Modellbau mal anders

Noch scheint die Sonne, aber wie ich das Wetter dieses Jahr kenne, wird es spätestens in ein paar Stunden gießen wie aus Eimern. Zeit also für einen kleinen Basteltipp: geniale Papierautomaten. Hört sich ziemlich langweilig an, jaja…Aber: 

Für schlappe 10 Pfund (11 Euro) gehört Euch dieses Kunststück. Also, zusammenbauen muss man es dann noch, aber das dürfte ja ein Leichtes sein…

Männer damals und heute

Während Cohus Aufenthalt in der Sommerfrische empfehle ich zum Zeitvertreib die exzellente Seite stagmags.com (via Metafilter). In diesem Archiv finden sich Scans von amerikanischen Herrenmagazinen der 50er und 60er. Ein Genuss nicht nur für Freunde des Pin-Up, sondern auch aus kulturgeschichtlicher Perspektive sehr sehenswert: während heutige Männermagazine hauptsächlich asketisch/athletische Anleitungen für den Aufbau von Bauchmuskulatur und Karriere bieten, gabe es damals noch Richtige Männer, Echte Männer, Berichte aus der Natur, über politischen Extremismus, Ethnologisches, ferne Länder und Zoologie, ja, sogar Kleintiere und Kleinsttiere!

Zum Kontrast – was bietet die aktuelle GQ? Männerleggins und iPod-Krawatten. Ja servus!

Decline of a Nation: That’s gotta hurt

Die Britische Regierung versucht sich – neben der Rettung der Welt - auch an übersichtlicheren Aufgaben, etwa daran, Kindern Verkehrssicherheit beizubringen. Dafür wurde jetzt die Kampagne "Tales of the Road" gestartet. Erfrischend sind zwar düstere Optik und spöttischer Erzählton (so in etwa Edward Gorey meets Tim Burton), aber der pädagogische Wert der Kampagne darf ernsthaft bezweifelt werden. Wenn man sich die auf der Seite angebotenen Spiele nämlich genauer ansieht, bemerkt man mit Erstaunen: brutalste Kollisionen Auto vs. Engländerchen, bei denen das Verkehrsopfer dutzende Meter durch die Luft fliegt und mehrfach auf dem Asphalt aufschlägt, werden hier nicht nur schonungslos gezeigt – nein, sie gehen auch noch regelmäßig mit einem quietschfidelen und lediglich traurig dreinschauenenden Buben aus, der nach dem spektakulären Zusammenstoß seinen Arm in einer Verbandsschlinge trägt und meint "Aua – 8 Wochen kein Sport!" (s. Abb.). Wenn man aus diesem Spiel etwas lernen kann, dann höchstens, dass Vor-Autos-Hüpfen eine exzellenten Zeitvertreib für langweilige Feriennachmittage abgeben müsste. Ich befürchte außerdem, dass "Acht Wochen kein Sport" für einen Großteil britischer Kinder eher wie ein Versprechen klingen dürfte denn wie eine Drohung…

Andererseits: immer noch besser als die Helmi-Seite (Achtung, automatische Tonspur und visuell schmerzhaft).

Neun Leben

Hoffentlich trifft es nicht zu, aber bei der momentanen Wirtschaftserholung fällt mir immer das schöne Bild des "Dead Cat Bounce" (Illustration hier) ein:

"Der Dead-Cat-Bounce (dt. Hüpfer der toten Katzen) ist eine Metapher des Kapital- und Börsenmarktes. Er beschreibt das Phänomen, dass in einem Börsenkrach der Aktienkurs oft nochmal einen Ausschlag nach oben nimmt, bevor er total abstürzt. Der Begriff kommt von dem englischen zynischen Sprichwort: “Even a dead cat will bounce if it is dropped from high enough!” (deutsch: „Selbst eine tote Katze wird hüpfen, wenn sie nur hoch genug fallengelassen wird!“). (Wikipedia)

Auf dem richtigen Weg

In der "Longlist" des diesjährigen Booker Prize findet sich u.a. das Buch "Me Cheeta: The Autobiography", die autobiographische Erzählung des berühmtesten Hollywood-Schimpansen aller Zeiten.

Ich darf nun, liebe Leser, darauf hinweisen, dass Eure Cohu – stets sozusagen am Puls der Zeit entlang trendsettend – schon im 2008er NaNoWriMo ein verdächtig ähnliches Thema  bearbeitet hat: die Geschichte eines Affen, und zwar eines Schimpansen (!) der große Erfolge erringt (!) und davon in his own words erzählt. Cohus Buch ist zwar zugegebenermaßen  weder gelungen noch veröffentlicht, aber eins muss man mir doch lassen: Ich hatte einen Riecher für das richtige Thema!

[Wer macht eigentlich dieses Jahr beim NaNoWriMo mit?]

Gemischtes Doppel Nr. 74

    Kurzone

   Kurz ohne

(Bild 2: Wikimedia Commons/Alex Kehr)

That’s Entertainment!

Streicht alle Fernsehduelle zwischen Merkel, Westerwelle, und wie heißt der Dings, dieser Dings, der Mann mit der Brille, also jedenfalls, alles streichen – wird doch eh gähnlangweilig. Strahlt vor der Wahl stattdessen lieber eine Aufzeichnung dieser Veranstaltung morgen am Nockherberg aus.

P.S. Passende Musik/Rahmenprogramm dazu hab ich auch schon mal rausgesucht:

 

Am besten nimm gleich…

Das gute Rosenmehl in seinen diversen Spielarten ist jedem Backfreund (und aufgrund des grünen Mühlengebäudes auch jedem Ergoldinger bzw. Landshuter) ein Begriff. Grund Genug für Cohu, seit Jahr und Tag den Rezept-Newsletter zu abonnieren, den die Firma anbietet. Aber irgendwann ist Schluss: Das eben in meiner Mailbox eingetroffene "Sushi nach Rosenmehl-Art" enthält weder Fisch noch Algen noch Reis und nichtmal Wasabi. Was kommt als nächstes? Ein "Weißbier" aus Fanta mit Spülwasser oben drauf? Ein Omelette aus Dämmschaum (das kenn ich schon aus der Mensa!)? Dann doch lieber "Gesunde Gemüserohkost nach Cohu Art".

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