Lieber unverschämter T-Punkt-Wicht von gestern nachmittag:

Sz, sz, sz…

Nach einem Großkampftag mit der Telekom (erspare Euch Details, schlage neue diagnostische Kategorie nach ICD-10 vor: Monopol-Burnout, von Kontakt mit (u.U. ehem.) Monopolisten wie T-Com oder Post ausgelöste Anpassungsstörung, paradigmatische Symptome: Blutdruckanstieg, Gastritis, Schreikrämpfe, Autoaggression), also nach dieser Aufregung will sich Cohu vor bzw. hinter dem aktuellen SZ-Magazin entspannen. Und was findet sie? Dieses von mir schamlos geklaute Doppel!
Kennt die Welt, bzw. die Süddeutsche, denn keinen Anstand mehr? So, und jetzt wird unverzüglich der Urheberrechtsanwalt eingeschaltet! Bis nach Karlsruhe gehe ich, ach was, bis nach Luxemburg, wenn nicht gleich nach Straßburg, da wird Cohu zum Kohlhasen (ungleich Kohls Hasen).

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Decline of a Nation: So ein Käse

Die Briten sind ja inzwischen, genau wie die Amerikaner, von einer "Junk-Food"-Hysterie befallen. Großartig die Idee (Cohu berichtete), alle Werbung für dieses Teufelszeug in Kinderprogrammen zu verbieten. Unter diese Müllfraß-Werbeverbot fällt nun aber leider auch Käse – der ist nämlich zu fettig, um den gestrengen Standards der Britischen Fernsehaufsichtsbehörde Ofcom bzw. der der FSA zu entsprechen, genauso wie übrigens, so zitiert zumindest der Telegraph die Nahrungsmittelindustrie, die gute alte Muttermilch. Aber für die macht eh keiner Werbung, von der LLL mal abgesehen.
Ja, dabei hatte damals in England der gute Käse Cohu stark beeindruckt – nicht nur Wensleydale, sondern sogar stinknormaler Cheddar und Stilton (siehe Abb.) korrigierten meine fromagologischen  (oder soll ich sagen: kasuistischen) Fehleinschätzung, nur die Franzosen hätten die Milchfermentation so richtig drauf. Drauf hatte ich nach dem Jahr auch 10 Kilo mehr, das kann aber keinesfalls am Käs gelegen haben. Und selbst wenn. Für ein Kulturgut werd ich gerne fett! Schön find ich in diesem Zusammenhang auch, dass es in Großbritannien eine All-Party Parliamentary Group for Cheese gibt. Wollen die mich nicht mal auf ihr Annual Meeting einladen?

 (Bild: Wikimedia Commons)

A Story Too Often Told

Cohus Wohnung ist momentan Internetz-los. Meine Schuld ist es nicht.
Soll ich die ganze lange Geschichte erzählen, von Cohu, die auszog, um ihren Anschluss umzumelden, in einen Flatrate-Tarif zu wechseln und ein Hardwarepaket zu kaufen, die nicht einmal, nicht zweimal, nein: dreimal scheiterte am Monstrum, von dessen Gefährlichkeit uns unzählige Epen der Neuzeit berichten –  vielköpfiger als Zerberos, gefräßiger als Scylla, gestaltloser als Charybdis, aasstinkender als die Harpyen, bekannt als: TEKOMOS – vom Computersystem, das nicht funktionierte, von der 404-Seite, die erschien, vom Auftrag, der nicht zu erteilen war, von der Anlage, die nicht mitgegeben werden konnte, deren Versendung jedoch mindestens vier Tage in Anspruch nehmen würde, vom Angestellten, der das Wort Kulanz nicht kannte, vom DSL-Anschluss des Vormieters, der trotz Kündigung und Abschaltung noch besteht, der aber wundersamerweise nicht mehr funktioniert  – kurz, ein Epos voller Enttäuschungen, Entbehrungen und Bitterkeit?
Nein, Cohu wird dieses Lied nicht anstimmen. Denn ich weiß, jeder Erdenmensch kennt sie, die drei Dinge, die unverrückbar gegeben sind, mag kommen was da wolle: die Allmacht der Götter. Die festen Bahnen der Gestirne. Und die wundersame, systemimmanente Unfähigkeit und Unverschämtheit des Unternehmens das da heißt: T-Com. 

An Guadn Rutsch…

…wünscht Cohu, und hat vom Silvesterspaziergang (bei dem man heute temperaturmäßig schon das frühlingshafte "Vom Eise befreit…" hätte anstimmen können, hätte es dieses Jahr überhaupt schon mal Eis gegeben) was mitgebracht: ein Foto aus der Giselastraße – besonders geeignet für meine Hauptstadtleserschaft.

Schaut Euch ruhig mal auf der Seiten dieser urig-separatistischen Partei um; sowohl Landesverband als auch die Münchner betreiben Blogs. Laptop und Lederhosen sind kein schwarzes Monopol, scheint mir. Besonders interessant aber wie immer das Forum, wo sich "Oberbayer85", "blos a waidla" (sinngemäß: nur ein Bewohner des Bayerischen Waldes) und "NRW ist viel besser" die Schädel einschlagen oder sich über die Diskriminierung der bayerischen Ethnie bzw. Sprachform ereifern. Da legst di nieder! (sinngemäß: Gib dir das mal!)

Bless this Mess

Na super. Kaum hat Cohu die halbe Wohnung mit ANTONIUS ausgestattet (dank Mimik-Minimalisten
sogar mit Hilfe eines Ssst-ssst-Krk! Akkuschraubers), kommt von Seiten der New York Times der neueste Amerikanische Scheißdreck Trend: Unordung. Es soll drüben gar ein sog. anti-anti-clutter-movement geben, eine Antiantisaustallbewegung. Ein Vertreter der US-Schlamperiche meint: “Order can be profane and life-diminishing.”
“It’s a flippant remark, but if you’ve never had a messy kitchen, you’ve probably never had a home-cooked meal. Real life is very messy.
These boxes, these organizing supplies, are the containers for all our superficial selves.” erdreistet sich ein anderer Unordnungsfreak zu statuieren.  Und wüste Schreibtische, behaupten die Analysten der “semiotics of mess”, sind sogar ein Zeichen für besonders arbeitsame Zeitgenossen.
Lieber Herr Salzmann und Konsorten, wenn derart küchenpsychologische Mutmaßungen typisches Produkt ungeordneter Regale, Schubladen und Hirnregionen sind, dann bleib ich bei meinen Hängeregistern, Leitz-Ordnern und natürlich ANTONIUS. Man muss ja nicht jeden Scheiß mitmachen.

Decline of a Nation: Cutting Edge

Hier immer noch Umzugschaos und totale körperliche Erschöpfung seitens der Computadora. Immerhin steht der Mittelpunkt meines Lebens wieder fest und stabil auf dem Fundament der Heiligen Schrift (ja, die Bibel eignet sich hervorragend dazu, mein unvermittelt dreibeinig gewordenes EKTORP-Sofa zu stützen!).
Aber das hier wollte ich Euch nicht vorenthalten: Briten geben aufgrund der hohen Selbstmordrate in Gefängnissen, insbesondere durch Erhängen, den Sicherheitsbeamten nun “cut-down tools” auf ihre Rundgänge mit. Eine bessere Methode, um Suizidtode zu verhindern, würde selbst Cohu nicht einfallen! Obwohl, warum teilt man die Messer nicht gleich an die Suizidgefährdeten Strafgefangenen aus? Dann könnten sie sich im Notfall einfach selbst helfen!
(Alternativvorschlag: Installation von Suicide Booths.)

Fenster zum Hof

Nur eine kurze Eilmeldung, da es gleich zum Kühlschrankkauf geht:  man sieht von unserer Küche aus perfekt in die Apartments gegenüber. Während unseres ersten Abendessens hier kommt der Nachbar heim, zieht sich das Oberhemd aus, greift zu einem Rückenkratzer (!) und kratzt sich damit ausgiebig zwischen den Schulterblättern. Toll, diese Reichen!

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Es ist ein Doppel entsprungen

Wer hätte gedacht, dass ich aktuelle Politik und religiöse Archetypen in einem Doppel zusammenbringe, und das sogar noch zeitlich passend zum Heiligabend? Frohes Fest!

Sohnträgerin

Thronsägerin

Decline of a Nation: Halleluja!

Eine britische Komodo-WaranIn (Warana? Waran-Kuh? Waranesse?) pflanzt sich fort – und zwar nachweisbar ohne, dass ein Komodo-Waran-Mann beteiligt gewesen wäre (MSNBC). Die Ausbrütung des Geleges wird zu Weihnachten erwartet. Großbritannien kann immer wieder überraschen – mit einer Jungfrauengeburt hätte ich jetzt allerdings am wenigsten gerechnet.
[Ich weiß nicht, was für die Christenheit schockierender sein wird: dass es sich beim Gesalbten diesmal um sieben (!) übelriechende, vor Giftspucke triefende Riesenechsen handelt – oder dass die neuen Messiasse ausgerechnet britische Staatsangehörige sind?]

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