Die deutlichsten Anzeichen…

…dafür,
dass es viel zu kalt ist:

7. Du freust Dich, wenn Du alarmierende Berichte über das Scheitern des
Kyoto-Protokolls liest
6. Du suchst die Nähe stark schwitzender Menschen in der Annahme, sie gäben auch
mehr Körperwärme ab
5. Die Engländerinnen, Die Dir auf der Straße entgegenkommen, tragen Oberteile
4. Du erwägst ernsthaft den Kauf von
Mukluks

3. Dein Schneemobil springt nicht mehr an
2. Die Engländerinnen, Die Dir auf der Straße entgegenkommen, schnallen Spikes
an ihre Flipflops
1. Du gehst im Pelzmantel vor die Tür, obwohl Du über Tierethik promovierst

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Was denn, was denn…

Gammelfleisch? In der guten alten westeuropäischen Küchentradition heißt das Haut Goût oder Faisandage:
"Eigentlich handelt es sich hier um verdorbenes Fleisch, bei dem die Genießbarkeit vom Verwesungsgrad abhängt. Hat man den richtigen Zeitpunkt verpasst, kann es nicht verzehrt werden. Hier ist es schwierig den "hohen Geschmack" zu treffen. Man schneidet die bereits verwesten Teile vom gut abgelagerten Fleisch ab um es dann zu braten, nur so kann dieser sehr intensive Fleischgeschmack entstehen." (gourmet-info.net)
Aber die Leut wissen nicht mehr, was gut ist (siehe dazu auch meinen Helden Johann Lafer im Spiegel-Interview). Unter Abhängen stellen sich die Jungen ja heutzutag auch was ganz anderes vor!

 

(P.S.: Und woher weiß eigentlich Google, siehe Screenshot, so genau über die geschmacklichen Überempfindlichkeiten des modernen Deutschen – "Iiih, das schmeckt ja nach Tier!" – Bescheid?)

 

 

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Käuflich

Ts, jetzt hab ich doch tatsächlich vergessen, die Anti-Consumerists unter meinen Lesern auf den Buy Nothing Day hinzuweisen. Ich hoffe inständigst, ihr habt am Samstag nichts gekauft, und wenn dann nur ökologisch und politisch Korrektes!
Ansonsten gibts zum Trost diesen Film für Euch.

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Winterreise

Ich mache mich nicht nur morgen auf nach Hamburg, sondern übermorgen auch noch (übrigens weit vor der Kastanienblüte!) in die sog. Hauptstadt, um einem Weinempfang des geschätzten Dr. des. D.D. beizuwohnen. Ja richtig, um es mit Gernhard zu sagen:

 

Balin, Balin!

(In diesem Sinne: ich werde bloggen und bin am 6.12. wieder zurück.)

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Partizipation

…um mal ein anderes schönes Fremdwort zu verwenden. Gestern also Bürgerversammlung meines Stadtbezirks. Zuallererst: ich hab vorher mal vorsorglich Giana Sisters auf meinem Handy installiert. War aber gar nicht nötig. Zunächst gab es einen Polizeibericht der Polizeiinspektion 12: beim Ludwig-/Leopoldstr.-Schwerpunkteinsatz im Sommer wurden 200
Rotlicht-Radler (!) und 1100 andere Verstöße festgestellt. Im Frühjahr ist aufgrund der großen Nachfrage eine weitere Schwerpunktaktion geplant. Nach der offenen Drogenszene (“Haben wir nicht und bekommen wir auch nicht!”) kam der Polizist zum Tagesordnungspunkt “spektakuläre Ereignisse”, womit zeitgleich die Stadtbezirks-Karte von der hinter ihm stehenden Tafel fiel. Dies bezeichnete der PHK, einer spontanen Eingebung folgend, als das zweifellos spektakulärste Ereignis unseres Bezirks im Jahr 2005, ansonsten sei das Hauptproblem “Parkdruck”.

Kommen wir zum Antragsteller Gerhard M., wohnhaft Hessstraße, zweifellos ein Anhänger eines Münchner Zweitligisten, der fünf Anträge und eine Anfrage einbrachte. Zunächst stellte der Herr M. fest, die Beschilderung der U-Bahn in der Theresienstraße sei unzureichend, was zur Folge hätte, das ihm als unbescholtenem Bürger im Zwischengeschoß immer wieder die Frage nach dem Weg zu den Pinakotheken gestellt werde, von Menschen, die “kaum deutsch oder überhaupt kaum sprechen” könnten. Eine “Weltstadt mit Herz”, so Herr M., habe dies doch nicht nötig. Nach diversen anderen Anträgen (Bieseln am Alten Nordfriedhof, verschwundene Container am Maßmannpark, etc.) wies Herr M. unter Bezugnahme auf die Schwerpunkteinsätze der Polizei im Sommer darauf hin, er habe im Sommer, vor dem Lokal “Kupferglocke” sitzend, in einer Stunde 37 (!) Radler auf dem Bürgersteig der Theresienstraße vollkommen verkehrswidrig vorbeifahren sehen. Herr M. regte an, die Theresienstraße polizeilich “unter die Lupe zu nehmen.”

Daraufhin kam es von Seiten der Antragstellerin G., wohnhaft Theresienstraße, fast zum Straßenkampf. Das eigentliche Problem sei die noch nicht gelungene Umsetzung des “holländischen Modells” (keine Ahnung, aber hört sich geil an,
oder?) in unserem Bezirk. Überhaupt sei eine Freigabe der Theresien Höhe Schleißheimer für das Fahrrad in beide Richtungen zu erwägen. Dreisterweise stellte die G. dann sogar noch den Antrag, Höhe Theresien 93, einen
“Fahrradparkplatz” einzurichten, wofür Herr M. natürlich nur ein mattes Lächeln übrig hatte.

Nachdem von unserer bekanntermaßen einseitig fahrradfreundlichen Stadtverwaltung der Radlparkplatz bewilligt worden war, meldete sich auch noch ein Herr aus der Kaulbachstraße. “Von der CSU,” so der engagierte Bürger, stünden “immer noch die Plakate herum”, so dass er jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit “den Singhammer” ertragen müsse. Nach der Antragstellung wies der Bürger auch auf die Möglichkeit zur Selbsthilfe hin, er habe “einen Seitenschneider zuhause”, den er auch einzusetzen drohe, “wenn das nicht bald erledigt wird.” Auch sei die Sperrung am amerikanischen Generalkonsulat insofern inkonsistent, als man von der Schönfeldstraße “leicht mal eine Bombe hineinwerfen” könne, während die Königinstraße unsinnigerweise weiträumig abgesperrt sei. Die
Moderatorin Lindner-Schädlich wies in beiden Fällen pflichtgemäß auf die Strafbarkeit hin. Zu erwähnen wäre vielleicht noch, für die Simpsonsfans unter uns, eine Mitbürgerin, die mehrmals dazu aufforderte (in Anbetracht von Fußgängerüberwegen, Ampelschaltungen und Einbahnstraßenregelungen) “auch mal andie Kinder zu denken, kann mal jemand an die Kinder denken?”
Axel “Unser Bua” Berg und Lucki Spänchen kamen übrigens nicht zu Wort, dafür aber die sog. “Kinder- und Baumschutzbeauftragte des Bezirksausschusses Maxvorstadt: Soviel für heute aus dem Bezirk 3.

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Das war ja zu befürchten

…dass sowas auftaucht. Ich muss es natürlich auch erwähnen. Schließlich ist das ja ein Nazivergleich beim Herrn Bauer! Nicht der erste, schon beim Nickname fängt es an. Aber ja immer von der netten und rein deskriptiven Sorte, diese äh, Analogien. Bösartige und plumpe Instrumentalisierungen würde man bei einem Menschen, der das Wort “Similaritäten”(rangiert bei mir direkt hinter “Problematizität”) verwendet, auch nicht erwarten!

Studienfachwahl

Wer jetzt nach dem Abschluss immer noch nicht weiß, was er eigentlich studieren soll, dem empfehle ich den Spiegel-Fachsimpler-Test.
Mein Ergebnis:

Äh, ja. Ich sattel jetzt noch einen Sozpäd und Maschinenbau drauf und nebenbei studier ich Dudelsack (ein lang gehegter Traum!). Aber da ganz am unteren Ende hatte der Test irgendwie erstaunlich recht.

Was Stiftungen wollen

Ein Alumnus einer hier nicht näher zu bezeichnenden Stiftung schreibt mir bezüglich meiner Bewerbung bei selbiger:

Im Prinzip ist ja klar, was sie wollen: “Nach meiner jahrelangen ehrenamtlichen Arbeit für die *** [Partei] wurde ich von Mutter Theresa als persönliche Referentin angefordert. Dieses Angebot mußte ich leider wegen meiner Tätigkeit als Generalsekretär der UNO ablehnen. Dagegen war es mir ein Leichtes, bereits im Alter von 17 zwei deutsche und zwei ausländische Studiengänge mit summa cum laude cum summa cum laude abzuschließen und bin seither Ehrendoktor der Harvard Universität…”

So mach ma’s!

Globalisierung im Fokus des Leitmediums

Der Spiegel bewirbt sein SPIEGEL special “Globalisierung – Die Neue Welt” mit einem Motiv, das ich dann doch erstaunlich fand:

Dieses Bild impliziert natürlich, dass Globalisierung per se ein Nullsummenspiel ist, bei dem das, was einer gewinnt, erst mal einem anderen weggenommen werden muss. Schon mal was von Wachstum gehört? Oder hängt hier jemand einer vormodernen Theorie der statischen Volkswirtschaft an?
Globalisierung betreibt man nicht, weil man irgendjemanden ausbeuten will (dafür ist Imperialismus, der momentan vorherrschende, vehement verteidigteProtektionismus und auch der eine oder andere Angriffskrieg wesentlich besser geeignet), sondern, weil man hofft, den ganzen Kuchen größer zu machen. Ob das klappt, ist eine andere Frage, aber allen Globalisierungsbefürwortern (ist das jetzt ein Schimpfwort?) so pauschal die Absicht zu unterstellen, sie wollten die Welt unter sich aufteilen, finde ich dann doch etwas weit gehend.
Aber gut, das “Leitmedium” ist halt auch nicht mehr das, was es mal war…(und die angebliche Akzentsetzung auf “Wirtschaftsthemen” ist mit dieser Kampagne auch nicht mehr glaubhaft)

(Interessant in diesem Zusammenhang auch diese schnippische Bemerkung auf dem sehr empfehlenswerten Adam Smith Institute Blog)

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Utilitarian Limericks

Wenn man bei dem Dreckswetter schon für alles andere zu müde ist, kann man
sich im Seminar wenigstens Limericks ausdenken:

There once was a man named John Mill
Utility gave him a thrill.
Calculating, he would
Declare murder good
(Depending on whom you will kill)

There once was a utilitarian
Who was an outstandingly merry man
"My bill may be rising,
But I keep maximizing –
Now bring me another sherry, man!"

One evening, Professor Singer
While cooking, cut off a whole finger:
"Great, some meat for my diet,
Without causing disquiet!"
What a morally flawless left-winger

(Hier gibt es sogar
eine ganze History of Western Philosophy in Limericks)

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