Besser als abhängiger Nichtdenker allemal.

Egoload - Unabhängiger Denker

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Sozis am Scheideweg

Andrea Ypsilanti meinte zur Niederlage Münteferings in der Abstimmung über den Beck-Vorschlag zur Verlängerung der ALG-Bezüge für ältere Arbeitnehmer:

"Müntefering ist 67. Er hat eine ganz große Lebenserfahrung, musste schon oft mit schwierigen Situationen zurechtkommen, er wird auch mit dieser zurechtkommen"  (Tagesschau)

Was denn, was denn – sind ältere Leute jetzt besonders schutzwürdig (Lebensleistung!) oder besonders zäh (Lebenserfahrung)?
Wenn es nach mir geht, würde Münti jedenfalls mindestens 48 Monate ALG1 weiterbekommen, wenn sie ihn aus der SPD rausschmeissen.
Ein paar Fortbildungsmaßnahmen vorausgesetzt.

Nä nä nä nä näääää nääää!

Wenn es auf der politischen Bühne mal wieder Aussage gegen Aussage steht, muss das Blogvolk entscheiden:

Danke für den Link, Thersites.

Decline of a Nation: Arrrrr, Walkin’ the Plank

Es ist nicht mal 500 Jahre her, da wurde der große Freibeuter Francis Drake noch bei seinen Kapernfahrten gegen die Spanier hochoffiziell von der Königin unterstützt und sogar zum Ritter geschlagen. Laut der deutschen Wikipedia hat Elisabeth (die Erste) höchstselbst mal sein Schiff besucht und dort sogar ihr Strumpfband verloren.
Heutzutage geht man mit Piraten nicht mehr so nett um in Großbritannien. Ein 26-jähriger Netzpirat etwa, der die Seite TV-Links betrieb, wurde am Freitag verhaftet, die Seite wurde vom Netz genommen.
Also, zwickt hams ihn, und dabei hatte dieser Freibeuter der elektromagnetischen Wellen lediglich eine Linksammlung betrieben und nicht etwa selbst Streams gehostet. Das ganze war sozusagen nur eine Schatzkarte, die auf die wirklichen Schatzinseln in den Weltmeeren des Internetz verwies.
Soweit ist es gekommen mit der großen Seefahrernation: im Kampf gegen die Filmindustrie werden nach dem kleinsten Schuss vor dem Bug die Waffen gestreckt. Mit der Einstellung hätte man die spanische Armada damals auch nicht besiegt.

(Bildausschnitt: Philippe-Jacques de Loutherbourg, Untergang der Spanischen Armada, Wikimedia Commons)

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Achtung, Achtung, wichtige Durchsage!

Um dieser blöden Kommentarspammerei hier endlich mal Herr zu werden, hat die IT heute folgendes geniale Captcha-Update implementiert: die Lösungs-Zahlenreihe muss ab jetzt verkehrtherum – oder soll ich sagen: enrov hcan netnih nov – eingegeben werden. Schlau, oder?
Ich danke für die Aufmerksamkeit.

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Sollen sie doch Kuchen essen!

Luitpold Karl Joseph Wilhelm von Bayern, Namensgeber der Prinzregententorte

In unserer heutigen, hektischen und haltlosen Zeit versuchen immer mehr Menschen, durch Drogen, Pornos und Rock’n’Roll den Genuss eines Stückes altmodischer Torte den Weg zum guten Leben zu finden. Dafür braucht es natürlich auch ein gewisses Ambiente, idealerweise ohne Lounge-Mucke, Pony-und-Ballerina-Chicks und sonstige Modernitäten wie "Soja Latte" (?). Leider ging in den vergangenen Jahren in vielen der in Frage kommenden Etablissements die Authentizität nach und nach verloren. Dem Sell-Out anheimgefallen sind das Café Jasmin, das Café Mozart, und inzwischen sogar die Konditorei Schneller, obwohl es dort wenigstens noch einen ordentlichen Nusskuchen gibt.
Aber obacht, jetzt kommt Cohu’s Geheimtipp: unter der schon recht vielversprechenden Adresse "Glückstraße 1" findet sich, gleich hinter dem Wittelsbacherplatz (der im Übrigen momentan mit einem reichlich vergammelten Siemens-Hauptgebäude erstaunt), also eigentlich direkt an der Kardinal-Döpfner-Straße, die Konditorei Erbshäuser. Hier wurde vor 120 Jahren die Prinzregententorte erfunden, und sie wird noch heute nach Originalrezept hergestellt. Der Verkaufsraum strahlt im Glanz vergangener Dynastien, angenehm ruhig ist es, und man kann sich zwischen den verlockenden Torten gar nicht entscheiden. Das Café selbst ist eines der wenigen übriggebliebenen echten Oma-Cafés, Stilmöbel und Draperien müssen sein. Ich persönlich rate zum Mohnkuchen – ein wahres Kunstwerk! -, aber ein Stück Prinzregenten muss man dann vermutlich auch noch nehmen (für die Kultur). Wer jetzt sagt, "zu schön um wahr zu sein", der kann sich auf der Seite "erbshaeser.com" vom Gegenteil und außerdem von der Wahrheit des Diktums von den "Laptops und Lederhosen" überzeugen.

(Bild: Wikimedia Commons)

Kann denn mal bitte einer an die Kinder denken.

Internetzensur – bewährt in Staaten wie China, Iran, Saudi-Arabien und Burma – jetzt auch endlich in der Bundesrepublik! Zumindest der Anbieter Arcor soll jetzt den Zugang zu Youporn für seine Kunden sperren, weil diese Seite nicht dem deutschen Jugendschutz entspricht; angeregt wird das von einem Videothekenbetreiber, der hier unlautere Konkurrenz sieht. Nach meiner bescheidenen Interneterfahrung dürfte dieser Vorwurf für ungefähr an die 99,9999% der mehr als 400 Millionen Internet-Pornoangebote gelten. Viel Spaß beim Zensieren! Warum habe ich jetzt plötzlich die Metapher "Suche nach dem Grashalm im Heuhaufen" im Kopf?
Und welcher Anonymizer ist eigentlich sinnvoll? JAP?
(Hier noch das obligatorische Youporn Youtube-Video. Keine Angst: vollständig sfw und dem deutschen Jugendschutz entsprechend.)

Wüstenfuchsfledermauscohu

Erstellt mit dem Chimären-Generator des New York Zoos. Wobei ich jetzt nachträglich doch lieber kleine pelzige Koala-Ohren hätte, meine Waschl sind nämlich eh schon immer so kalt.

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Jetzt weghören

In den Google-Keywords findet man ja immer wieder Seltsamkeiten. Aber das ist das mit Abstand Erschreckendste, was mir in dieser Liste je untergekommen ist:

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Decline of a Nation: Wie die Hörnchen

In Großbritannien tobt seit Jahren ein Kampf des Guten gegen das Böse, eine verfolgte, dezimierte Minderheit wird von eingewanderten Fremdlingen immer mehr in die Enge getrieben – Cohu berichtete. Jetzt mal wieder ein Update aus den Squirrel Wars: zunächstmal ist man auf die Idee gekommen, die Verbreitung der grauen, ursprünglich nordamerikanischen Hörnchen durch Eichhörnchen-Verhütungsmittel zu stoppen. Mir kam direkt das Bild eines britischen Naturschützers in den Sinn (evt. verkörpert von Rowan Atkinson), wie er, mit einem winzigkleinen Kondom in der Hand, verzweifelt versucht, einen der grauen Gesellen in die Geheimnisse der Kontrazeption einzuweihen; die Realität ist, wie so oft, weniger spektakulär. Das Ganze soll per Injektion eines mehrere Jahre  wirksamen Mittels, oder über das Futter funktionieren. Amüsant aber trotzdem der erste Satz des Artikels:

"Like U.S. GIs during World War II, they’re "oversexed and over here."" (msnbc)

Innovativ wie die Briten sind, ist Medikation aber natürlich nicht das einzige Geschütz, das sie gegen die sexbesessene amerikanische Plage auffahren. Eine der wirksamsten Waffen gegen ausländischen Invasionen ist in Großbritannien ja schon seit eh und je die landestypische Küche – so auch in diesem Fall. Man geht nämlich dazu über, die Viecher schlicht als Vorspeise zu servieren, als "squirrel wraps". Werde ich mich bei zukünftigen Besuchen doch lieber an Porridge und Baked Beans halten…
Wer aber weniger empfindlich ist, findet hier gleich ein paar Dutzend Eichhörnchen-Rezepte, unter anderem "Redneck Squirrel Fry" sowie (vielleicht für Gäste?) ein falsches Hühnerfrikassee namens "Chicken Surprise". Guten Appetit!

(Bildausschnitt: James Stewart, Wellcome Library)