Star and Stripes

Für alle Wissensdurstigen: "Was Liberia (ja, das Land in Afrika) mit den USA zu tun hat". Das ist eine ziemlich abgefahrene Geschichte, die ich tatsächlich noch nie gehört hatte.
(Wers noch nicht kennt: "USA erklärt" ist mal wieder eine dieser exzellent recherchierten, mit Liebe geschriebenen Netzpublikationen in Blog-Form, die alles Geseiher traditioneller Journalisten über den Qualitätsmangel im Netz Lügen straft.)

(Bild: Wikimedia Commons)

Decline of a Nation: Surf und Lies!

Was steht da über Paris?

Ach, Großbritannien. Einer von fünf Deiner Einwohner ist Analphabet, so sagte eine Studie vor sieben Jahren. Irgendwie habe ich auch Verständnis dafür, bei den Druckerzeugnissen, die es bei Euch so gibt. Da ist es besser, den Buchstaben ihr Geheimnis zu lassen und sich auf die abgebildeten sekundären Geschlechtsmerkmale zu beschränken – Busen lügen nicht.
Aber jetzt werden andere Saiten aufgezogen: der Konservative Oppositionsführer David Cameron  schlägt zur Schulreform vor, dass alle kleinen Briten mit sechs Lesen können müssen. Lehrer, Kinderpsychologen und Experten laufen Sturm: empirischen Untersuchungen und persönliche Erfahrung belegen, dass so ein Ziel absoluter Schmarrn ist und sogar zu noch höheren Leseversagerquoten führen könnte. Aber warum kommt der Brite überhaupt auf so eine Idee? Ein Landsmann Camerons macht dann auch noch folgenden Vorschlag:

"…too much time is being spent teaching children facts that they could find themselves online. In the future, teachers will not be there to pass on information, but instead to act as ‘educational consultants’ overseeing the curriculum and directing pupils to find things out for themselves." (Guardian)

Juhu! Jetzt versteh ich den Plan. Den Kindern wird im ersten halben Jahr ein bisserl Lesen beigebracht. Dann können sie sich den ganzen Rest online selbst zusammensuchen. Lehrer sind nur noch dazu da, Popups wegzuklicken, installiert man einen Blocker, kann man sie sich ganz sparen. Und bei den interessanten Sachen, die’s im Internetz für Kinder zu entdecken gibt, werden sich die Fähigkeiten der Kleinen ganz schnell verbessern. Wahre Lesemonster werden die – und Großbritannien ist endlich wieder intellektuelle Elite! Gordon Brown, du kannst einpacken.

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Papier ist geduldig

Neblige Oktobersonntage wie dieser sind perfekte Basteltage. Wem das Pumpkin-Carving eine zu große Sauerei (oder zu amerikanisch) ist, den möchte ich auf einige nette Papierbasteleien hinweisen, mit denen man sich als Druckerbesitzer die Zeit vertreiben kann: zunächst mal, passend zu Halloween, ein Totenkopf-Bausatz  für den Schreibtisch. Die Kollegen wird’s gruseln!
Schöner (aber nur mit dem Farbdrucker machbar) sind der schnappende Tintenfisch sowie das – für jeden nützliche – Zustimmungs-Schaf.

Decline of a Nation: Arrrrr, Walkin’ the Plank

Es ist nicht mal 500 Jahre her, da wurde der große Freibeuter Francis Drake noch bei seinen Kapernfahrten gegen die Spanier hochoffiziell von der Königin unterstützt und sogar zum Ritter geschlagen. Laut der deutschen Wikipedia hat Elisabeth (die Erste) höchstselbst mal sein Schiff besucht und dort sogar ihr Strumpfband verloren.
Heutzutage geht man mit Piraten nicht mehr so nett um in Großbritannien. Ein 26-jähriger Netzpirat etwa, der die Seite TV-Links betrieb, wurde am Freitag verhaftet, die Seite wurde vom Netz genommen.
Also, zwickt hams ihn, und dabei hatte dieser Freibeuter der elektromagnetischen Wellen lediglich eine Linksammlung betrieben und nicht etwa selbst Streams gehostet. Das ganze war sozusagen nur eine Schatzkarte, die auf die wirklichen Schatzinseln in den Weltmeeren des Internetz verwies.
Soweit ist es gekommen mit der großen Seefahrernation: im Kampf gegen die Filmindustrie werden nach dem kleinsten Schuss vor dem Bug die Waffen gestreckt. Mit der Einstellung hätte man die spanische Armada damals auch nicht besiegt.

(Bildausschnitt: Philippe-Jacques de Loutherbourg, Untergang der Spanischen Armada, Wikimedia Commons)

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Kann denn mal bitte einer an die Kinder denken.

Internetzensur – bewährt in Staaten wie China, Iran, Saudi-Arabien und Burma – jetzt auch endlich in der Bundesrepublik! Zumindest der Anbieter Arcor soll jetzt den Zugang zu Youporn für seine Kunden sperren, weil diese Seite nicht dem deutschen Jugendschutz entspricht; angeregt wird das von einem Videothekenbetreiber, der hier unlautere Konkurrenz sieht. Nach meiner bescheidenen Interneterfahrung dürfte dieser Vorwurf für ungefähr an die 99,9999% der mehr als 400 Millionen Internet-Pornoangebote gelten. Viel Spaß beim Zensieren! Warum habe ich jetzt plötzlich die Metapher "Suche nach dem Grashalm im Heuhaufen" im Kopf?
Und welcher Anonymizer ist eigentlich sinnvoll? JAP?
(Hier noch das obligatorische Youporn Youtube-Video. Keine Angst: vollständig sfw und dem deutschen Jugendschutz entsprechend.)

Wüstenfuchsfledermauscohu

Erstellt mit dem Chimären-Generator des New York Zoos. Wobei ich jetzt nachträglich doch lieber kleine pelzige Koala-Ohren hätte, meine Waschl sind nämlich eh schon immer so kalt.

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Darauf hat das Internetz gewartet:

Ein Blog. Aussschließlich über grantige Hasen.

Diese Rechnung geht auf


Sinnlos im Internet Flashgames spielen –> 1 schlechtes Gewissen
Hungrigen Menschen Reis spenden –> 1 gutes Gewissen
Englischvokabeln lernen –> 1 gutes Gewissen
Macht: 2:1 für gutes Gewissen.
Wer den Punktvorteil ausnützen will: sofort hier hinsurfen!

Die geheimen Leidenschaften des Herrn Fry

Stephen Fry [wem der Name jetzt nichts sagt: einfach leise weitergehen, hier gibt es nichts zu sehen]
also, Stephen Fry hat seit drei Wochen ein Blog. Das zwar bis jetzt aus lediglich zwei etwas sehr langen Einträgen zu den Themen "Ruhm" und "Smartphones" besteht, aber das kann ja noch werden. Dieser Absatz hier dürfte zumindest schon mal einen unter meinen Lesern neidisch machen:

"I have, over the past twenty years been passionately addicted to all manner of digital devices, Mac-friendly or not; I have gorged myself on electronic gismos, computer accessories, toys, gadgets and what-have-yous of all descriptions, but most especially what are now known as SmartPhones. PDAs, Wireless PIMs, call them what you will. My motto is:
I have never seen a SmartPhone I haven’t bought."
(Stephen Fry: Device and Desires)

Saft und Kraft

Nachdem Cohu selbst ihre Batterien ausgiebig aufgeladen hat, geht’s nun um die nahen Familienangehörigen, d.h. das Thinkpad: dessen Akku hält nur noch an die 20 Minuten durch. Da muss wohl ein neuer her…
Jammerschade finde ich es allerdings, dass die neuen "Betavoltaic Batteries", auf die mich die IT eben hingewiesen hat, erst in zwei Jahren auf den Markt kommen. Eine Laufzeit von dreißig Jahren  – das wäre doch ganz ordentlich!
(Ah ja, mehr zur Wunderbatterie gibt es hier).

(Bild: Wikimedia Commons)

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