Ist er nicht süß?

Aber leider nicht meiner.

Breaking News

Die Dachgärten New Yorks gibt es hier zu sehen.

Und hier ein Blog über misslungene Motivtorten. Die hier ist Wahnsinn, aber im positiven Sinne.

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Misserfolg hat eine Farbe

Cohu war ja zunächst sehr erfreut, als sie diesen Artikel las:

"Rot macht aus Athleten Sieger

Der Erfolg hat eine Farbe: Sportler in roter Kleidung siegen bei Wettkämpfen öfter als ihre Konkurrenten in Blau oder anderen Tönen – gleich mehrere Studien haben das belegt. Forscher rätseln nun über die Ursachen des erstaunlichen Kleidungsphänomens. "

Eine gute Nachricht, dachte Cohu: schließlich sieht ihr Arbeitsplatz so aus…

Aber doch etwas rätselhaft: wie kann es sein, dass mir trotz meines überaus roten Arbeitsplatzes Nobelpreis, Reichtümer, Top-Karriere, Schönheit, tiefe wissenschaftliche Einsichten, etc. bisher versagt blieben???

Die Erklärung finden wir auf Seite 2:

(…) Rot schwächt die Leistung bei Denkaufgaben

Ausdrücklich verweisen die Anthropologen auf Experimente von Psychologen, die gezeigt hatten, dass allein der Anblick der Farbe Rot das Leistungsvermögen von Menschen sinken lässt.Beispielsweise hatten Forscher der University of Rochester (USA) und der Universität München Probanden Denkaufgaben lösen lassen. Die Nummern aller Teilnehmer waren in verschiedenen Farben auf den Testbögen notiert. Das mit Stopp assoziierte Rot verschlechterte die Performance nachweisbar, berichten Andrew Elliot und seine Kollegen im "Journal of Experimental Psychology"). "

Auwehzwick! Muss ich jetzt etwa 60er-Fan werden?

Decline of a Nation: Nationalcharakter

Eins muss man den Briten ja lassen: sie sind oft erfrischend pragmatisch! Und das nicht nur in der Philosophie und der Politik, sondern auch im wirklichen Leben.

Als z.B. neulich eine vermummte und mit Vorschlaghämmern bewaffnete Bande von Diamantendieben aus einem Juwelierladen in East Sussex stürmte, fanden sie zwar ihr davor geparktes Auto noch vor, jedoch hatten findige Passanten erkannt, dass es sich um das Fluchtfahrzeug handelte – und den Verbrechern, ohne lange zu zögern, den Zündschlüssel geklaut. Die Polizei fasste dank dieses Eingreifens die Juwelenbande wenig später, Diamanten im Wert von mehr als 250000 Euro wurden sichergestellt.

Ein deutscher Passant hätte da ja vermutlich erstmal einen zwanzigminütigen Nasbohrmarathon eingelegt: über die Natur der Verpflichtung zur Zivilcourage, dann allgemeine rechtliche Erwägungen, etwa ob er wegen unterlassener Hilfeleistung zu belangen wäre und wer ihm beim Aufhalten der Diebe evt. entstehende Schäden ersetzen würde, Sozialneidgedanken ("Ist Eigentum nicht eh Diebstahl?"), gipfelnd natürlich in ausführlichen Überlegungen, ob das Diebstahlsverbot von Kants kategorischem Imperativ erfasst wird – und ob! – schließlich noch ein paar Heldenphantasien von der Überwältigung der Übeltäter, dann natürlich die Frage der Selbstjustiz…. währenddessen hätte er den Banditen beim Ausparken zugesehen.

Er hätte sie aber auf jeden Fall noch lautstark darauf hingewiesen, dass ihre TÜV-Plaketten abgelaufen sind, denn so gehts ja wirklich nicht.

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Freiluft- und Schreibtischtäter

Am Sonntag gelang Cohu endlich der lang geplante Ausflug an den Echinger Stausee. Das Wetter war nicht nur recht sonnig und windig, sondern gönnte mir auch noch 2 jeweils ca. 1-Minütige Mini-Regenschauer: Perfekt, um meine frisch gewachste Expeditionsjacke (“Softshell für Anachronisten”, gell!) einem Prä-Irland-Test zu unterziehen.

Am östlichen Kanalzufluss sahen wir gleich mal einen Baumfalken, das Nordufer ist inzwischen leider fast ganz vom gefürchteten Indischen Springkraut zugewuchert, so dass man sich stellenweise eine Machete wünscht (s. Abb.). Beim Fischerhans gab es wie versprochen einen Steckerlfisch (allerdings eine vollkommen stauseefremde Makrele). Mit Erstaunen sah Cohu dann, dass man am Südufer inzwischen an einer sehr guten Stelle eine hölzerne Beobachtungsplattform gebaut hat. Von dort aus konnte man auch recht schön die Silberreiher beobachten, die sich neben zahlreichem anderem Getier im Seesumpf tummelten.

Vogelbeobachtern, die wie Cohu massiv aus der Übung sind und praktisch schon für so Popelviecher wie einen Flussuferläufer das Bestimmungsbuch zücken müssen, sei das Quiz “Computerbirding” ans Herz gelegt. Ab Level 4 wird es interessant:

“Endergebnis:2793 Punkte – Gar nicht mal so schlecht – Platz 185 von 321 der Wochenliste erreicht!”

Na toll. Ich glaub, da müssen wir noch etwas üben…

Bildung und CO2-Reduktion….

…sind ja bekanntlich die Themen der Zukunft. Beides in einem gibt es hier.

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Ruhig schlafen

Cohu hat ja, was das Horrorszenario "Datenverlust" angeht, lange mit Selbstgebranntem gearbeitet, nicht in alkoholischer, sondern CD-Form natürlich (wobei erstere bei Schlafstörungen ja auch helfen soll). Aber mal ehrlich: jeden Tag macht man das dann doch nicht, was in arbeitsintensiven Zeiten sehr riskant sein kann. Nun habe ich, nach einigen Versuchen mit anderen Lösungen, auf Carbonite umgestellt. Einmal installiert schickt das Programm unablässig alle veränderten Daten auf den firmeneigenen Server, und zwar verschlüsselt und (soweit ich weiß…) ohne Volumenbegrenzung. Es ist kinderleicht einzurichten und arbeitet vollkommen unauffällig im Hintergrund, was man ja von vielen anderen Schrottprogrammen leider nicht sagen kann…

Cohus Bonus-Tipp: der Fremdprachenbegabte spart sich ca. 17 Euro, wenn er statt dem deutschen das englische Programm auf der US-Seite von Carbonite kauft, da kostet es nämlich fuffzich Dollar statt fuffzich Euro pro Jahr. Skeptiker können es übrigens auch erstmal 15 Tage umsonst testen.

(Bildausschnitt: Gustave Courbet, Die Hängematte, Wikimedia Commons)

Mietwahnsinn

Die Mieten in München steigen, hochwertiger Wohnraum wird immer knapper. Dass aber jetzt sogar schon Vögel in Mehrfamilienhäuser ziehen müssen, ist wirklich schockierend…

[In Wirklichkeit handelt es sich dabei natürlich um eine besonders luxuriöse Vogelresidenz, das Dreilochprinzip sorgt dabei für die nicht nur bei menschlichen Mietern beliebte Helligkeit. Kühler Altbau, 15 qcm, provisionsfrei, in bester Lage im alten Nordfriedhof und ab sofort zu vermieten! Untervermietung: nur an Fledermäuse.]

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Juristen sind komisch

Also der Nicht-Staatsanwalt hätt doch eigentlich gedacht: wenn es einen Ort gibt, wo eine Reichskriegsflagge wirklich gut aufgehoben ist, dann ja wohl ein Meter fuffzig unter der Erde.

Birdwatch reloaded

Beim Titel fällts mir ein, hat eigentlich jemand den Film “Matrix” gut gefunden? Habe ihn erwartungsvoll am Freitag angesehen und fand ihn (bis auf die Szene wo er aus dem Tank hüpft!) ganz ganz grauenhaft schlecht. Vielleicht eher was für kleine (und große) Buben? Finden die Damen bzw. die an Herren interessierten Leser diesen Typen wirklich gutaussehend? Mir ist ja z.B. Dr. House deutlich lieber, kann aber auch an meiner hypochondrischen Veranlagung liegen.

Aber es ging ja um was ganz anderes. Cohu war in ihrer Jugend, wie evt. schon mal erwähnt, eine große Vogelbeobachterin. Der Sonntagmorgen wurde trotz meiner niederbayerischen Jugendheimat nicht etwa dem Kirchenbesuch, sondern bei jedem Wind und Wetter der stillen Andacht vor der Vogelfreistätte Mittlere Isarstauseen gewidmet. Leider zog ich ja irgendwann in die Großstadt, und ohne Auto kommt man zu den meisten Vogelbeobachtungsgebieten einfach sehr schwer. Dann ging auch noch mein billiges, aber gutes “Carena”-Fernglas kaputt, und Cohu war auf freiäugige Beobachtung angewiesen, besonders schlecht, wenn man von Haus aus ein sog. Siebendioptrienblindfisch (Maloculus Septicus) ist. Mehr als ein paar isarbasierte Eisvögel oder Wasseramseln und gelegentliche Hausbesuche waren also nicht drin. Aber nun!

Meine Eltern haben mir dankenswerterweise dieses (antike?) Agfa-8x30er-Glas überlassen. Es ist ein wenig milchig, aber dafür hat es einen robusten Retro-Charme und ist sehr leicht. Nun steht einem baldigen Besuch am Ismaninger Speichersee oder im Murnauer Moos nichts mehr im Wege! In meinem Jonsson sind nämlich noch verdächtig viele nicht abgehakte Einträge…

Ein bisschen schwach ist 8×30 ja schon. Und es ist auch tatsächlich so, wie der Herr Dr. passend bemerkt, dass eigentlich überall der gewinnt, der den Größten hat – so auch beim Birdwatching. Deshalb habe ich – für den Fall der Fälle –  noch zünftige Ausrüstungsalternativen!

Wachtelkönige und Waldschnepfen, zieht euch warm an. Ihr werdet Euch bald vorkommen wie im falschen Film.