fahrt mal eben um den Block zum Kippen holen, lasst den Karren über Nacht laufen, verschrottet (besser noch: verbrennt!) Eure Fahrräder, esst nur noch Äpfel aus Neuseeland und wichtig, viele Fernreisen: der CO2 Ausstoß soll ruhig noch steigen. Klimawandel ist nämlich was Wunderbares.  Aufgrund dieses faszinierenden natürlichen Phänomens und der damit verbundenen Erwärmung der Ozeane gibt es meinen Lieblingsfisch, den Mondfisch (schöne Fotos hier, ausgewachsener unglaublicher Mondfisch hier), jetzt auch in britischen Gewässern, wie der Guardian berichtet. Verwirrenderweise heißt das Tier, dessen Fleisch im übrigen aufgrund seiner zweifelhaften Qualität ("I would not bother to try it again if someone gave it to me") für die englische Küche wie geschaffen ist, im englischsprachigen Raum "Ocean Sunfish" (lat. mola mola – mola= Mühlstein).
Die Mondfische ihrerseits haben die Briten anscheinend schon ins Herz geschlossen, manche vielleicht sogar etwas zu sehr:

"A four-year-old boy was flattened by a sunfish in August last year, off the coast of Little Haven, Pembrokeshire, when it leapt from the sea into his dad’s boat. The boy and his brother managed to roll the creature off and back into the sea." (Guardian)

Aaaaach, der tut nichts, der wollte doch nur spielen!

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Ikskjuhs mie, ei häd a Plättn

Ich bin mir sicher, dass es eine einwandfreie materialkundlich – reduktionistische Erklärung dafür gibt, warum ich bei Radlausflügen immer dann einen Platten bekomme, wenn ich mich grade am geographisch ungünstigsten Punkt befinde. Jedoch weigere ich mich aus Gründen der emotionalen Hygiene, die Möglichkeit des Vorliegens einer solchen weiterhin in Betracht zu ziehen und gehe strikt davon aus, dass hinter dieser Tatsache eine finstere Verschwörung gegen mich steckt. Ich durchschaue Euch, dunkle Mächte, ich durchschaue und verachte Euch!

Hatte mal sowas von einem Schaum gehört, den man in den Reifen füllt und der dann erhärtet und alle zukünftigen Platten verhindert. Oder war das nur für Mountainbikes? Oder gar für Autos? Oder sehr teuer? Kann nicht googeln. Zu müde vom Schieben.

Ozone Prison Blues

Bäh, scheußlich: die Ozonwerte schaun zwar so schlimm nicht aus, aber seit ich gestern Abend eine große Runde durch den Olypark gelaufen bin, fühl ich mich schrecklich: tränende Augen und Halsweh, als hätt ich ne halbe Schachtel  Kim geraucht und dabei in einen Ventilator gestarrt. Könnten auch noch die Ausdünstungen von den Zeugen sein, aber ich tipp eher auf Ozon.
Und wer ist daran schuld? Jaja, der junge Mann, der gestern abend nicht mit mir Eisessen gehen wollte wegen irgendsoeinem Jura-Film im Westpark darf sich ruhig angesprochen fühlen! Jedenfalls: ich plädiere dafür, ein Lied über die Gefahren von Ozon zu schreiben. Vorschläge:
Ozone all around my brain
Oh-zone is on the mountain (für Religionslehrer!)
Too much ozone for one woman (kennt ihr noch Ike & Tina Turner?)
Und mein Favorit, der Jazz Standard:
Ozone gets in your eyes
Da bräuchte man jetzt einen blues drawl, aber seit Cohu die Gauloises und das grüne Auge aufgegeben hat, hört sie sich an wie June Carter auf Valium. Angeblich ist das ja dann meine natürliche Stimme. Super!

Extra Cerasum Nulla Salus – Kein Heil außerhalb der Kirsche

…das denkt sich zumindest Cohu. Habe in der Brigitte (haha, ja, lacht nur, Cohu liest Frauenzeitschriften, ha ha ha!), also jedenfalls in der Brigitte ein sehr schönes Rezept für eine Kirschen-Mohn-Tarte gefunden und würde das gerne mal ausprobieren. Zusätzliche Motivation: ihr kennt das, es gibt “Wegschmeißer” und “Aufheber”, und ich gehöre zur letzteren Gruppe. Habe in meiner Besteckschublade noch einen uralten Kirschenentsteiner namens “KERNEX”, siehe Abb., von meiner Oma liegen (den schon meine Oma nie verwendet hat, soweit ich mich erinnere).
Hehe, ich weiß nicht mehr, wer es war, aber irgendeinTyp  hat mir vor Jahren mal die Geschichte abgenommen, das sei eine Ferkelkastrierzange, wo ich doch mal beim Tierarzt mitgearbeitet hab…diese Stadtkinder!
Also, die Kirschentkerner-Kastrier-Zange muss dringend verwendet werden. Daher brauch ich gute Sauerkirschen. Habe bereits gesucht, aber nix richtiges gefunden, muss ich dafür evt. auf den Viktualienmarkt? Weiß jemand, wo’s feine, schön große (!) Kirschen gibt? Außer “Isemarkt”, da komm ich jetzt schlecht hin.

Freiheit oder Tod

Bei den schon von Herrn Flix bemerkten brav gekleideten Grüppchen, die momentan in München herumlaufen, handelt es sich nicht etwa um evangelische Christen, wie ich noch mutmaßte, sondern um (Zitat Flix) “andere Verrückte”, nämlich die Zeugen Jehovas. Diese begehen seit drei Tagen im Oly-Stadium einen “Sonderkongress” – die ganze Ackermannstraße steht voller Busse, und deren Inhalt singt und betet im etwa zu 75% gefüllten Stadium. Ich sage absichtlich nicht “feiert”, denn bei dem Thema sind die Zeugen ja etwas empfindlich (fand es ja früher immer ganz toll, dass die ihren Geburtstag nicht feiern – ist mir nämlich auch immer eher unangenehm – aber Nachteil: die Geburtstage von anderen Leuten werden ja dann auch nicht begangen. Nichts für Cohu!).
Etwas seltsam finde ich, dass Münchens offizielles Stadtportal den Kongress mit keinem Wort erwähnt, angeblich werden immerhin 45.000 Besucher erwartet.
Das – auf lilanen Ansteckern zur Schau getragene – Motto ist: “Befreiung greifbar nahe.” Da denkt man sich als unbedarft Vorbeilaufende, Befreiung, das weckt schöne Assoziationen, sowas wie: 8. Mai ’45, Sklavenbefreiung, Mandela, Befreiung Bayerns von der CSU, Befreiung von der Rundfunkgebührenpflicht, die sexuelle Befreiung, aber hauptsächlich die Befreiung von meinem mordsmäßigen Seitenstechen beim Mini-Bergerl-zum-Olystadium-Hochhecheln. Aber bei überzeugt Religiösen ist so ein pragmatischer Ansatz natürlich verfehlt, in echt freuen die adrett Gekleideten sich nämlich auf die “Befreiung durch Gottes Königreich”, bei der es zunächst mal eher unschön wird (insbesondere für die Nicht-Erwählten):

“Die Zeugen Jehovas glauben an eine bald stattfindende Apokalypse, das sogenannte Harmageddon. Die einzigen Überlebenden dieser Endschlacht werden die Zeugen Jehovas sein. Nach dem Gott nun die Herrschaft übernommen hat, entsteht eine Zwei-Klassengesellschaft unter den Überlebenden. 144000 geistgesalbte Wesen werden mit Christus in seinem himmlischen Königreich als Könige regieren, der Rest der Zeugen muss sich mit einem Leben auf der neuen Erde begnügen.” (link)

Na, das ist aber nicht mehr so sympathisch. Cohus Tipp: Obacht bei jeder Verkündung eines “Tausendjährigen Reichs” !

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Eigener Herd ist Goldes Wert…

…das wissen auch die Herausgeber dieses sehr interessant anmutenden Magazins – "Häuptling eigener Herd" – Wiglaf Droste und Vincent Klink. Droste, einen erfrischenden und unerschrockenen Parodisten ("Diät ist Mord am ungegessenen Knödel") kennt man vielleicht von der "Wahrheit" Seite der taz, Vincent Klink – einen vielseitig interessierten Lebemann – wenn man zur kulinarischen Elite gehört, aus der Wielandshöhe, oder eben aus dem Fernsehen (siehe Abb.). Kommt natürlich gleich auf meine Wunschliste, diese Publikation.

[Aber was ich eigentlich sagen wollte: noch besser als eigener Herd ist momentan eigene Klimaanlage. Für alle, die eine solche nicht haben, hat Cohu einen super Tipp. Ein Leintuch nass machen und vor die geöffnete Balkontür bzw. das geöffnete Fenster hängen. Fast so gut wie eine Klimaanlage, aber augenschonender!]

Best of Google-Keyphrases

Immer wieder bin ich erstaunt, was für ein Themenspektrum die Suchenden abdecken, die über Google auf meine Seite kommen. Diesen Monat:

blog katholisch (klar!)
aubergine onanieren (äh…"Auberginenliebhaber" war zumindest von meiner Seite her anders gemeint)
peter hahne schwul (das geht endgültig zu weit! Schluss!)

In einem Bächlein helle

Bei dem brutalen Wetter heute blieb (zumindest dem nicht Erwerbstätigen) keine Wahl: Wasser musste her. Die Badeseen sind nicht nur schlecht zu erreichen sondern auch noch bacherlwarm und die Freibäder findet momentan selbst eure ziemlich abgehärtete Cohu – die immerhin schon mal bei einem Kuh-Kaiserschnitt in einem Niederbayrischen Stall assistiert hat – einfach zu eklig. Pflaster und Schwimm-Windeln, ich weiß ja nicht.
Also ging es auf mein gutes altes Peugeot, durch den größten Stadtpark der Welt an die Isar, wo man Kiesbänke selbst bei diesem Wetter fast für sich allein hat (wenn man an die richtige Stelle fährt) und dazu ein etwa 18° kaltes Flüßchen in Quasi-Trinkwasserqualität. Und, wie der Titel schon andeutet: Fische hats hier auch, aber (launische) Forellen und keine Bauch-nach-Oben-Karpfen wie in anderen Gewässern. Außenalster, du kannst sowas von einpacken!!!
Gefehlt haben mir eigentlich nur meine sagenhaft kleidsamen Gummischuhe a.k.a. Flossenkondome, die ich leider zuhause vergessen hatte, und vielleicht mein MP3-Player, dann hätt ich nämlich noch den passenden Song hören können:

Rolling stones im Flußbett,
träumen von Lady Jane,
das Ufer träumt vom Liebespaar,
und´s Gebirg vom Jennerwein,
un da Fluß träumt von Millionen Jahr’n,
und laft oiwei so dahi,
in seim ewigen Tal – smaragdengrün –
des is des Isarflimmern mitten im Paradies,
ich sog eich, des is
des Isarflimmern mitten im Paradies.

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Heute im Spamordner

Besonders schön find ich: "prestigious non-accredited universities." Übrigens, warum krieg ich immer nur Spam für Sachen, die ich gar nicht brauche? Universtity Degrees, Viagra bzw V146r4!, Rolexuhren, "hot stocks" und – man höre und staune – "heißen Parkplatzsex." Mir ist so schon heiß genug!!!
Bei so einem Angebot brauch ich den Spamordner eigentlich gar nicht anzuschauen. Wenn es dagegen um Stracciatellaeis ginge, Ventilatoren, Bikinis, Wundermittel gegen Mückenstiche, Flip-Flops o.ä., würde es mich schon eher interessieren (müsste man natürlich der jeweiligen Jahreszeit anpassen). Also, Spammer, gebt Euch mehr Mühe!

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Yemek yapmak: geile Teile!

Heute gings also richtig los mit meinem Integrationsprogramm. Da Cohu kein schlappschwänziges Weichei ist, hat sie natürlich gleich mit einem der schwierigeren Rezepte der türkische Küche angefangen: gerade gabs manti (hier ein ganz gutes Rezept). Das sind kleine Teigtaschen, gefüllt mit Hackfleisch und serviert mit zweierlei Soßen, nämlich einer Joghurt-Knoblauch-Soße und heißer Butter mit pulbiber (Paprika bzw. Chili-Blättchen, versteckt sich in der Dönerbude hinter der Frage "Magst Du mit scharf?"). Man kann sich das vorstellen wie Ravioli, nur, dass ich sie in Form einer Bischofsmütze gebastelt habe und sie so klein wie möglich gemacht werden sollten (haselnussgroß!).
Also jedenfalls das Entscheidende, zuerst der Nachteil: die Teile machen eine Scheißarbeit. Da kann man sich gut und gerne zwei Stunden in die Küche stellen und an diesen kleinen Wuzeln rumfitzeln. Gegessen sind sie hingegen sehr schnell. Das ist also vermutlich so ein Gericht, das durch die Abschaffung der Hausfrauenehe aussterben wird, es sei denn, man führt wieder Hauspersonal ein. Oder die Sklaverei.
Jetzt aber der Vorteil: mir fehlen die Worte, um den Wohlgeschmack dieser Spezialität angemessen zu würdigen. Ein blumig-orientalisches Lied müsste man für den Lobpreis dieser kleinen Knubbel komponieren und damit den Tanz von mindestens 72 mandeläugigen Huris begleiten zu Ehren der göttlichen Nudeltaschen. Ja, ich hab jetzt keine Huris da, aber sehr gut war es!

Nachtrag: hier noch das Bild von den selbstgemachten Nüdelchen im rohen Zustand. Je dünner der Nudelteig und je kleiner die Täschchen, desto besser. Übrigens schmecken sie am nächsten Tag mit Zwiebeln, Tomaten, Knoblauch und Oliven in Olivenöl angebraten fast genauso lecker.

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