Spül des Lebens

Ich kenne kein Gerät, das den Kontrast zwischen den Tiefen menschlicher Körperlichkeit und den Höhen humaner Geistestätigkeit, also den grundlegenden Dualismus unseres Wesens, unser Geworfensein in die Leere zwischen Geist und Materie, ja, man könnte sagen, das im Menschen vereinte Göttliche und Tierische, oder: den Widerstreit zwischem Konkretem und Abstraktem, derart treffend illustriert wie der Otohime-Geräuscherzeuger der japanischen Firma Toto. Bei Betätigung des Bewegungsmelders (rechts oben) ertönt aus dem Kästchen der Klang einer spülenden Toilette, und auch auf dem WC bleibt so zumindest oberflächlich die Illusion gewahrt, der Mensch sei ein reines Geistwesen.

(Bild: Wikimedia Commons. Hinter diesem Link versteckt sich übrigens auch die Antwort auf die Frage, wozu um alles in der Welt man den Otohime-Geräuscherzeuger brauchen könnte)

Sieben dringend notwendige Verbesserungen am menschlichen Körper

1. Bessere Polsterung an den Ellbogen, insbesondere über dem Mäuschen.
2. Optimierte Logistik im Rachenraum. Kann doch nicht ernsthaft sein, dass alles, was man schluckt, zunächst mal über die Luftröhre befördert werden muss!
3. Abschaffung des kleinen Zehs. Nach dem Ellenbogen-Anhauen ist der Zehenrempler an Stühlen und Türrahmen das gefürchtetste Unheil der Neuzeit.
4. Haar-Wuchs-Stopp. Haare sollten bei einer angemessenen Länge aufhören zu wachsen. So wie bei anderen Tieren auch. Friseure könnten dann ja immer noch Strähnchen machen.
5. Eine zusammengewachsene Wirbelsäule, meinetwegen aus Knorpel. Diese einzelnen Wirbel? Gut gemeint, aber schlecht gemacht. Hexenschuss und Bandscheibenvorfall lassen grüßen.
6. Kleine Hörner an den Schultern. Von Cohu’s Schwester stammt diese Verbesserung, die uns vor dem ständigen Herabrutschen von Hand- und Einkaufstaschen von den Schultern bewahren würde.
7. Reißverschluss am Bauch. Männliche wie weibliche Fortpflanzungsorgansysteme sind in vielen Bereichen deutlich verbesserungswürdig. Ich erwähne hier nur einen besonders störenden Punkt. Die vaginale Geburt ist überholt und sollte mithilfe eines formschönen Reißverschlusses auf Nabelhöhe ersetzt werden.

BBQuatsch

Nicht, dass ich dem Weltenweisen mit seinem Bericht über das "MP3-Waschmaschinen-Patent" Konkurrenz machen will. Aber weil gerade so ein perfektes Grillwetter ist (und ich außerdem an einer leichten, geistesumnachtenden "Fleisch-Vergiftung" durch Doppelgrillen am Wochenende leide) : Cohu präsentiert den George Foreman "IGrill", den ersten Grill mit eingebautem IPod-Lautsprechersystem! Ob man den auch gleich an die MP3-Waschmaschine anschließen kann?

Arm, und nicht mehr so sexy.

Das Deutsche Museum, einst Stolz der Münchner und Quelle unvergesslicher Kindheitserinnerungen (zumindest bei Cohu), übrigens sogar das größte Naturwissenschafts-Museum der Welt, ist inzwischen anscheinend derart unterfinanziert, dass z.B. in der Physikabteilung  (die Cohu heute besuchte) fast schon ein Viertel der Exponate "vorrübergehend außer Betrieb", der Rest in sichtbar schlechten Zustand ist. Für die Kultur ist anscheinend wesentlich mehr da, wenn man sich den anhaltenden Bauwahn im Kunstareal so anschaut. Ja, und da wundert man sich dann, wenn die Söhne (und vor allem auch Töchter) am Schluss halt lieber Kunstgeschichte, Germanistik oder Altphilologie studieren, als sich den Naturwissenschaften zuzuwenden…

(Bild: Wikimedia Commons)

Viva las Computadoras!

Danke, lieber Dr., dass Du mir ein Geekstöckchen anvertraust, obwohl ich ja genetisch gesehen in diesem Bereich nix zu suchen habe. Aus diesem Grund werde ich meine Antworten etwas mit denen der IT unterstützen bzw. kontrastieren. Hieraus wird dann hoffentlich auch klar, warum die IT "IT" heißt und ich nur "Cohu." Also, los geht’s:

Was war Deine erste “echte” PC-Hardware?
Da ich aus einem wertkonservativen Haushalt stamme, hatte ich als Mädchen natürlich keinen Rechner und lernte stattdessen Kreuzstich und Klöppeln. Mein Bruder hatte einen Commodore Amiga, aber da er die meiste Zeit eh beim Skateboard-Bretteln war, saß ich da oft dran. Genauso bei meinem Sandkastenfreund, der hatte einen C 64, sah aber lieber fern. Dann die alte Kiste von meiner (10 Jahre älteren) Schwester, aber was das war, kann ich nicht mehr sagen. Schwarz-Grün-Bildschirm jedenfalls. Und man musste so Befehle eintippen. Es gab keine Maus. Mein erster eigener Computer war ein "Highscreen"-Laptop, das ich zum Abitur bekam. Es funktioniert immer noch! Inzwischen wurde es aber natürlich (mehrfach) ersetzt.

Die IT bekam ca. 92 einen Highscreen 386er mit 25mHz (ich tippe das hier nur hin). Ansonsten hat sie auch mal gerne selbst Platinen geätzt (!). Der PC an sich ist eigentlich eine Erfindung der IT.

Deine erste Anwendung, welche Du benutzt hast?
Keine Ahnung. Ah, halt: Paintbrush. Ich habe stunden- und tagelang mit diesem Programm gebastelt. Schade, dass man früher nicht gebackupt (upgebackt?) hat und dass daher alle meine zweifellos wertvollen Kunstwerke unwiederbringlich verloren sind.

Die IT kann sich nicht erinnern. Ich vermute das liegt daran, dass sie ihre erste Anwendung noch intrauterin selbst programmiert hat.

Dein erstes Spiel?
Ich weiß nicht, ob es das erste war, aber am besten kann ich mich an "Giana Sisters" erinnern, so ein Super Mario – Ripoff mit Schwestern statt Brüdern, das per Raubkopie überall verbreitet wurde. Heute habe ich das Spiel sogar auf meinem Handy installiert!

Das erste Spiel der IT war "Monkey Island." Ja, da sieht man schon die intellektuelle Differenz, da hat er sich direkt ein pädagogisches wertvolles, gewaltfreies Adventure mit "Story" ausgesucht, während Cohu in Form der Giana sinnfrei mit dem Kopf gegen Ziegel klopfte, um Edelsteine zu sammeln…

Hattest Du von Anfang an Spass an der Materie?

Ist das ne Fangfrage?

Seit wann bist Du online, und mit welchem Anbieter?
Seit 1997, damals hieß das "Planet Interkom." Ich glaube, das ist inzwischen O2? Oder wie heißt die Firma jetzt? Inzwischen bin ich schon seit Jahren bei der – Oh Graus – Telekom. Äh, des heißt jetzt auch anders, T-Com, oder? Ich bin sogar T-Com-Berater!

Die IT war natürlich schon vor dem Internetz online, bei einem Münchner Anbieter namens CCN. Damals gab es sog. "Mailboxen". Nebenbei: Es war natürlich nicht Al Gore, der das Internet erfunden hat, sondern die IT.

Ich werfe weiter an den Stadtneurotiker, Flix, und (um die von Dr. Sno* angestrebte Frauenquote nicht ganz zu zerstören) die Ursi!

Handwerksgott/göttin

Braucht man nicht zum Aquarienbau

Vor nicht allzulanger Zeit ging es ja in der Hansestadt bei diversen Wohnungsverschönerungsmaßnahmen um diesen Titel. Nun hat sich jedoch einiges ergeben, was – wie ich finde – die nachträgliche Verleihung dieses Titels an Cohu rechtfertigt.
Bitte nicht so laut applaudieren, das irritiert die Kleinstlebewesen!

(Bild: Wikimedia Commons)

Master of Disaster

"In Privathaushalten fehlen Notvorräte"? Nicht so bei Cohu. Allein meine Ostereiersammlung reicht – kurz mal Kalorien überschlagen – schätzungsweise für an die drei Tage. Und da würd ich sogar noch zunehmen. Das von den Katastrophenschützern empfohlene Besteck (!) braucht man dafür nicht. Wasser – und bald auch noch köstliche, beschuppte Proteinhappen – hab ich ja an die 200 Liter in meinem Aquarium. Und mein Radio läuft schon immer mit Batterien, aus reiner Bosheit, weil ich die Umwelt zerstören will.
Übrigens coole Sache in dem Zusammenhang, dass Batterien, die im Weltraum betrieben werden sollen oder wesentlichen Sicherheitsinteressen der Mitgliedsstaaten dienen, von der EU-Direktive 2006/66/EC betreffend Batterien und Akkumulatoren explizit ausgenommen sind. Katastrophenschutz ist doch wohl ein wesentliches Sicherheitsinteresse, oder? Boah, dann geh ich jetzt für mein apokalyptisches Rundfunkempfangsgerät sofort total der DIN-Norm und allen Umweltschutzvorschriften widersprechende Akkus kaufen (Quecksilber-Blei-Akkus, wär das was?). Oder gleich ein Atom-Radio?

(Bild: Iron Bishop/Wikimedia Commons)
 

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Es hängt ein Pferdehalfter an der Wand…

…aber wozu? Vermutlich nur, um Cohu wieder mal einen ihrer saublöden schlagerinspirierten Post-Titel zu liefern. Viel nützlicher, zumal an der Küchenwand, ist das hier (via Don). Ob ich mir sowas auch basteln kann? Alte, mit Müh und Not noch funktionierende Laptops hätt ich genug…mit meinem Pavilion müsste ich sogar noch eine WLAN-Verbindung hinkriegen. Zwar koche ich eigentlich nicht streng nach Rezept, aber hier kriegt man doch manchmal (trotz mancher Ausfälle) taugliche Inspirationen.

Import/Export

…das ist gerade Cohus Gewerbe. Allerdings geht’s nicht um Köstlichkeiten aus aller Herren Länder, sondern um das stupide Übertragen von Literaturreferenzen von hier, hier, hier in mein Endnote, unterbrochen von zahlreichen , frustrierenden Zwischenstopps auf Endnotes wahnsinnig übersichtlicher Import-Filter Seite (das Importieren von Umlauten ist mir immer noch nicht gelungen…). Das alles ist fast so nervenaufreibend wie HTML-Tabellen (kriege da regelmäßig Schreikrämpfe!), aber wenigstens tröstet mich die Vorstellung, dass ich mich dank VPN-Client zum Datenbankwühlen nicht in die Bibliotheken selbst quälen muss (zu Cohus Bib-Erfahrungen siehe hier). Insgesamt also doch eine positive Bilanz der Fortschritte in der EDV!
Wer nicht so zufrieden mit den Putern ist, kann sich ja schon mal langsam auf den 24. März vorbereiten:

Be a part of one of the biggest global experiments ever to take place on the internet. The idea behind the experiment is to find out how many people can go without a computer for one whole day, and what will happen if we all participate!
Shutdown your computer on this day and find out! Can you survive for 24 hours without your computer? (Shutdown Day)

Ich halte es da, angelehnt an Loriots Diktum über den Mops, mit der Devise: ein Leben ohne Computer ist möglich, aber sinnlos. Wenn das Wetter so schön bleibt, könnte es allerdings am Wochendende zumindest zu kurzen Standby-Zeiten kommen…

Mac works for PC

Die Filmchen, die – mit Hilfe eines sehr schön verklemmten John Hodgman – für die überragende Coolness von Macintosh-Rechnern warben, fand ich zwar lustig, aber eine Spur zu selbstgefällig. Seht selbst:

Eigentlich ist der Spießer doch viel sympathischer als der junge Typ mit seinen doofen Sneakern und seiner albernen Kapuzenjacke (ob das nur an meiner Abneigung gegen Bärte liegt?). Und die endgültige Wahrheit über Mac vs. PC findet ihr: hier.
[Disclaimer: Cohu ist Mac- vs. PC-neutral. Falls es sowas gibt.]