Auf dem richtigen Weg

In der "Longlist" des diesjährigen Booker Prize findet sich u.a. das Buch "Me Cheeta: The Autobiography", die autobiographische Erzählung des berühmtesten Hollywood-Schimpansen aller Zeiten.

Ich darf nun, liebe Leser, darauf hinweisen, dass Eure Cohu – stets sozusagen am Puls der Zeit entlang trendsettend – schon im 2008er NaNoWriMo ein verdächtig ähnliches Thema  bearbeitet hat: die Geschichte eines Affen, und zwar eines Schimpansen (!) der große Erfolge erringt (!) und davon in his own words erzählt. Cohus Buch ist zwar zugegebenermaßen  weder gelungen noch veröffentlicht, aber eins muss man mir doch lassen: Ich hatte einen Riecher für das richtige Thema!

[Wer macht eigentlich dieses Jahr beim NaNoWriMo mit?]

Gemischtes Doppel Nr. 74

    Kurzone

   Kurz ohne

(Bild 2: Wikimedia Commons/Alex Kehr)

That’s Entertainment!

Streicht alle Fernsehduelle zwischen Merkel, Westerwelle, und wie heißt der Dings, dieser Dings, der Mann mit der Brille, also jedenfalls, alles streichen – wird doch eh gähnlangweilig. Strahlt vor der Wahl stattdessen lieber eine Aufzeichnung dieser Veranstaltung morgen am Nockherberg aus.

P.S. Passende Musik/Rahmenprogramm dazu hab ich auch schon mal rausgesucht:

 

Am besten nimm gleich…

Das gute Rosenmehl in seinen diversen Spielarten ist jedem Backfreund (und aufgrund des grünen Mühlengebäudes auch jedem Ergoldinger bzw. Landshuter) ein Begriff. Grund Genug für Cohu, seit Jahr und Tag den Rezept-Newsletter zu abonnieren, den die Firma anbietet. Aber irgendwann ist Schluss: Das eben in meiner Mailbox eingetroffene "Sushi nach Rosenmehl-Art" enthält weder Fisch noch Algen noch Reis und nichtmal Wasabi. Was kommt als nächstes? Ein "Weißbier" aus Fanta mit Spülwasser oben drauf? Ein Omelette aus Dämmschaum (das kenn ich schon aus der Mensa!)? Dann doch lieber "Gesunde Gemüserohkost nach Cohu Art".

Im Reaktor

Auch wenn die Forschungsfragen in der Physik sich manchmal fast so universal anhören wie bei uns Philosophen ("Where did our Universe come from? What is it made of, what are the fundamental forces and structures?") – ist der Besuch des Forschungsreaktors in Garching letzlich doch um ein ganzes Stück interessanter als eine Ontologievorlesung. Hmpf, hab ich jetzt vielleicht doch das Falsche studiert?

Die Forschungsneutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz war zwar nicht in Betrieb, aber die ganze Anlage, inklusive dem unter Denkmalschutz stehenden legendären Atom-Ei (seit 2000 in Rente) lässt auch ohne Neutronenströme das Nörpelherz höher schlagen und reißt selbst die nuklearphysikalisch Unwissende zur Begeisterung hin. Wenn das Oxford University Museum den Titel "Cathedral to Science" verdient hat (Cohu berichtete), dann war ich heute wohl in der entsprechenden Megachurch to Science.

Prof. Dr. Peter Fierlinger war übrigens einer der (sehr netten) Führer durch die Anlage. Am aus geisteswissenschaftliche Perspektive geradezu schockierenden Kontrast zwischen Titel und Person merkt  man ganz deutlich: Atom hält jung!

(Bild: Quarkstruktur des Neutrons. Arpad Horvath, Wikipedia)

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Dem Regen trotzen

Das Bürgerfest in der Theresienstraße fiel zwar wie der bisherige Sommer so ziemlich ins Wasser, hatte aber doch seine Highlights. In den ausnahmsweise regenfreien Abendstunden aßen wir einen weltrekordverdächtigen Burger (Prädikat bestätigt durch einen amerikanischen Staatsbürger), serviert von der "schönsten Frau der Welt" (Titel verliehen von mehreren geschmackssicheren Herren der Cohu’schen Entourage).

Aber, worauf ich eigentlich hinaus wollte: habe dort das brandneue, druckfrische Büchlein "KulturGeschichtsPfad Maxvorstadt" abgestaubt, das auf dem Bürgerfest erstmals vorgestellt wurde. Eine sehr ansehnliche Broschüre von 96 Seiten mit ausfaltbarer München- und Maxvorstadtkarte und Wissenswertem zum Stadtteil – wußtet Ihr z.B., dass Franz Josef Strauß in einer Hinterhofwohnung der Schellingstr. 49 aufwuchs (heute ist das Nr. 47, Italiener "Arte in Tavola")? Früh übt sich:

"Aus dem der Metzgerei gegenüberliegenden traditionsreichen Schelling-Salon durfte der junge Strauß seinem Vater gelegentlich eine Maß Bier besorgen."

Auch viele interessante Fotos sind in dem Büchlein abgedruckt, z.B. von grasenden Pferden vor der in Schutt und Asche liegenden Pinakothek.

Mittlerweile gibt es neun dieser Broschüren, zu den Stadtteilen: Ludwigsvorstadt/Isarvorstadt, Au-Haidhausen, Moosach, Ramersdorf-Perlach, Laim, Neuhausen-Nymphenburg, Schwabing-Freimann und Pasing-Obermenzing. Man bekommt sie entweder wie Cohu beim Stand des jeweiligen BA (=Bezirksausschuss) auf Veranstaltungen, in den Stadtteilbibliotheken, im Kulturreferat (Burgstr. 4.), oder hier als pdf.

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Timing

Just gestern hat jemand ca. auf (Cohu-)Augenhöhe an die Wand unseres Hausflurs im Eingangsbereich gekotzt, Pfützendurchmesser ca. 1 m. Und für morgen ist die Begehung unserer Baracke unseres herrschaftlichen Türkenstraßen-Anwesens durch die neuen Eigentümer geplant. Trifft sich doch gut, weil:

"Angestrebt wird klare Kosteneffizienz und die Nutzung von Optimierungsansätzen bei Einsatz von aktivem Property- und Asset Management." (#)

"Aktives Asset-Management" kann ja wohl nur heißen, dass die Herren einen Mop mitbringen…

Weird Weekends

Die Lehre dieses Sommers: Bei kurzem Blick auf den blauen Himmel prognostiziere ich, dass es in den nächsten 5 Stunden zu monsunartigen Regenfällen mit Hagel und Graupelschauer kommen wird. Genau der richtige Zeitpunkt für einen Cohu-Videotipp also:

Louis Theroux ist nicht nur der Sohn von Paul Theroux, sondern außerdem ein BBC-Journalist, der uns die exzellente Reportagereihe Weird Weekends (1998-2000) geschenkt hat. In dieser besuchte er (vornehmlich U.S.-amerikanische) Subkulturen, also etwa Neonazis, fundamentalistische Christen, Wrestler, Pornodarsteller, Teleshopping-Verkäufer, Spieler in Las Vegas etc. pp. Eine Linksammlung zu den entsprechenden Filmchen auf Google Video gibt es bei BoingBoing. Eine Empfehlung für eine spezielle Episode kann ich nicht aussprechen, es sind nämlich ausnahmslos alle wirklich gut. Hier noch eine ensprechende Google Video-Suche, da die BoingBoing-Links teilweise nicht mehr funktionieren. Eine (ziemlich unheimliche) Sendung über Theroux’ Versuch, Michael Jackson zu interviewen, gibt es übrigens hier.

(Das Ganze gibts wohl auch auf Deutsch, lief anscheinend mal auf VOX. Da BBC Germany die Reihe völlig unpassend “Louis Theroux rettet Amerika” genannt hat und Theroux bescheinigt, “den Charme eines Theologiestudenten im 19. Semester” auszustrahlen, gehe ich allerdings davon aus, dass auch die Synchro gründlich an der Sache vorbeigeht…)

Menschlicher Makel

Freunde des Diastema mediale (Cohu berichtete) sollten sich schleunigst einen aktuellen H&M-Katalog sichern oder aber diese Seite aufsuchen – dort findet sich mitsamt ihrem entwaffnenden Lächeln (s.Abb.) nämlich Frau Jessica Hart, eine australische Waldorfschülerin (!), und man kann sich dem Liebreiz ihrer Zahnstellung nur schwerlich entziehen. Eine Google-Bildsuche fördert nicht nur das Übliche zu Tage, sondern auch die Erkenntnis, dass Frau Hart auch sonst Mut zur ästhetischen Subversion besitzt. Weiter so: Die Welt braucht mehr Zahnlücken und weniger Photoshop.

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Windows 7…

…ist der Obama unter den Betriebssystemen. Kann eigentlich nur messianisch strahlen. Bei dem Vorgänger…