You drive me crazy

Skeptisch wird man ja irgendwie schon automatisch, wenn ein für seine strahlende Inkompetenz bekannter Christsozialer und das Oberhaupt eines Apartheid- und Folterregimes sich so über alle Maßen einig sind.

Was hat es also tatsächlich mit der Behauptung auf sich, Spekulanten seien schuld am hohen Ölpreis? Paul Krugman, der Wirtschaftsexperte der NYT, geht in einem Artikel auf diese Frage ein. Und zwar ziemlich, äh, wie soll man sagen, eindeutig:

"Speculative nonsense, once again

OK, one more try.
First of all, I don’t have a political dog in this fight. I’m happy to believe that crazy speculation distorts markets. And I do think it’s likely that oil prices will come down, for a while, once consumers have a chance to respond more fully to high prices by changing their driving habits, switching to smaller cars, etc..
But the mysticism over how speculation is supposed to drive prices drives me crazy, professionally." (NYT)

Das hat natürlich eine Vertonung verdient (der charmante Waliser bekam wegen seines sagenhaften Videos den Vorzug vor Britney):

Herr Krugman erklärt einleuchtend, dass 1. Wetten auf den zukünftigen Ölpreis (sog. "Futures") keinen direkten Einfluss auf den Ölpreis haben (wie auch?) und 2. es keine Hinweise darauf gibt, dass Ölfirmen momentan Öl "bunkern", weil 3. die Futures-Preise ihnen dazu auch gar keinen Anreiz geben. Der friedliebende, vollbärtige Linke schließt mit den versöhnlichen, an den beliebten US-Vize erinnernden Worten:

"…the nonsense in this debate makes me want to shoot someone in the face."

Und auch das hat natürlich eine Vertonung verdient:

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A hard day’s night

Irgendwie absurd, dass die Herren Arbeitsminister, die grade eine EU-weite Wochenarbeitszeit von 48 Stunden festlegen, garantiert eine durchschnittliche Wochenarbeitszeit von etwa doppelt so vielen Stunden haben. Ich meine: "Verhandlungsmarathons" gehören, zum Schutz der Beteiligten, schlicht verboten! Unter diesen sozialen Mindeststandard dürfen wir in der EU nicht fallen! Und bei der Gelegenheit beschränken wir die Wochenarbeitszeit für EU-Beamten auf 5 Stunden. Es wäre für alle Beteiligten besser.

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Vorbereitungen für den Sommer

1. Gestern E-Garten-Saison eröffnet mit einem phänomenalen Thunfischsandwichpicknick an meinem neuen Lieblingsplatz, wo man sogar an einem Sonntag wie gestern ganz in Ruhe und idyllisch im Gras liegen und sich einen Sonnenbrand holen kann, ohne von halbnackten VolleyballidiotInnen genervt oder von rasiermesserscharfen Frisbees getroffen zu werden. Und dann beim Pavillion gesehen: es gibt wieder "Nogger Choc", das legendäre Nogger Choc! Trotz hartnäckiger Rassismusvorwürfe ist es wieder da, das Traumeis, mit altbewährtem Namen. Konnte es leider nicht probieren, da ich schon ein Cornetto gekauft hatte. Hat’s schon jemand versucht?

2. Herr Bajwa aus Berlin hat mir wunderschöne Hausschuhe geschickt – besser gesagt indische Khussa. Trotz meiner abendländischen Breitfüßigkeit passen mir die Dinger und komme mir vor wie Hebbels Odaliske. Vollständig über den Rassismus-Verdacht erhaben ist übrigens auch dieses Gedicht nicht: Nun weist er stumm den Mohren fort / Dem wild das Auge glüht vor Lust – Fürstin Gloria steht in Hebbelscher Tradition! Und dann, es musste ja so kommen – , plötzlich dringt ein jäher Schrei/Von außen ihr ins bange Ohr/Sie ruft verstört, was das denn sei? Und er versetzt: es starb der Mohr! – ein Spruch, der die Odaliske vermutlich vollständig aus den Socken gehauen hätte, hätte sie nicht so toll sitzende Lederpantoletten getragen. Abgesehen von solchen kulturhistorischen Überlegungen sind die orientalischen Schuhe sehr hitzetauglich. Der Sommer kann also kommen.

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Bestechende Logik

Die AZ titelt heute zum Siemens-Schmiergeldskandal mit der Schlagzeile: "Siemens zahlte sogar eine künstliche Befruchtung."

Wieso denn bitte "sogar"? Als wäre das besonders schlimm. Aber im Gegenteil! Mir erscheint eine künstliche Befruchtung geradezu als ein besonders positives, ja, sogar lobenswertes Bestechungsgeschenk – insbesondere, wenn dabei zwei gesunde nigerianische Zwillinge rauskommen. Man möchte rufen: wenn schon Bestechung, dann bitte mit sowas, und nicht mit schnöden Moneten, Waffen, Plasma-Fernsehern (übrigens sehr beliebt!), Brasilianischen Prostituierten, sonstigen sexuellen Gefälligkeiten oder gar Schwarzwälder Schinken und Kuckucksuhren. Dagegen ist die In-Vitro-Fertilisation ja doch mal ne richtig nette Idee – der Siemens-Slogan "be inspired" verspricht nicht zu viel!

(P.S.: Im Zusammenhang mit dem Thema Korruption bin ich grad noch auf was gestoßen: Wer das schöne Wort "Reptilienfonds" noch nicht kennt, lese bitte hier nach. Tipp: es geht nicht um Investments in die hochrentable Zucht von CITES-Kriechtieren. Schade eigentlich.)

(Bild:ICSI, Wikimedia Commons)

Kulturelle Tiefenanalyse des mitteleuropäischen Hausschuhs

Je älter man wird, desto mehr tastet man sich an die Fragen im Leben heran, die wirklich wichtig sind. Und nur so ist es zu erklären, dass mir erst vor Stunden die Frage aufschien: Was ist eigentlich mit Hausschuhen?

Pantoffeldetail aus:
Hans Memling,

Bathseba im Bade, um 1480.
Wikimedia Commons.

Erstens: Einem bestimmten Menschenschlag ist das ganze Konzept "Hausschuh" zuwider. Er – denn es handelt sich eigentlich immer um Männer, den Typ der hausschuhhassenden Frau hat die Evolution schon lange ausgemerzt – sieht im Pantoffel einen Angriff. Worauf, das hängt wiederum von der Sozialisation des Hausschuhhassers ab: auf seine Coolness (Rapper tragen keine Hausschuhe!), seine gewollte Fernheit von (wahlweise) ROMIKA-Bürgerlichkeit oder Zimtlatschen-68ern, seine leder- oder sneakersohlige Stilsicherheit, seinen Purismus und – das haben alle Typen gemein – auf seine Männlichkeit. Die Rebellion drückt sich dann wahlweise in maskulin-bestimmtem Strumpfsockentragen oder dem Anbehalten der Straßenschuhe aus – bis im höheren Lebensalter auch beim Pantoffelrevoluzzer die Prostata bzw. die Ehefrau diesem Unfug ein Ende bereitet. Hausschuhe sind also für Mitteleuropäer wie der Tod: auch bei größter Anstrengung letztlich unausweichlich.

Zweitens. Nachdem diese Grundlagen bereitet sind, widmen wir uns den Details. Für den Deutschen ist eigentlich der Birkenstock der Pflichtschuh – hat sich dieser Korksohler doch wie ein Geschwür über alle Gesellschaftsschichten ausgebreitet und ist sogar im fernen Amerika zur generischen Bezeichnung für breite Treter geworden, eine linguistische Unterwanderung, die sonst nur Blitzkrieg, Rucksack und Angst gelungen ist. Leider tobt um diesen Schuh ein erbitterter Grabenkampf. Während die Geschmacksfrage natürlich schwer zu beantworten ist (Birkenstocks werden in einem Bundesland gefertigt, das eigentlich Garant für weltläufige Eleganz ist), tobt von orthopädischer Seite ein handfester Rechts-Links-Streit um den Birkenstock. Das bequeme Fußbett der Clogs ist, um eine politische Metapher zu bemühen, Sozialstaat für die Füße. Es ist klar, dass hier Puschen-Thatcheristen auf den Plan treten und auf die Nachteile einer solchen Wohlfahrtsgarantie hinweisen, auf die Gefahr nämlich,  "dass die Muskeln und Bänder erschlaffen, wodurch der Fuß seine Form verliert; der Fuß ginge in die Breite und drohe zum Senk- und Spreizfuß zu degenerieren."  (Wikipedia) Cohu schließt sich dieser Auffassung an und trägt deshalb keine Birkenstocks. Meine Füße wollen Eigenverantwortung, keine podiatrische Hängematte.

Drittens. Das zentrale Problem des Hausschuhs im modernen Mitteleuropa ist, meiner Analyse nach, dass angenommen wird, ein Paar Hausschuhe pro Mensch sei ausreichend. So wird es schon manche zart aufkeimende Jugendromanze zerstört haben, dass die Angebetete bei einem Überraschungsbesuch die Haustür öffenete, während z.B. solche "hochwertigen Plüschhausschuhe" ihre Füße zierten. Manch lässiger DJ hat, wenn er ein oder mehrere junge Damen noch zur Durchsicht der Plattensammlung in die Wohnung bat, alle Chancen auf weitergehende Betätigungen durch nikotingetränkte Lammflorpantoffeln zunichte gemacht. Die Tatsache schließlich, dass Hardliner wie Schily und Beckstein zuhause tatsächlich karierte Puschen tragen, und laut Hersteller Günter Jünemann in der FAZ "Selbst Guido Westerwelle bei winterlichen Temperaturen kuschelige Niedertreter" liebt, lässt jeden stilbewussten Schlapfenfreund zusammenzucken – diese Pantoffelhelden! Eine der seltenen Gelegenheiten für Cohu, den Papst zu loben: der trägt nämlich laut Wikipedia von seinem eigenen Schuster gemachte päpstliche rote Lederpantoffeln mit weißen Socken.

Viertens. Gerade in Zeiten, wo immer mehr Menschen Zeit zuhause verbringen (junge Mütter und Väter, Arbeitslose, Alte, Heimarbeiter) brauchen wir eine neue Kultur des Hausschuhs, wo für jede Betätigung und jeden Anlass der richtige Hausschuh vorhanden ist: Birkenstocks für die Pekip-Gruppe, Pompom-Pantoletten für das verführerische Date. Bunte Quastenpantoffeln für Weihnachten. Für Freizeiten der Adenauer-Stiftung oder das Vorstellungsgespräch bietet sich die seriöse Pantolette "Romika Präsident" an. Für nächtliche Hauswanderungen oder Spionageaufträge: Pantoffeln mit Beleuchtung. Extra für die Loge gibt es sogar Opernhausschuhe. Was allerdings fehlt, sind ernsthafte Business-Hausschuhe für die Führungskräfte der Zukunft, für das Meeting im Home Office. Hier sollte man sich eventuell an orientalischen Herrscherpantoffeln orientieren – ich finde, davon geht eine gewisse Autorität aus. Auf dass der Siegeszug der Pantoffeln unaufhaltbar werde!

[Welche Pantoffeln trägt eigentlich der Cohu-Leser so? (Psst! So sehen meine aus. Für den Sommer brauche ich allerdings leichtere).]

Milch für den Menschenpark

Die Firma Parmalat (eine Molkerei, die nördlich der Alpen wie viele italienische Institutionen hauptsächlich durch Skandale bekannt geworden ist), wirft, wie ich gerade im Supermarkt sah, trotz Insolvenz ein sehr erstaunliches Produkt auf den deutschen Markt: eine aus hocherhitzter Milch gewonnene Flüssigkeit mit "1,6 Prozent Fett mit Eisen und Vitaminen", die angeblich "das Wachstum fördert". Das ganze wird vermarktet unter dem Namen "Juniorix."
Cohu staunt nicht nur angesichts der Tatsache, dass sich sowas "Milch" nennen darf, während meine gute "Alpro" sich "Sojadrink" schimpfen muss (EU-Regel: nur Tiersekrete dürfen Milch heißen!). Nein, mich hat zudem das Branding des Parmalat-Wachstumsförderers irgendwie ganz stark an Niederbayrische Nutztierställe und Baywa erinnert. Und in der Tat: es gibt ein gleichnamiges Produkt, ebenfalls für Wachstumsförderung, allerdings bei Pferdefohlen.
Ach, Italien. Bleibe bitte bei: Mozzarella, Brunello, Olivenöl…äh: Parmaschinken.

(Bild: Wikimedia Commons)

“Ethik des Nichtwählens”: Follow Up

Ich hatte zur allgemeinen Volksbildung, die mir ja immer sehr am Herzen liegt, hier schon mal erklärt, warum Nichtwählen nicht so schlimm ist, wie von Wohlgesinnten (das schöne Wort kann man jetzt wohl auch nur noch mit unguter Konnotation verwenden?), also meinetwegen von Es-Gut-Meinenden behauptet wird. Nun redet mir in dieser Angelegenheit ein amerikanischer Ökonom das Wort, der (Disclaimer) an der ultralibertären George Mason University tätig ist und auch so aussieht. Donald Boudreaux schreibt:

The notion that greater involvement in politics is noble and beneficial stems from several delusions. The first of these delusions is that all time devoted to politics would be used less productively in nonpolitical pursuits. (…) The person who, say, volunteers to work for a political campaign necessarily takes time away from activities such as studying, working for a private employer or helping parents out around the house. (…) it might be true that spending time on politics is the best use of someone’s time — but it is far from being necessarily true. (Pittsburgh Tribune-Review)

Das ist vielleicht ein bisschen sophistisch. Es wird aber besser:

A more serious delusion is that politics is the only — or, at least, the most noble — venue for each of us to get "involved" with our fellow humans. In fact, though, we are involved even when we pay no attention to politics. We care for our families, support our friends, work at jobs that produce goods and services for millions of people and are active members of churches and clubs. Each of us is intensely involved, daily.

Das, finde ich, trifft ganz gut die Bigotterie, die das "politische Engagement" umgibt: warum soll die Tätigkeit als Politiker, Parteisoldat oder Stimmvolk, Ausschussmitglied oder Wahlkämpfer an sich eine edlere sein als z.B. die als Arbeitnehmer, Unternehmer oder Elternteil, Künstler oder Wissenschaftler? Wer sagt, dass der "politisch Engagierte" seinen Mitbürgern einen größeren Gefallen tut, wenn er über sie betreffende Gesetze abstimmt oder berät, als wenn er mit ihnen Geschäfte macht, oder sich sonst mit ihnen, zur beiderseitigen Freude, austauscht? Bourdeaux Boudreaux meint sogar:

Indeed, we are involved better and more fully when we act privately (that is, outside of government) than when we act politically.
Acting privately, none of us intrudes without invitation into other people’s affairs.

Der politisch Involvierte hat – so die libertäre Ansicht – den unangenehmen psychologischen Grundansatz, dass es ihm persönlich anstehe, anderen zu sagen, was sie zu tun haben. Das ist sozusagen die hässliche Kehrseite des sich rücksichtsvoll enthaltenden Nichtwählers, den ich in meinem Artikel als den wahren Helden identifiziert hatte!
Aus dieser (zugegebenermaßen etwas grobschlächtigen) Theorie folgt aber auch, dass politisches Engagement für solche Menschen äußerst angebracht ist, die für den privaten, freiwilligen Austausch gar kein Gegenüber fänden. Womit wir mit einem Schlag die Phänomene Markus Söder und Andrea Nahles erklärt hätten. Danke, Mr.Boudreaux!

Den Schreibtisch sehen und sterben

Lebensgefährdung durch den Beruf? Nur  Tölpel denken, das sei eine Angelegenheit der Vergangenheit. Im Gegenteil! Meine vor Tagen durch hochdramatischen Papierschnitt zugezogene tiefe Wunde am kleinen Finger hat mich dazu angeregt, mich einmal über das tatsächliche Risiko der Erwerbs- und Berufstätigkeit zu informieren.

Die Moderne, so mein erstes Ergebnis, hat Berufe hervorgebracht, die gefährlicher sind als die wildeste Mammutjagd oder die tollkühnste Walharpunierung: man denke nur an Selbstmordattentäter oder Zahnärzte. Tatsächlich: letztere haben, wie Stack (2001) nachweist, gegenüber allen anderen in der Studie untersuchten Berufsgruppen, und zwar unabhängig von demographischen Faktoren, eine enorm erhöhte Suizidwahrscheinlichkeit! Beim nächsten Wurzelkanal oder Weisheitszahnzug möge es dem werten Leser ein Trost sein.

Und die Gefährdung durch Unfälle? Auch heute nicht zu unterschätzen. Gottseidank kann man in Deutschland die sogenannten "Gefahrklassen" in den Gefahrtarifen der Berufsgenossenschaften zu Hilfe nehmen, um sich einen Überblick über die Risiken unterschiedlichster Berufe zu verschaffen. Gefahrklasse 1 ist der Standard – alles darunter also besonders ungefährlich, alles darüber risikoreicher. Softwareentwickler fallen in die Gefahrenklasse 0.33, Entwarnung also schonmal für die IT. EDV-Berater dagegen müssen, aufgrund des hochgefährlichen Kundenkontakts, immerhin schon in die Klasse 0.63. Versicherungsvertreter und Finanzmakler werden sogar mit 1.53 veranlagt – da schlägt schon mal eine Tür ins Gesicht oder der Telekom-Kleinaktionär übt grausame Selbstjustiz (Inkassounternehmer treten selbstbewusster auf und kommen deshalb mit 0.6 davon). Bildene Künstler dagegen haben ziemlich Pech: sie werden nämlich mit Stuntmen in einen Topf geworfen und (ab 2009) mit der Ziffer 3.0 abgerechnet. Soviel zahlen auch alle Tierzüchter und -Dresseure, egal, ob sie Schildkröten, weiße Tiger oder Hammerhaie halten. Richtig teuer wird die Berufs-Unfallversicherung dann für Fußballer der ersten und zweiten Bundesliga: ihre Gefahrenklasse beträgt schlappe 57,81!  (Näheres über Gefahrklassen findet man hier und in diesem .pdf)

Blogger sind in den berufsgenossenschaftlichen Gefahrtarifen leider noch nicht erfasst. Fallen sie unter "Religionsgemeinschaft," 1,11? Oder gar unter die "Unternehmen zur Freizeitgestaltung", 2,94? Egal: die NYT führ uns schonungslos vor Augen: das ist ein Hammerjob. Blogger sind, so der Eindruck, schlimmer dran als dickens’sche Kaminkehrerjungs des 19.Jahrhunderts. So schlimm, dass jetzt zwei dieser bedauernswerten Kreaturen mit 50 respektive 60 an Herzinfarkt verstorben sind. Und das ist nicht alles: "Other bloggers complain of weight loss or gain, sleep disorders, exhaustion and other maladies" – Wahnsinn. Das ist einfach unmenschlich. Dann lieber Giftschlangenzüchter, Minenräumer oder Medikamententester.

(Bild: www.emailleschilder.com)

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Nichten und Neffen haben viele Vorteile…

…unter anderem den: man hat eine Ausrede dafür, das aktuelle Mickymausheft mit der naturnahen Extra-Beilage  "Rotz-Nase – mit Ekelgarantie!" zu kaufen!

Stream of consciousfress

Andernorts wird gerätselt, warum es bei manchen Leuten vor Ostern so stressig zugeht. Ich kann dazu nur sagen:

…IchbrauchdochnochdringendHÜHNERLEBER
undSALBEISALBEISALBEI!!!OHNEINkeineHefemehr
daheim
dieAuberginenMARINIEREN
woistdennnureinPETERSILjetzistauch
nochderKNOBLAUCHaus

WASmeinenSiemit
ESGIBTKEINErohenBRATWÜRSCHTL???
WeisseEIERjawasesgibtnur
BRAUNE?
undSCHNELLnochein550erMehlund
zursicherheitOSTERSCHINKEN
HACKFLEISCH
woisderZettel????UMGOTTESWILLEN
beinahSCHWEINESCHMALZvergessen…

Wer verfressen ist, gerät halt in leichte Panik wenn BEREITS IN 6 STUNDEN UND 37 MINUTEN die Geschäfte schließen. Vergleichbar mit der letzten Runde im Verzweiflungssäuferlokal.

Der Bruckner ist im Übrigen jeden Cent wert und sehr zu empfehlen. Etwas Geduld muss man allerdings mitbringen, nicht nur vor Ostern: der Laden ist eigentlich immer voll. Achtung: macht Mittagspause.