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| Würde garantiert im Merhaba essen: Atatürk |
Cohu ist heute endlich einer Empfehlung des Stadtneurotikers nachgekommen und hat die "Taverne Merhaba", ein türkisches Restaurant im mir vorher auch nicht bekannten Franzosenviertel in Haidhausen, besucht. Nach ca. halbstündiger Parkplatzsuche (das Viertel ist ein sog. Parklizenzgebiet) kamen wir mit ziemlichem Hunger in ein erstaunlicherweise bis auf den Koch und den Kellner vollkommen leeres Lokal! Vermutlich lag’s an der Urlaubszeit oder dem Fußballspiel; ungemütlich war es aber trotzdem nicht in dem hellen, sehr klar und ohne viel Folklore relativ anspruchslos eingerichtetem Gastraum. Wir wurden mit ausgesuchter Freundlichkeit und Höflichkeit bedient. Dann gab es für die IT eine Art – hör weg, Kemal! – Bifteki, also natürlich die türkische Version davon, (Hacksteak mit Schafskäse gefüllt), und für mich eine auf der Zunge zergehende gebackene Aubergine, gefüllt mit Putenfleischwürfeln in einer Tomaten-Soße mit diesen dünnen hellgrünen türkischen Paprikaschoten. Alles, bis zum kleinsten Reiskorn und der milden Joghurtsauce, war – wie wir es ja inzwischen von der exzellenten türkischen Küche außerhalb der Dönerbuden gewohnt sind – absolut perfekt, was Konsistenz und Würzung anging, frisch, nicht zu fettig, nicht zu salzig, mit einfach unglaublichem Gemüse, wie man es in deutschen Lokalen selten findet (also auf jeden Fall was für Vegetarier!). Ein würdiger Münchner Ersatz für das Hamburger "Mangal," würde ich sagen, und sogar ganz ohne Diekmann.
Für die Durstigen: im Merhaba wird süffiges Oberbräu Holzkirchen ausgeschenkt, auf den Deckeln steht der griffige Werbespruch "Oben Schaum – Unten Traum" (vom Ringsgwandl wurde das Oberbräu, wie diese Seite berichtet, daher schon mal als "Epileptikerbier" bezeichnet).
Also: der Taverne Merhaba verleihe ich hiermit ein uneingeschränktes Cohu-Prädikat, und das will was heißen. Auf dass ab jetzt alle meine Blogleser nur noch dort essen und wir das nächste mal nicht alleine im Eck sitzen!
[Wenn Ihr Euch den Parkplatz-Trouble ersparen wollt: die nächste U-Bahn Station wäre glaub ich der Ostbahnhof.]
(Bild: Wikimedia Commons)






Nochmal zu einem anderen, aber immer noch durchaus sprachlichen, Thema: der Name des Autors – übrigens ein echter, kein Künstlername – hat mich schon immer fasziniert. Der Vollständigkeit halber hier noch einige Anagramme, die sich daraus bilden lassen:

Ich kenne kein Gerät, das den Kontrast zwischen den Tiefen menschlicher Körperlichkeit und den Höhen humaner Geistestätigkeit, also den grundlegenden Dualismus unseres Wesens, unser Geworfensein in die Leere zwischen Geist und Materie, ja, man könnte sagen, das im Menschen vereinte Göttliche und Tierische, oder: den Widerstreit zwischem Konkretem und Abstraktem, derart treffend illustriert wie der Otohime-Geräuscherzeuger der japanischen Firma Toto. Bei Betätigung des Bewegungsmelders (rechts oben) ertönt aus dem Kästchen der Klang einer spülenden Toilette, und auch auf dem WC bleibt so zumindest oberflächlich die Illusion gewahrt, der Mensch sei ein reines Geistwesen.