Kann denn mal bitte einer an die Kinder denken.

Internetzensur – bewährt in Staaten wie China, Iran, Saudi-Arabien und Burma – jetzt auch endlich in der Bundesrepublik! Zumindest der Anbieter Arcor soll jetzt den Zugang zu Youporn für seine Kunden sperren, weil diese Seite nicht dem deutschen Jugendschutz entspricht; angeregt wird das von einem Videothekenbetreiber, der hier unlautere Konkurrenz sieht. Nach meiner bescheidenen Interneterfahrung dürfte dieser Vorwurf für ungefähr an die 99,9999% der mehr als 400 Millionen Internet-Pornoangebote gelten. Viel Spaß beim Zensieren! Warum habe ich jetzt plötzlich die Metapher "Suche nach dem Grashalm im Heuhaufen" im Kopf?
Und welcher Anonymizer ist eigentlich sinnvoll? JAP?
(Hier noch das obligatorische Youporn Youtube-Video. Keine Angst: vollständig sfw und dem deutschen Jugendschutz entsprechend.)

5 Responses to “Kann denn mal bitte einer an die Kinder denken.”

  1. Thersites Says:

    Grundsaetzlich wuerde ein VPN in ein anderes Land reichen. Beispiele sind swissvpnund <a href="https://www.relakks.com/?cid=gb">relakks</a&gt;.Wenn Du anonym/pseudonym surfen willst empfiehlt sich, neben dem schon genannten JAP eine Kombination aus privoxy und tor.Man sollte allerdings darauf achten auch seine DNS Abfrage mittels socks durch tor <a href="http://wiki.noreply.org/noreply/TheOnionRouter/TorFAQ#SOCKSAndDNS&quot; >durchzuleiten</a>.

  2. Thersites Says:

    Hmja, sieht sehr huebsch aus, was ich da geschrieben habe. Zu "…jetzt auch endlich in der Bundesrepublik!" ist zu sagen jetzt stimmt schon lange nicht mehr. Dieser Artikel ist aus dem Jahre 2002.

  3. cohu Says:

    Ah, danke. Nach "tor" hatte ich gesucht, davon hatte ich nämlich schon mal gehört aber es fiel mir nicht mehr. Dass die bei Nazisachen und so schon lange sperren, wußte ich, aber wenn sie jetzt auf Pornos losgehen, hat das wohl langsam ne ganz andere Dimension. Aber stimmt schon, Free Speech im Internet hatten wir noch nie.Warum das Kommentarformular jetzt keine html-tags mehr schluckt? Keine Ahnung, vielleicht Spam-Vergiftung…

  4. felix Says:

    In einer der letzten cts war ein schönes Beispiel zu Zensur im Netz.Man suche nach Martin Luther King bei google (z.b. für ein Referat) und findet dabei u.a. http://www.martinlutherking.org.Diese Seite wird gehostet von Stormfront.Stormfront wiederum wird von google.de nicht gefunden, weil es sich dabei um eine US-Neonazigruppe handelt und (zumindest teils) in D von Providern gesperrt wird.Heißt, ich stütze mich bei meiner Recherche zu einem schwarzen Bürgerrechtler auf Informationen einer Gruppe die zum White Pride Worldwide-Netz gehört, was ich aber nicht weiß, da ich mich dazu gar nicht direkt informieren kann.Bizarr.Naja, man darf halt nur noch auf den Webseiten, die vom Ministerium für Wahrheit freigegeben sind surfen.

  5. cohu Says:

    "man darf halt nur noch auf den Webseiten, die vom Ministerium für Wahrheit freigegeben sind surfen"- ja, aber bitte nur nach vorheriger Antragstellung (schriftlich natürlich). Dann wird die Seite für 1 Std. freigeschaltet. Hab mir das alles schon überlegt wie man das gestalten könnte. Idealerweise eine EU-Behörde. 🙂


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