Männliche Fragen

Mei, was mir Google Analytics da wieder an Keywords liefert:
"putzplan für männer wg zum drucken"
Sprich mir nach: Ox-y-mo-ron.
"helmut kohl uncicurmcised"
Most definitely.
Und mein persönlicher Lieblings-Suchbegriff diesen Monat:
"wie masturbiert carsten spengemann ?"
WAAAH!
Es ist eben doch wahr: The Internet is for Porn.

Süßer als Knut

Wie gut, dass mir Schweinefleisch eh nicht schmeckt. Sonst käme ich jetzt in ernsthafte Gewissenskonflikte.

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The lustrous.

Die Tatsache, dass man nur die Rückseite einer billigen chinesischen Weizennudelpackung beschriftet, ist für den Autor dieses Textes kein Grund dafür, schmucklos, lieblos oder technisch zu schreiben. Beispielhaft!

1. Put noddles into boiling water
2. After 2-3- minutes, (at first, cook it by strong fire for two minutes and then cook it by moderate fire little by little) please stir it by chopsticks
3. The lustrous. bright, soft and nutrient noodles should be poured by cold water after it is recovered from water.
4. The making method is unique and needs short time for cooking The noodles can be cooked. souted and scalded. It can be cooked into delicious noodles according your taste.

Schön auch die Wortneuschöpfung “noddles” und die beatpoetry-mäßige Interpunktion.

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Liebe wider Willen

Gibt es etwas, was die Tragödie der Moderne besser verdeutlicht als ein erwachsener Mann explizit neoliberaler Ausrichtung, der sich sozialistische Propaganda – Videocasts ansieht, nur, weil er Lucy Redler attraktiv findet? Naja, man darf mit der IT auch nicht so streng sein. Ich wollte als Kind immerhin FJS heiraten…

Keine Witze: Hitze!

Die Tatsache, dass durch den "Hitze-Sommer" 2003 in Europa 70.000 Menschen gestorben sind, ist erstaunlich. Noch interessanter wäre das ganze, wenn es z.B. auch noch Zahlen dazu gäbe, wieviele Kältetode z.B. in diesem Winter (ha, ha) ausgeblieben sind – die Bewertung, das Sommersterben 2003 sei eine der "schlimmsten Naturkatastrophen in der Geschichte Europas" (SPON) würden die Winterzahlen ja evt. etwas relativieren. Ich warte in diesem Zusammenhang auf die Schlagzeile "Winterwärme 2006/07 – das Netteste, was die Natur je für uns getan hat!" – aber wohl vergeblich.
Tatsächlich sind einige der Meinung, dass der Klimawandel sogar dazu führen könnte, dass weniger Leute in Europa aufgrund von Hitze/Kälte insgesamt sterben. Das meinen z.B. Keatinge, Donaldson, et al. (2000):

Populations in Europe have adjusted successfully to mean summer temperatures ranging from 13.5°C to 24.1°C, and can be expected to adjust to global warming predicted for the next half century with little sustained increase in heat related mortality. Active measures to accelerate adjustment to hot weather could minimise temporary rises in heat related mortality, and measures to maintain protection against cold in winter could permit substantial reductions in overall mortality as temperatures rise.

Na, vielleicht auch schon total überholt.  Einen Hitzeschutzanzug (siehe Abb.) sollte sich aber schon aus modischen Gründen jeder Europäer zulegen, finde ich (macht ständiges Herunterdrehen der Heizungen, Herde, Waffeleisen, Backöfen etc. im Haushalt auch überflüssig und fördert so den guten Klimawandel!)

(Bild: Wikimedia Commons)

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Frische Fische?

Teuflischer Plan: Cohu überlegt sich, ob sie ihr seit Jahren trockengelegtes Aquarium wieder in Betrieb nehmen soll. Allerdings liegt die Aquaristik (wenn man nicht grade meterlange Hammerhaie oder Piranha-Schwärme inklusive Anakonda im Mangroven-Riesenbecken á la James-Bond-Bösewicht pflegt) imagemäßig noch einige Teilstriche unter dem Casemodding. Der Aquarianer an sich ist natürlich männlich, wie jeder Hobbyist leicht aspi, nicht gerade für soziale Winner-Qualitäten und Trendsetting bekannt, scheut das Licht (Algenwachstum!) und sondert (ebenfalls Algenwachstum!) einen seltsamen Geruch ab.
Vorteile der Aquaristik: aufgrund einer gewissen Vorerfahrung im Bereich Tierhaltung – immerhin hab ich im selben Becken in jungen Jahren schon Pseudotropheus tropheops zur Fortpflanzung getrieben! –  käme ich mit dieser Freizeitbeschäftigung sicher schon mal weiter als mit dem Stricken (braucht eigentlich jemand Wolle? Hätt noch welche da). Außerdem: die selbstgemachte CO2-Düngung per Hefegärungs-Bioreaktor hört sich sehr lustig an, das hat so ein bisserl was von Meth-Lab-Romantik. Also vielleicht doch nicht so uncool? Cohu muss noch überlegen.

Doku & Propaganda

Gelangweilt? Und noch (so gut wie) zwei Tage bis zum Wochenende? Hier gibt es einige gute Dokumentarfilme zu sehen, darunter sogar einige BBC-Schmuckstücke (z.B. "If Drugs Were Legal"). Besonders angetan haben es Cohu aber immer die Propagandafilme, die ja durch das Internetz gottseidank endlich wieder einen Aufschwung erleben. Mein persönlicher Tipp: "Was der Darwinismus über die Menschheit brachte." Der Dialekt muss mir aushelfen: da legst di nieder.

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Protestkochen

Wenn der Frühling nicht will, dann eben nicht! Und um ihm eins auszuwischen, kocht Cohu aus Protest Kasspatzen, das hüttigste aller Gerichte. Und morgen Kaiserschmarrn. Und übermorgen Dampfnudeln. Und Überübermorgen Leberknödelsuppe. Und dann Gulasch. Meinetwegen kann noch bis August Winter sein. Ätsch!

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Et Tu, Felix

Was sehen meine armen, Keratoconjunctivitis sicca-geschundenen Augen? Das kann, das darf nicht wahr sein. Im Felix nebenan reißen sie die gesamte Inneneinrichtung raus, samt beleuchteter Poser-Flaschensammlung und Edelstahl-Küchengewächsen. Das Lokal wird wohl gerade geschlossen, für einen “Relaunch” wäre es doch wohl etwas zu früh? (Anders beim ehemaligen Odeon, da hat jetzt von einer Woche auf die andere ein hart an der Peinlichkeitsgrenze vorbeischrammender Thai-Trend-Schuppen aufgemacht. Aber so ein zackiger Relaunch geht nur via Koksskandal, im Felix natürlich ausgeschlossen!).
Ja, also, bitteres Schicksal Schließung, um Gottes willen! Wo soll Cohu jetzt in Zukunft hingehen, wenn sie unweigerlich an “trendige Lokale von New York oder London” erinnert werden will? Wo soll man in Zukunft, ob der fuseligen Cocktails, Kuba weinen sehen, und das für 18 Euro? Wo werden mich meine Schritte hinführen, wenn ich mich nach dem penetranten Duft alten Frittierfetts und den Polohemden der Jeunesse Dorée sehne? Wo werde ich hier überhaupt noch die Möglichkeit haben, richtige Schlägereien auf- und neben dem Bürgersteig zu bewundern – mitten in der Maxvorstadt? Und das Grölen und Pöbeln, wie es so sanft in meinen Hinterhof dringt, der Nachtigallenschlag der Großstadt – wenn er verstummt, was soll mich denn dann in den Schlaf wiegen?
Mal sehen, was da als nächstes aufmacht. Wobei man sagen muss, zur Rückbesinnung auf überkommene Werte: auch das gute alte Sausalitos von gegenüber hat einiges zu bieten. (Das ist sozusagen ein McCocktail, für die Leser, deren Kleinstadt bis jetzt vom gutartigen Geschwür dieser Texmex-Kette verschont geblieben ist). Aber lest selbst:

Eine Bar ist nicht genug? OK – denn wir haben zwei!
Beide randvoll mit allem für Deinen Hals. In der Türkenstrasse 50, dem Herzen Schwabings.

Den Rhythmus bestimmen wir. Hier wird literweise Adrenalin gepumpt. Hier brennt die Luft. Die Kontaktzone für Körper und Seele. Die Nightlife-Location  – mit Cocktail-Terrasse im Innenhof!

Hier ist die Szene Schwabings. Die echte Attraktion.
Im SAUSALITOS Münschen/Schwabing sind alle Willkommen.
Wenn sie frisch sind. Und feiern können. Und auf das Besondere stehen.

Your place to be!

Das Robbenrätsel

Hohenzollern-Ecke Hiltenspergerstraße steht auf einem Flecken etwas heruntergekommener Grünanlage dieser Brunnen, der ein Mädchen darstellt, das seltsamerweise eine Robbe auf der Schulter trägt. Um das Rätsel um den Seehund (ist ja doch ein eher ungewöhnliches Motiv) aufzuklären, bin ich natürlich sofort zur unvergleichlichen Seite "München und seine Springbrunnen" gesurft, und habe das gute Stück auch gefunden, leider stehen da – bis auf den Künstler – auch nicht mehr Infos. Ferdinand Liebermann war anscheinend ein Nazi, aber warum er dem Mädel diesen verdammten Flossenfüßler auf die Schulter setzt, bleibt ungeklärt. Eine Hommage an das erfolgreiche Nazi-Zwerg-U-Boot "Seehund"?. Ein nicht minder verwirrende Deutung des Seehunds als Symbol bietet das Online-Traumlexikon.
Noch eine rätselhafte Pinnipede findet sich außerdem am Hinterausgang des LMU-Hauptgebäudes: auf Augenhöhe (ja, lacht nur, für Cohu ist es Augenhöhe!) finden wir auf einer Seite der Tür eine Eule (logisch, Weisheit und so), auf der anderen jedoch ein gut als solches identifizierbares Walroß. Was soll das denn bitte? Die einzige Referenz, die mir zu Walrössern einfällt, ist die hier, aber was in aller Welt hat das mit der Uni zu tun? Es sei denn, man stellt sich die Austern als Studenten vor. Mahlzeit!

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