Übermenschliche Stärke

Gestern beim Ikea habe ich nicht nur ein ausgewachsenes Pferd hochgehoben (siehe Abb.), sondern habe das sympathische Möbelhaus verlassen, ohne Köttbullar gegessen zu haben (ok, vielleicht habe ich bei der IT ein bisschen nachgeholfen…) und vor allem: abgesehen von den unvermeidlichen Teelicht-Haltern und einem Handtuch habe ich keinen unnützen Tand gekauft!

Zur Belohnung werden wir heute nachmittag beim Goldfisch-Bootsverleih ein Kanu ausleihen und mindestens bis nach Sylt paddeln. Für mich ein Klacks!

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Knoblauch…

…muss sein, denn er wirkt nicht nur gegen Vampire (hier aufgrund der Altbaudichte sehr häufig!) und arteriosklerotische Plaques, sondern auch antibiotisch, antimykotisch und antiseptisch, blutverdünnend, sowie gegen Hexen und Teufel aller Art. Und schmeckt. Also habe ich vorgestern erstmal eine ganz köstliche Auberginen-Moussaka gebacken (das Rezept habe ich natürlich mit einigen Zehen Knoblauch verbessert!) und heute gibt es Provencalisches Knoblauchhuhn. Ganz langsam und zum Mitschreiben: da brauchts sechs (6) Knollen (!) Knoblauch. Lecker!
Gestern übrigens Freiluft-Kino auf dem Rathausmarkt: "Gegen die Wand". Ganz nach Cohus Geschmack, nur war es etwas kalt und der Ton sehr schlecht, aber: einem geschenkten Gaul usw. usf.

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Selig sind die, die arm an Haaren sind

David Plotz, der in Slate gerade die gesamte Bibel liest und darüber bloggt, ist begeistert über eine Passage aus dem Dritten Buch Mose (Levitikus): Gott (zumindest der jüdisch-christliche Gott) liebt die Glatzköpfigen!

Best passage of the day: Leviticus interrupts these dire leprous warnings to reassure men that, yes, it’s OK to be bald. “If a man loses the hair of his head and becomes bald, he is pure.” And it gets better! God also approves of male-pattern baldness. “If he loses the hair on the front part of his head and becomes bald at the forehead, he is pure.” So throw out that Rogaine! God loves a cue-ball, baby! (Slate: Blogging the Bible)

Na, das erklärt einiges: zum Beispiel, warum Zizou trotz der unverzeihlich dummen Verwendung seiner Glatze im Finale den “Goldenen Ball” bekommen hat!

Triumph des Willens

Wenn man sich meine Google-Phrases anschaut, könnte man tatsächlich meinen, ich sei eine Fußball-Konifere bzw. -Kapriziosität! Man lese und staune: nach "wm schport 2006"  und "matratzi wm" wurde mehrmals gesucht. Lediglich ein Googlenutzer dagegen stellte die Frage: "haben bild und spiegel die azzurri misshandelt" und da kann ich, als Fußball-Exponentin, natürlich klar antworten: nein, da war ausnahmsweise die Springerpresse nicht involviert, Misshandlungen wurden lediglich von platterten Franzosen ausgeteilt.
Jetzt, nach diesem Triumph des Willens am Sonntag in Berlin, ist ja endlich Schluss mit Fußballweisheiten. Möchte hier nur nochmals klarstellen, dass ich, im Gegensatz zu den ganzen Franzosenfreunden hier im hohen Norden, von Anfang an zu den Katzlmachern gehalten habe. Kann es einen besseren WM-Sieger geben für eine Meisterschaft, die in Deutschland stattfindet? Ja, ich würde sogar sagen: besser wäre ein WM-Gewinn der Klinsmannen auch nicht gewesen. Mag ja sein, dass man sich jetzt hierzulande endlich (?) ungeniert einem gutmütigen, flaggenschwenkenden Patriotismus hingeben kann, aber die unterwürfige Verehrung für Italien ist (neben der Liebe zum Automobil) wohl das deutscheste aller deutschen Gefühle. Mit Italien hat somit auch Deutschland gewonnen. Daher: herzliche Congratulazioni meinerseits!

Riesentrum


Ich bin ja sonst keine Luftfahrt-Begeisterte (Piloten z.B. haben für mich etwa die gleiche Faszination wie Busfahrer, beeindrucken kann man mich eher mit der Fähigkeit, in kleine Lücken einzuparken oder Bierflaschen mit dem Feuerzeug so zu öffnen, dass der Kronkorken “Flupp” macht und in hohem Bogen wegfliegt!). Aber dieser Airbus-Frachter, der gerade hier über das Haus flog, war doch erstaunlich anzusehen. Das Trum erinnert tatsächlich stark an einen fliegenden Wal, insofern ist die Namensgebung ziemlich passend. Was die wohl transportieren?

Unter der Brücke…

…bin ich nun endgültig gelandet, habe nämlich heute, wie jede blonde Eppendorferin, die etwas auf sich hält, einen ausgiebigen Spaziergang auf dem stets Dienstag und Freitag vormittag stattfindenden Isemarkt gemacht. Der angeblich längste Markt Europas liegt idyllisch und schattig unter der Brücke, auf der die (verwirrenderweise U-Bahn genannte) Hochbahn durch Hamburg-Harvestehude fährt.

Auf dem Isemarkt gibt es alle möglichen  Seltsamkeiten –  Bürsten aller Art, Energie-Steine, schneebesenartige Geräte zur "phrenologischen" Kopfmassage, afghanische Perlenketten, Pantoffeln mit aufgestickten Deutschlandwappen, Filztaschen, diverse Messingfiguren, Antiquitäten und Tand – und natürlich köstliche Spezereien aus aller Herren Länder: Fische, französische Pasteten, portugiesische Törtchen, Waffeln, frisch gepulte Krabben, bretonische Butter, allerlei Käsesorten, Quiches, Schinken, ja sogar einen Stand mit "Feinkost"-Hundefutter (hier hörte ich eine Frau zum Verkäufer sagen: "Nä, so’n Stück Lunge kriegen se ja heutzutage auch nich mehr überall!"). Besonders schön sind natürlich die Stände, die frische Blumen, Obst und Gemüse aus den um Hamburg gelegenen Anbaugebieten (äußerst preiswert!) anbieten, "sink globäl, bei lokäl", wie der Fachmann sagt. Habe mich gleich mit rauen Mengen riesiger, sogenannter "Knubberkirschen" aus dem Alten Land eingedeckt, dazu wunderschöne vierländer Rosen spottbillig abgestaubt (die Frau von heute muss sich die ja inzwischen selber kaufen…), ein großes Stück knallroten Filz mitgenommen und alles in einer ebenfalls neu erstandenen Seegrastasche verstaut, mit der ich auf dem Markt jetzt endgültig als Eppendorferin durchgehe. Zumindest "bis i’s Mei aufmach", wie wohl der Niederbayer sagen würde. Ein Lob der freien Marktwirktschaft!

 

 

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Kalte Füße und heiße Maschinen

Wichtig: Flossenkühlen Hat mal jemand 199 €?

Huäh, was soll man bei einer solchen Hitze bloß machen? In Hamburg, wo es keine Isar und keinen Eisbach gibt zum reinspringen und das nächste Freibad zu weit weg ist? Noch dazu, wenn man von einem lästigen Kommentarspammer verfolgt wird und eine Blogsoftware verwendet, die kein Captcha kann? Ts!
Habe mich für ein Fußbad entschieden (siehe Abb.) und träume jetzt, auf einer stilvollen Eppendorfer Couch sitzend, mit schön abgekühlten Flossen von dieser wunderschönen Espressomaschine (siehe Abb.), die gerade in der Schleißheimerstraße zu Verkauf steht. Ist das nicht ein Schmuckstück? Und versuche, mit ständigem Nörgeln die IT dazu zu bringen, meine Software aufzurüsten.

Cohu schaut frische Fische, frische Fische schaut Cohu

Um der Wahnsinnshitze zu entgehen, war ich vorgestern im (unterirdisch in einem Hügel des Olympiaparks gelegenen) Sea Life-Aquarium. Cohu ist ja, wie Euch vielleicht nicht entgangen ist, eine an Fauna und Flora durchaus interessierte Zeitgenossin, die schon von klein auf in die Fußstapfen der großen Zoologen und Ethnologen treten wollte und nur aufgrund wirtschaftlicher Zwänge den Brotberuf der Philosophin ergriffen hat.
Nun also zu diesem – privat betriebenen – Fischvorzeigeraum: löblich zu erwähnen ist, dass die Betreiber sich nicht auf “Modefische”, also bunte Bewohner der tropischen Korallenriffe und Mangrovensümpfe, stürzen, sondern sich zunächst auf die einheimische Fischfauna beschränken, die farblich braun und grau und verhaltensmäßig eher unauffällig ist. So ergibt sich – vom Isar-Oberlauf bis zum Mittelmeer – eine sozusagen natürliche Steigerung, die bei Kaltbecken mit Elritzen und Bitterlingen anfängt und in einem untertunnelten, “begehbaren” Mittelmeeraquarium inklusive Stachelrochen und Riffhaie ihren (auf Kellerhöhe gelegenen) Höhepunkt findet. Die Becken sind durchgehend reizvoll – wenn auch aufgrund der etwas kümmerlichen Bepflanzung nicht besonders naturnah – gestaltet, die Fische gesund und die in fast jedem Raum postierten Mitarbeiter äußerst freundlich und beantworten gerne und kenntnisreich alle Fragen (die sich im Normalfall allerdings auf “Wo ist der NEEEEMOOOOOO?????????!!!!” beschränken dürften).
Ein Nachteil: die Betreiber des Aquariums halten es für nötig, jeden Raum mit “passender” Musik überaus laut zu beschallen, so etwa mit symphonischen Werken im sog. Schwarmring, mit Klarinettenkonzerten bei den Seepferdchen und -Nadeln und mit Sirtaki-Melodien im “Mittelmeerhafen” (im Haibecken erklingen allerdings gälisch anmutende Querflötenklänge, was zur mediterranen Amphoren- und Säulen-Deko des Aquariums einen interessanten Kontrast ergibt).
Und noch was: beim Verlassen des Aquariums wird man durch den unvermeidlichen Shop mit Stofftieren, Namenstassen, Kalendern etc. geleitet, was für Besucher mit Kindern vermutlich ein Horror ist. Auch manch ein Erwachsener kann sich da unter Umständen nicht zurückhalten und kauft so nutzlose Dinge wie eine total süüüße, naturgetreue und doch kuschelige Krake, die unten sogar einen kleinen Schnabel hat.  Ahem.
Insgesamt war ich von diesem Aquarium durchaus angetan, wenn es auch mit dem in Barcelona nicht mithalten kann: besser als die schäbigen Zooaquarien in Hellabrunn oder Berlin ist es allemal. Und wann kommt man denn schon nach Barcelona? Eben. (Dort gibt es übrigens auch die faszinierenden Mondfische, die man im Sea Life leider vergeblich sucht…)

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Toooohllll! Tooooohlllll!!!!

Cohu musste sich gestern aufgrund notorischer Fernseher-Losigkeit das unselige Spiel im Internetz anschauen. Ja, ich hab – mit Hilfe von Wired –  tatsächlich einen Live-Stream gefunden! Sogar die IT war erstaunt.
Der Haken: die erste Halbzeit gab’s für mich nur mit chinesischem Kommentar. Hatte ja eigentlich geplant, einen Radiokommentar dazuzuschalten, aber nicht bedacht, dass der Stream ja – von Dortmund nach China, von China nach Israel, von Israel an meine “Peers” und dann zu mir – mit einer halben Minute Verspätung ankommen würde. Aber da tat sich eh nicht viel bei den Jungs von Kalins-Mah (u.a. Ballak-O, Lahm-O, Pololki, Le-ih-mah, Schanei-Dah und, ja, tatsächlich: Bolowski). Den chinesischen Kommentatorenausruf für “Tooooor!” zu hören, war mir leider nicht vergönnt. In der zweiten Halbzeit bekam ich dann sogar ESPN rein und zwei wunderbare Ami-Kommentatoren, die nicht nur landeskundliche Weisheiten einstreuten (“Nationalism has been downplayed here since Word War II”) sondern auch immer wieder Regeln (Abseits, Verlängerung, Elfmeter etc. ) und Trikotfarben bzw. Nationalität der Spieler wiederholten, was für einen Fußballdeppen wie mich sehr angenehm war. Naja, geholfen hat’s trotzdem nix. Aber in Zukunft kann ich die absurdesten Fernsehsender über’s Internet empfangen…

Pronto? Adesso Basta!

Nachträglich tut es mir natürlich leid, dass ich die Azzurri (bzw. sogar Juve)-Anhänger auch noch aufgemuntert hab vor dem Ukraine-Spiel. Undank ist der Welten Lohn! Jetzt hat da die taz eine ganz drollige Idee: “So ärgern wir heute abend die Italiener: Um 21 Uhr Pizza bestellen!”

Nett gemeint, aber: die unter “München/Schwabing” angegebene Nummer ist die von Call-a-Pizza. Ich bezweifle, dass man in dem Laden auch nur einen einzigen Italiener findet (dafür aber so widerliche Dinger wie eine Pizza England mit “Bacon und Eiern” – s. Abb.- und Pizza Iran mit “Curry-Soße, gebratener Curry-Hähnchenbrust, Ananas und Extra Käse”…Hilfe!). Überhaupt, die Pizzadienste hier in der Gegend scheinen mir grundsätzlich nicht von Italienern betrieben zu werden, sondern von Albanern, Pakistani, Vietnamesen und Ägyptern. So schmeckts dann auch. Also, nicht italienisch, mein ich. Und überhaupt, warum nicht gleich direkt in Italien anrufen und stören, was das Zeug hält? Hier findet ihr Nummern von “Aa” wie A.a. Alcolisti Anonimi Area Lazio, Rom bis “Zz” wie Z.z. Recycler Di Zanoni Dino, Riva del Garda.

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