Karten für nächste Woche gibts hier.
Karten für nächste Woche gibts hier.
Neulich hatte ich ja erst auf den Imbiss Ni Hao in der Amalienstr. aufmerksam gemacht. Gerade werden wir Maxvorstädter aber regelrecht verwöhnt, was die asiatische Küche angeht: in der Barerstraße 56, neben dem "Landmann" Biosupermarkt, hat die japanische (?) "Nudel-Bar" Warmi vor ein paar Tagen ihre Türen geöffnet (leider keine Webseite).
Schon jetzt ist das Lokal mittags wie abends gut besucht – immer ein gutes Zeichen. Hier kann man sich aus Fleisch- bzw vegetarischen Hauptgerichten (heute gab es Champignons, Rind Teryaki, Schweinefleisch, und Huhn Miso) und Beilagen (Reis, Eiernudeln gebraten oder in Suppe, Udon, Ramen) ein köstliche Speise zusammenstellen, die zwischen 5,50 und 7 Euro kostet. Ich war mit meiner Wahl, Udon-Nudeln (die man leider sonst nur sehr selten bekommt, s. Abb.) und Miso-Huhn, heute sehr glücklich, und sogar meine eigentlich eher auf Schnitzel geeichten Begleiter waren voll des Lobes. Das Lokal hat auch abends (bis 22 Uhr) geöffnet, dabei ist die Einrichtung zwar ganz nett, aber wohl eher für einen kurzen Imbiss-Happen als für ein längeres Mahl geeignet. Speisen abholen kann man auch, und es gibt sogar eine Rabatt-Karte, die verspricht: "Nach 10 Stempeln erhalten Sie eine limitierte VIP-Karte, mit der werden Ihnen alle Hauptgerichte 3 Jahre lang mit 10% Nachlass angeboten."
Cohu lässt sich das natürlich nicht zweimal sagen und wird innerhalb kürzester Zeit zum Warmi-"VIP" werden.
(Bild: Lusheeta / Wikimedia Commons)
Während Bürgermeister Ude schon vor Monaten beteuerte, er sei keinesfalls schwul, empfindet sein Herausforderer Seppi Schmid – der ansonsten unangenehm aggressiv mit Frau und Kind wirbt – bei der CSD-Parade "Männer in knapper Leder-Kluft mit einem Körperbedeckungsgrad von fünf Prozent samt Peitsche" als "sexuelle Provokation". Hui! (Schmid meint im gleichen Atemzug, die verführerischen Herren der Schöpfung sollten sich "nicht so massiv zur Schau stellen." Böse Zungen, zu denen ich mich gottseidank nicht zähle, würden sagen: hier befürchtet jemand, die Kontrolle zu verlieren.) (Hallo München via Walter).
(Wie ich gerade sehe, begibt sich allerdings auch Ude mit seinen sexuellen Vorlieben teilweise auf dünnes Eis. Ist das mehrheitsfähig?)
Ist jetzt schon etwas älter (von Dienstag, um genau zu sein), aber ich wollte Euch diese putzige Schlagzeile nicht vorenthalten. Ich bin kein jetzt beim besten Willen kein Fan von Beckstein, aber irgendwie isser schon drollig. Und wo er recht hat, hat er recht.
Eigentlich würd ich mich ja über den Kaminkehrer(*) vom Haus gegenüber freuen (der hässliche Block im Hintergrund ist im Übrigen kein Münchner Hochhaus, sondern unser Heizkraftwerk).
Ja, ich hätte mich gefreut, hätte mir nicht Mr. Ford gestern einen Link zugeschickt: zum "Christival 2008". Da wird unter anderem ein Seminar angeboten zum Thema Aberglauben.
570 Mein Maskottchen bringt mir Glück
Seminarbeschreibung:
Aberglaube – harmloses Placebo oder Einstiegsdroge mit Risiken und Nebenwirkungen? Was glaubt, wer aberglaubt?
Markus Baum, Redakteur bei ERF Radio (Freitag 90 min)
Einstiegsdroge! Na, damit wollen wir doch gar nicht erst anfangen, sonst heißt es am Schluss noch
324 "Bewahre uns vor dem Bösen" – der Teufel mischt mit!
Seminarbeschreibung:
Evangelistisch, gemeindlich, persönlich … der Gegenspieler Gottes will mitmischen. Was kann ich dagegen tun? (inkl. Ausstellungsbesuch im Übersee-Museum)
Hermann Fürstenberger, Jugendreferent (Evangelistische Jugendarbeit), Schwäbisch Hall (Samstag, 1.+ 2. Block)
In den Seminarbeschreibungen finden sich noch viele Juwelen. Viel Spaß beim Stöbern!
(*) Zum Kaminkehrer fällt mir immer folgendes schöne Gedicht (Erklärung bei Wikipedia) ein, dessen Eignung für Kinder heutzutage vielleicht etwas in Frage zu stellen ist (auch in diesem Fall brachte der Schornsteinfeger kein Glück):
Eeper Weeper, chimbly sweeper,
Had a wife but couldn’t keep her.
Had another, didn’t love her,
Up the chimbly he did shove her.
…ist es, wenn man glaubt, an einem Mittwoch vormittag kurz vor Weihnachten wäre die Stadt praktisch menschenleer und eine Einkaufstour daher eine gute Idee. Angestellte und Arbeiter sitzen schließlich am Schreibtisch bzw. stehen am Band, um produktiverweise den Konsum erstmal zu ermöglichen!
Ganz falsch. Es ist ungefähr so leer wie an einer Bagdader US-Army-Materialausgabestelle kurz, nachdem eine neue Lieferung schusssichere Westen angekommen ist. Etwa so ausgestorben wie in Mekka während des Hadsch. Eine Einsamkeit, vergleichbar mit dem Bundestag während einer Abstimmung über Diätenerhöhung. Und dazu noch alles voller grölender Aris-Fans.
Einziger Trost: das Stofftierpanorama am Marienplatz-Kaufhof.
Falls ihr demnächst mal in der Amalienstraße unterwegs seid, einen Snack braucht und keinen Bock auf Atzinger-Leberkas, Deli-Star-Bagel oder Koreanischen Schweinebauch habt, möchte ich Euch den neuen Imbiss NI HAO ans Herz legen. Das Essen ist taufrisch, ganz offensichtlich selbst gekocht (auch z.B. die Wan Tan!), fein gewürzt. Was besonders positiv auffällt: es fehlt die sonst übliche Stärkepamp-Soße, wie wir sie vom 80er-Jahre-Holztäfelungs-Chinesen (oder von anderen preisgünstigen Asia-Imbissen) so kennen. Die Karte wechselt momentan noch täglich, da sich alles noch einspielen muss. Die Betreiber sind äußerst nett, hilfreich und freundlich. Ein Hauptgericht kostet so an die 5 Euro, eine Suppe etwa 1,50. Das Essen ist zum Mitnehmen geeignet, der Laden ist aber auch sehr stilvoll eingerichtet und man kann auf Barhockern sitzen.
Zu guter Letzt: NI HAO heißt, zur Beruhigung des Fernost-Skeptikers, nicht sowas wie "Hier gibts auch Affenfleisch!" sondern vielmehr "Willkommen". Cohu wird das Angebot der Garküche jedenfalls begeistert nutzen und hoffen, dass das Geschäft nicht (wie 80% der Gastrobetriebe in unserer Gegend) nach ein paar Monaten wieder zumacht…
He, SZ. Irgendwie bist Du total süß, wenn Du sauer bist. Muss echt schwer für Dich sein zur Zeit. Und dann musst Du auch noch bald nach Berg am Laim umziehen – ist das überhaupt noch S-Bahn-Gebiet? Lass uns doch einfach mal wieder schön zusammen frühstücken. Da kannst Du mir dann mal alles erzählen, was Dich bedrückt.
Aber nur, wenn der Heribert nicht mitkommt.
Verfroren und hungrig trieb uns heut mittag der Wind von einem Olyparkspaziergang in die "BMW-Welt". Leider verging Cohu ob der Brachialorganik dieses Bauwerks gleich wieder der Appetit und wir mussten doch zum Atzinger weiterfahren. Gewagt ist die Architektur tatsächlich, aber das heißt ja ästhetisch gesehen – wie man ein ums andere Mal bei gofugyourself erfahren darf – noch nicht gelungen. Gerade im Kontrast zum tatsächlich organischen, schwungvollen, dynamischen Wunderwerk Olympiastadion (das halt mal leider in direkter Sichtweite steht) fällt das besonders auf. Schade, da mir der Erweiterungsbau, den die gleichen Architekten für die Kunstakademie gemacht haben, ganz besonders gut gefällt, hätte ich mir da etwas mehr erwartet. Aber an Cohu zieht wohl auch "The Art of Being BMW" so ziemlich vorbei. Ein Blechhaufen wird für mich kein Augenschmaus, auch wenn fünfzehn davon sich auf runden, in den Boden eingelassenen Plattformen drehen, dazu Sphärenklänge ertönen und um mich herum tausend Plasmadisplays was von EfficientDynamics, Motorenkompetenz, ConnectedDrive oder CleanEnergy schwafeln. Autos sind für mich wie Waschmaschinen: laut, hässlich, nehmen Platz weg, aber manche Leute brauchen halt eine. Vielleicht macht ja Miele demnächst eine "WaschWelt" auf. CleanEfficiency, Hybridantrieb, Touchdisplays, Personifizierung ihrer Waschtrommel, Sicherheits-Waschkurse, der WashingClub für die Upperclass-Dame und ein Wash-Shop, das ganze in einem avantgardistischen Gebäude untergebracht – vielleicht sowas. Sauber, das wär doch was.
(Bild: Maximilan Dörrbecker, Wikimedia Commons)
Den großen Künstler Georg Ringsgwandl möchte Euch Cohu, nach einem Besuch in seinem LMU-Audimax-Konzert gestern, ausdrücklich empfehlen. Sogar Nazivergleichartiges hat er parat, mit seinem schönen Lied "Gartennazi". Bemerkenswert schon allein aufgrund dieser Zeilen:
Selbst der Hund hat nichts zu lachen,
der Nazi ist sein Peiniger,
jeden Freitag spritzt er ihn ab
mit dem Hochdruckreiniger.
Neben solchen Blödeleien widmet R. sich dankenswerterweise aber auch der Hochkultur, so wird z.B. eine Oper präsentiert ("900 Mitwirkende, davon allein 200 Opernelefanten"), begleitet auf einem Waldorf-inkompatiblen "Plastik-Keyboard", mit dem der Nachbarsbub nicht spielen durfte, und das deshalb der Ringsgwandl bekam, denn "der ist eh schon so vergiftet".
Den Neid meiner fünf Begleiter beschwor der reizende Manfred "Mane" Mildenberger am Schlagzeug herauf, während sicher fast jede der Damen (und vermutlich auch einige der Herren) im Publikum angesichts des spielfreudigen Landburschen nur noch schwach seufzen konnen: Mei, liab! (Für die echten Kerle war dann ja, sozusagen als Role Model, auch noch Nick Woodland da – wenn schon nicht der beste Bluesgitarrist der Welt, dann doch zumindest definitv der coolste Macker der Kurfürstenstraße!).
Wenige der Ringsgwandl-Werke sind im Internetz zu finden, hier aber zumindest mal eines aus wilderen, lang vergangenen Zeiten. Na, wer errät das Lied?