Jetzt in Ihrem Bioladen

Crusty-Müsli*? Das muss aus der gleichen Produktlinie stammen wie

  • Krusty Brand Cereal (With FREE Flesh Eating Bacteria inside every box!)
  • Krusty-O’s (With a FREE jagged metal Krusty-O in every box!)
  • Frosted Krusty-O’s (The best you can expect from a TV clown)
  • Extra-Frosted Chocolate-Covered Krusty Flakes (Only sugar has more sugar!)
  • …und natürlich das besonders leckere Krusty-Krunch.

(*Ich bin enttäuscht, anscheinend handelt es sich dabei gar nicht um eine Frühstückszerealie, sondern um Knäckebrot…)

Jazzerbaidschan

Aserbaidschan, hä? Ich hatte (vor pflichtschuldiger Lektüre des Wikipedia-Artikels) nicht mal eine vage Vorstellung von diesem seltsamen Land, aber man lernt nicht aus. Zum Beispiel gibt es in Aserbaidschan sehr schöne Improvisationsmusik – den Mugham -, und irgendwann ist mal einer drauf gekommen, die in Jazz umzusetzen. Ladies and Gentlemen: Vagif Mustafazade (am Piano) beim Jam in Tiflis, 1978, aber ganz frisch auf Youtube.

(Falls jemand zweifelt, ob er sich diesen zweifelhaften Schnauzbartträger wirklich antun soll – B.B. King hat angeblich einmal zu ihm gesagt: “Mr. Mustafazade, they call me the ‘King of the Blues,’ but I sure wish I could play the blues as well as you do.”)

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Traditionsbewusst

Jetzt hab ich mir gestern extra wegen dem KZ-Vergleich die Nockherberg-Fastenpredigt angeschaut, leider nur die Wiederholung. Und musste feststellen: Der BR  hat Lerchenbergs nachdenklich und sehr düster formulierte KZ-Bemerkung, die auf immer noch in der Gesellschaft vorhandene Wurzeln menschenverachtender Ideologie treffend hinweist, allen Ernstes einfach rausgeschnitten (und weil man grad schon am Schnittpult saß, auch noch eine unangemessen polizeikritische Stelle). Beim Staatsfernsehen ist man eben wirklich der Bewahrung alter Traditionen verpflichtet.*

Der Chef der SPD-Landtagsfraktion meinte zu Lerchenbergs Rücktritt übrigens:

“KZ-Vergleiche sind zum Glück nun einmal inakzeptabel, generell und für jeden.”

Generell und für jeden? Das dürfte die akademische Erforschung und pädagogische Vermittlung der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik ziemlich erschweren…

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1500

Das hier ist der eintausendfünfhundertste Blogeintrag, nach 2345 Tagen online. Das macht im Durchschnitt 0,64 Posts am Tag. Ich wusste gar nicht, dass ich so fleißig bin.  Meine Leser sind aber auch nicht schlecht: 2986 Kommentare, das heißt: 1,99 Kommentare pro Eintrag.

(Interessieren würde mich ja auch der Textumfang. Hat das Cohu’sche Œuvre etwa auch schon einen Umfang von “sechstausend bis achttausend Seiten”? Normseitenzahlen gibt die WordPress-Statistik aber leider nicht her, genausowenig wie Daten zu den enthaltenen Rechtschreib- und Grammatikfehlern.)

So so, ah ja…hm, hm…na sieh mal einer an!

A History of Obama Feigning Interest in Mundane Things. (Das Entscheidende verbirgt sich hinter dem Link “Watch the Slideshow”)

Ich würde dringend anregen, das auch mal für die Merkel zu basteln, hier schon mal ein paar Anregungen. Auf auf, deutsche Presse, ihr seid doch sonst so gut beim Nachmachen

Dann geht doch rüber

Also Wahnsinn, eine Unverschämtheit von diesem dahergelaufenen tennessianischen Richter, einer deutschen Familie “politisches Asyl” zu gewähren. Und empörend, dass die irren Fundis ihre fanatischen Weltbeherrschungsfantasien nun auch noch in der New York Times verbreiten dürfen:

“I don’t expect the school to teach about the Bible,” he said, but “part of education should be character-building.” (NYT)

Sauber, mit solchen Taliban haben wir es mittlerweile also schon zu tun unter den Schulverweigerern! Dabei ist längst bewiesen, dass es für die deutsche “Schulpflicht” (schon das Wort atmet ja den Geist deutschen Dichtens und Denkens) gute Gründe gibt – verhindert sie doch so wirkungsvoll die Entstehung von bösen Parallelgesellschaften, in denen über Jahrzehnte kriminelle Praktiken gedeckt und menschenverachtende Ideologien hintertrieben werden.*

(*Äh ja, also, zumindest in der Theorie…)

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I don’t want to be rude, but…

Wenn Mr. Farage einen Satz so anfängt, dann weiß man schon: jetzt wird’s im Europaparlament ausnahmsweise mal richtig unterhaltsam. Er ist nämlich ein wahrer Meister der feinen englischen Art:

Läppische 3000€ hat der Spaß gekostet, ich würde mal sagen, das war’s wert (und ich habe von Spiegel Online auch noch ein ganz neues Wort gelernt: “bepöbeln”).

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“Die Isar entspringt im Karwendelgebirge”

Den Spruch mussten wir in der Grundschule immer klassenweise aufsagen; später im Gymnasium dann den Satz  “Le tarn, c’est une rivière” (in Niederbayern hat man weitestgehend die gleichen Lehrmethoden wie in der pakistanischen Madrasa). Leider habe ich aufgrund meiner ausgeprägten Gipfelunkenntnis keine Ahnung, was man da von meinem Lieblings-Isarbadeplatz aus so schön sieht, und ob es vielleicht passenderweise zum Karwendelgebirge gehört?

Beim Bestimmungsversuch habe ich aber Folgendes herausgefunden:

1. Hier gibt’s zahlreiche Alpenpanoramen, und zwar praktischerweise mit Beschriftung (im Bildfenster anklicken “Übersicht ein”, dann werden die Gipfelnamen eingeblendet): München 1, München 2, München 3.

2. Es gibt am Achensee einen Zweitausender namens Unnütz. Aber sind das nicht eigentlich alle Berge?

Holla die Seekuh!

Wenn man Tiere auf Google Maps sucht, tut man gut daran, sich an die beleibten zu halten. Also Elefanten, Wale oder Nilpferde (viele Nilpferde).

Aber jetzt das Beste: Seekühe. Genauer gesagt: karibische Seekühe, die sogenannten Manatees. Die Region um Tampa an der Westküste Floridas bezieht ihren Strom von unter anderem aus dem Kohlekraftwerk “Big Bend Power Station”. Im Abwasser dieses Industriejuwels tummeln sich im Frühjahr, wo die Küstengewässer empfindlich kalt werden, angeblich dutzende bzw. sogar hunderte verfrorene Manatees, um sich die Stummelflossen zu wärmen. Bis jetzt musste man diese Geschichte einfach nur glauben (oder auch nicht), dank Cohu könnt ihr das aber nun selbst auf Google Maps überprüfen:

Bad Griesbach ist nix dagegen! Und es kommt noch besser: die Elektrizitätswerke haben zwei Webcams eingerichtet. Man darf diese, O Wunder der Technik, sogar selbst steuern. Ob die Seekuh-Therme gerade gut besucht ist, konnte ich noch nicht feststellen – gegen die Zeitverschiebung hat man ja leider noch nix erfunden (im Januar waren angeblich mehr als 200 Stück dort…). Um den ungeduldigen Lesern die Stunde bis zum floridianischen Sonnenaufgang zu versüßen, hier noch ein selbst geschossenes Manateeporträt aus Homosassa Springs:

It’s all very German

In einem ausführlichen Artikel beschreibt der amerikanische Journalist Jacob Heilbrunn den aktuellen Zustand Deutschlands:

“It has something of a nanny-state feel to it since cars are basically verboten—and where they aren’t, as in Berlin, anarchists have been torching them nightly. Even as some residents fume about capitalism and state oppression, they lead highly regulated lives that depend on draconian government laws mandating everything from energy efficiency down to almost the final turn of the water faucet. Its residents seek liberation from the free-market ethos by circumscribing their freedoms. It’s all very German. It’s also become somewhat problematic.”

(Jacob Heilbrunn in The National Interest)

Autos quasi verboten? Der soll mal nach München kommen… Damit ihr nicht den ganzen Artikel lesen müsst, hier jedenfalls schon mal seine Schlussfolgerung:

“Germany will falter alongside the Continent, as an aging population and a lack of productivity drag both down into an economic morass.”

So einen ausgeprägten, tiefdunkelschwarzen Pessimismus von Weltuntergangsformat kennt man eigentlich ja nur von Deutschen – sogar in dieser Disziplin schlagen uns die Amis also jetzt schon. Es geht wirklich bergab!