Decline of a Nation: Surf und Lies!

Was steht da über Paris?

Ach, Großbritannien. Einer von fünf Deiner Einwohner ist Analphabet, so sagte eine Studie vor sieben Jahren. Irgendwie habe ich auch Verständnis dafür, bei den Druckerzeugnissen, die es bei Euch so gibt. Da ist es besser, den Buchstaben ihr Geheimnis zu lassen und sich auf die abgebildeten sekundären Geschlechtsmerkmale zu beschränken – Busen lügen nicht.
Aber jetzt werden andere Saiten aufgezogen: der Konservative Oppositionsführer David Cameron  schlägt zur Schulreform vor, dass alle kleinen Briten mit sechs Lesen können müssen. Lehrer, Kinderpsychologen und Experten laufen Sturm: empirischen Untersuchungen und persönliche Erfahrung belegen, dass so ein Ziel absoluter Schmarrn ist und sogar zu noch höheren Leseversagerquoten führen könnte. Aber warum kommt der Brite überhaupt auf so eine Idee? Ein Landsmann Camerons macht dann auch noch folgenden Vorschlag:

"…too much time is being spent teaching children facts that they could find themselves online. In the future, teachers will not be there to pass on information, but instead to act as ‘educational consultants’ overseeing the curriculum and directing pupils to find things out for themselves." (Guardian)

Juhu! Jetzt versteh ich den Plan. Den Kindern wird im ersten halben Jahr ein bisserl Lesen beigebracht. Dann können sie sich den ganzen Rest online selbst zusammensuchen. Lehrer sind nur noch dazu da, Popups wegzuklicken, installiert man einen Blocker, kann man sie sich ganz sparen. Und bei den interessanten Sachen, die’s im Internetz für Kinder zu entdecken gibt, werden sich die Fähigkeiten der Kleinen ganz schnell verbessern. Wahre Lesemonster werden die – und Großbritannien ist endlich wieder intellektuelle Elite! Gordon Brown, du kannst einpacken.

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Die Geschichte vom Knecht Rupert oder: Santa’s Little Yelper

Also ich weiß ja nicht, warum es hier so religiös zugeht zur Zeit. Ist es das Alter? Ist es der nahende, in Bayern zynisch als "staade Zeit" bezeichnete Adventshorror? Gerade stieß ich bei youtube auf einen Clip, der mir eine zumindest im Rückblick nette Geschichte in Erinnerung rief.

Vor langer Zeit besuchte Cohu den katholischen Religionsunterricht (!) an einem niederbayrischen Gymnasium, beim berufenem Pädagogen und Oliba-Träger Rupert P. Vor Weihnachten, vermutlich durch die auch damals schon ständig durch die Fußgängerzonen schallenden Schnulz-und-Sulz-Lieder erweicht und an das Gebot der Nächstenliebe erinnert (Moment, Landshut hatte aber damals noch gar keine Fußgängerzone? Egal…), jedenfalls, in einem unerwarteten Anfall von Nettigkeit meinte Herr P., vor Weihnachten würde eine unserer Stunden zur sündhaften Unterhaltung zweckentfremdet, und wir dürften uns dann (im gemütlich verdunkelten Medienraum bei Punsch und Plätzchen) einen Film unserer Wahl anschauen. Es war klar, dass die üblicherweise von der Jugend bevorzugten Filme (Sex, Drugs, Rock’n’Roll) hierfür nicht in Frage kamen, also: irgendwas mit Religion musste es schon zu tun haben. Aber lustig sollte es auch sein! In Frage kam unter diesen komplizierten Umständen selbstverständlich nur: "The Life of Brian".
Rupert war geschockt. Sogar ein englischsprachiges Betrachten des Filmes wurde von uns vorgeschlagen, der Bildung zuliebe – P.’s Zweitfach war schließlich Englisch. Trotzdem: der blasphemische Streifen, den ich glaub ich damals noch gar nicht gesehen hatte, wurde uns nicht gegönnt. Stattdessen kam dann irgendein Sekten-Warnvideo in den Recorder, wo u.a. junge Damen über ihre Vergewaltigung (!) durch indische Gurus berichteten: soviel zur Verheißung der Vorweihnachtszeit.
Aber es hat alles nichts genützt, missionierungstechnisch gesehen. Im Gegenteil. Cohu wechselte aus reinem Trotz in den Ethikunterricht, und schreibt heute lustigerweise über einen (übrigens überaus unchristlichen) Moralphilosophen, über den sie damals ein Referat halten musste. Indirekt habe ich somit dem gestrengen Rupert P. mein Diss-Thema zu verdanken – oder hatte hier gar ER seine Finger im Spiel? Egal, dieser Rowan-Atkinson-Auftritt wäre jedenfalls was für damals gewesen…

(Bild: Wikimedia Commons)

Rippenmädchen anno dazumal

Morgen, am 17. November, ist traditionell der katholische Gedenktag für die Heilige Elisabeth von Thüringen – eine Adelige des 13. Jahrhunderts, die sich der Überlieferung nach aufopferungsvoll den Armen und Kranken widmete. Noch heute sind zahlreiche Krankenhäuser, Heime und natürlich Kirchen nach der Heiligen des Mittelalters benannt; Caritas und Diakonie dient sie als größtes Vorbild, noch vor Franziskus.
Die Figur Elisabeth finde ich nicht nur deshalb ganz interessant, weil ich mit drittem Vornamen (!) selbst so heiße, sondern auch, weil sie ein geradezu absurdes Zerrbild des christlichen Idealbildes vom Menschen (und vor allem: von der Frau) ist. Elisabeth verfolgte das Ideal der Askese, verschmähte trotz adliger Herkunft ihren Reichtum, ließ sogar ihre drei Kinder zurück, um sich dem Dienst an Armen und Kranken zu widmen, arbeitete im Hospital. Sie starb im Alter von nur 24 Jahren höchstwahrscheinlich an den selbst auferlegten Strapazen. Wenn man ihre Lebensgeschichte unter modernen Gesichtspunkten liest, kann man dieses Leben eigentlich nur noch als pathologisch verirrt begreifen: zwanghafte Selbstkasteiung bis hin zum selbstverletzenden Verhalten (damals hieß das, etwas weniger negativ “Buße tun” und “Geißelung”), Magersucht (klingt auch schöner:”Fasten”), kurz vor dem Tod psychotische Wahnzustände (“eine Vision von einem Vogel, der zwischen ihr und der Wand fröhlich sang und sie dazu bewegte, mitzusingen”). Kurz gesagt: eine psychisch zutiefst Gestörte mit enormem Helfersyndrom. Ein ihr Leben etwas positiver interpretierender, aber trotzdem noch ziemlich gruseliger Hörbeitrag zu Elisabeth findet sich hier.
Es sagt, finde ich, schon einiges über die christliche Religion bzw. Kultur und das damit zusammenhängende Frauenbild aus, dass ausgerechnet eine Frau als idealtypisch gesehen wird, die sich derart für andere aufopfert, dass sie mit vierundzwanzig verhungert. Nicht, dass sich solche Ideale auf die christliche Tradition beschränken. Die säkulare Gesellschaft kann da ganz gut mithalten. Religiöse Gründe stecken zwar nicht mehr dahinter, aber sich weghungern zu wollen, ist bei jungen Frauen ja immer noch sehr verbreitet, und autodestruktives Verhalten, wie es uns schon die gute Elisabeth vormachte, ist heutzutage geradezu trendy.
Vielleicht sollte man von Seiten der christlichen Kirchen, statt ein “Elisabethjahr” auszurufen, mal hinterfragen, ob Selbstaufopferung, -bestrafung und -verleugnung bis zum Tod wirklich das höchste aller Ziele ist, auch und gerade im Bezug auf die angebliche Vorbildfunktion der Elisabeth für Pflegeberufe. (Zyniker werden einwenden: bei den gängigen Arbeitsbedingungen in den Pfegeberufen werden auch heute noch echte Märtyrer und Masochisten gebraucht!)
Wer jetzt immer noch nicht genug von dieser Elisabeth hat, dem empfehle ich das ihr zu Ehren entworfene Onlinespiel. Wofür man Kirchensteuer so ausgeben kann…

(Bild: Wikimedia Commons)

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Google Keywords: Fragestunde

mammutblut trinken
Nein.

schokoladenverbot für juden
Guckst Du hier.

was kann ich den schneehühner zu fressen geben
Hätte ich mir überlegt, bevor ich mir so ein Haustier zulege.

"deutsche übersetzung folsom prison blues"
Nichts einfacher als das:

Ich höre, dass ein Zug kommt’, es ist rollin’ um die Biegung
Und ich nicht gesehen, die Sonne, da ich weiß nicht, wenn
Ich steckte in Folsom Gefängnis und Zeit hält draggin ‘auf
Aber, dass ein Zug hält – rollin ‘auf hinunter nach San Antone
Als ich klein war nur ein Baby, meine Mama hat mir gesagt, der Sohn
Immer ein guter Junge, nicht immer spielen mit Gewehren
Aber ich erschossen einen Mann in Reno, nur um ihn sterben sehen
Wenn ich höre, dass die Pfeife blowin ‘ich meinen Kopf hängen und weinen

"my hump" übersetzung
EIn Lied über Kamele. Google Translation sagt:

Was Sie werden tun, mit allem, Junk?
Alles, Junk in Ihrem Kofferraum?
I’ma erhalten, erhalten, erhalten, erhalten Sie betrunken,
Holen Sie Liebe getrunken weg von meinem Buckel.
Mein Buckel, mein Buckel, mein Buckel, mein Buckel, mein Buckel,
Mein Buckel, mein Buckel, mein Buckel, meine kleine schöne Klumpen (Überprüfen Sie es heraus)

"text verschwunden" vista
Have you tried turning it off and on again?

affe auf dem klo

alles über kapuzineraffen in der haltung im haus
Schön, dass Sie sich über das Tier zuerst mal informieren wollen, im Gegensatz zu diesem Schneehuhnquäler da oben. Aber da steckt eine falsche Grundannahme dahinter. Affen gehen nicht aufs Klo. Daher hält sie auch niemand zuhause.

armenisches nationalgetränk
Affenurin?

englische erklärung eines einkaufswagens
It is tze zing in the supermarket. Below it are ze wheels. Put in it all ze zings you like! Roll it to ze cash, and pay ze money. Stick ze zing in it and you will get your Euro back!
 
frank schirrmacher killerspiele pseudonym

Was leider nur wenige wissen: Herr Schirrmacher ist in WOW als Blutelfe unter dem Namen "Methusalem the Wrathbringer" unterwegs.

In Memoriam Ira Levin

Vor zwei Tagen starb der amerikanische Autor Ira Levin, bekannt geworden vor allem durch seinen Satanisten-Thriller "Rosemary’s Baby". Vielleicht kennt Ihr die Polanski-Verfilmung (mit Mia Farrow), aber ihr solltet auf jeden Fall auch mal den Roman lesen. Ein Trivia-Schmankerl für zerebral Unausgelastete und Verschwörungstheoretiker: die Außenszenen des Films wurden vor "The Dakota" in New York, einem berühmt-berüchtigten Apartmenthaus, gedreht – und vor dem Eingang dieses Hauses (s. Abb.) wurde am 8. Dezember 1980 John Lennon erschossen!
Von Levin stammt auch "The Stepford Wives" (*), die Verfilmung mit Nicole Kidman (2004) ist, finde ich, großartig (und ich ertrage Kidman normalerweise eigentlich gar nicht). Etwas weniger bekannt, jedoch nicht weniger empfehlenswert, ist Levins SciFi-Dystopie "This Perfect Day" -das Buch liegt auch in einer ordentlichen Übersetzung vor ("Die Sanften Ungeheuer", erschienen bei Hoffmann&Campe 1979, heute bei amazon.de für schlappe 2,40 zu haben). Alles keine "große Literatur" und nicht stilistisch geschliffen, aber handwerklich solide, und die Geschichte bleiben einem einfach über Jahrzehnte im Kopf – wie gut komponierte Ohrwürmer.

(*)Ja, tatsächlich, mit v, liebe Spiegel-, tagesschau– und NZZ-Redakteure – als Qualitätsjournalist sollte man doch zumindest Englisch können – oder sollte es etwa so sein, dass Ihr alle nur die gleiche tippfehlerhafte Pressemeldung ungesehen übernehmt, statt zumindest Euren unbezahlten Volontär zehn Minuten im Internet die Werktitel recherchieren zu lassen? Ts, ts, ts. Da muss man jetzt mal Müll von Qualität trennen

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Schmatz.

Bisher beschränken sich meine Backkünste ja auf Dr.Oetker-Brownies und Pizza. Das soll sich ändern! Heute hatte ich endlich die Möglichkeit, mein umfänglichstes Geburtstagsgeschenk, nämlich ein Backset (bestehend aus abgebildeten Utensilien, wohlgemerkt in schnittfest emaillierter "Schwiegertochter-Ausführung" und dem "Großen Teubner Backbuch"), in Ruhe auszuprobieren. Man sehe und staune:

Diverses Backzubehör! Verwendet habe ich heute erstmal nur die Springform.

Das Wunder des Lebens, äh, Kuchens! Vom harmlosen Mürbteigembryo über geheimnisvolle Vorgänge im Inneren des Ofens bis hin zum ausgewachsenen "Apfelkuchen Elsässer Art":

Fertig! Schmeckt übrigens genauso lecker, wie er aussieht (tendenziell eher noch leckerer). Das soll ja hier kein Rezeptblog werden, aber ein dem Teubner-Rezept sehr ähnliches findet sich hier (Unterschied: ich habe keine Vanille reingetan und Puderzucker in den Mürbteig). Das Rezept ist wie heute bewiesen sehr einfach und für Anfänger geeignet.

Wo man singt, da… flieg lieber nach Malle

Im Bayerischen Wald ein für einen Kurztrip geeignetes Hotel zu finden, ist gar nicht so einfach. Es handelt sich entweder um aufgebrezelte "Wellness"-Schuppen mit Ayurveda-Menü, Klangschalenmassage und Aromatherapie oder um lieblose Absteigen, deren größte Attraktion "SAT-TV" aus einem krankenhausmäßig an die Wand geschraubten Fernseher ist. Etwas abgeschreckt bin ich auch von der Formulierung "Nichtraucherhaus in Zwiesel", wobei der Hinweis "Unser Lächeln kommt aus dem Herzen und kann nicht bestellt werden!" den woidlertypischen Grant Charakter ziemlich gut einfängt.
Aber einer schießt den Vogel endgültig ab: der Singende Musikantenwirt. Das hat man davon, wenn man klimaschonend Urlaub machen will…

Tausend Deutsche, eine Meinung

Es gibt bei uns so einige Themen, bei denen – egal, mit wem man redet, sei es Oma oder Verkäuferin, Sozi oder Nazi, Student oder Arbeitsloser – eine Meinung vertreten wird. Als da wären Scientology ("Gefährliche Psycho-Sekte, die verboten gehört"), Freilandhaltung ("Glückliche Hühner!"), Mülltrennung ("Jeder ausgespülte Joghurtbecher rettet ein Stück Umwelt!"), Computerspiele ("Die größte Gefahr für den Deutschen Burschen!") und, nicht zuletzt, staatlicher Schulzwang ("Selbstverständlich") sowie Homeschooling ("Was für religiöse Fanatiker und sonstige Irre!").
Dem letzten Punkt einen kompetenten, sachlichen Artikel entgegenzusetzen bemüht sich die Frankfurter Sonntagszeitung hier – der erste und einzige nicht vorverurteilende, relativ neutrale und unaufgeregte Artikel, den ich zu diesem Thema in deutschen Massenmedien je gelesen habe.
Unabhängig davon, was man von Homeschooling/Schulzwang hält, finde ich jeden Widerstand gegen Einheitsmeinungen respektabel. Erstaunlich allerdings, dass das Infragestellen staatlicher Zwangsbeschulung in Deutschland ausschließlich von konservativ/reaktionärer Seite kommt. Die Linke hat doch eigentlich auch oft Probleme mit staatlicher Einmischung – und kam die ganze antiautoritäre, Anti-Staatsschul-Bewegung nicht ursprünglich von den 68ern? Die taz verbreitet in Familienfragen jedenfalls gerne eine sehr staatsfreundliche Doktrin (cohu berichtete).

Tribute to Flash Master R.

Den großen Künstler Georg Ringsgwandl möchte Euch Cohu, nach einem Besuch in seinem LMU-Audimax-Konzert gestern, ausdrücklich empfehlen. Sogar Nazivergleichartiges hat er parat, mit seinem schönen Lied "Gartennazi". Bemerkenswert schon allein aufgrund dieser Zeilen:

Selbst der Hund hat nichts zu lachen,
der Nazi ist sein Peiniger,
jeden Freitag spritzt er ihn ab
mit dem Hochdruckreiniger.

Neben solchen Blödeleien widmet R. sich dankenswerterweise aber auch der Hochkultur, so wird z.B. eine Oper präsentiert ("900 Mitwirkende, davon allein 200 Opernelefanten"), begleitet auf einem Waldorf-inkompatiblen "Plastik-Keyboard", mit dem der Nachbarsbub nicht spielen durfte, und das deshalb der Ringsgwandl bekam, denn  "der ist eh schon so vergiftet".
Den Neid meiner fünf Begleiter beschwor der reizende Manfred "Mane" Mildenberger am Schlagzeug herauf, während sicher fast jede der Damen (und vermutlich auch einige der Herren) im Publikum angesichts des spielfreudigen Landburschen nur noch schwach seufzen konnen: Mei, liab! (Für die echten Kerle war dann ja, sozusagen als Role Model, auch noch Nick Woodland da – wenn schon nicht der beste Bluesgitarrist der Welt, dann doch zumindest definitv der coolste Macker der Kurfürstenstraße!).
Wenige der Ringsgwandl-Werke sind im Internetz zu finden, hier aber zumindest mal eines aus wilderen, lang vergangenen Zeiten. Na, wer errät das Lied?

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Höchst verdächtig!

"Wie mach ich meine linke Zelle größer?"

Heutzutage macht man sich ja mit den kleinsten Handlungen, also geradezu nebenbei, höchst verdächtig. Verlinken auf Rezepte zum Bombenbau ist riskant, genauso wie das Verwenden von Begriffen wie Gentrification. "Wie mach ich meine linke Zelle größer"unschuldige Frage eines html-Neulings oder Terror-Anfangsverdacht?
Aber auch außerhalb des Internetzes – im unpassend benannten "Real Life" – begibt man sich schnell ich Gefahr. Ein schmackhaftes Beispiel: Falafel. Bei diesem schönen Rezept, das nicht nur vegetarisch, sondern sogar vegan ist, muss man die Kichererbsen nicht mal kochen und braucht auch keine Friteuse. Cohu hat sich gestern fast ein bisschen daran überfressen. Aber wie gesagt: No risk, no fun. Man kann da beim Einkauf leicht einen gefährlichen Verdacht auf sich lenken. So versuchte etwa das FBI zeitweise, durch das Verfolgen von Falafel-Verkaufszahlen den Einstrom iranischer Terroristen nach San Francisco nachzuvollziehen.
Wer hätte das gedacht: die scheinbar so harmlosen Kichererbsenbällchen sind ein typische Speise der Achse des Bösen, und die rundlichen Hülsenfrüchte somit garantiert schon längst auf der Verdachts-Liste der Verfassungsschützer. Dazu noch ein eiskaltes Rappi Bier auf das Wohl von Kim Jong-Il, eine schmackhafte Reispfanne namens "Moros y cristianos",  und vielleicht eine schöne Romeo y Julieta nach dem Essen, und danach könnt ihr gleich anfangen, für die Untersuchungshaft Zahnbürste und Schlafanzug zusammenzupacken. Weitere Rezeptanregungen findet ihr hier.

Posted in Aus Aller Welt, Speis & Trank, U.-S.-A.! U.-S.-A.!. Comments Off on Höchst verdächtig!