I think, therefore I Scan.

Im Hause Cohu gibt es eine neue technische Errungenschaft, und zwar ein Epson V10 Bildeinlesegerät, neudeutsch Scanner. Hier ein kurzer Bild-Hochlade-Test. Klicken auf das Bild sollte im Idealfall zu einer größeren Version führen. Ich präsentiere: Grigory Sokolov in einem Linolschnitt von Cohu höchstselbst! Das Bild ist eine freundliche Leihgabe der Sammlung “IT”.

Achtung, Achtung, wichtige Durchsage!

Um dieser blöden Kommentarspammerei hier endlich mal Herr zu werden, hat die IT heute folgendes geniale Captcha-Update implementiert: die Lösungs-Zahlenreihe muss ab jetzt verkehrtherum – oder soll ich sagen: enrov hcan netnih nov – eingegeben werden. Schlau, oder?
Ich danke für die Aufmerksamkeit.

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Fakultät 2.0

Wow – bin gerade beinahe rückwärts von meinem ergonomischen Giersberger-Bürostuhl gepurzelt – unsere Fakultät hat einen nigelnagelneuen Webauftritt, oder soll ich sagen, einen "Neuen WEB-Auftritt". Da wird man doch jetzt endlich mal zentral alle Gastvorträge, Diskussionsveranstaltungen, Ringvorlesungen etc. auf einer Seite… aber zu früh gefreut. Das Abgrasen der über den Campus verstreuten Schwarzen Bretter bleibt uns armen Philosophen also doch nicht erspart, und so manches Seminar wird weiterhin nur im Geheimzirkel der Eingeweihten abgehalten, während auf Vorträge am Vortag hektisch mit einer "bitte erscheinen Sie zahlreich"-Mail hingewiesen wird, die allerdings auch nur Ausgewählte Rezipienten bekommen.  Liebe Philosophen, wir müssen doch nicht für immer im Mittelalter verharren!
Mein Tipp: von jedem zum Semesteranfang eine kleinere Anzahl an Reisetauben (so 20 Stück dürften reichen) einsammeln, und diese dann etwa 1 Woche vor der Veranstaltung mit einer Einladung losschicken.

(Bildausschnitt: John Frederick Lewis, "Gefangene Taube", 1864)

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Die geheimen Leidenschaften des Herrn Fry

Stephen Fry [wem der Name jetzt nichts sagt: einfach leise weitergehen, hier gibt es nichts zu sehen]
also, Stephen Fry hat seit drei Wochen ein Blog. Das zwar bis jetzt aus lediglich zwei etwas sehr langen Einträgen zu den Themen "Ruhm" und "Smartphones" besteht, aber das kann ja noch werden. Dieser Absatz hier dürfte zumindest schon mal einen unter meinen Lesern neidisch machen:

"I have, over the past twenty years been passionately addicted to all manner of digital devices, Mac-friendly or not; I have gorged myself on electronic gismos, computer accessories, toys, gadgets and what-have-yous of all descriptions, but most especially what are now known as SmartPhones. PDAs, Wireless PIMs, call them what you will. My motto is:
I have never seen a SmartPhone I haven’t bought."
(Stephen Fry: Device and Desires)

Saft und Kraft

Nachdem Cohu selbst ihre Batterien ausgiebig aufgeladen hat, geht’s nun um die nahen Familienangehörigen, d.h. das Thinkpad: dessen Akku hält nur noch an die 20 Minuten durch. Da muss wohl ein neuer her…
Jammerschade finde ich es allerdings, dass die neuen "Betavoltaic Batteries", auf die mich die IT eben hingewiesen hat, erst in zwei Jahren auf den Markt kommen. Eine Laufzeit von dreißig Jahren  – das wäre doch ganz ordentlich!
(Ah ja, mehr zur Wunderbatterie gibt es hier).

(Bild: Wikimedia Commons)

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Ich lachs mich tot

Wozu man so eine Nasenklammer braucht, war mir bis heute ein Rätsel. Unter Wasser vermeide ich es beim Schwimmen einfach kategorisch, einzuatmen, wozu dann also die Nase zuzwicken? Sehe außerdem mit der Schwimmbrille eh schon bescheuert genug aus. Meine modisch an die 80er angelehnte leucht-pinke Nasenklammer wurde demnach jahrelang nicht benutzt!
Jetzt aber die Umwidmung: die Klammer hat schon was mit Unterwasser-Leben zu tun, aber nur sehr indirekt. Sie ist in Wirklichkeit dafür gedacht, Menschen wie mir zu dienen, die mit einer Person zusammenleben, die der Meinung ist, dass Lachs-Rührei ein akzeptables Sonntagsfrühstück sei.  Ich bin aufgrund meines Hobbies viele Arten von Gestank gewöhnt (Hefegärung, Cyanobakterien, Moder, Pilze, Krill, auftauende Insektenlarven und eigentlich auch tote Fische) – aber der verrottende Salmo salar, den die IT so gerne isst, gibt mir ein Gefühl, das sonst wohl nur Frauen im ersten Schwangerschaftsdrittel kennen. Lange Zeit versuchte ich, dem bestialischen Gestank vom Nebenteller durch Fächern (mit Zeitschriften oder Servietten) oder aufgerissenen Fenstern Herr zu werden. Schluss damit! Ab jetzt gehört die Lachsrührei-Nasenklammer genauso fest zu Cohu’s Küchenrepertoire wie der Zwiebelhack-Schnorchel, der für die Zubereitung von Zwiebelkuchen unabdingbar ist. Ein Lob der modernen Technik!

(Bild: Wikimedia Commons)

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Reaktorsicherheit

Reaktoren sollen ja – das lehren uns täglich wieder neue Nachrichten aus der Weltpolitik – nur von Leuten betrieben werden, die wissen, was sie tun. Nun betreibt aber auch Eure Cohu einen Reaktor. Entspricht seine neue Konstruktion den Sicherheitsstandards? Oder habe ich eine Rüge der IAEO oder gar internationale Sanktionen zu befürchten? Die (gefühlten und tatsächlichen) Ingenieure unter Euch bitte ich um ein promtes Risk-Assessment. Und zwar hier.

To the Lighthouse

Leuchtturmwärter Cohu

So, da isse wieder, Eure Cohu. Begrüßt wird man hier gleich von seltsamen Nachrichten, etwa jetzt diese Transrapid-Sache. Also, ob die den bauen oder nicht ist mir persönlich wurscht (gibt vermutlich größeren Schmarrn, um Steuern zu vergeuden, siehe: Werbekampagnen der Bundesregierung, Programmierung von Trojanern). Aber diese seltsame Metapher, die sticht mir ins Auge: "Stoiber sprach von einem "Leuchtturm-Projekt" deutscher Hochtechnologie." (FTD)
Ich bin weitestgehend eine Landratte, aber die Funktionsweise von Leuchttürmen (so hab ich das auch im Urlaub kennengelernt, wo wir einen ganz charmanten Leuchtturm inkl. verlassenem Leuchtturmwärterhäusl besucht haben, siehe Abb.), sieht doch so aus, dass man das Ding weiträumig umfährt. Sonst: Kawumm, denn Leuchttürme sind ja üblicherweise auf Land gebaut, während Schiffe, mit Ausnahme der Kirchenschiffe, sich nur im Wasser wohlfühlen. Die Kombination von "Leuchtturm" mit "Hochtechnologie" schafft zudem eine reizvolle Inkonsistenz, schließlich sind diese Dinger seit der Einführung von GPS und Radar für die ernsthafte Seefahrt so gut wie überflüssig geworden. Und zu allem Überfluss ist ein Leuchtturm auch noch eine Einrichtung, die seit Nutzbarmachung der Elektrizität praktisch keine Arbeitsplätze mehr schafft (vgl.: seit 20 Jahren verlassenes Leuchtturmwärterhäusl!). Heutzutage betreibt ein einziger Arbeitnehmer 4 oder 5 Leuchttürme! Was hat das nur mit dem Transrapid zu tun, der uns bekanntermaßen um (Jahr)millionen nach vorne katapultieren wird, fortschrittstechnisch, wirtschaflich und arbeitsplatzmäßig gesehen???
Insgesamt fällt mir zu dem ganzen eigentlich nur eine positive Interpretation ein:
 Dadurch, dass wir den Transrapid bauen, bewahren wir andere (Europäer) davor, auf Felsen aufzulaufen. Etwa auf Felsen in Form von absurden Hochtechnologieprojekten. Ein hehres, altruistisches und sinnvolles Projekt, denn nichts ist wirkungsvoller als ein warnendes Beispiel (siehe auch).

Bitte umsteigen

Weiß ja nicht, warum denen gegenüber jetzt plötzlich einfällt, dass sie so eine lahm aussehende Feuerleiter brauchen (gibt doch genug Häuser ohne?). Aber jedenfalls bin ich froh, dass man im Gegensatz zu dieser wilden Konstruktion bei uns im Hinterhaus nicht auf Höhe des zweiten Stocks auf eine um einen Meter versetzt angeschraubte Zweit-Leiter umsteigen muss, sollte es mal zu einem Brand kommen. So schwindelfrei bin ich dann doch nicht…

Im englischen nennt man das wohl “mixed signals”


Regelrecht deprimierend finde ich jedoch diese Konstellation:

(fotografiert an unserer schönen Fernwärme-Baustelle, Schelling Ecke Türkenstr.)

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