Tribute to Flash Master R.

Den großen Künstler Georg Ringsgwandl möchte Euch Cohu, nach einem Besuch in seinem LMU-Audimax-Konzert gestern, ausdrücklich empfehlen. Sogar Nazivergleichartiges hat er parat, mit seinem schönen Lied "Gartennazi". Bemerkenswert schon allein aufgrund dieser Zeilen:

Selbst der Hund hat nichts zu lachen,
der Nazi ist sein Peiniger,
jeden Freitag spritzt er ihn ab
mit dem Hochdruckreiniger.

Neben solchen Blödeleien widmet R. sich dankenswerterweise aber auch der Hochkultur, so wird z.B. eine Oper präsentiert ("900 Mitwirkende, davon allein 200 Opernelefanten"), begleitet auf einem Waldorf-inkompatiblen "Plastik-Keyboard", mit dem der Nachbarsbub nicht spielen durfte, und das deshalb der Ringsgwandl bekam, denn  "der ist eh schon so vergiftet".
Den Neid meiner fünf Begleiter beschwor der reizende Manfred "Mane" Mildenberger am Schlagzeug herauf, während sicher fast jede der Damen (und vermutlich auch einige der Herren) im Publikum angesichts des spielfreudigen Landburschen nur noch schwach seufzen konnen: Mei, liab! (Für die echten Kerle war dann ja, sozusagen als Role Model, auch noch Nick Woodland da – wenn schon nicht der beste Bluesgitarrist der Welt, dann doch zumindest definitv der coolste Macker der Kurfürstenstraße!).
Wenige der Ringsgwandl-Werke sind im Internetz zu finden, hier aber zumindest mal eines aus wilderen, lang vergangenen Zeiten. Na, wer errät das Lied?

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Let’s Waffle

Ja sag amal, schon wieder so ein Wetter! Letzte Woche gab’s Basteltipps, für den heutigen Sonntag möchte ich Euch folgende Dinge ans Herz legen (die, zumindest im Englischen, sogar eine gewisse Beziehung zueinander haben):

1. Waffeln backen (s. Abb.). Rezept hier. Wer kein Waffeleisen sein Eigen nennt, möge sich bitte bald eines bestellen. Das braucht man nämlich auch, um köstliche Grilled Cheese Sandwiches (eine Art amerikanische Panini) zu machen – zur Tomatensuppe unabdingbar! Wer ein Waffeleisen besitzt, kennt kein schlechtes Wetter mehr, nur Waffelwetter.

2. NaNoWriMo. Seit Anfang des Monats feiert man in Amerika den “National Novel Writing Month”. Bis zum Ende des Monats sollen die Teilnehmenden einen 175-Seiten-Roman geschrieben haben. Unmöglich? Schlechte Idee? Irrsinn?  Die Veranstalter konzedieren: “You will be writing a lot of crap.”, betonen aber:“that’s a good thing.” Kritische Geister könnten nun einwenden, dass die Welt doch wirklich nicht noch mehr schlechte Romane braucht. Aber: kreative Betätigung der ansonsten passiv fernsehenden/potterlesenden Massen und die Produktion von überschwänglich-wahnwitzigen Texten würde ihr sicher nicht schaden. Die drei Tage könnt ihr noch aufholen, also munter drauflos geschrieben! Ah ja, das ganze geht natürlich auch auf Deutsch. [Ich hab für sowas natürlich keine Zeit. Muss Waffelbilder hochladen.]

I think, therefore I Scan.

Im Hause Cohu gibt es eine neue technische Errungenschaft, und zwar ein Epson V10 Bildeinlesegerät, neudeutsch Scanner. Hier ein kurzer Bild-Hochlade-Test. Klicken auf das Bild sollte im Idealfall zu einer größeren Version führen. Ich präsentiere: Grigory Sokolov in einem Linolschnitt von Cohu höchstselbst! Das Bild ist eine freundliche Leihgabe der Sammlung “IT”.

Papier ist geduldig

Neblige Oktobersonntage wie dieser sind perfekte Basteltage. Wem das Pumpkin-Carving eine zu große Sauerei (oder zu amerikanisch) ist, den möchte ich auf einige nette Papierbasteleien hinweisen, mit denen man sich als Druckerbesitzer die Zeit vertreiben kann: zunächst mal, passend zu Halloween, ein Totenkopf-Bausatz  für den Schreibtisch. Die Kollegen wird’s gruseln!
Schöner (aber nur mit dem Farbdrucker machbar) sind der schnappende Tintenfisch sowie das – für jeden nützliche – Zustimmungs-Schaf.

Tränen gelacht

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Yo Bro

Endlich wird dem Internetzpublikum deutlich gemacht, dass Begeisterung für Musik nicht genetisch vorbestimmt sein kann. Wie könnte eine Anti-Aoide wie Cohu sonst so einen Blutsverwandten haben?
(Vielleicht ist es bei mir aber auch so  wie in dem schönen Spruch, den unsere Omas oder gar Mütter für Schwule parat hatten: nur noch nicht die Richtige gefunden. Musik, in meinem Fall.)

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Liebesregen

Da bin ich ja mal gespannt, ob wir heute abend auf dem Weg nach Cavusköy, der ja auch durch das Betonparadies Kemer führt, die sagenumwobene Porno-Statue zu sehen bekommen. Mit ihren sechs Metern dürfte sie jedenfalls schwer zu übersehen sein. Habe leider kein Bild von ihr gefunden, aber veröffentlichen könnte ich es eh nicht, denn ich will ja keinen jungen Mädchen verderben!
(Früher war man in der Gegend übrigens nicht so empfindlich, was Porno-Skulpturen angeht. Ay caramba, muy caliente! Und nicht zu vergessen, die vielbrüstige Artemis von Ephesos.)

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Ich rieche, rieche Menschenfleisch!

Ich hätte ja nicht gedacht, dass ich hier mal einen Zombie-Film empfehlen würde. Aber bei dem Gruselwetter bleibt einem ja gar nix anders über. Also, Cohu-Prädikat für "Shaun of the Dead". Der Untertitel "A Romantic Comedy. With Zombies" verrät schon ganz gut, worum es geht. Hier auch bei Wikipedia, aber Obacht, Spoiler! Interessant im Übrigen auch die Geschichte der Zombies in der Voodoo-Kultur.
Wem das alles zu splatterig ist, der kann sich auf "philosophische Zombies" beschränken, denen sogar in der renommierten Stanford Encyclopedia of Philosophy ein umfänglicher und ganz und gar unblutiger Eintrag gewidmet ist. Warnung: diese Zombies sind (zumindest für den Nicht-Philosophen) stinklangweilig und fressen nicht mal Gehirne. Gähn!

(Bild: Joel Friesen/Wikimedia Commons)

Cohus Bekenntnis

Im Glashaus

Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet Cohu sich für das neue Glasfenster im Kölner Dom begeistern kann. Ich, die zertifiziert quasi-anarchokapitalistische LinksparteiSatanistin!

Es hat mich dann doch beruhigt, dass der Kardinal Meisner das Fenster doof findet, weil er lieber eine schöne Maria g’habt hätte mit einem Jesuskindlein, oder ein Kruzifix incl. Heiland (oder vielleicht, zur verschärften Distanzierung von Konkurrenzveranstaltern, Ecclesia und Synagoga oder ein paar Muselmänner). Aber es kam anders, und es gefiel Cohu, aber ach… katholisch, katholisch is dees need!