Eigener Herd ist Goldes Wert…

…das wissen auch die Herausgeber dieses sehr interessant anmutenden Magazins – "Häuptling eigener Herd" – Wiglaf Droste und Vincent Klink. Droste, einen erfrischenden und unerschrockenen Parodisten ("Diät ist Mord am ungegessenen Knödel") kennt man vielleicht von der "Wahrheit" Seite der taz, Vincent Klink – einen vielseitig interessierten Lebemann – wenn man zur kulinarischen Elite gehört, aus der Wielandshöhe, oder eben aus dem Fernsehen (siehe Abb.). Kommt natürlich gleich auf meine Wunschliste, diese Publikation.

[Aber was ich eigentlich sagen wollte: noch besser als eigener Herd ist momentan eigene Klimaanlage. Für alle, die eine solche nicht haben, hat Cohu einen super Tipp. Ein Leintuch nass machen und vor die geöffnete Balkontür bzw. das geöffnete Fenster hängen. Fast so gut wie eine Klimaanlage, aber augenschonender!]

Best of Google-Keyphrases

Immer wieder bin ich erstaunt, was für ein Themenspektrum die Suchenden abdecken, die über Google auf meine Seite kommen. Diesen Monat:

blog katholisch (klar!)
aubergine onanieren (äh…"Auberginenliebhaber" war zumindest von meiner Seite her anders gemeint)
peter hahne schwul (das geht endgültig zu weit! Schluss!)

In einem Bächlein helle

Bei dem brutalen Wetter heute blieb (zumindest dem nicht Erwerbstätigen) keine Wahl: Wasser musste her. Die Badeseen sind nicht nur schlecht zu erreichen sondern auch noch bacherlwarm und die Freibäder findet momentan selbst eure ziemlich abgehärtete Cohu – die immerhin schon mal bei einem Kuh-Kaiserschnitt in einem Niederbayrischen Stall assistiert hat – einfach zu eklig. Pflaster und Schwimm-Windeln, ich weiß ja nicht.
Also ging es auf mein gutes altes Peugeot, durch den größten Stadtpark der Welt an die Isar, wo man Kiesbänke selbst bei diesem Wetter fast für sich allein hat (wenn man an die richtige Stelle fährt) und dazu ein etwa 18° kaltes Flüßchen in Quasi-Trinkwasserqualität. Und, wie der Titel schon andeutet: Fische hats hier auch, aber (launische) Forellen und keine Bauch-nach-Oben-Karpfen wie in anderen Gewässern. Außenalster, du kannst sowas von einpacken!!!
Gefehlt haben mir eigentlich nur meine sagenhaft kleidsamen Gummischuhe a.k.a. Flossenkondome, die ich leider zuhause vergessen hatte, und vielleicht mein MP3-Player, dann hätt ich nämlich noch den passenden Song hören können:

Rolling stones im Flußbett,
träumen von Lady Jane,
das Ufer träumt vom Liebespaar,
und´s Gebirg vom Jennerwein,
un da Fluß träumt von Millionen Jahr’n,
und laft oiwei so dahi,
in seim ewigen Tal – smaragdengrün –
des is des Isarflimmern mitten im Paradies,
ich sog eich, des is
des Isarflimmern mitten im Paradies.

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Heute im Spamordner

Besonders schön find ich: "prestigious non-accredited universities." Übrigens, warum krieg ich immer nur Spam für Sachen, die ich gar nicht brauche? Universtity Degrees, Viagra bzw V146r4!, Rolexuhren, "hot stocks" und – man höre und staune – "heißen Parkplatzsex." Mir ist so schon heiß genug!!!
Bei so einem Angebot brauch ich den Spamordner eigentlich gar nicht anzuschauen. Wenn es dagegen um Stracciatellaeis ginge, Ventilatoren, Bikinis, Wundermittel gegen Mückenstiche, Flip-Flops o.ä., würde es mich schon eher interessieren (müsste man natürlich der jeweiligen Jahreszeit anpassen). Also, Spammer, gebt Euch mehr Mühe!

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Yemek yapmak: geile Teile!

Heute gings also richtig los mit meinem Integrationsprogramm. Da Cohu kein schlappschwänziges Weichei ist, hat sie natürlich gleich mit einem der schwierigeren Rezepte der türkische Küche angefangen: gerade gabs manti (hier ein ganz gutes Rezept). Das sind kleine Teigtaschen, gefüllt mit Hackfleisch und serviert mit zweierlei Soßen, nämlich einer Joghurt-Knoblauch-Soße und heißer Butter mit pulbiber (Paprika bzw. Chili-Blättchen, versteckt sich in der Dönerbude hinter der Frage "Magst Du mit scharf?"). Man kann sich das vorstellen wie Ravioli, nur, dass ich sie in Form einer Bischofsmütze gebastelt habe und sie so klein wie möglich gemacht werden sollten (haselnussgroß!).
Also jedenfalls das Entscheidende, zuerst der Nachteil: die Teile machen eine Scheißarbeit. Da kann man sich gut und gerne zwei Stunden in die Küche stellen und an diesen kleinen Wuzeln rumfitzeln. Gegessen sind sie hingegen sehr schnell. Das ist also vermutlich so ein Gericht, das durch die Abschaffung der Hausfrauenehe aussterben wird, es sei denn, man führt wieder Hauspersonal ein. Oder die Sklaverei.
Jetzt aber der Vorteil: mir fehlen die Worte, um den Wohlgeschmack dieser Spezialität angemessen zu würdigen. Ein blumig-orientalisches Lied müsste man für den Lobpreis dieser kleinen Knubbel komponieren und damit den Tanz von mindestens 72 mandeläugigen Huris begleiten zu Ehren der göttlichen Nudeltaschen. Ja, ich hab jetzt keine Huris da, aber sehr gut war es!

Nachtrag: hier noch das Bild von den selbstgemachten Nüdelchen im rohen Zustand. Je dünner der Nudelteig und je kleiner die Täschchen, desto besser. Übrigens schmecken sie am nächsten Tag mit Zwiebeln, Tomaten, Knoblauch und Oliven in Olivenöl angebraten fast genauso lecker.

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Spaß mit Microsoft


Das nennt man wohl: "Sich selbst ein Bein stellen"

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Decline of a Nation: Do it Yourself

Laut Stern und dieser Seite findet in London Anfang August ein "Masturbathon" statt:

"(…) Es handelt sich dabei um einen Selbstbefriedigungs-Wettbewerb, dessen Erlöse wohltätig gespendet werden. Zu diesem Anlass sollen sich mehrere hundert Frauen und Männer treffen, um gemeinsam der Masturbation zu frönen. Ein Ziel des Wettbewerbs ist es, den Weltrekord im Dauer-Masturbieren von derzeit achteinhalb Stunden zu brechen. Das Event soll gar vom Fernsehsender "Channel Four" begleitet werden. Die Teilnehmer bekommen pro Minute, während welcher sie onanieren, Sponsorengelder, die unter anderem für die Aidsbekämpfung gespendet werden sollen."

 Wie schade, dass ich bei einer ausgiebigen Googlerecherche sonst nichts über diese angeblich geplante Veranstaltung gefunden habe. Vermutlich eine Ente. Hätte mich doch auch sehr gewundert, denn der Engländer an sich ist ja von der sexuellen Befreiung schon noch ein Stück weit entfernt. So kann ich nur auf die (amerikanische) Seite Masturbate for Peace hinweisen und schließen mit der Aufforderung: Quit the combat, stroke your wombat!

Zwei auf einen Schlag

Ein Schlag gegen die Zeitung des Mannes, der auch ohne Schnippeln der Größte ist und den KKK in nur einem Doppel – wer hätte das gedacht?

Scheißkult

Kais Schuld

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Yemek yapmak: wir lernen Dosen öffnen!

Zum Kochen war es gestern natürlich viel zu heiß, aber immerhin habe ich für die vorgestern angekündigte Serie bereits eine türkische Spezialität zubereitet, und zwar Okras (bamya) in Tomatensoße aus der (original türkischen!) Dose und dazu ein feines (leider diesmal auch nicht selbstgemachtes) Fladenbrot (pide).
Okras sind ja bei uns ein eher unbekanntes Gemüse, also einige Fakten: die Okraschote wurde bereits von den Pyramiden gegessen, enthält wichtiges den Stoffwechsel anregendes Okrakrokrakotolin, wirkt harn- und schweißtreibend und ist eine Kreuzung zwischen Paprikaschote, Aubergine und Nacktschnecke. Der berühmte Sultan Ukmüluk verkaufte 300 v. Chr. angeblich seine Frau, seine Tochter und seine Playstation für ein Okra-Gericht.
Na gut, das hab ich mir alles ausgedacht, aber das mit der Nacktschneckeneinkreuzung stimmt tatsächlich. Okras sind schleimig. Ich bin mir nicht sicher, ob das mein Lieblingsgericht wird, aber eine Chance sollte man den Okras (wenn ich denn mal frische bekomme) schon noch geben.
Noch was. Man sagt ja: Der frühe Vogel fängt den Wurm. Wenn das so ist, hätte ich mir gestern mindestens einen lumbricus badensis verdient: Abflug aus Hamburg war um 6:20!

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Jetzt wird integriert und: Mann, is der Diekmann…

Integration ist – was in manchen Bereichen des politischen Spektrums gerne vergessen wird – eine Angelegenheit, die zwei Seiten betrifft. Damit auch ich meinen Beitrag dazu leiste, gibt es hier ab jetzt die Serie “Yemek yapmak: wir lernen türkisch Kochen!”
Im Rahmen dieses neuen Programms hab ich mir heut nicht nur dieses Buch gekauft, sondern auch dem sehr empfehlenswerten türkischen Lokal “Mangal” im Eppendorfer Weg einen Besuch abgestattet. Es gab eine köstliche gefüllte Aubergine namens Imam Bayildi (“Der Imam fiel in Ohnmacht”) und am Tisch gegenüber saß Kai Diekmann in Begleitung seiner Frau Katja “Ich weiß es” Kessler. (Die Kessler hat interessanterweise am gleichen Gymnasium Abitur gemacht hat wie Springer-Journalist-und- trotzdem-noch-Freund Herr D.– diese Schule hat es in sich!).

Elegant schlage ich den Bogen wieder zurück zu Deutschlands Problemen: unser Duzfreund Kai trug das Eppendorf-typische rosa Hemdchen und dazu doch tatsächlich ein schwarz-rot-goldenes Schlüsselband um den “Hals.” Das sind sie nämlich, die Vertreter des neuen Patriotismus. Und deshalb bleibt Eure Cohu lieber eine vaterlandslose Gesellin! Und versucht, durch das Erlernen von 89 Auberginengerichten endlich heiratstauglich zu werden.

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