Linguistisch Schwach

Wer hat sich den Ausdruck “sozial schwach” ausgedacht? Offensichtlich meint man damit meistens Arme, d.h. finanziell Schwache; wenn ich jedoch “sozial schwach” höre, denke ich intuitiv eher an jemanden wie
MahmutAhmadinedschad, Kim Jong Il oder Robert Hoyzer, also Asoziale, die keine Freunde haben. Aber, Obacht!, die Anzahl der Freunde hängt doch (zumindest außerhalb Münchens) nur unwesentlich davon ab, wie viel Geld man hat? Auch hier ist eine Übersetzung in den Dialekt mal wieder unabdingbar, egal, ob Ober- oder Niederbayern: wenn
von “sozial Schwachen” die Rede ist, ist vermutlich eigentlich das Gschwerl gemeint, und die “sozial schwächer gestellten” hat man als Grattler zu verstehen. In beiden Fällen fallen soziale und finanzielle Verwahrlosung
zusammen, was man jedoch mit den verlogenen Euphemismen der Hochsprache implizit anzudeuten in der Lage ist, ohne beleidigend zu werden.
Á propos Grattler: morgen ist Donnerstag. Donnerstag ist Zeitungsdieb-Tag. Und ich geh jetzt zum Karstadt und kauf eine Mausefalle!

2 Responses to “Linguistisch Schwach”

  1. Tobi Says:

    …und? Und?

  2. computadora Says:

    Der scheiß Dieb ist offensichtlich im Urlaub!!! Hoffe er bricht sich beim Schifahren beide Haxen und muss dann 4 Wochen OHNE ZEITUNG im Krankenhaus liegen… Mausefalle hat übrigens eine phänomenale Durchschlagskraft (an Möhrchen getestet – Gemetzel!). Werde sie vielleicht doch etwas runtertunen durch Polsterung des Tötungsbügels…


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