Decline of a Nation: Off work for saddling my dead horse.

Die Tierliebe der Briten ist legendär – Cohu berichtete. Aber mit dieser Nachricht haben sie echt, haha, den Vogel abgeschossen: einige Londoner Firmen bieten ihren Angestellten jetzt "peternity leave" – bezahlten Urlaub, falls das geliebte Haustier krank sein sollte und der Pflege bedarf, und "compassionate leave", falls das Tierchen verstorben ist und in die Seifenfabrik gebracht  liebevoll im Garten beigesetzt werden muss (Sunday Times). Und übrigens, an der University of Lancaster würd ich auch gern als Organisationspsychologe arbeiten, um dann solch komplexe Sachverhalte endlich zu durchschauen:

“When jobs are insecure, telling a boss that you want time off work to look after a pet would not go down well."

(In guter alter Tradition der Rubrik "Decline of a Nation" empfehle ich Euch natürlich, sowohl die Qualität dieser "Expertenaussage" als auch das Entgegenkommen der Arbeitgeber als als Zeichen absurder Dekadenz und Unfähigkeit der Briten zu werten. Und nicht etwa als Indiz für einen dank fescher Konjunktur boomenden Arbeitsmarkt auf der Insel, der es erlaubt, Lehrstühle für das Offensichtliche und Urlaub für Haustiere einzurichten…)

Es gibt kein zweites Leben im ersten

Ok, draußen ist es zu kalt und ungemütlich. Stadtspaziergang kann man trotzdem machen. Noch viel besser als Google Earth ist dafür der "Bird’s Eye View" von local.live.com geeignet. Hier kann man z.B. die Nackerten im Englischen Garten anschauen (siehe Abb.) oder das Tollwood-Festival.
Ein schwacher Trost dafür, dass mein Computer anscheinend zu grafik-schwach ist, um Second Life zu spielen. Dabei hatte ich schon so einen putzigen Wüstenfuchs-Avatar ausgesucht…

Some like it hot

Hier in Hamburg liegen zwar noch nicht mehr als 2-3 cm Schnee, aber die gefühlte Temperatur ist bei ca -15° (hier wird sie zwar mit -6,5° angegeben, aber ich werd ja wohl noch selber am besten wissen, welche Temperatur ich fühle. Welcher Vollidiot kommt überhaupt auf die Idee, objektive Angaben für subjektive Werte zu machen? Eine Cohu ist schließlich um einiges kleiner, leichter, jünger und kälteempfindlicher als ein Klima-Michel!) Also, was ich eigentlich sagen wollte: ich hätte gerne eine dieser Strahlen-Kanonen, die das amerikanische Militär jetzt entwickelt hat:

The ray gun, which is supposed to be harmless, is designed to make people feel they are about to catch fire and drop their weapons.
The futuristic new weapon, called the Active Denial System, was tested yesterday on 10 journalists who volunteered to be fired at.
Airmen zapped beams from a dish on a Humvee at the volunteers. They were treated to a blast of 54C (130F) heat, that was said not to be painful but intense enough to make them feel they were about to ignite. (Guardian)

 

Mmmmh…hört sich waaaaaaaaaaaaarm an… Man muss sie nur rechtzeitig wieder ausschalten, sonst wird’s schmerzhaft.

Posted in Hamburg, Technisches. Comments Off on Some like it hot

Decline of a Nation: Bitte recht freundlich

Auf den britischen CCTV-Wahnsinn hab ich ja an anderer Stelle schon mal hingewiesen. Besonders schöne Meldung jetzt aus Schottland: Geschindigkeitsüberwachungs-Kameras sollen jetzt von Kameras beobachtet werden, um Vandalismus zu verhindern (BBC News). Wir stellen jetzt mal nicht die Frage, wer die CCTV-Kameras bewacht, und ob es eigtlich in den Räumen von Kaufhausdetektiven auch Kameras gibt, die sicher stellen, dass die Guten sich nicht nur Videos von den Damen-Umkleidekabinen reinziehen!
In die gleiche Meldungskategorie fällt der schon etwas ältere Vorschlag, beradelte (hab das jetzt mal von “berittene” abgeleitet), also, beradelte Streifen-Polizisten mit Kopfkameras auszustatten (BBC News), to, Zitat “record and secure vital evidence”. Das ist sozusagen “Human Enhancement” – vollkommen in Cohus Sinne, aber mal ganz unverschämt gefragt: haben die keine Augen im Kopf? (Jetzt auf europäisches Festland angewandt: wenn es ein Kopforgan bei Polizisten gibt, das nicht immer alle Standards erfüllt, dann doch nicht die Augen…)

Posted in Decline of a Nation. Comments Off on Decline of a Nation: Bitte recht freundlich

Was heißt hier nutzlos!

Danke erstmal an den Mann ohne Fähigkeiten für das Stöckchen.  Lustige Frage. Also die 10 nutzlosesten Fähigkeiten…

1. Ich kann alle Vogelarten Mitteleuropas bestimmen. Heute vielleicht nicht mehr so gut wie vor ein paar Jahren, aber das ist ja leicht auffrischungsfähig. Und im normalen Leben vollständig nutzlos! Habe nicht mal mehr ein gutes Fernglas. Dafür neulich im E-Garten eine Wasseramsel gesehen.

2. Ebenso bin ich recht gut im Bestimmen von allerlei Un- und Küchenkräutern. Nützlich ist nur noch evt. sowas wie Bärlauch oder Maiglöckchen, oder Kirsche und Tollkirsche, denn da gilt auch heut noch nach Darwin: survival of the fittest pflanzenbestimmer!

3. Ich beherrsche die Kommaregeln. Die alten. Vollkommen nutzlos. Nur dass man sich immer noch zusätzlich ärgert, wenn es heißt
"Wegen einer Betriebsstörung, haben heute alle S-Bahn-Linien bis zu 10 Minuten Verspätung."
Inzwischen will ich mich, nicht mehr so sklavisch, an die alten Regeln halten um mich dem Massengeschmack, anzupassen. Aber es geht irgendwie immer, schief.

4. Mir fällt zu fast allem eine Simpsons-Referenz ein. Üblicherweise schluck ich sie runter, weil man ab der dritten Äußerung eines Simpsons-Zitats als lächerlicher Mensch gilt (natürlich nur bei Simpsons-Nicht-Verstehern, aber auch das schluck ich runter!)

5. Was Schlucken angeht: ich kann viel essen! Sehr viel! (Das ist bekanntermaßen, außer beim all-you-can-eat oder evt bei italienischer oder österreichischer Schwiegermutter, die ich nicht habe, nutzlos, evt. sogar schädlich!)

6. Ich kann einen Abend ohne Fernseher aushalten (Sehr nutzlos. Wo gibt’s schon keinen Fernseher? Im Krankenhaus und im Gefängnis stehen welche rum. Sogar auf Bohrplattformen, hab ich gehört. Auf der MIR schwebt sicher auch einer im Eck rum.)

7. Ich kann unbegrenzte Zeit im Internetz surfen und finde immer wieder neue und interessante Seiten. Zugegeben: vollkommen nutzlose Seiten. Zb. welche, die auf Food Porn  spezialisiert sind. Oder meine momentane Lieblingsseite.

8. Ich kann meine Knie enorm weit durchdrücken. Sieht spacig aus!

9. Ich kann LAUT mit den Fingern knacken. Hört sich spacig an!

10. Äh, ich weiß jetzt nicht, in welche Richtung man nummerieren sollte. Also, ich hab es jetzt so gemacht, dass hier, ganz unten, bei "Zehntens" jetzt praktisch, das Allernutzloseste von der Liste steht. Und das ist bei mir die ausgeprägte Fähigkeit, mir zu jedem hirnrissigen Schmarrn was aus den Fingern zu saugen. Ladies and Gentlemen: they call it blogging!

Mag noch wer? Ursi? Die Chaostanten?

Posted in Cohu. 8 Comments »

Das kann kein Zufall sein

Zwar haben mich die Parzen heute mit einer Flugannullierung bestraft. Bzw. Petrus, Uller oder gerne auch Lilinoe, Waiau, Kahoupokane und Poliahu mit reichlichem Schneefall, je nach bevorzugtem Aberglauben.
Dafür lese ich direkt nach meiner Rückkunft vom sinnlos aufgesuchten Franz-Josef-Strauß-Flughafen: meine einzige Konkurrentin ist heute 30 geworden. Na wenn das keine Entschädigung ist! Danke, Götter und Göttinen.

Posted in Ha-ha!, Kollektivneurose. Comments Off on Das kann kein Zufall sein

“DHL-Pakete holen / Tut so guuut….”

Ich wusste ja bis jetzt gar nicht, dass so viele Firmen eigene "Firmensongs" haben (ok, ich kannte die Telekom-Warteschleifen-Melodie, aber sonst…). Man muss sich diese Songs nicht alle antun – auch in den Kommentaren finden sich noch massig Links! – aber ich empfehle Euch ganz dringend, zumindest den "Packstation-Song" runterzuladen (über Packstationen berichtete Cohu schon mal hier).
Sollte dieser Brüller Euch auch vielleicht nicht dazu verleiten, den so elysisch besungenen Service in Anspruch zu nehmen, so wird er zumindest einige von der irrigen Vorstellung befreien, Komponisten und Liedtexter seien notwendigerweise coole und beneidenswerte Menschen.

Jetz schneibts oiwei no

Den ganzen Winter durch blühen die Kirschbäume, Ballerinas und Formal Shorts werden mit fröhlicher  Ignoranz der Jahreszeit weiter getragen, und die immer fetter werdenden Eichhörnchen (zumindestens die im E-Garten) machen sich nicht die Mühe, einen Winterschlaf auch nur anzufangen. Nur prompt an dem Tag, an dem Cohu nach Hamburg fliegen will, muss es zu schneien anfangen. Ich bin jetzt wirklich niemand, der sich über wetterbedingte Verkehrsmittelausfälle beklagt (lieber bleib ich in München, als im schneewolkenverhangenen Erdinger Moos zu verpuffen oder über Düsseldorf mit einem Malle-Charter zu kollidieren), aber warum muss gleich die ganze Aktuelle-Abflüge-Anzeige des Flughafens zusammenbrechen (naja, zumindest ist sie alle paar Minuten down)? Ist das etwa grad der aller-aller-erste Schneefall über dem FJS-Airport ever? Und die SMS-Benachrichtigung – normalerweise vollkommen überflüssig, jetzt wärs aber ganz praktisch, zu erfahren, ob man überhaupt rausfahren muss – ist außer Betrieb. Naja, noch habe ich Hoffnung…

Posted in Cohu vs. Windmühlen, Hamburg, München. Comments Off on Jetz schneibts oiwei no

Decline of a Nation: Nichts zu Lachen.

Großbritannien rühmt sich gerne, das Mutterland eines besonders ausgeprägten und feinen Humors zu sein – der Brite ist nicht witzisch und lustich, sondern witty und funny, und das ist ein ganz enormer Unterschied. Monty Python, Fawlty Towers und Terry Pratchett haben es zudem geschafft, die Legende vom natürlich humorvollen Großbritannien in alle Welt zu tragen und zu festigen. Aber – zumindest in Cohus ikonoklastischem Einzugsbereich – muss jeder Mythos mal bröckeln. Und so trifft es sich gut, dass in England das umfangreiche Notizbuch eines Komödianten aus dem 19. Jhd. aufgetaucht ist, voller viktorianischer Witzchen (BBC News).
Lacher gefällig?

"What’s the difference between a rowing boat and Joan of Arc? One is made of wood and the other is Maid of Orleans."

Uff…

"Bad husbands are like bad coals – they smoke, they go out, and they don’t keep the pot boiling."

Puuuuuh!

Tom: Did you hear of that accident today? Three men run over by a railway train?
Ringmaster: Killed?
Tom: No, they were saved by a miracle – the train was going over the bridge and they were going under it.

Das sollte, finde ich, reichen, um Großbritannien ein für alle Mal vom hohen Sockel der Humornation zu stoßen (die krankhaft misogynen Witze lass ich jetzt mal weg, aber seid beruhigt, es gibt derer zahlreiche).
Aber in noch einem Bereich gleichen sich die Briten anscheinend langsam den Deutschen an: man findet immer wieder Beispiele von ausgeprägtem nationalem Selbsthass. Der Kommentar mit dem bezeichnenden Titel "This popcorn and burger society is making me sick" könnte glatt von einem deutschen Zeitungskolumnisten stammen – jetzt mal abgesehen von der Sprache und der Tatsache, dass der Autor sämtliche Probleme – inklusive unverschämte Teenager – nicht  wahlweise auf die Nazis oder die 68er zurückführt, sondern auf Margaret Thatcher…

(Bild: Screenshot aus Monty Python’s Flying Circus, via Wikipedia)

Posted in Decline of a Nation. Comments Off on Decline of a Nation: Nichts zu Lachen.

Schwacher Trost

Anscheinend ist man, trotz der (Zitat Stern) "wunderschönen Vanessa Hessler", die man ja damals mit allen MItteln der Kunst von siebzehneinhalb auf gruseliges Satinkleid-Sexmonster geboostet hat, auch bei "Alice" nicht notwendigerweise besser dran als bei der guten alten Telekom (warum ist Robert T-Online eigentlich tot? Wurde der auch zu alt fürs Modeln?). Jedenfalls, mit den Brüdern von der Telekom hab ich ja schon einiges erlebt, aber immerhin wurden nicht plötzlich hunderte Euro unberechtigterweise von meinem Konto abgebucht, wie es jetzt wohl gerade in der Alice-versorgten IT-WG passiert ist…