Callcenter

Da Cohu momentan keinen Telefonanschluss hat (ich darf mich an dieser Stelle nochmal ausdrücklich bei der Telekom bedanken!) und der FeTAp deshalb trockenliegt, telefoniert sie übers Internetz mit dem Telefonanbieter 2.0 (haha!), Skype. Die SkypeOut-Qualität (Anrufe aufs Festnetz) ist etwas zweifelhaft – da immer nur einer sprechen kann und der andere zuhören muss, wollte ich meiner Schwester heute schon die Verwendung von “Over” vorschlagen – dafür hat VoIP andere Vorteile. Kann zum Ersten jetzt endlich mal das Headset verwenden, das ich vor Jahren mal als Werbegeschenk bekommen hab. Da fühlt man sich gleich wie eine professionelle Telefonistin Call Center Agent (siehe Abb.), muss jetzt noch üben “Cohu-Hotline, Guten Tag, mein Name ist Cohu, wie kann ich Ihnen helfen?” in weniger als einer halben Sekunde runterzurasseln und unerwünsche Gespräche elegant abzukürzen “Einen kurzen Moment, Frau/Herr X, ich verbinde Sie mal eben mit dem Kundenservicemanager! – Fiep, fiep, dann unendliche Warteschleife mit Musik wie “Last Christmas” oder dem “Einzug der Gladiatoren“.
Hauptvorteil natürlich: nebenher im Internet surfen ist viel einfacher und nackenschonender!

Ein Blick aus Cohus Küchenfenster

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Lieber unverschämter T-Punkt-Wicht von gestern nachmittag:

Sz, sz, sz…

Nach einem Großkampftag mit der Telekom (erspare Euch Details, schlage neue diagnostische Kategorie nach ICD-10 vor: Monopol-Burnout, von Kontakt mit (u.U. ehem.) Monopolisten wie T-Com oder Post ausgelöste Anpassungsstörung, paradigmatische Symptome: Blutdruckanstieg, Gastritis, Schreikrämpfe, Autoaggression), also nach dieser Aufregung will sich Cohu vor bzw. hinter dem aktuellen SZ-Magazin entspannen. Und was findet sie? Dieses von mir schamlos geklaute Doppel!
Kennt die Welt, bzw. die Süddeutsche, denn keinen Anstand mehr? So, und jetzt wird unverzüglich der Urheberrechtsanwalt eingeschaltet! Bis nach Karlsruhe gehe ich, ach was, bis nach Luxemburg, wenn nicht gleich nach Straßburg, da wird Cohu zum Kohlhasen (ungleich Kohls Hasen).

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Decline of a Nation: So ein Käse

Die Briten sind ja inzwischen, genau wie die Amerikaner, von einer "Junk-Food"-Hysterie befallen. Großartig die Idee (Cohu berichtete), alle Werbung für dieses Teufelszeug in Kinderprogrammen zu verbieten. Unter diese Müllfraß-Werbeverbot fällt nun aber leider auch Käse – der ist nämlich zu fettig, um den gestrengen Standards der Britischen Fernsehaufsichtsbehörde Ofcom bzw. der der FSA zu entsprechen, genauso wie übrigens, so zitiert zumindest der Telegraph die Nahrungsmittelindustrie, die gute alte Muttermilch. Aber für die macht eh keiner Werbung, von der LLL mal abgesehen.
Ja, dabei hatte damals in England der gute Käse Cohu stark beeindruckt – nicht nur Wensleydale, sondern sogar stinknormaler Cheddar und Stilton (siehe Abb.) korrigierten meine fromagologischen  (oder soll ich sagen: kasuistischen) Fehleinschätzung, nur die Franzosen hätten die Milchfermentation so richtig drauf. Drauf hatte ich nach dem Jahr auch 10 Kilo mehr, das kann aber keinesfalls am Käs gelegen haben. Und selbst wenn. Für ein Kulturgut werd ich gerne fett! Schön find ich in diesem Zusammenhang auch, dass es in Großbritannien eine All-Party Parliamentary Group for Cheese gibt. Wollen die mich nicht mal auf ihr Annual Meeting einladen?

 (Bild: Wikimedia Commons)

A Story Too Often Told

Cohus Wohnung ist momentan Internetz-los. Meine Schuld ist es nicht.
Soll ich die ganze lange Geschichte erzählen, von Cohu, die auszog, um ihren Anschluss umzumelden, in einen Flatrate-Tarif zu wechseln und ein Hardwarepaket zu kaufen, die nicht einmal, nicht zweimal, nein: dreimal scheiterte am Monstrum, von dessen Gefährlichkeit uns unzählige Epen der Neuzeit berichten –  vielköpfiger als Zerberos, gefräßiger als Scylla, gestaltloser als Charybdis, aasstinkender als die Harpyen, bekannt als: TEKOMOS – vom Computersystem, das nicht funktionierte, von der 404-Seite, die erschien, vom Auftrag, der nicht zu erteilen war, von der Anlage, die nicht mitgegeben werden konnte, deren Versendung jedoch mindestens vier Tage in Anspruch nehmen würde, vom Angestellten, der das Wort Kulanz nicht kannte, vom DSL-Anschluss des Vormieters, der trotz Kündigung und Abschaltung noch besteht, der aber wundersamerweise nicht mehr funktioniert  – kurz, ein Epos voller Enttäuschungen, Entbehrungen und Bitterkeit?
Nein, Cohu wird dieses Lied nicht anstimmen. Denn ich weiß, jeder Erdenmensch kennt sie, die drei Dinge, die unverrückbar gegeben sind, mag kommen was da wolle: die Allmacht der Götter. Die festen Bahnen der Gestirne. Und die wundersame, systemimmanente Unfähigkeit und Unverschämtheit des Unternehmens das da heißt: T-Com.