Mit den eigenen Waffen

Wer kennt sie nicht: lästige Suchmaschinen-Optimierer, die  in privaten Blogs Pseudo-Kommentare mit Links zu kommerziellen Seiten hinterlassen, um deren Google-Ranking zu verbessern. Man kann sich über die Herrschaften wundern (oder sie gar bedauern). Man kann ihre Links oder die Kommentare einfach löschen (wie bis jetzt bei Cohu geschehen). Man kann ihnen, wenn man besonders geschäftstüchtig ist, Rechnungen stellen. Wenn alles nix hilft, kann man kann sich sogar einreden, die Absonderungen der SEOler seien gar kein Spam, sondern wertvoller kostenloser Content.

Die neulich von meiner IT entwickelte Methode gefällt mir persönlich aufgrund strategischer Eleganz aber eigentlich am besten: Man ersetze den Kommentarlink ganz einfach durch die URL eines Konkurrenzunternehmens. Macht Spaß!

(Bild: Dietmar Reinig, Deutscher Bumerang Club e.V. / Wikipedia)

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Volltreffer

Geschmackvolle Anzeigenplatzierung in einem sueddeutsche.de-Artikel über eine Selbsthilfegruppe für jung verwitwete Männer. Gut, das ist jetzt schäbig, sich darüber lustig zu machen, schließlich finden sich unter dem gleichen Artikel auch wirklich passende und für die Zielgruppe hilfreiche Anzeigen:

Wie heißt es so schön beim AdSense-Optimierungs-Team: "Die Süddeutsche hat das Potenzial der Anzeigenplatzierung gleich von Anfang erkannt und erfolgreich genutzt."

Breaking News

Die Dachgärten New Yorks gibt es hier zu sehen.

Und hier ein Blog über misslungene Motivtorten. Die hier ist Wahnsinn, aber im positiven Sinne.

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Es soll ja Leute geben…

…die kriegen Geld dafür, dass sie Bücher lesen. Alle anderen surfen zu www.readatwork.com und können dort, selbst wenn ihnen der Chef alle paar Minuten über die Schulter schaut, unauffällig Klassiker lesen – getarnt als Powerpoint-Präsentation. Damit aber nicht genug: die ganze Bibliothek ist in einem "gefälschten" Desktop versteckt, den man als Flashanwendung aus dem Browser heraus öffnet… sehr raffiniert. Wer auf diese Idee kam und warum, wird hier erklärt.

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Sinnvolle Beschäftigung

Cohu heute mal beim Babysitten. Wenn die kleinen Tyrannen einen unter Gewaltandrohung dazu gebracht haben, sie durch das Vorlesen dutzender waffenstrotzender Wikingergeschichten einzuschläfern, und sie dann still und ruhig in den Bettchen liegen und vermutlich davon träumen, Rentner zu verprügeln, wenn sie mal groß sind, ja, dann hackt der Sitter sich ins W-Lan und widmet sich  Erwachsenensachen. Nein, nicht was ihr jetzt wieder denkt, sondern sinnvolle, wichtige und ernsthafte Dinge. Wie wäre es etwa mit diesem reizenden Kuscheltier. Eine größere Auswahl gibt es hier. Hach, das ist toll, wenn man vernünftig und reif ist und sich mit wirklich wichtigen Dingen beschäftigen darf. Z.B. mit den dicksten Affen der Welt oder dem crazy office guy. Dann noch ein paar wissenschaftliche Recherchen anstellen darüber, wie groß der Palmendieb-Krebs tatsächlich wird (Ergebnis: GROß) – Ha, da werden noch Jahrzehnte vergehen, bis die Kinderchen sich so nützlich und produktiv in die Gesellschaft einbringen können wie ihre Tante Cohu!

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Ein Tag wie jeder andere

So ‘ne Tag-Cloud ist ja ne lustige Sache. So modern! So…unbrauchbar! Und: allein für das Wort "Schlagwortwolke" hat die deutsche Sprache schon eine Daseinsberechtigung.
Die Entlarvung des Interessenprofils der eigenen Leser kann allerdings unerwünschte Nebeneffekte haben: siehe dazu nebenstehende Abbildung, gesehen auf welt.de. Nach sowas suchen Welt-Leser?
Der moderne Journalist sollte das allerdings nicht als enttäuschend oder beleidigend, sondern vielmehr als Chance auffassen. Schwindelerregende Clickrates wären zu erzielen mit: Nacktfotos von Carla Bruni, wie sie in Tibet gegen China protestiert und dabei Sudokus löst. Also ran ans Photoshop!

Hallo, entschuldigung, äh…

Könnten Sie mal bitte Google wieder einschalten? Für den verantwortlichen Telekommitarbeiter  (?) schlage ich dieses T-Shirt vor.
(Ausweichadresse)