Cohu war ja zunächst sehr erfreut, als sie diesen Artikel las:
"Rot macht aus Athleten Sieger
Der Erfolg hat eine Farbe: Sportler in roter Kleidung siegen bei Wettkämpfen öfter als ihre Konkurrenten in Blau oder anderen Tönen – gleich mehrere Studien haben das belegt. Forscher rätseln nun über die Ursachen des erstaunlichen Kleidungsphänomens. "
Eine gute Nachricht, dachte Cohu: schließlich sieht ihr Arbeitsplatz so aus…

Aber doch etwas rätselhaft: wie kann es sein, dass mir trotz meines überaus roten Arbeitsplatzes Nobelpreis, Reichtümer, Top-Karriere, Schönheit, tiefe wissenschaftliche Einsichten, etc. bisher versagt blieben???
Die Erklärung finden wir auf Seite 2:
(…) Rot schwächt die Leistung bei Denkaufgaben
Ausdrücklich verweisen die Anthropologen auf Experimente von Psychologen, die gezeigt hatten, dass allein der Anblick der Farbe Rot das Leistungsvermögen von Menschen sinken lässt.Beispielsweise hatten Forscher der University of Rochester (USA) und der Universität München Probanden Denkaufgaben lösen lassen. Die Nummern aller Teilnehmer waren in verschiedenen Farben auf den Testbögen notiert. Das mit Stopp assoziierte Rot verschlechterte die Performance nachweisbar, berichten Andrew Elliot und seine Kollegen im "Journal of Experimental Psychology"). "
Auwehzwick! Muss ich jetzt etwa 60er-Fan werden?

Ein interessanter Artikel über den "Armutsbericht" von unserem tapferen
Cohus Venedig-Aufenthalt war wissenschaftlich wie touristisch ein voller Erfolg: Ich empfehle allen LMU-Angehörigen (und gegebenenfalls auch meinen Lesern von der Duke University), einmal ein Seminar auf San Servolo zu besuchen. Blockseminare sind wohl die effektivste Form, sich ein Thema zu erschließen, und: Selbst bei Regen kann man sich nachmittags mit Tischkicker und (welch ungewohnter Luxus!) sogar zimmereigenen Fernsehern gut unterhalten. So konnte ich etwa meine (noch) miserablen Italienischkenntnisse durch einen beeindruckenden Tarot-Kartenleger und anspruchsvolle Talkshows schulen. Bei schönem Wetter lassen sich Nachmittage und Abende mit bloßem durch-die-Gassen-Schlendern vortrefflich verbringen. Wer wie wir einen Reiseführer von 1972 mitgebracht hat (Danke, Herr Ford!) wird darin sogar einige nicht mehr existente Brücken und früher wohl noch betretbare Ruinen verzeichnet finden, nicht jedoch die Isola San Servolo: die war nämlich bis 78 eine psychiatrische Anstalt und somit kein Bildungsbürger-Material. Ein klein wenig gruselig wirkt die Insel – jedenfalls bei Dunkelheit und Nebel – heute noch, vor allem aufgrund der rundum angebrachten meterhohen Mauern, die nur ab und zu mit vergitterten Öffnungen den Blick auf die Lagune freigeben.
Da lese ich im Guardian, schon nichts Gutes ahnend, einen Artikel, dass Männer und Frauen Menschen nach einer "wissenschaftlichen Untersuchung" für besonders attraktiv halten, 