Gemischtes Doppel zum gestrigen Spiel

Ordnung ist das halbe Leben

Das weiß nicht nur Jogi, sondern auch Cohu, und benötigt daher einen präzisen Terminplan für die nächsten Wochen.
Für Outlook-Nutzer (gibt es irgendjemanden außer mir, der sich noch mit diesem Mistprogramm herumschlägt…?) gibt es den EM-Spielplan zum praktischen Download hier.
Ich find’s praktisch.

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Herbe Enttäuschung

Diese Angestellten immer. Hab ich meine IT extra nach Ascona geschickt, damit cohu’s blog einen eigenen Korrespondenten für die Nationalmannschaft vor EM-Beginn hat. Wir Blogger werden schließlich immer professioneller heutzutage, da kann man nicht immer nur über die Baustelle vorm Haus oder Kochrezepte schreiben. Und dann erreicht mich sowas:

Sind vorhin schon am Mannschaftshotel vorbeigelaufen! Ist aber alles abgezäunt, man sieht leider gar nix!

An seiner Paparazzo-Technik muss der junge Mann noch etwas feilen. Andere legen sich da etwas mehr ins Zeug

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Frauen-Aua, Männer-Aua

Das NYT-Magazin titelte vor ein paar Wochen mit einem Artikel namens “The Uneven Playing Field”, der eine wahre Lawine von Kommentaren lostrat. Der Autor beklagte eine “Epidemie” von Sportverletzungen unter weiblichen Sportlern, insbesondere Fußballerinnen (in den USA ist Fußball ein Mädchensport) und fragte allen Ernstes : “Everyone wants girls to have as many opportunities in sports as boys. But can we live with the greater rate of injuries they suffer?” Ähnlich brechreizerregend “fürsorglich” kommt der Titel des Buches daher, dem der Aufsatz entnommen wurde: “Warrior Girls: Protecting Our Daughters Against the Injury Epidemic in Women’s Sports”.
Tatsächlich scheinen junge weibliche Sportler, nach vorläufigen Zahlen aus den wenigen Jahren, in denen sie auf hohem Niveau Mannschaft-Leistungssport wie Fußball und Hockey betreiben, anfälliger zu sein für Kreuzbandrisse und Gehirnerschütterungen.
Worauf ich jetzt allerdings seit diesem Artikel warte: einen aufrüttelnden Bericht darüber, in welche Gefahr sich unsere Knaben begeben, wenn sie ihre empfindlichen Körperteile-die-üblicherweise-nur-Männer-haben Freistoßbällen und Radsätteln aussetzen. Solche ausschließlich für das verletzliche Geschlecht auftretenden Probleme sind hier beschrieben, aus Rücksicht auf empfindliche Gemüter gebe ich die medizinischen Probleme hier nicht detaillierter wieder. Wir alle wollen tüchtige Sportler. Aber können wir damit leben, dass unsere Söhne dafür ihre Eier hinhalten ihre kostbare Fruchtbarkeit aufs Spiel setzen?

Am Rande: Psychologisch bemerkenswert finde ich die kompensatorischen Bemühungen, die ein (ich vermute stark: männlicher) SPON-Reporter bei einen Artikel über fußballbedingte Hodenschädigung aufbot. Peinliche Zwangswitzeleien waren die Folge, sie gipfeln schließlich im Satz:

“Die angegriffenen Hoden würden nämlich nur mangelhaft mit Blut versorgt, dadurch sei “die Fruchtbarkeit verschlechtert” – bambino finito.” (SPON, 2001)

War es mir als Frau bis jetzt nicht vergönnt, die volle Wucht des berüchtigten Keimdrüsenschmerzes erfahren zu dürfen – der SPON-Autor verursacht bei mir ein Stechen und Dröhnen, das dem einer Hodenquetschung zumindest nahe kommen dürfte. Allerdings eher im Kopfbereich.
Gottseidank sind Frauen nicht so schmerzempfindlich.

(Bild: Markus Dallarosa/Wikimedia Commons)

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Die Zahl, der Held, das Ding

Outdoor ist des Müllers Lust

Der Berg ruft mal wieder, daher bin ich heut zum Sportscheck für einen neuen Rucksack. Meine Entscheidung fiel auf den OCK hike 25 (siehe Abb.). (War im Scheck etwas länger unterwegs, da mir anfangs nicht klar war, dass Wandern jetzt "Outdoor" heißt – schließlich war ich derart erschöpft vom vielen Treppensteigen zwischen "Outdoor", "Hiking", "Trekking", "Equipment" und "Casual Wear", dass ich den Aufzug nehmen musste. Kein gutes Omen für den Wanderurlaub! Das Publikum in der "Outdoor"-Abteilung bestand übrigens durchgehend aus Herrschaften über 60. Man hätte also glaube ich beim anachronistischen "Bergwandern" bleiben können, ohne die Kundschaft zu verschrecken).
Wie ich bei einer kurzen Internetzrecherche feststelle, handelt es sich beim vom mir ausgewählten "Backpack" um ein Frauenmodell. Warum der geschlechtsspezifisch zugeschnittene Rucksack allerdings einen auf  eher ungünstiger Höhe montierten Brustgurt (schon das Wort!) sein eigen nennt, bleibt mir unklar. Wird von der modernen Hikerin erwartet, dass sie sich, amazonengleich, ihrer sekundären Geschlechtsmerkmale entledigt, um besser schleppen zu können? Passend für ein Frauenmodell erfüllt das gute Stück aber zumindest meine Primär-Anforderung: es passt zu den Schuhen!

Bei den Herren hieß das noch: “wir”


…und man denke an die Drögheit der Formulierung "Deutschlands Katholiken sind Papst". Aber
 die Identifikation mit kickenden Weibern will einem das Leitmedium dann halt doch nicht zumuten. Danke!

[Update: man ist doch nicht davor sicher. Das schreibt nämlich "Tagesschau.de":

Nicht, dass es da jetzt bei den männlichen Lesern zu Gender-Verwirrung kommt…]

Ursachenforschung

Im Zoo Rotterdam entkam am Freitag ein Gorilla aus dem Gehege – der Amok-Affe verletzte mehrere Besucher. Während der Stern noch über die Gründe rätselt – War es Panik? Wollte er sein Weibchen und Babys beschützen? – könnt ihr bei Cohu den wahren Grund für den Ausraster erfahren: Killerspiele! Menschenaffen in Zoos werden nämlich inzwischen auch schon mit diesen üblen Machwerken versorgt, so z.B. die Orang-Utans in Atlanta. Unverantwortlich!!! Frau Böhmer, übernehmen Sie!

Wake Me Up Before you Go-Go

Ist er nicht süß? Cohus Drittwecker SLABANG (gestern für 3€ in der Fundgrube abgestaubt). Mit der Funktion "Individuelles Wecksignal durch Aufnahme eigener Mitteilungen" sind Schabernack, Klamauk und kindischem Vergnügen Tür und Tor geöffnet –  die Aufnahmesessions gehören zu den äußerst seltenen Anlässen, wo Cohu sich darüber ärgert, dass sie nicht (absichtlich) rülpsen kann.
Vielleicht mit ein Grund dafür, warum ich dieses wunderschöne Massivgummi-Designerstück nicht im Schlafzimmer betreiben darf.

Mensch, ärgere dich nicht.

Geschmackvolle Spiele sind das, ausgerichtet von den "College Republicans", bei denen (sich freiwillig zur Verfügung stellende) Menschen unter dem Motto "Fang den Illegalen Einwanderer" über den Campus gejagt werden, oder wo man zum "Fun with Guns" auf demokratische Pappkameraden zielt. Wo es so überaus tadelnswert zugeht, ist der Nazivergleich nicht weit – wer sowas Böses macht, ist natürlich "Nazi in Training" (danke für den Hinweis, Ingo!).
Ist es wirklich so ratsam, Menschen daran zu messen, was sie "in-Game" so treiben? Ich erinnere mich an die Theorie, dass es Spiele gerade deshalb gibt, um den allzu phantasievollen und moralfernen Verwerfungen menschlicher Triebe zu einem gesellschaftsverträglichen Ausleben zu verhelfen. Cohu, sonst ein frommer und guter Mensch, kann bei Malefiz (gesellschaftsfähig!) zum sadistischen Teufel werden – und freut sich bei Sims eigentlich doch insgeheim, wenn die doofe Spielfigur, die sich eh immer so blöd angestellt hat, erbärmlich stirbt (bei manchen ist diese Schadenfreude noch stärker ausgeprägt). Auch an den lautstarken Qualen eines unglücklicherweise (hehe) im Feindesland verlorengegangenen AoE-Eroberers ("Every Moment of my Life is Pain!") kann ich mich noch Tage später erfreuen. Daher vermute ich: wer sich in Second Life nach Sex mit Tieren sehnt, tut das im First Life nicht notwendigerweise (interessant, aber wohl noch unappetitlicher die Frage nach der Legalität virtueller Kinderpornos). Bleibt also Cohus Hoffnung, dass das Organisieren blödsinniger Campus-Games die allzu überschwänglichen Collegerepublikaner davon ablenkt, tatsächlich Illegale zu jagen oder Demokraten abzuknallen.