Was denn, was denn…

Gammelfleisch? In der guten alten westeuropäischen Küchentradition heißt das Haut Goût oder Faisandage:
"Eigentlich handelt es sich hier um verdorbenes Fleisch, bei dem die Genießbarkeit vom Verwesungsgrad abhängt. Hat man den richtigen Zeitpunkt verpasst, kann es nicht verzehrt werden. Hier ist es schwierig den "hohen Geschmack" zu treffen. Man schneidet die bereits verwesten Teile vom gut abgelagerten Fleisch ab um es dann zu braten, nur so kann dieser sehr intensive Fleischgeschmack entstehen." (gourmet-info.net)
Aber die Leut wissen nicht mehr, was gut ist (siehe dazu auch meinen Helden Johann Lafer im Spiegel-Interview). Unter Abhängen stellen sich die Jungen ja heutzutag auch was ganz anderes vor!

 

(P.S.: Und woher weiß eigentlich Google, siehe Screenshot, so genau über die geschmacklichen Überempfindlichkeiten des modernen Deutschen – "Iiih, das schmeckt ja nach Tier!" – Bescheid?)

 

 

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