Reih dich ein in die Arbeitereinheitsfront!

Mach ich glatt, dank Ursis Stöckchen
Los gehts:

1. Wann stehst du zur Arbeit auf?
Arbeit?
Da Cohu als Chimärenforscherin zuhause an ihrer Diss wurschtelt, muss sie eigentlich gar nicht aufstehen. Um soziale Isolierung und körperliche Ausfallerscheinungen zu vermeiden, peile ich jedoch ein Aufstehen um ca. 8.30 an.

2. Stehst Du rechtzeitig auf oder bleibst Du bis zur letzten Minute liegen?
Beides! Da, wie gesagt, in meinem Fall jedes Aufstehen ein rechtzeitiges Aufstehen ist, bleibe ich normalerweise noch bis nach der legendären DLF-Presseschau liegen und stehe dann um 9 – rechtzeitig – auf.

3. Wie viele Wecker hast du?
Einen Radiowecker mit den Optionen Deutschlandfunk, B5 Aktuell (nur für Sonntage, um Gottesdienstübertragungen zu vermeiden, leider ist das aber aufgrund der Staatsfunk-Qualitäten des B5 oft ein den-Teufel-mit-dem-Beelzebub-austreiben. Bonus: Unfreiwillige Komik!), Deutschlandradio Kultur und (eine Konzession an die IT) B4 Klassik.

4. Machst Du Frühsport?
Manchmal schon. Wenn ich fit bin, geh ich ins Nordbad (bis 10 Uhr "Schwimmertarif"), ansonsten manchmal Yoga, sehr zur Erheiterung aller Anwesenden. Joggen in der Früh geht nicht, da ich über die eigenen Flossen falle.

5. Frühstückst Du? Wenn ja, was?
Immer, aber ganz unterschiedliche Sachen, manchmal Obst, manchmal Cornflakes, manchmal Müsli, manchmal was vom Bäcker. Auf jeden Fall aber einen Milchkaffee.

6. Wie fährst Du zur Arbeit?
Ich gehe vom Frühstückstisch ca 6 Schritte zum Schreibtisch. Außer an den Tagen, an denen ich "Assifrühstück" vor dem Computer mache. Da bleib ich einfach sitzen!

Ich gebe weiter an Flycs (weil der sonst gar nicht mehr bloggt!), an Herrn Berger (falls er nicht zu viel Arbeit hat) und – wenn er überhaupt mitliest – an Herrn Fromager, weil wir schließlich wissen wollen, wie es ihm im fernen Amerika bis jetzt ergangen ist.

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Freudsche und sonstige Fehlleistungen

Als ich heute nach Gorgonzola-Rezepten für Gnocchi-Soßen suchte, las ich mehrmals: Bauschimmel statt Blauschimmel. Vermutlich will mich mein Unbewußtes daran erinnern, dass ich mich lieber mal um die antimykotische Behandlung des immer noch gesundheitsschädlich müffelnden Wasserschadens in meiner Rumpelkammer kümmern sollte, statt in mühsamer Kleinarbeit Kartoffelnocken zu formen. Letztere sind mir übrigens – Fehlleistung Nummer 2 – zerfallen, so dass ich sie weggießen und als Abendessen Tortillachips und Buttermilch (“Wenns schee macht!”) genießen musste. Für die Nachwelt: “überwiegend festkochende” Kartoffeln sind für die Zubereitung von Kartoffelnockenteig ungeeignet, man braucht wohl tatsächlich mehlige. Na, vielleicht sollte ich einen Kochkurs bei Felix belegen!
[Nachtrag zur Fehlleistungtheorie: laut Freud ist übrigens, wenn ich ihn richtig verstehe, jede Fehlleistung (typisch: Versprechen, Verschreien, äh, -schreiben und Verlesen) eine “Freudsche”, d.h. hat einen tieferen Sinn, der in der Psyche verborgen liegt. Empfehle Euch zur Weiterbildung, Erbauung aber vor allem Erheiterung die Lektüre seiner “Psychopathologie des Alltagslebens” – inwieweit Freuds Theorien mit der Wirklichkeit korrespondieren, ist, angesichts seiner enormen, ausufernden Phantasie und Assoziationskraft und seines grandiosen Stils zumindest mir relativ wurscht]

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Primat der Politik

In den USA startet nächste Woche im Sender PBS eine neue Zeichentrickserie nach der Vorlage eines dort sehr bekannten Kinderbuchs. Interessant ist eine gewisse Ähnlichkeit (siehe Abb.) zwischen dem “mächtigsten Mann der Welt” und dem Helden der Geschichte, “Curious George”:

George lives to find new things to discover, touch, spill, and chew. Everything is new to George and worth investigating. Of course, in George’s hands — all four of them — investigation often leads to unintended consequences! (PBS)

The stories often consist of George getting into some form of trouble by being overly-curious, and the man with the yellow hat getting him out of it. George often learns a lesson from these adventures, which parallel the way young children learn about the world around them. (Wikipedia)

Wer weiß, vielleicht gibt es dann auch mal eine Folge namens “Curious George’s first preemtive Strike” – fraglich nur, wie ihn “The Man with the Yellow Hat” dann aus der Affäre zieht…
Als das Kinderbuch vom neugierigen Schorschi übrigens 1941 in England herauskam, wurde der Aff in “Zozo” umbenannt, um König George VI. nicht zu beleidigen – bei heutigen Machthabern ist das gottseidank nicht mehr nötig.

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Spaß mit Google Keyphrases: Verdächtig…

…finde ich inzwischen manche meiner über Google ankommenden Besucher. Neckisch noch der den letzten Monat 16 mal (!) aufgetretene Suchbegriff "Männerarsch" (gerne auch "nackter Männerarsch", wenn schon, denn schon!). Ein Hit waren natürlich auch allerlei Suchbegriffe zum Masturbationswettbewerb, die ich Euch allerdings ersparen will. Und dann kommen diverse Verdächtigungen:
 Wer nach "hahne schwul" sucht, hat vielleicht noch nicht verstanden, dass bei Hahne schon lange Schluss mit Lustig und daher mit jeglicher sexueller Betätigung ist (zumindest will ich das hoffen!).
"Opus dei singhammer" scheint mir etwas weit hergeholt, wenn Singhammer sich in seiner Eigenschaft als Frauenpolitischer Sprecher (!) der Unionsfraktion  auch hauptsächlich durch Rufe nach Verschärfungen des Abtreibungsrechts hervortut – "norbert körzdörfer scientology" ist allerdings relativ realistisch (Cohu berichtete).
Lediglich hilflos ist wohl der Suchende, der bei Google eintippt: "laufschuhe namen die keiner aussprechen kann". Widerlich wirds bei "englische Frühstückswurst" und verdächtig bei: "to make a bomb". Terroristen, bitte weitergehen! Hier gibts wirklich nichts zu sehen!

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Kunstwut!

Artrage im Einsatz: Generierung eines virtuellen Frühstücks

So lautet, ins Deutsche übersetzt, der Name meines aktuellen Lieblingsprogramms ArtRage. Das ist ein Paint-Programm, bei dem man stellenweise (besonders wenn man, wie Cohu, Besitzerin eines Grafiktabletts ist) das Gefühl hat, “richtig” zu malen bwz. zu zeichnen. Besonders die Ölfarbenfunktion und der Spachtel sind sehr beeindruckend. Die Werkzeug-Trays verschwinden brav, wenn der Kunstwütige sich ihnen nähert. Besonders hervorzuheben ist das Sounddesign – reizend, wie das Wasserglas zart blubbert, wenn man seinen Pinsel darin ausspült! Artrage verdient insgesamt das Attribut “intuitive Benutzerführung” – durch doofe Menüs muss man sich hier nicht quälen. Sogar für die gaaanz kreativen und coolen (=Macbesitzer) gibts das Programm in der Version 2.0, und zwar auch kostenlos (die 20 Dollar für das volle Programm braucht man vorerst nicht auszugeben, weil fürs Batzeln benötigt der wahre Künstler keine stufenlose Filzstiftfeuchteeinstellung, keine Layers, keine Photoshopkompatibilität und auch keine Glitzerstreufitzel –  Farben und Pinsel genügen).
Also alles in allem: besondere Cohu-Empfehlung für alle schreibtischgelangweilten, kreativ blockierten, von Abgabeterminen gepiesackten, kurz: verkannten Künstler. Ja wer weiß, hätte der VanGogh das mal gehabt (und vielleicht noch ein bisserl Lithium), hätt er sich sein Ohr vielleicht gar nicht abschneiden brauchen.

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