It’s all very German

In einem ausführlichen Artikel beschreibt der amerikanische Journalist Jacob Heilbrunn den aktuellen Zustand Deutschlands:

“It has something of a nanny-state feel to it since cars are basically verboten—and where they aren’t, as in Berlin, anarchists have been torching them nightly. Even as some residents fume about capitalism and state oppression, they lead highly regulated lives that depend on draconian government laws mandating everything from energy efficiency down to almost the final turn of the water faucet. Its residents seek liberation from the free-market ethos by circumscribing their freedoms. It’s all very German. It’s also become somewhat problematic.”

(Jacob Heilbrunn in The National Interest)

Autos quasi verboten? Der soll mal nach München kommen… Damit ihr nicht den ganzen Artikel lesen müsst, hier jedenfalls schon mal seine Schlussfolgerung:

“Germany will falter alongside the Continent, as an aging population and a lack of productivity drag both down into an economic morass.”

So einen ausgeprägten, tiefdunkelschwarzen Pessimismus von Weltuntergangsformat kennt man eigentlich ja nur von Deutschen – sogar in dieser Disziplin schlagen uns die Amis also jetzt schon. Es geht wirklich bergab!

4 Responses to “It’s all very German”

  1. martin Says:

    Ich habe irgendwie das Gefühl, dass die Deutschen das doch ganz gut aushalten…so mit ein bisschen Dachschaden, aber immerhin mehr oder weniger maßvoll!

  2. cohu Says:

    Die Formulierung trifft es ganz gut: das Lebensziel des Deutschen ist “aushalten”. Das ist halt ganz was anderes als the pursuit of happiness

  3. Tom Sawyer Says:

    Schade, daß Heilbrunns Artikel sich nicht kommentieren läßt – sonst könnte man darüber streiten, welches unserer beiden Länder nun tiefer im Morast sitzt. Erstaunlich an dem Artikel ist, wiewenig die Finanzkrise den Gewißheiten liberalkonservativer Amerikaner hat anhaben können. Heilbrunns Artikel hätte ebenso gut 2002 oder 2005 geschrieben sein können.

  4. cohu Says:

    Naja, in diesem Artikel von Heilbrunn liest sich das aber ganz anders…
    (Ich hätte aus dem Deutschland-Artikel jetzt auch nicht rausgelesen, dass Heilbrunn conservative/libertarian ist, eher amerikanisch-pragmatisch und sagen wir mal tendentiell vom rechten Flügel der Democrats. Aber vielleicht irre ich mich da auch…)


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