Import/Export

…das ist gerade Cohus Gewerbe. Allerdings geht’s nicht um Köstlichkeiten aus aller Herren Länder, sondern um das stupide Übertragen von Literaturreferenzen von hier, hier, hier in mein Endnote, unterbrochen von zahlreichen , frustrierenden Zwischenstopps auf Endnotes wahnsinnig übersichtlicher Import-Filter Seite (das Importieren von Umlauten ist mir immer noch nicht gelungen…). Das alles ist fast so nervenaufreibend wie HTML-Tabellen (kriege da regelmäßig Schreikrämpfe!), aber wenigstens tröstet mich die Vorstellung, dass ich mich dank VPN-Client zum Datenbankwühlen nicht in die Bibliotheken selbst quälen muss (zu Cohus Bib-Erfahrungen siehe hier). Insgesamt also doch eine positive Bilanz der Fortschritte in der EDV!
Wer nicht so zufrieden mit den Putern ist, kann sich ja schon mal langsam auf den 24. März vorbereiten:

Be a part of one of the biggest global experiments ever to take place on the internet. The idea behind the experiment is to find out how many people can go without a computer for one whole day, and what will happen if we all participate!
Shutdown your computer on this day and find out! Can you survive for 24 hours without your computer? (Shutdown Day)

Ich halte es da, angelehnt an Loriots Diktum über den Mops, mit der Devise: ein Leben ohne Computer ist möglich, aber sinnlos. Wenn das Wetter so schön bleibt, könnte es allerdings am Wochendende zumindest zu kurzen Standby-Zeiten kommen…

Jetz schneibts oiwei no

Den ganzen Winter durch blühen die Kirschbäume, Ballerinas und Formal Shorts werden mit fröhlicher  Ignoranz der Jahreszeit weiter getragen, und die immer fetter werdenden Eichhörnchen (zumindestens die im E-Garten) machen sich nicht die Mühe, einen Winterschlaf auch nur anzufangen. Nur prompt an dem Tag, an dem Cohu nach Hamburg fliegen will, muss es zu schneien anfangen. Ich bin jetzt wirklich niemand, der sich über wetterbedingte Verkehrsmittelausfälle beklagt (lieber bleib ich in München, als im schneewolkenverhangenen Erdinger Moos zu verpuffen oder über Düsseldorf mit einem Malle-Charter zu kollidieren), aber warum muss gleich die ganze Aktuelle-Abflüge-Anzeige des Flughafens zusammenbrechen (naja, zumindest ist sie alle paar Minuten down)? Ist das etwa grad der aller-aller-erste Schneefall über dem FJS-Airport ever? Und die SMS-Benachrichtigung – normalerweise vollkommen überflüssig, jetzt wärs aber ganz praktisch, zu erfahren, ob man überhaupt rausfahren muss – ist außer Betrieb. Naja, noch habe ich Hoffnung…

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Slogans

Die Telekomunternehmen haben alle eine Vorliebe für hysterisch grinsende Werbefrauen, vor denen ich Angst habe. Aber ich muss insgesamt sagen, dass ich den T-Com-Slogan "Erleben Sie’s einfach!" wesentlich gelungener finde als das etwas utopische "For a better world for you" von T-Mobile. Vielleicht sollten sie aber auch das direkt ändern in "Hier könn’se was erleben!". Noch passender wäre dann nur noch: "Dieser Slogan ist momentan nicht verfügbar".

Wieder ein Datenpunkt…

… für meine lange Reihe von Evidenzen, dass Gott nicht existiert: Formal Shorts. Für die Leser, die nicht so  auf der Welle der neuesten Modetrends reiten wie Cohu: es handelt sich dabei um kurze Hosen für Damen, die der Saison entsprechend gerne in Wollstoffen in allen Variationen von 30cm über bis 10cm unter dem Knie aufhörend und – oh Satan, Brut der Hölle – mit Strumpfhosen drunter allen Ernstes auf öffentlich zugänglichen Plätzen von erwachsenen Menschen freiwillig getragen werden. Welche Schuhe man dazu anzieht, ist dann auch schon egal. Bis jetzt ist mir kein Exemplar begegnet, das seiner Trägerin auch nur im weitesten Sinne geschmeichelt oder auch nur unauffällig bedeckt hätte. Praktisch Hotpants hoch zwei. Leggins sind Wickelkleider dagegen!
Inzwischen jedenfalls sind sie auch in der Türkenstraße angekommen (am Stiglmaierplatz wäre ich vermutlich noch einige Monate davor verschont geblieben). Bitte nachsprechen und merken: kleine Hosen sind für kleine Buben! Der einzige Erwachsene, der sowas sonst noch tragen kann, ist Zap Brannigan .
[Cohu nimmt natürlich alle Formal-Shorts-TrägerInnen explizit von ihrer Kritik aus, die diese Dinger nicht tragen, um schön auszusehen, sondern um negativ aufzufallen, Sand im Getriebe der Gesellschaft und ihrer Ästhethik zu sein und/oder die ihre Hosen aufgrund von Flecken oder Löchern radikal kürzen mussten.]

Lieber unverschämter T-Punkt-Wicht von gestern nachmittag:

Sz, sz, sz…

Nach einem Großkampftag mit der Telekom (erspare Euch Details, schlage neue diagnostische Kategorie nach ICD-10 vor: Monopol-Burnout, von Kontakt mit (u.U. ehem.) Monopolisten wie T-Com oder Post ausgelöste Anpassungsstörung, paradigmatische Symptome: Blutdruckanstieg, Gastritis, Schreikrämpfe, Autoaggression), also nach dieser Aufregung will sich Cohu vor bzw. hinter dem aktuellen SZ-Magazin entspannen. Und was findet sie? Dieses von mir schamlos geklaute Doppel!
Kennt die Welt, bzw. die Süddeutsche, denn keinen Anstand mehr? So, und jetzt wird unverzüglich der Urheberrechtsanwalt eingeschaltet! Bis nach Karlsruhe gehe ich, ach was, bis nach Luxemburg, wenn nicht gleich nach Straßburg, da wird Cohu zum Kohlhasen (ungleich Kohls Hasen).

Posted in Cohu vs. Windmühlen, Gemischtes Doppel. Comments Off on Sz, sz, sz…

A Story Too Often Told

Cohus Wohnung ist momentan Internetz-los. Meine Schuld ist es nicht.
Soll ich die ganze lange Geschichte erzählen, von Cohu, die auszog, um ihren Anschluss umzumelden, in einen Flatrate-Tarif zu wechseln und ein Hardwarepaket zu kaufen, die nicht einmal, nicht zweimal, nein: dreimal scheiterte am Monstrum, von dessen Gefährlichkeit uns unzählige Epen der Neuzeit berichten –  vielköpfiger als Zerberos, gefräßiger als Scylla, gestaltloser als Charybdis, aasstinkender als die Harpyen, bekannt als: TEKOMOS – vom Computersystem, das nicht funktionierte, von der 404-Seite, die erschien, vom Auftrag, der nicht zu erteilen war, von der Anlage, die nicht mitgegeben werden konnte, deren Versendung jedoch mindestens vier Tage in Anspruch nehmen würde, vom Angestellten, der das Wort Kulanz nicht kannte, vom DSL-Anschluss des Vormieters, der trotz Kündigung und Abschaltung noch besteht, der aber wundersamerweise nicht mehr funktioniert  – kurz, ein Epos voller Enttäuschungen, Entbehrungen und Bitterkeit?
Nein, Cohu wird dieses Lied nicht anstimmen. Denn ich weiß, jeder Erdenmensch kennt sie, die drei Dinge, die unverrückbar gegeben sind, mag kommen was da wolle: die Allmacht der Götter. Die festen Bahnen der Gestirne. Und die wundersame, systemimmanente Unfähigkeit und Unverschämtheit des Unternehmens das da heißt: T-Com. 

Ich habe einen Traum

Jedesmal, wenn Cohu durchgefroren, mit Tüten voller Essen und Flaschen voller Trinken bepackt in das Vestibül ihrer bescheidenen Heimstätte in München-Maxvorstadt tritt, stellt sie fest, dass es drinnen ziemlich viel wärmer ist als draußen. Im ungünstigen Fall beschlägt ihre Brille schon einige Sekunden vor dieser Feststellung auf das Vehementeste, im Günstigsten Fall hat sie es trotz morgendlicher Faulheit geschafft, vor dem Einkaufen die Linsen in die Augen zu popeln. Aber selbst dann: wo hin mit dem ganzen Zeug? Erstmal werden die Viktualien strategisch günstig in der Miniatur-Küche und der Mantel auf dem Bett fallengelassen. Doch jetzt stellt sich die alles entscheidende Frage: wohin mit Mütze, Handschuhen und u.U. sogar noch einem Schal? Jedesmal, wenn Cohu sich in dieser Situation befindet, wünscht sie sich auf das Sehnlichste einen galanten Diener, der alles auf einem Silbertablett drapiert und dann dezent aus dem Raum geht diesen Böppel von Ikea (siehe Abb. ) namens BLIMP Wandaufbewahrung. Besitzer eines solchen Böppels beneide ich, bzw. ich benitte sie, wann ich sie kännte. Ich habe einen Traum: eines Tages werde ich in ein IKEA-Möbelhaus treten. Und es als Besitzerin eines BLIMP-Böppels wieder verlassen. I say to you today, my friends, so even though we face the difficulties of today and tomorrow, I still have a dream.

(Bild: IKEA)

Wenn der Postmann nicht mehr klingelt

Eine Packstation ist mitnichten eine Sonder-Haltestelle für sozial Schwache. Vielmehr handelt es sich dabei um eine Einrichtung der DHL (der Logistik-Marke der “Deutsche Post World Net”), einen “Immer-Offen-Paketschalter“, d.h. einen Automaten, an den man sich Pakete schicken lassen und dann – nach komfortabler SMS-Benachrichtigung – jederzeit abholen kann. Super Idee, jedenfalls dann, wenn man zu den üblichen Zustellzeiten oft nicht zuhause ist und sich lästige Abholfahrten und Wartereien ersparen will. In der Theorie. In der Praxis sah es bei meinen Versuchen mehrheitlich so aus, dass “meine” Packstation (Adelheidstraße) voll war und man doch zur Filiale musste, um die Sendung abzuholen. Mit einem oder mehreren Tagen Verspätung natürlich, denn der Weg von der Adelheid- in die Filiale in der Agnesstraße (ca. 500m) will auch erst zurückgelegt sein…
Heute war das auch wieder so. Nachdem die transusige Postbeamtin mir, nach erstaunlich langem Stöbern im Lager, mein Amazonpackerl ausgehändigt hatte, ging der Querulantenwahn mit mir durch:
“Kann es eigentlich sein, dass diese Packstation immer voll ist?” – die Postsuse sah mich mit groooßen, traurigen Hundeaugen an, ließ die Arme hilflos hängen und zuckte mit den Schultern: “Weißnich?”
Cohu gibt so leicht nicht auf: “Ich hab das jetzt schon mehrmals versucht. Jedesmal ist die Station voll. An wen kann ich mich denn da wenden?” – “Jaaaa, also den Zusteller…” (Hoffnung flammte bei Cohu auf!) “…also an den Zusteller brauchen Sie sich da nicht wenden, der kann da auch nichts machen! Also, ichweißauchnicht!”
Nach dieser anfänglichen Enttäuschung versuchte ich es jetzt mit der in Frauenzeitschriften oft angepriesenen “Empathie”-Methode, indem ich eine gefühlsmäßige Verbingung zur Suse aufbaute: “Ich weiß ja auch, dass Sie nichts dafür können. Aber wem kann ich denn mitteilen, dass dieses Zustellsystem hier nicht funktioniert?”- hilfesuchend blickte ich der Suse in die Augen, immerhin sah man jetzt sowas wie denktypische Bewegungen in ihrem Gesicht, und tatsächlich, da kam ein ganzer Redeschwall: “Ja also da kann man gar nix machen, glaub ich, weil, wissen Sie, des verwenden ja MEHRERE Leute, diese Packstation, da weiß man ja vorher nicht, wann es voll ist…”
Vorsichtig tastete ich mich vorwärts…immer ein Schritt nach dem anderen: “Hm, wenn die Station nun immer voll ist, ist das doch vielleicht ein Zeichen dafür, dass man noch eine aufstellen sollte…” Aber nun wurde die Suse knallhart: “Also, da glaub ich nicht, dass sie Erfolg haben, weil, noch so eine Station, des wäre ja auch ein finanzieller Aufwand, des glaube ich nicht, dass des geht!”
Ich überlegte an dieser Stelle kurz, ob ich die Suse darauf hinweisen sollte, dass die Packstation im Gegenzug eine enorme Einsparung an den Personalkosten bewirken würde und dass dann vielleicht auch ihr Arbeitsplatz…. aber ich sah aus humanitären Erwägungen davon ab.
Als ich mit einem freundlichen Gruß auf den Lippen die Filiale verließ, rief mir die Postsuse noch nach “Also ich vermerke das jetzt mal, aber ob das weitergegeben wird, das kann ich Ihnen nicht sagen!” – Ein schönes Schlusswort, wie ich finde.

O’zapft is…

…wenn man Freitags um eins bei der (in München ansässigen) Krankenkasse anruft und die Sachbearbeiter alle beim "Außentermin" sind…

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