Wie die Karnickel!

Jaja, schon wieder Tiercontent. Aber schließlich ist Sonntag und schlechtes Wetter, irgendwie muss man sich aufheitern, und das geht schließlich nicht per Berichterstattung über die Sicherheitskonferenz. Also: dem einen oder anderen dürfte beim Sport Springreiten schon aufgefallen sein, dass Pferde als Steppentiere irgendwie physiologisch total ungeeignet dafür sind, über 1,60-Hindernisse zu hüpfen, die im Abstand von ein paar Metern voneinander und in wirren Schlangenparcours aufgebaut sind, nochdazu  mit so einem Aff auf dem Rücken. Da knacksen die Gelenke, die Wirbelsäule ächzt, und der edle Herrenreiter greift zu zweifelhaften Methoden der Konditionierung. Aber, Rettung kommt aus der allweisen Natur: es gibt nämlich Tiere, die zum Turniersprung eine natürliche Veranlagung haben, seht selbst (via Cuteoverload).
 

Jetzt bräuchte man nur noch Kaninchen, auf denen man reiten kann, aber ich hätte da schon nen Kandidaten

Es gibt kein zweites Leben im ersten

Ok, draußen ist es zu kalt und ungemütlich. Stadtspaziergang kann man trotzdem machen. Noch viel besser als Google Earth ist dafür der "Bird’s Eye View" von local.live.com geeignet. Hier kann man z.B. die Nackerten im Englischen Garten anschauen (siehe Abb.) oder das Tollwood-Festival.
Ein schwacher Trost dafür, dass mein Computer anscheinend zu grafik-schwach ist, um Second Life zu spielen. Dabei hatte ich schon so einen putzigen Wüstenfuchs-Avatar ausgesucht…

Freitagsfußballcontent: “Sail away…

…dream your dreams" heißt es jetzt nicht mehr nur beim Bremer Bier (gibt’s diese Werbung eigentlich noch?) sondern auch bei einem anderen Becks.
Ob das tatsächlich zum (fußballerischen) "Decline of a Nation" beiträgt, kann ich natürlich nicht beurteilen. Fest steht, dass in den USA – wie uns auch Korrespondent Colombo berichtet hat – der Fußball bzw. Soccer ein Frauen- und Mädchensport ist. Und da passt der Herr Beckham – wenn man an seine Zeiten als Metrosexual inklusive Frauenhaarschnitt und Diamantohrringen denkt – dann doch ganz gut rein…

Posted in Decline of a Nation, Sport & Spiel, U.-S.-A.! U.-S.-A.!. Comments Off on Freitagsfußballcontent: “Sail away…

Verregnet

Erstaunlich: sobald es regnet, läuft Cohu glatt 1 km/h schneller (von welcher Grundgeschwindigkeit ich ausgehe, kann ich hier nicht preisgeben – auch ich habe meinen Stolz, und am Schluss wirds noch zur “Jobfalle” oder gar zum “Karrierekiller”). Vielleicht ist es das Prinzip Wasserkühlung, das ja auch bei PCs einiges an Leistungssteigerung bringt. Weiteres Vorteil des Matschlaufs: My Adidas sehen endlich nicht mehr so nagelneu aus.
Die übertaktete Cohu hat sich dann auch Sekundenbruchteile lang darüber gewundert, wie sich das mit der WAMS-Schlagzeile “Eltern töten jede Woche drei Kinder” ausgeht. Nach internen Berechnungen von Cohu wären da ja schon nach ein paar Stunden überhaupt keine Kinder mehr übrig? Scherz beiseite: beim Googeln nach dem Originalbeleg fand Cohu auch die traurige Information:
“In Deutschland sterben zur Zeit täglich drei Kinder und Jugendliche durch Suizid. Weitere 40 Kinder versuchen jeden Tag sich das Leben zu nehmen. (…) Genaue Zahlen über Suizide gibt es leider nicht, da Experten die Dunkelziffer um ein vielfaches höher schätzen als in den Statistiken aufgeführt sind.” (Walter Blüml, Suizid bei Kindern und Jugendlichen)
Unschön! Wem’s da nicht die Stimmung verregnet…

Posted in Cohu, Gedrucktes, Sport & Spiel. Comments Off on Verregnet

Die Einfältigkeit des Langstreckenläuferbewunderers

Gestern war ja, wie ihr vielleicht – wenn auch nicht laufender-, so vielleicht doch an-der-gesperrten- straße-stehend-und-abwartenderweise – mitbekommen habt, München-Marathon. Cohu verfolgt dank ihrer Olypark-nahen Heimstätte (im Olympiastadion ist meist die “Siegesfeier”) diesen und andere Läufe schon seit einigen Jahren, und kann das alles eigentlich nur von Herzen unterstützen. Geschmacklich und auch vom Standpunkt der Lärm- und Umweltbelastung her gesehen ist so ein Marathonlauf sicher ein probateres Mittel, eine Midlifecrisis zu bewältigen oder zumindest einzugrenzen, als die üblichen roten Sportwägen, Cabrios, Harleys und/oder toupierten Blondinen in den 30ern, die sich der hormonell herausgeforderte Mann sonst gerne anschafft. Und auch die weiblichen Wechseljahre sind mit dem ein oder anderen Dauerlauf sicher leichter zu ertragen, vielleicht schon deshalb, weil man dann nicht mehr so genau weiß, woher die Hitzewallungen, Venenprobleme und sexuelle Dauererschöpfung eigentlich kommen: vom Ablaufen der gebärfähigen Lebensperiode oder vom Ablaufen zu vieler Kilometer. Genug der Präliminarien und genug von positiven Begleiterscheinungen des Langstreckenlaufs. Eines muss nämlich endlich aufhören. Marathon um Marathon muss ich mir – wenn ich grad, selbstverständlich außerhalb der Laufstrecke, irgendwo hinjogge – etwa einmal pro Kilometer (!) von irgendwelchen Marathonfans anhören: “Höhö, sie sind hier falsch!”, “Da drüben gehts zum Marathon!” – “Sie ham sich wohl verlaufen!”  oder, nach dem Zieleinlauf: “Jetzt biste aber viiiel zu spät dran” – und vermutlich glaubt jeder der Rufer, er haben einen einmalig lustigen Witz gerissen. Ich bitte daher nächste Saison um Hinweise in der Lokalpresse und im Radio: “Zum-Marathon-gehts-hier-lang”-Sprüche sind langweilig und ab jetzt verboten! – Danke für ihre Aufmerksamkeit.

Na endlich! Schusters Rappen, äh: Schimmel

Nach einigen Anläufen ist es mir nun gestern nachmittag gelungen, beim – seit dem Umbau übrigens erstaunlich coolen – Sport Schuster neue Laufschuhe zu erstehen, und zwar “Adidas Supernova Cushion W” (siehe Abb.).
Die waren sehr bequem und, was es nicht alles gibt!, ich kann sie dank dieser Aktion 28 Tage (!) lang testen und dann bei Nichtgefallen sogar wieder zurückgeben. Da cohu aber gottseidank einen ausgeprägten “Normalfuß” hat (Zitat Verkäufer), dürften keine größeren Beschwerden auftreten, außer im Bereich Motivation. Extra dafür hab ich mir auch noch ein neues, zu den Schuhen farblich passendes Yankees-Käppi gekauft, damit traue ich mich, sozusagen inkognito, eher aus dem Haus. Eine Lauflampe für den Kopf habe ich auch noch dazubekommen, angeblich ist damit nicht mal mehr die frühe Dunkelheit eine Ausrede…
Nochmal wegen “Normalfuß” – so wie der das gesagt hat, hat es sich angehört wie eine Krankheit (“Sie müssen jetzt stark sein. Wir haben bei ihnen Normalfuß festgestellt…”) – aber das war, zwangspathologisierungstechnisch, immer noch besser als der Typ von der Krankenkasse neulich, als ich nach einer Vollversicherung fragte: “Bei einer Frau in ihrem Alter…das wird teuer!”

Wandervögel

Mit Freude darf ich auf das frisch ins Leben gerufene Blog “Sterne und Streifen” des ehemaligen Marco Polo, der sich inzwischen zum Kolumbus gemausert hat, hinweisen. Lest das ruhig mal, da könnt Ihr noch was lernen, über das schöne New Haven, von einem kosmopolitischen Geistesmenschen.
Des ist wieder ein typischer Fall von Brain Drain, Hirnabfluss, erst hats ihn sozusagen nach Deutschland drainagiert, den Fromager, dann zu den Asiaten gezuzelt, und jetzt hats ihn in die USA gespült. Obwohl, ich muss jetzt anmerken: abgehört wird man da wahrscheinlich noch mehr als in Italien (grad bei einem, äh, dunkleren Teint) insofern: vom Regen in die Traufe!

Und noch ein Hirn verlässt Euch, wenn auch nur vorrübergehend: fahre, um mich vom Urlaub zu erholen, ein paar Tage nach Tirol, zum Wandern Mountain Hiking. Es geht wieder nach Niederthai, wo ich letztes Jahr auch schon war, und die Superschuhe sind auch wieder dabei. Laut Eichendorff bin ich ja als (Promotions-)Studentin geradezu prädestiniert für dieses Hobby:

Der wandernde StudentBei dem angenehmsten Wetter
Singen alle Vögelein,
Klatscht der Regen auf die Blätter,
Sing ich so für mich allein.

Denn mein Aug kann nichts entdecken,
Wenn der Blitz auch grausam glüht,
Was im Wandern könnt erschrecken
Ein zufriedenes Gemüt.

Frei von Mammon will ich schreiten
Auf dem Feld der Wissenschaft,
Sinne ernst und nehm zuzeiten
Einen Mund voll Rebensaft.

Bin ich müde vom Studieren,
Wann der Mond tritt sanft herfür,
Pfleg ich dann zu musizieren
Vor der Allerschönsten Tür.

Ok, das Musizieren lass ich weg, aber ansonsten: sehr zutreffend. Vor allem der Teil mit “Frei von Mammon…”. Viel Spaß auf der Wiesn!

Knipsknirps

Wie ihr wisst, ist Cohu eine große Freundin modernster Technik. Auch jetzt, wo es in die Türkei geht, herrscht bei mir – haha! – Bombenstimmung, denn falls mich die Freiheitsfalken Kurdistans mit in den Tod reißen, werden wenigstens meine Urlaubsfotos überleben: meine Dekaden alte Asahi Pentax ME ist nämlich dank ihres Metallgehäuses enorm robust. Sie hat ein wunderschönes “Klick”-Geräusch und lustige Schalter und Knöpfe und braucht keinen blöden Akku, der ständig leer ist. Sie ist (für eine Spiegelreflex) ziemlich klein und leicht. Und zudem macht sie – im Gegensatz zu praktisch allen für mich erschwinglichen Digitalkameras – auch ganz wunderschöne Fotos mit feinen Schärfentiefe-Effekten; wenn auch der Photographin noch das Scharfstellen und die Blendenauswahl überlassen bleibt. Und natürlich das Filme entwickeln lassen, und das, wo in meiner Gegend plötzlich irgendwie alle Fotoläden durch Billigfriseure ersetzt worden sind, aber dann halt per Post. Jetzt hoff ich natürlich nur, dass sie mich mit dem verdächtigen alten G’raffel anstandslos durch die Flughafensicherheitssperre lassen. Freiheitsfalken, bitte recht freundlich!

Me siento muy feliz

Cohu ist begeistert: der alte Fidel ist nicht nur noch am Leben, sondern auch noch einer der erfolgreichsten (wenn nicht gar der erfolgreichste) Berufsrevolutionäre, einer der reichsten Männer der Welt (oder auch nicht), eroberungssüchtig in jeder erdenklichen Art und Weise und vor allem: ein Adidas-Träger und Schnürltelefonbenutzer, genau wie Cohu! Diese Parallelen können kein Zufall sein.

Ob ich wohl auch mal ein Land beherrschen werde? Zumindest so eine ganz kleine Insel? Ich will auch ein eigenes System! Mit Zigarren!

Laufschuhupdate

Immer noch keine neuen Schuhe, weil’s beim Sportscheck am Samstag einfach zu überlaufen war – keine Beratung möglich. Hab aber zumindest mal die Nike Free ausprobiert (in dern Kommentaren schon mal erwähnt). Da war ich mehr als enttäuscht. Ich weiß nicht, ob’s an meinen Flossen liegt, aber die waren nicht nur offensichtlich zum Laufen ungeeignet, sondern sogar noch furchtbar unbequem. Den da hab ich auch noch anprobiert, war aber auch nix, von wegen anima sana.
Wenn ich schon an Land dahinhumple, soll es wenigstens im Wasser etwas schneller gehen: daher gabs beim Scheck zumindest einen (hoffentlich!) aerodynamikverbessernden Adidas-Infinitex-Badeanzug für mich.