Suchmich im November

gruenkohl mit pinkel in rom/italien
Nein. Also – nein.

nazis haben kleine pimmel
Frage? Tatsachenbehauptung? Ich halte es für eher unwahrscheinlich, dass ein solcher Kausalzusammenhang besteht. Festzuhalten ist, dass Menschen ganz ohne Pimmel statistisch gesehen eher selten Nazis sind.

türkischeehre gedicht
Wird gemacht:

"Dass er den Boden kehre
verbietet die türkische Ehre
Fegt aber seine Mutter,
ist wieder alles in Butter."

fraggles fragwürdiges kinderlied
Und jetzt alle mitsingen:

kapitän ahab liberalismus kapitalismus
Sorry, da muss ich passen. Vielleicht fällt den Experten was dazu ein. Ahab scheint jedenfalls nicht in erster Linie aus Gewinnerzielungsabsicht zu handeln. Außerdem geht er samt Anhängerschaft mit fliegenden Fahnen unter. Sehe da eher Parallelen zum Kommunismus.

lebensweisheiten eichhörnchen
Da gibt es einige – "Was Du heute kannst bepuscheln, das verschiebe nicht auf Morgen" oder "Nagezahn im Kobel erspart den Nussknacker".

lucy redler nacktfoto
Ich glaub, ich muss mal ein ernstes Wörtchen mit der IT reden.

Wääääh! Wäääääh! Wääääääääääh!

Auch wunderschön: musizierende Kinder!

Natürlich gibt es vereinzelte Feinde der Fortpflanzung. Manche(r) ist so stolz darauf, dass es seine Spermien noch nie zur Verschmelzung bzw. ihr Uterus noch nie zur Kontraktion gebracht haben, dass man denken könnte, es handele sich bei der bloßen Nichtproduktion eigener Blagen um eine geradezu übermenschliche Lebensleistung. Dann gibt es auf der anderen Seite die gefürchteten 120%-Eltern, für die das “richtige Leben” erst mit der selbstverständlich komplett schmerzmittelfreien Wassergeburt ihres PaulMaxLeon anfängt und mit dem Abstillen des Burschen nach 6 Jahren so gut wie vorbei ist. Natürliche Abgrenzungskämpfe, die man auch in allen anderen Bereichen findet (Biogärtner vs. Gartennazi, Autofahrer vs. Radfahrer, BWLer vs. attac, IKEA vs. Antiquitäten). In solchen grundsätzlichen Fragen der Lebensgestaltung sind heftige Streitigkeiten überflüssig, aber unvermeidlich. Menschen haben eben generell gerne Feinde, auf die sie dann und wann verächtlich herabschauen können (Ja, auch Du, lieber Leser. Oder was war das, was du da neulich über CSU-Wähler/Bayern-1-Hörer/Frauenzeitschriftenleserinnen gesagt/gedacht hast? Ha!)

Aber warum es notwendigerweise gleich “Kinderfeindlichkeit” ausdrückt, wenn ich keine laute KiTa im Nachbarhaus bzw. der Nebenwohnung haben will, ist mir ein Rätsel (ähnliche Fälle aus Hamburg und München). Ich vermute mal, die lärmgeplagten Nachbarn hätten genauso geklagt, wenn nebenan (wohlgemerkt: in ruhigen Wohngebieten) eine Aerobicstube aufgemacht hätte, in der von 8 bis 18 Uhr kinderlose Mittvierziger ihre (streifenfreien) Körper stählen. Wäre das dann Frauenfeindlichkeit? Sportlerfeindlichkeit? DJ-Bobo-Feindlichkeit? Na klar, Kinderlärm gehört zum Leben dazu. Ausscheidungsprozesse auch, aber deshalb muss ichs doch nicht noch toll finden, wenn mein Nachbar eine Kläranlage aufmacht. Ts.

Hausgemacht

Der Wordcount schreitet tapfer voran. Der NaNoWriMo-Counter zählt sogar noch etwa 300  Wörter mehr als der im hauseigenen Textverarbeitungsprogramm. Die Story lahmt etwas, das kann aber auch daran liegen, dass ich schon weiß, wie es ausgeht – laaangweilig!
Schwierig: Dialoge. Praktischerweise ist mein Protagonist nicht besonders gesprächig.
Noch schwieriger: Titelfindung. Vielleicht sollte ich, wie es in Hollywood üblich ist, einen “Freelance Naming Consultant” (Bsp.) einstellen, der mir dann ein paar Dutzend Vorschläge macht, und ich muss nur noch einen aussuchen. (Aber das wäre natürlich übler Betrug, da könnte ich ja gleich einen Ghostwriter engagieren!)

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Für die Sportler unter meinen Lesern

Immer wenn ich an einem Fitnessstudio vorbeikomme, tun mir die armen Menschen leid, die dort hinter Glas auf tretmühlenartigen Geräten laufen und doch keinen Meter vorankommen. Bewegung an sich ist ja schon unschön – aber dann auch noch statt frischer Luft die Ausdünstungen anderer sich Quälender einatmen und statt Vogelgezwitscher und Hundegebell MTV-Geplärr und Börsenticker? Nein danke… Gottseidank haben nun amerikanische Ingenieure eine elegante Lösung für dieses vertrackte Problem gefunden. Seht selbst:

Was ist süßer?

Miffy-Tissues (ja, auch auf den Taschentüchern selbst sind kleine Miffies abgedruckt!) oder Chantenay Carrots? Beides dient jedenfalls als moralische Unterstützung für die letzten… *nachzähl*…13498 Wörter bzw. 40 Seiten, die bis nächsten Sonntag aufs (virtuelle) Papier gebracht werden müssen.

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Für Pinguinfreunde (und Walfangbefürworter)

(Bessere Musik wäre aber gewesen: "Grad noch mal Glück g’habt" vom Fredl Fesl)

Oxford Dispatch: Sie sind gekommen, die Welt zu erobern

Der Botanische Garten in Oxford. Alles wirkt unauffällig. Doch was ist das? — *Zzzzzzzoooom…* (Geräusch eines Teleobjektivs)

Zzzzzooooom…

Sagt nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt.

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Nomen Omen

Es gibt tatsächlich – in Österreich, wo sonst – eine Firma namens Prometheus, die Kachelöfen herstellt. Zwar ist es wahr, dass Prometheus den Menschen das Feuer geschenkt hat und somit durchaus in günstiger Analogbeziehung zu Ofenbauern steht, aber…

"Als Zeus den Raub sah und erkannte, dass er den Menschen das Feuer nicht mehr nehmen konnte, sann er auf Rache [komplizierte Geschichte, C.] Da hob Pandora den Deckel, und alle Übel schwebten hinaus, und nur die Hoffnung blieb in der Büchse zurück, als sie diese schnell wieder schloss. Seit dieser Stunde rasen bei Tag und Nacht Fieberkrankheiten, Leiden und plötzlicher Tod über den Erdkreis.
Nicht nur die Menschen sollten bestraft werden, sondern auch Prometheus selbst. Zeus ließ ihn fangen und in die schlimmste Einöde des Kaukasus schleppen, wo er ihn an einen Felsen über einem Abgrund fesseln ließ. Ohne Speis, Trank und Schlaf musste Prometheus dort ausharren, und jeden Tag kam der Adler Ethon und fraß von Prometheus’ Leber, die sich zu dessen Qual immer wieder erneuerte, da er ein Unsterblicher war."
(Wikipedia)

Wenigstens gibt mir dieser schöne Name aber die Möglichkeit, mal die Geschäfts- und Brandingideen zu veröffentlichen, die man sich in meiner Familie (meiner- und schwägerlicherseits) seit Jahren schon gerne ausdenkt, z.B. die
"PROKRUSTES"-Schlafzimmermöbelfabrik, die
"HIOB"-Nachrichtenagentur, der
"AUGIAS"-Putzservice und natürlich mein persönlicher Liebling, die
Kindertagesstätte "HERODES".

Und weil wir grad schon bei Österreich waren, Bonuspunkte für den- oder diejenige, die jetzt noch draufkommt, mit welchem geradezu kassandrisch benannten Auto sich das politische Ausnahmetalent neulich derrennt hat. Ein Gott des gleichen Namens, lesen wir in der griechischen Mythologie…

"…besteigt, als die Nacht zu Ende geht, den kostbaren und reich verzierten Sonnenwagen des Vaters. Das Viergespann rast los und gerät bald außer Kontrolle. [Er] verlässt die tägliche Fahrstrecke zwischen Himmel und Erde und löst eine Katastrophe universalen Ausmaßes aus. Ovid berichtet: „Die Erde geht in Flammen auf, die höchsten Gipfel zuerst, tiefe Risse springen auf, und alle Feuchtigkeit versiegt. Die Wiesen brennen zu weißer Asche; die Bäume werden mitsamt ihren Blättern versengt, und das reife Korn nährt selbst die es verzehrende Flamme… Große Städte gehen mitsamt ihren Mauern unter, und die ungeheure Feuersbrunst verwandelt ganze Völker zu Asche.“ (Achtung, Lösung: Wikipedia)

Beschreibt die Stimmung bei unseren Nachbarn nach dem 11. Oktober 2008 doch ganz gut…

Mutts like me

Das Ritual des High Table wird in manchen Colleges inzwischen eher begangen wie ein normales Abendessen, mit einem dahergenuschelten Benedictus benedicat und Silberbesteck, das sogar Don Alphonso auf dem Flohmarkt liegen lassen würde. Nicht so in  The Queen’s College (wegen Verwechslungsgefahr  mit einer ungleich jüngeren und unbedeutenderen Institution ist auf Artikel und korrekte Apostrophierung zu achten).

Wie Cohu bei Teilnahme an dieser Zeremonie letzte Woche feststellen konnte, wird der High Table an diesem College noch ernst genommen und mit der Ernsthaftigkeit einer (katholischen!) Liturgie zelebriert. In Queen’s studierten unter anderem der Begründer des Utilitarismus (nicht zu verwechseln mit dem hier), der Erfinder des www (nicht zu verwechseln mit dem hier) und der Mann hinter dem beliebtesten Edmund aller Zeiten (nicht zu verwechslen mit SCNR).

Groß war allerdings Cohus Erstaunen, als ihr die Dame, die im Upper Senior Common Room dieses Colleges von einem Ölgemälde lächelt, bekannt vorkam. Es handelte sich dabei um ein Porträt der sagenumwobenen Sophie Charlotte von Mecklenburg Strelitz von einem gewissen Henry Robert Morland (nebenstehende Abbildung zeigt die gleiche, ziemlich unverwechselbare Dame, gemalt von  Esther Denner). Woher kam mir nun das Gesicht dieser Dame so bekannt vor? Von Queen Charlotte, Frau des nicht minder sagenumwobenen König Georg des Dritten, wird gemunkelt, sie sei teilweise afrikanischer Abstammung gewesen. Zurückzuführen auf einen portugiesischen Ast in ihrem Stammbaum, in dem auch Mohren auftauchten. Ein Zeitgenosse schrieb ihr ein “true mulatto face” zu, noch berühmter ist ein zu Ihrer Krönung verfasstes Gedicht, in dem es etwas kryptisch heißt:

Descended from the warlike Vandal race,
She still preserves that title in her face.
Tho’ shone their triumphs o’er Numidia’s plain,
And and Alusian fields their name retain;
They but subdued the southern world with arms,
She conquers still with her triumphant charms,
O! born for rule, – to whose victorious brow
The greatest monarch of the north must bow.

Und woher kannte ich nun die Dame? Aus einer Artikelserie über “Blurred Racial Lines”, den ich mal bei Frontline entdeckt hatte. Wenn tatsächlich etwas dran ist an der Afrikanität der Dame (immerhin findet man sie auf der Seite 100greatblackbritons.com), dann waren die Engländer den USA gute 250 Jahre voraus, was Mischlinge(*) in Machtpositionen angeht.

(*) Ist schon mal jemandem aufgefallen, dass es im Deutschen kein passables Wort für “multiracial” oder “mixed-race” zu geben scheint? “Mischling” ist vielleicht besser als “Mulatte”, hat aber doch eine seltsamen Klang. Die Konnotation gibt es allerdings nicht nur im Deutschen

(Bildausschnitt: Esther Denner, Queen Charlotte, Wikimedia Commons)

Musical Animals (3)

I once had a capuchin monkey
Which could fiddle both off key and on key
Told to stick to the latter
He’d fling fecal matter
And scream that he wasn’t my flunky.