Die Korrekturen

Better than Vista

Vermutlich haben schon alle Menschen, die xkcd gut finden, diesen Webcartoon in ihrer Favoritenleiste, oder in ihrem RSS-Feed, oder auf dem handbeschriebenen Zettel, auf dem sie ihre Lieblings"homepages" notieren, jaha! Trotzdem muss ich, verzweifelt verharrend in meiner Hoffung darauf, dass es bald wieder ein verwendbares Microsoft-Betriebssystem geben wird, und vor allem aufgrund einer gelungenen Hitler-Referenz, die mein Sammlerherz jubeln macht, heute mal drauf verlinken. (Mein Lieblings-xkcd ist übrigens das da.)

Ruhig schlafen

Cohu hat ja, was das Horrorszenario "Datenverlust" angeht, lange mit Selbstgebranntem gearbeitet, nicht in alkoholischer, sondern CD-Form natürlich (wobei erstere bei Schlafstörungen ja auch helfen soll). Aber mal ehrlich: jeden Tag macht man das dann doch nicht, was in arbeitsintensiven Zeiten sehr riskant sein kann. Nun habe ich, nach einigen Versuchen mit anderen Lösungen, auf Carbonite umgestellt. Einmal installiert schickt das Programm unablässig alle veränderten Daten auf den firmeneigenen Server, und zwar verschlüsselt und (soweit ich weiß…) ohne Volumenbegrenzung. Es ist kinderleicht einzurichten und arbeitet vollkommen unauffällig im Hintergrund, was man ja von vielen anderen Schrottprogrammen leider nicht sagen kann…

Cohus Bonus-Tipp: der Fremdprachenbegabte spart sich ca. 17 Euro, wenn er statt dem deutschen das englische Programm auf der US-Seite von Carbonite kauft, da kostet es nämlich fuffzich Dollar statt fuffzich Euro pro Jahr. Skeptiker können es übrigens auch erstmal 15 Tage umsonst testen.

(Bildausschnitt: Gustave Courbet, Die Hängematte, Wikimedia Commons)

Für die Katz

Nachdem beim letzten Bloggertreffen vehement mehr Hausfrauencontent gefordert wurde, es aber zum Backen nun wirklich zu heiß ist, müssen wir heute auf Inhalte aus der hausinternen Cohu-Nähstube zurückgreifen. Jeder, der etwa aufgrund einer neurotischen Charakterstruktur davor zurückschreckt, alte Kleidungsstücke einfach dem Container zuzuführen, möge ein paar Stunden opfern und eine Lumpenkatze (S. Abb.) herstellen. Wichtig ist, dass die Kleidungsstücke vorher ca. 10 Jahre gelagert wurden, in denen man sie etwa alle 2-3 Jahre nochmal probiert hat, um sicher zu gehen, dass sie immer noch nicht wieder in Mode sind. Hier kamen z.B. ein in diesem Sinne gut abgelagerter Tweedrock, ein nicht mehr ganz passender (bzw. um ehrlich zu sein, niemals ganz gepasst habender) Pulli sowie Watte und Reis zum Einsatz.

Und bitte: Schnittmuster sind was für Babies.

 

P.S. Auch meine Katze braucht noch einen Namen!

Ordnung ist das halbe Leben

Das weiß nicht nur Jogi, sondern auch Cohu, und benötigt daher einen präzisen Terminplan für die nächsten Wochen.
Für Outlook-Nutzer (gibt es irgendjemanden außer mir, der sich noch mit diesem Mistprogramm herumschlägt…?) gibt es den EM-Spielplan zum praktischen Download hier.
Ich find’s praktisch.

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Decline of a Nation: Analyze That

Seit Jahren dokumentiert Cohu akribisch den Untergang Großbritanniens. So schlimm kann es aber eigentlich gar nicht stehen um die Insel: die Suizidrate nimmt seit Anfang der 90er kräftig ab (und ist gerade mal etwas mehr als halb so hoch wie die unsrige!). Im Kampf gegen diese menschlichste aller Todesarten schreckt die britische Regierung auch vor seltsam anmutenden Methoden der Vorbeugung nicht zurück: seit einiger Zeit wird jedem NHS-Pflegling, der sich mit Depressionen plagt, noch vor der medikamentösen Behandlung eine computerbasierte kognitive Verhaltenstherapie nahegelegt, und zwar mit dem Programm Beating the Blues. Ein Schwesterprogramm namens FearFighterTM dient der Bekämpfung von Angststörungen – ein ängstlicher Slate-Schreiber ("England is crazy, and so am I") hat das Programm ausprobiert und war – Surprise, surprise! – nicht so wirklich begeistert. Aber: Computerisierte Therapien wie diese sollen der britischen Regierung helfen, 136 Millionen Pfund im Jahr einzusparen. Noch mehr Geld soll sich, nach Cohu-Recherchen, einsparen lassen, wenn man auch die Patienten durch Computersimulationen ersetzt – Großbritannien denkt bereits darüber nach.
Wer mit Computer-Verhaltenstherapie  unzufrieden bzw. kein NHS-Kunde ist,  kann sich immerhin an der altbekannten Internetzanalytikerin ELIZA abreagieren. Allerdings mit zweifelhaften, leicht passiv-aggressiven Ergebnissen, was die Suizidprävention angeht: siehe Abb.

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Münzenwerfen ist überholt

Dank IT haben wir lediglich eine halbe Stunde dafür gebraucht, um uns auf ein Restaurant zu einigen.

Und Nietzsche hat doch recht

 Jaja, immer diese Softwaretipps, da kommt man sich vor wie ein bildungsferner Nerd. Dabei weiß ich doch, meine Leser sind so gebildet und weltgewandt, die darf man mit so Zeug nicht langweilen. Deshalb heute: Cohu’s Weichwarenratgeber featuring unseren liebsten syphilitischen Schnauzträger, Bonus: griechische Mythologie!

(Bildausschnitt: Ulysses and the Sirens, 1909 Herbert James Draper. Wikimedia Commons)

Friedrich Nietzsche wandelt oft auf peinlichen, aber mit Eleganz beschrittenen Holzwegen, etwa, wenn er meint: "Im ächten Manne ist ein Kind versteckt: das will spielen." – und den Mann in seiner Verspieltheit ausdrücklich im Gegensatz zur Frau darstellt. Ich darf Euch in diesem Zusammenhang auf eine ganz reizende Seite hinweisen, auf der man sich beim momentanen Wetter sich doch einige Zeit angenehm vertreiben kann: Die Anstalt. Zumindest im Weibe Cohu ist ein Kind versteckt: das will spielen. Und zwar mit psychisch kranken Kuscheltieren. Geheilt hab ich allerdings noch keins…

Der Wahrheit – und der wirklich nützlichen Software – etwas näher kommen wir mit Nietzsche, wenn er meint, es wäre "im Weibe ein Sclave und ein Tyrann" verborgen leider vollkommen zutreffend. Vor allem das mit dem Tyrannen. Der bildet sich dann z.B. ein, dass es nicht gut ist, den ganzen Tag auf nutzlosen Seiten rumzusurfen. Und installiert eine faschistoides Firefox-Add-On namens LeechBlock – eine Art grausame Browser-Kindersicherung, die fein justierbar ist: man kann z.B. einstellen, dass der Browser zu den üblichen Arbeitszeiten nur LEO, WordRef und Wikipediaseiten öffnen kann. Oder: dass zeitstehlende Internetseiten, Foren und sonstige Spielereien nur eine bestimmte Anzahl von Stunden/Minuten am Tag zugänglich sind. Gesichert mit einem Passwort, dass man gut versteckt. Man kann sich das vorstellen wie bei Odysseus und den Sirenen (siehe Abb.). Seit ich dieses Ding verwende, ist meine Arbeitsproduktivität um ca. 40% gestiegen – mein innerer Tyrann jubiliert.
Eine Seite, die ich nie blockiere, ist allerdings die Cohu-Administration. Der gute FriWi trifft hier schlussendlich den Nagel auf den Kopf:

"Weib und Genie arbeiten nicht. (…) In allen Augenblicken, wo wir unser Bestes thun, arbeiten wir nicht. Arbeit ist nur ein Mittel zu diesen Augenblicken."

Ein jeder ist seines Liedes Schmied

Geigenspielende Roboter (Cohu berichtete) werden echten menschlichen Fiedelvirtuosen noch nicht so bald Konkurrenz machen, und sei es nur wegen ihres hohen Preises und fehlender Aura bzw., wie der Amerikaner so schön sagt, layability (wobei: manche Jahrhundertgeigerinnen sind mir noch um einiges unheimlicher als die mandeläugige Toyota-Schönheit).
Nun habe ich aber wieder eine technische Neuerung für Menschen ausgegraben, die kein musikalisches Talent, dafür aber Ambitionen haben. "MySong" ist eine Software, die es einem ermöglicht, herzzerreißende Balladen mit Klavierbegleitung zu erschaffen, ohne in die Tasten greifen oder auch nur Noten lesen zu können. Man singt dem Computer einfach was vor, und der bastelt dazu dann eine Begleitung. Extrabonus: auf kleinen Schiebern kann man "Jazz Factor" und "Happy Factor" einstellen, um "schiefere" oder "traurigere" Begleitungen zu erzeugen (siehe Abb. und Video bei 1:40). Die Ergebnisse sind erstaunlich.
Tja, liebe wurstfingrige Teenager, die ihr euch schon jahrelang widerwillig mit Notenlesen und Fingersätzen abplagt, nur um eventuell mal die eine oder andere geneigte Dame ins Bett zu kriegen (man nennt es den Lagerfeuer-Effekt): peinliche Liebesschwüre trällern kann bald jeder, und euer Wettbewerbsvorteil ist futsch. Müsst ihr halt dann doch Tanzen lernen. Ein bisschen Zeit habt ihr allerdings noch mit der Gitarre, dem Feuer, dem Bier, und den Euch anhimmelnden Zahnspangenträgerinnen, denn man kann die Software zur Zeit (noch) nicht herunterladen oder kaufen.

Wenn der PC plötzlich “Für Elise” dudelt.

Bei Microsoft "Hilfe und Support" gibt es immer wieder was zu lachen