Sauber!

Doku mit Cohu-Prädikat: bei Google Video gibt es eine recht interessante Feature-Doku über/von einem BBC-Journalisten, der versucht, etwas darüber rauszufinden, wie es im Iran – abgesehen von Israelflaggen-Verbrennen, Atomstreit und absurden Meldungen – tatsächlich zugeht: Rageh inside Iran. Allein wegen der Tunneleinweihungsszene mit unserem Lieblings-Monchichi lohnt sich der Film! Aber auch sonst – mal Hand aufs Herz, was wisst ihr über die neuere Geschichte des Irans, z.B. über den Iran-Irak-Krieg der 80er (1. Golfkrieg)? Und hattet ihr eine Ahnung davon, dass es im Iran ein großes Problem mit Crack- und Crystal-Meth-Abhängigen gibt? Zumindest mir war das alles neu.
Übrigens: wenn mich nicht alles täuscht, haben die in Teheran eine modernere U-Bahn als bei uns. Und es schaut auch fast sauberer aus dort. Die Einführung von überquellenden Mülleimern hier in München (insbesondere im E-Garten) hat man jetzt wohl aus der Bundeshauptstadt übernommen…
(Bild: Wikipedia)

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Einmal volltanken

Habt Ihr Euch auch schon mal gefragt, was jetzt eigentlich in die ehemalige Tankstelle "Metropol"-Garage in der Georgenstraße eingezogen ist? Ich dachte ja erst ein Kunstbuchhandel, aber ganz falsch. Der gute Onkel S. hat uns neulich darüber aufgeklärt, und hier stehts nochmal ganz ausführlich: da hat ein Investmentbanker Kunstsammlung (und Büro) aufgeschlagen.
MIttwochs von 4-6 kann man das besichtigen, nur zu, die Aufsichtsdame ist sehr nett, und einen schön gestalteten kleinen Prospekt bekommt man auch noch. Momentan wird der super-minimalistische (leider schon 2003 verstorbene) Künstler und Yalie Fred Sandback ausgestellt. Also, nicht der Künstler selbst, wir sind ja nicht bei "Körperwelten", vielmehr seine Faden-Draht-Installationen und einige Lithographien. Hier findet man noch einen ganz interessanten Text Sandbacks.

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Von nix kommt nix

Man muss für die Telekom jetzt ausnahmsweise auch mal Verständnis haben: irgendwoher muss das Geld für’s Billig-Roaming schließlich kommen.

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Handwerksgott/göttin

Braucht man nicht zum Aquarienbau

Vor nicht allzulanger Zeit ging es ja in der Hansestadt bei diversen Wohnungsverschönerungsmaßnahmen um diesen Titel. Nun hat sich jedoch einiges ergeben, was – wie ich finde – die nachträgliche Verleihung dieses Titels an Cohu rechtfertigt.
Bitte nicht so laut applaudieren, das irritiert die Kleinstlebewesen!

(Bild: Wikimedia Commons)

Smells Like Best-Ager Spirit

Den Dauerfernsehern unter Euch erzähle ich vielleicht nichts Neues: das Duftwasser "Ambré" der Firma Baldessarini wird seit einiger Zeit in einem famosen Spot (auf "Kampagne" und dann auf "TV-Spot ansehen" klicken) mit der gebürtig oberpfälzerischen Ledervisage Karl Georg Schumann beworben.
Jetzt nicht falsch verstehen. Cohu ist keine Ageistin. Aber dieser Flugzeug-Spot ist einfach gruselig. Der Baldessarini-Slogan "Separates the men from the boys" wird mit zunehmender Alterung und Fältelung des Herrn Schumann immer grotesker. Der ist doch seit mindestens einem halben Jahrhundert kein "Boy" mehr, bei großzügigster Auslegung dieses Begriffs – der braucht kein designiertes Altherrenwässerchen auflegen, der ist ein alter Herr. Was ja an sich gar nichts Schlechtes ist, im Gegenteil. Aber zurück zur Kampagne:
Was geht wohl, angesichts des Mitreisenden, im Hirn der armen Pilotin vor?

"Hm, ich hätte schon Verdacht schöpfen sollen bei diesem Auftrag. Welcher Kunde bittet schon um eine Pilotin im Abendkleid!!! Dann hat der Typ auch noch eine Barry-White-CD mitgebracht…würg…Und jetzt hockt da hinten so ein geifernder Lustgreis und schwelgt in Steuerknüppelphantasien. Riechen tut’s auch so komisch. Und irgendwie fehlt meinem Flugzeug ganz eindeutig die nach EU-Direktive XYZ 089 vorgeschriebene fest verschließbare Tür zwischen Cockpit und Fluggastraum.
Des ist mir jetzt zu blöd. Der schaut ganz komisch. Am Schluss kommt der noch nach Vorne! Ich dreh mal ab, Notlandung in Ellermühle!"

Für all jene, die es jetzt noch immer nicht gruselt, verweise ich auf eine lustige Assoziation meiner IT: stellt Euch das ganze mal mit vertauschten Rollen vor. Dame im Alter von etwa 70. Junger Pilot im Alter von etwa 19 (kann man mit 19 überhaupt schon Pilot sein?). Glotz, glotz. Dann noch der Spruch "Separates the women from the girls" (damit hätte das Parfum "Baldessarina" dann endlich die Menstruation oder meinetwegen, für Zartbesaitete, den ersten BH als Reifezeichen der XX-Chromosomträgerinnen abgelöst).
Ein mahnender Aufruf Cohus: man sollte in Zeiten, in denen das Fliegen eh schon so unangenehm ist (Terroristen, Co2-Ausstoß, keine Kontaktlinsenflüssigkeit) das Leben des unschuldigen Flugreisenden nicht auch noch durch solche Schreckensvisionen wie diesen Riechflüssigkeitsspot erschweren.

Ausweitung der Kampfzone

 Ist ja keine Kunst. Oder?

Manch ein Leser mag bei Lektüre dieser Einträge schon befürchtet haben, dass es in Cohu’s Blog ab jetzt – neben so abgefahrenen oder soll ich sagen: grandiosen Kategorien wie "Nazivergleich" und "Decline of a Nation" bald auch eine Kategorie "Aquarium" geben wird.
Zwar wäre dies durchaus gerechtfertigt. Denn die Aquaristik erfüllt zunächst einmal vollständig das Kriterium, das bestimmend ist für die heutige zivilisierte Hochkultur, zu der ja auch Cohu’s Blog zweifellos zählt: absolute Sinn- und Zwecklosigkeit. Ja, schau her, Theaterstück mit Aussage: Scheiße, Bild wo was drauf ist: Kacke, Buch mit Geschichte: Nix da! Sogar Kino mit wo zack, zack, bumm, bumm: geht nur mit Bruce Willis! Es muss ein wenig indiemäßig wirr dahinplätschern, interpretationsfreundlich und unfestgelegt, und das ist gut so. Ich könnte meine sinn- und zweckloses Becken, das nix macht außer Strom verbrauchen und ein bisserl Wasser verdunsten, jetzt also auch verkaufen als Installation unter dem Titel: "Rekonstruktion einer Pfütze 21/R" und keiner hätte das Recht, mir EU- und städtische Fördergelder zu verwehren, obwohl Moment, da wär ich am Ende noch eine Epigonin, ein schwacher Abklatsch, denn  in Glaskästen schwimmende Tiere hats in der modernen Kunst schon zur Genüge.
Nun, jetzt wo ich oben schon vorschnell ein zwar hingeschrieben habe, muss hier wohl oder übel ein aber kommen: die Aquaristik ist, egal, wie man es dreht und wendet, nicht jedermanns Sache. Es ist wohl inzwischen so, dass dieses Thema im Leben der Mehrheit der Bevölkerung eine relativ geringe Bedeutung hat. Ich würde sogar sagen – und Obacht, wieder eine Parallele zur Hochkultur – allen bis auf eine verschwindend geringe Minderheit von Menschen, die (nach gängiger, wenn auch evt. fehlerhafter Auffassung) zuviel Zeit oder einen an der Waffel hat, geht dieses Thema vollständig am Arsch vorbei!
Und deshalb bekommt Cohu’s Aquarium ein eigenes Blog.

Ein Gespenst geht um in Europa…

…und ich versteh immer noch nicht, warum die EU sich in die Preisgestaltung von Handyanbietern einmischen darf oder soll. Muss man sich das so vorstellen: die EU kommt, gleich einem strahlenden Ritter auf dem weißen Hengst (oder meinetwegen sone Tussi auf nem Stier), an den Urlaubsstrand geritten, um allen Sonnenbadenden und Sangriaschlürfern Freiminuten zu schenken?
In Wirklichkeit ist es doch so: käme es zur Preisregulierung, müsste ich – als Roaming-Nicht-Nutzer – dafür bezahlen, dass irgendwelche Leute  billig aus dem Ausland telefonieren dürfen.  So werden die armen Verbraucher geschützt, die (angeblich) zu blöd dafür sind, sich vor dem stundenlangen Telefonat vom Jesolo-Strand mit Tante Frieda zu überlegen, dass das (je nach Anbieter) ein teures Vergnügen ist. Neiiiin, sich eventuell einen Anbieter zu suchen, der günstige Roaming-Angebote hat – das ist natürlich zu viel verlangt. Man könnte zu einem Anbieter gehe, der mir im Vorraus sagen kann, was bei ihm das Roaming kostet (und z.B. einen EU-Standardtarif anbietet, gibts ja alles) – aber wozu haben wir schließlich die EU ins Leben gerufen? Ach so, um einen dritten Weltkrieg zu verhindern. Und der stand – angesichts der horrenden Roamingkosten – wirklich kurz bevor. Grad nochmal davongekommen.

(Bild: Wikimedia Commons)

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Decline of a Nation: It’s Magic

Britische Behörden und W-LAN, das ist so ‘ne Sache (Cohu berichtete). Jetzt wird untersucht, ob das Funknetz Kindlein schädigt (durch "Elektrosmog"). Unabhängig von dem Unfug, der von so manchem E-Smog-Irren verzapft wird, finde ich besonders lustig diese Formulierung:

Wi-Fi – described by the Department of Education and Skills as a "magical" system that means computers do not have to be connected to telephone lines – is rapidly being taken up inschools, with estimates that more than half of primary schools – and four-fifths of secondary schools – have installed it . (The Independent)

Wow. Magisch, genauso wie mein Radio. Ich hab’s aufgeschraubt, und es sitzen keine kleinen Männchen drin, und trotzdem redet es! Wie kommen die Stimmen da hin? Wie kommt das Internetz in den Rechner, ohne dass die kleinen Internetzteilchen durch ein Kabelchen zum Computer laufen können? Cohu hat ne ganz einfache naturwissenschaftliche Erklärung dafür. Äther!

Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler

Martenstein bietet in seiner aktuellen Kolumne in der ZEIT den vermutlich lustigsten Nazivergleich, der mir je untergekommen ist, nämlich den zwischen Filbinger und Hitler. Entnazifizierung, passend zum "Führergeburtstag"…

Post für Cohu

Vom Amazon-DVD-Verleih, bei dem ich seit ein paar Wochen mitmache, kam heut endlich "Brust oder Keule", m.E. der beste (ok, sagen wirs gleich so: der einzige überhaupt erträgliche) Louis-de-Funès-Film. Nein, moment, "Louis und seine außerirdischen Kohlköpfe" ist natürlich auch super. Oder "Louis taut auf".
Jetzt bin ich ja mal gespannt, ob man etwas, was man als Kind wahnsinnig lustig fand, im doch schon gesetzten Alter noch wertschätzen kann…beim "Buch Otto" hat’s nur teilweise funktioniert.

P.S. Für mich natürlich Keule!