Teil 1, Teil 2, und hier Teil 3 – Hank Williams’ Lovesick Blues, der von manchen für den besten Country-Song aller Zeiten gehalten wird:
Noch scheint die Sonne, aber wie ich das Wetter dieses Jahr kenne, wird es spätestens in ein paar Stunden gießen wie aus Eimern. Zeit also für einen kleinen Basteltipp: geniale Papierautomaten. Hört sich ziemlich langweilig an, jaja…Aber:
Für schlappe 10 Pfund (11 Euro) gehört Euch dieses Kunststück. Also, zusammenbauen muss man es dann noch, aber das dürfte ja ein Leichtes sein…
Während Cohus Aufenthalt in der Sommerfrische empfehle ich zum Zeitvertreib die exzellente Seite stagmags.com (via Metafilter). In diesem Archiv finden sich Scans von amerikanischen Herrenmagazinen der 50er und 60er. Ein Genuss nicht nur für Freunde des Pin-Up, sondern auch aus kulturgeschichtlicher Perspektive sehr sehenswert: während heutige Männermagazine hauptsächlich asketisch/athletische Anleitungen für den Aufbau von Bauchmuskulatur und Karriere bieten, gabe es damals noch Richtige Männer, Echte Männer, Berichte aus der Natur, über politischen Extremismus, Ethnologisches, ferne Länder und Zoologie, ja, sogar Kleintiere und Kleinsttiere!
Zum Kontrast – was bietet die aktuelle GQ? Männerleggins und iPod-Krawatten. Ja servus!
In der "Longlist" des diesjährigen Booker Prize findet sich u.a. das Buch "Me Cheeta: The Autobiography", die autobiographische Erzählung des berühmtesten Hollywood-Schimpansen aller Zeiten.
Ich darf nun, liebe Leser, darauf hinweisen, dass Eure Cohu – stets sozusagen am Puls der Zeit entlang trendsettend – schon im 2008er NaNoWriMo ein verdächtig ähnliches Thema bearbeitet hat: die Geschichte eines Affen, und zwar eines Schimpansen (!) der große Erfolge erringt (!) und davon in his own words erzählt. Cohus Buch ist zwar zugegebenermaßen weder gelungen noch veröffentlicht, aber eins muss man mir doch lassen: Ich hatte einen Riecher für das richtige Thema!
[Wer macht eigentlich dieses Jahr beim NaNoWriMo mit?]
Streicht alle Fernsehduelle zwischen Merkel, Westerwelle, und wie heißt der Dings, dieser Dings, der Mann mit der Brille, also jedenfalls, alles streichen – wird doch eh gähnlangweilig. Strahlt vor der Wahl stattdessen lieber eine Aufzeichnung dieser Veranstaltung morgen am Nockherberg aus.
P.S. Passende Musik/Rahmenprogramm dazu hab ich auch schon mal rausgesucht:
Die Lehre dieses Sommers: Bei kurzem Blick auf den blauen Himmel prognostiziere ich, dass es in den nächsten 5 Stunden zu monsunartigen Regenfällen mit Hagel und Graupelschauer kommen wird. Genau der richtige Zeitpunkt für einen Cohu-Videotipp also:
Louis Theroux ist nicht nur der Sohn von Paul Theroux, sondern außerdem ein BBC-Journalist, der uns die exzellente Reportagereihe Weird Weekends (1998-2000) geschenkt hat. In dieser besuchte er (vornehmlich U.S.-amerikanische) Subkulturen, also etwa Neonazis, fundamentalistische Christen, Wrestler, Pornodarsteller, Teleshopping-Verkäufer, Spieler in Las Vegas etc. pp. Eine Linksammlung zu den entsprechenden Filmchen auf Google Video gibt es bei BoingBoing. Eine Empfehlung für eine spezielle Episode kann ich nicht aussprechen, es sind nämlich ausnahmslos alle wirklich gut. Hier noch eine ensprechende Google Video-Suche, da die BoingBoing-Links teilweise nicht mehr funktionieren. Eine (ziemlich unheimliche) Sendung über Theroux’ Versuch, Michael Jackson zu interviewen, gibt es übrigens hier.
(Das Ganze gibts wohl auch auf Deutsch, lief anscheinend mal auf VOX. Da BBC Germany die Reihe völlig unpassend “Louis Theroux rettet Amerika” genannt hat und Theroux bescheinigt, “den Charme eines Theologiestudenten im 19. Semester” auszustrahlen, gehe ich allerdings davon aus, dass auch die Synchro gründlich an der Sache vorbeigeht…)
Freunde des Diastema mediale (Cohu berichtete) sollten sich schleunigst einen aktuellen H&M-Katalog sichern oder aber diese Seite aufsuchen – dort findet sich mitsamt ihrem entwaffnenden Lächeln (s.Abb.) nämlich Frau Jessica Hart, eine australische Waldorfschülerin (!), und man kann sich dem Liebreiz ihrer Zahnstellung nur schwerlich entziehen. Eine Google-Bildsuche fördert nicht nur das Übliche zu Tage, sondern auch die Erkenntnis, dass Frau Hart auch sonst Mut zur ästhetischen Subversion besitzt. Weiter so: Die Welt braucht mehr Zahnlücken und weniger Photoshop.
In den alten Fotosammlungen, die durch Digitalisierung nach und nach im Netz auftauchen, findet sich so manche Perle.
The Humphrey Winterton Collection of East African Photographs 1860-1960 etwa enthält Herrn Stanley (der von Livingstone) mit seinem beachtlichen Gefolge und den unheimlichen Captain Speedy und seinen Kleinen Prinzen (mehr zu ihm gibt es hier).
Das Bilder-Bundesarchiv ist (bis auf unrühmliche Ausnahmen) weniger exotisch – und unglücklicherweise durch Wasserzeichen verunziert…- aber trotzdem interessant: Büro im Wasser, Krippenwagen, E-Mail anno 1930. Und zum Thema "es war ja nicht alles schlecht damals" der photographische Beleg einer "schönen Weihnnachtssitte" im Jahr 1931.
Das alles wird aber weit in den Schatten gestellt durch die Werke des russischen Fotografen Sergei Mikhailovich Prokudin-Gorskii vom Beginn des letzten Jahrhunderts. In für die Zeit um 1910 wahrlich ungewohnter Farbenpracht strahlen uns in dieser Sammlung entgegen: Jüdische Schüler mit ihrem Lehrer. Gefangene und Wärter. Ein turkmenischer Kameltreiber. Und: Teepflückerinnen. Mehr Informationen zu der Sammlung und Prokudin-Gorskis Methode gibt es hier.
“…I move in with a high school teacher who also does a little plumbing on the side, who ain’t much to look at, but who’s built a special kind of refrigerator that can turn newspaper into lettuce. Everything’s going good until that delivery boy shows up and tries to knife me. Needless to say, he burned the house down, and I hit the road. The first guy that picked me up asked me if I wanted to be a star. What could I say?” (NY Mag: The Ten Most Incomprehensible Bob Dylan Interviews of All Time)
"People like to complain. People like to sing. If you do it at the same time, that’s a Complaints Choir."
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