Gute Nachrichten (1)

Der moderne Mediennutzer klagt oft über den Überschuss an schlechten Nachrichten. Über die Erderwärmung wird nur gejammert, statt sich darüber zu freuen, dass der Ural demnächst zum feinen Obst- und Weinanbaugebiet wird, genauso wie Schottland. Und dass Eisbären aussterben, kann man doch auch positiv deuten, oder? Das alles mag eine Frage der Interpretation sein – Cohu stellt Euch, passend zur Vorweihnachtszeit, Nachrichten vor, die eindeutig positiv sind.
Zum Beispiel die hier: seit 1960 hat sich die Sterblichkeit von Kindern unter 5 halbiert. Nicht schlecht, oder?

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Cuteology

Kätzchen? Vergiss es. Buschbaby? Du kannst einpacken. Erdmännchen? Geht doch nach Hause.

Hier kommt die Riesenohr-Springmaus. Bitte seht Euch die ersten bekannten Filmaufnahmen von diesem fleischgewordenen Diddl an. Unglaublich.

Anleitung zur Schaffung sozialer Gerechtigkeit

1. Man lege einen gesetzlichen Mindestlohn fest, der bei saftigen 8,44 Euro liegt.
2. Man lehne sich ob der geschaffenen "sozialen Gerechtigkeit" befriedigt zurück.
3. Man beobachte, wie alle Menschen, die aufgrund geringer Qualifikation soviel nicht erwirtschaften können, arbeitslos werden. Unter anderem 22,7 % der Menschen unter 25 Jahre.
4. Voilá!

Bellezza e morte

Etwas verwirrend fand ich es ja immer, dass eine bestimmte Sorte piemonteser Kekse als "Amaretti Morbidi" bezeichnet wird. Morbides Mandelgebäck? Ist das etwas, was man zur Séance oder zum Goth-Kaffee isst?
Wirklich morbide hingegen ist diese Seite. Falls Ihr ähnlich schlecht italienisch könnt wie ich: es handelt sich tatsächlich um den Pin-Up-Kalender eines Sargherstellers. Der Konnex von halbnackten Schönheiten (?) zu Sepultralbedarf erschließt sich nicht direkt, außer vielleicht bei Miss Mai, die sich zumindest haltungs- und ausdrucksmäßig schon in deutlicher Nähe zum Sensenmann aufhält. Miss September hingegen dürfte sich spätestens bei Drucklegung des Sargschreinerschundheftchens überlegen, wie man möglichst qualvoll den Fotografen um die Ecke bringen kann, der diese Aufnahme von ihr verbrochen hat. Schönheit und Tod haben also zumindest indirekt was miteinander zu tun.

Wo man singt, da… flieg lieber nach Malle

Im Bayerischen Wald ein für einen Kurztrip geeignetes Hotel zu finden, ist gar nicht so einfach. Es handelt sich entweder um aufgebrezelte "Wellness"-Schuppen mit Ayurveda-Menü, Klangschalenmassage und Aromatherapie oder um lieblose Absteigen, deren größte Attraktion "SAT-TV" aus einem krankenhausmäßig an die Wand geschraubten Fernseher ist. Etwas abgeschreckt bin ich auch von der Formulierung "Nichtraucherhaus in Zwiesel", wobei der Hinweis "Unser Lächeln kommt aus dem Herzen und kann nicht bestellt werden!" den woidlertypischen Grant Charakter ziemlich gut einfängt.
Aber einer schießt den Vogel endgültig ab: der Singende Musikantenwirt. Das hat man davon, wenn man klimaschonend Urlaub machen will…

Höchst verdächtig!

"Wie mach ich meine linke Zelle größer?"

Heutzutage macht man sich ja mit den kleinsten Handlungen, also geradezu nebenbei, höchst verdächtig. Verlinken auf Rezepte zum Bombenbau ist riskant, genauso wie das Verwenden von Begriffen wie Gentrification. "Wie mach ich meine linke Zelle größer"unschuldige Frage eines html-Neulings oder Terror-Anfangsverdacht?
Aber auch außerhalb des Internetzes – im unpassend benannten "Real Life" – begibt man sich schnell ich Gefahr. Ein schmackhaftes Beispiel: Falafel. Bei diesem schönen Rezept, das nicht nur vegetarisch, sondern sogar vegan ist, muss man die Kichererbsen nicht mal kochen und braucht auch keine Friteuse. Cohu hat sich gestern fast ein bisschen daran überfressen. Aber wie gesagt: No risk, no fun. Man kann da beim Einkauf leicht einen gefährlichen Verdacht auf sich lenken. So versuchte etwa das FBI zeitweise, durch das Verfolgen von Falafel-Verkaufszahlen den Einstrom iranischer Terroristen nach San Francisco nachzuvollziehen.
Wer hätte das gedacht: die scheinbar so harmlosen Kichererbsenbällchen sind ein typische Speise der Achse des Bösen, und die rundlichen Hülsenfrüchte somit garantiert schon längst auf der Verdachts-Liste der Verfassungsschützer. Dazu noch ein eiskaltes Rappi Bier auf das Wohl von Kim Jong-Il, eine schmackhafte Reispfanne namens "Moros y cristianos",  und vielleicht eine schöne Romeo y Julieta nach dem Essen, und danach könnt ihr gleich anfangen, für die Untersuchungshaft Zahnbürste und Schlafanzug zusammenzupacken. Weitere Rezeptanregungen findet ihr hier.

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Wo Fototapeten entstehen:

Das Tiroler Grastal. Da schauts nämlich echt so aus!

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Vögel in Adrasan

Hier mal eine kurze Liste der interessanteren Vögel, die Cohu im Türkei-Urlaub nahe Antalya aufgespürt hat. Jaja, ich weiß, für meinen durchschnittlichen Blogleser nicht besonders interessant, aber vielleicht für den einen oder anderen Birdwatcher, der über Google nach Adrasan sucht. Wohlgemerkt hatte ich nicht mal ein Fernglas dabei, aber diese bunten und exotischen Viecher kriege ich auch grade noch so bestimmt. Voilá:

– Bienenfresser (Merops apiaster, siehe Abb.), ein größerer Trupp lebt in den Hügeln und durchquert mehrmals am Tag das Tal.
– Wespenbussard (Pernis apivoris), kein Wunder, bei den ca 4cm langen Riesenwespen, die überall rumfliegen. Über dem Berg auf der Südseite der Bucht gesichtet. Es gab noch andere Raubvögel, aber ohne Fernglas: keine Chance.
– Eisvogel (Alcedo atthis). Wie nicht anders zu erwarten: am Fluss, der wohl nicht so dreckig ist, wie er stellenweise aussieht.
– Haubenlerche (Galerida cristata), überall am Strand
– Ziegenmelker (Caprimulgus europaeus). Die Gute (denn es war anscheinend ein Weibchen) konnten wir aus ein paar Meter Entfernung bei der Mottenjagd an einer Straßenlaterne vor dem Hotel beobachten. Gehört habe ich sie seltsamerweise nie, vielleicht war sie nur auf dem Durchzug?
– Gelbsteißbülbül (Pycnonotus xanthopygos). So, den gibts (in Europa) tatsächlich nur an der türkischen Südküste und es handelt sich daher auch um eine neue Spezies auf Cohu’s ellenlanger Artenliste! Gesichtet in den Obstgärten am Fluss.

(Bild: Marek Szczepanek/Wikimedia Commons)

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Kurzer Gruss aus dem Süden

1. Deutsche Maenner erkennt man hier am Bauch, den sie so stolz vor sich hertragen wie sonst nur vierundvierzigjaehrige Eppendorfer Erstmütter nach erfolgreicher ICSI, deutsche Frauen an der misslungenen Dauerwelle. Attribute ausserdem: Vollkornbrotdose und Nutellaglas werden zum Frühstück mitgebracht. Briten dagegen: weisse, bzw. hellblaue Beine in kurzen Hosen bei beiderlei Geschlecht.
2. Kann auf alle meine üblicherweise besuchten Seiten surfen, nur nicht auf die vom Stadtneurotiker. Folgender Hinweis erscheint: Access to this site has been suspended in accordance with decision no: 2007/195 of T.C. Fatih 2.Civil Court of First Instance. Brenne jetzt darauf bei meiner Rückkehr den Anlass für diese Entscheidung, vermutlich in Form eines gesalzenen Blogeintrags, zu lesen. Die Wahrheit über Atatürk? Unzüchtige Bilder? Haette aber schon  verdacht schoepfen sollen, als der junge Mann damals eine kurdische Taverne ın Haidhausen empfahl…
3. Wenigstens geht hier auf der Tastatur das Ü.

 

Liebesregen

Da bin ich ja mal gespannt, ob wir heute abend auf dem Weg nach Cavusköy, der ja auch durch das Betonparadies Kemer führt, die sagenumwobene Porno-Statue zu sehen bekommen. Mit ihren sechs Metern dürfte sie jedenfalls schwer zu übersehen sein. Habe leider kein Bild von ihr gefunden, aber veröffentlichen könnte ich es eh nicht, denn ich will ja keinen jungen Mädchen verderben!
(Früher war man in der Gegend übrigens nicht so empfindlich, was Porno-Skulpturen angeht. Ay caramba, muy caliente! Und nicht zu vergessen, die vielbrüstige Artemis von Ephesos.)

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