Ei freilich!

Eine herrlich böse Glosse zur “Du bist Deutschland”-Kampagne findet sich in der Zeit. Jens Jessen sollte in Zukunft von seinen faden Leitartikeln absehen und immer so weiter ätzen:

“Den Höhepunkt an Zynismus gewinnt die Kampagne aber in dem Fernsehspot, der Schwule und Behinderte auf dem Stelenfeld des Holocaust-Mahnmals versammelt. Der Bildeinfall ist in seiner Häufung diskriminierter Randgruppen so geschmacklos, dass man unweigerlich an jene alten Witze denken muss, die mit dem Satz »Jude allein reicht wohl nicht« endeten. »Du bist Deutschland.« Ei freilich! Auch Juden, Schwule und Mongoloide waren
Deutsche. Jetzt sind sie aber tot. Ehrlicher wäre es gewesen, einen schneidigen SS-Offizier mit der Unterschrift »Du bist Deutschland« zu zeigen. Damit wäre man der Wahrheit schon näher gekommen; übrigens auch der Einsicht, dass allzu viel Trost aus dem Nationalstolz gerade von dem klügeren Teil der Deutschen nicht mehr gefordert werden kann.”

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The Decline of a Nation, contd.

Endlich folgt England dem Beispiel  anderer europäischer Kulturnationen und führt einen “Total Ban On Smoking” ein.

Für mich alte Gauloise ist das natürlich lediglich einen Grund mehr, in den Oxford and Cambridge Club einzutreten, denn:

“Private members’ clubs would (…) be excluded.”

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Follow Up: Herr B. sucht ein Zuhause

… gerade erreicht mich die Nachricht, dass Herr B. ein Zuhause gefunden
hat, das zwar vielleicht nicht allen seinen

Kriterien
entspricht, aber immerhin wohnt die "Miss Käferzelt" in der
Nähe…

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Die Korrekturen

Als Kind glaubt man ja alles, was einem erzählt wird. So war ich Dank meiner Mutter bis weit in die Schulzeit davon überzeugt, dass man bei Rolltreppen "eingesaugt" wird, wenn man an der Schwelle oben stehen bleibt, statt einen Riesen-Hüpfer drüber zu machen. Auch nahm ich meiner geldgierigen Zahnärztin ab, dass man mit einem Diastema mediale nichts werden kann ("Spätestens, wenn Du einen Freund suchst, wirst Du Dir wünschen, Du hättest sie nicht!"), und trug deshalb zur Behandlung dieser bei mir ganz minimal bestehenden Fehlstellung jahrelang nachts eine Zahnspange, die mir zahlreiche Löcher und wacklige Zähne (und ihr damit noch mehr Geld) einbrachte.
Ja, und jetzt kriegt dieser Professor Hänsch einen Nobelpreis!

[Übrigens, hat jemand das im Münchner Teil abgedruckte Fax von der Akademie gelesen? Wenn mich nicht alles täuscht, ist da ein Wort zu viel drin. Druckfehler in Nobelpreiszusagen, so weit sind wir gekommen. Nächstes Jahr wird wahrscheinlich nur noch ne SMS geschickt, "HI PROF, N-PRIZE 4 U – COME 2 STOCKH. ASAP! C U L8R]

Trotz Wiesn-Kater

Falls einer fragt: ich habs noch zum Krabbeltier geschafft gestern. Konnte leider die Band nicht zum Spielen der Internationale bewegen, mir wurde gesagt, "Das kostet was!". Proletarier aller Länder, my ass. Hab mir dafür dann von Allianz-Heuschrecken ein Bier zahlen lassen. Beutet aus was Euch ausbeutet!
Schmalzgruber is back in town und hat ein Doppel mitgebracht. Naja, ich musste etwas mithelfen. Aber so gehts doch:

Beckmesser

Mac besser

Jubiläum

cohu.de gibt es jetzt schon seit zwei Jahren!
Wer hätte gedacht, dass mir tatsächlich so viel Unfug einfällt…

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Fifteen Minutes of Fame

…stehen jedem zu. Herr Bauer bekommt sie durch eine
Erwähnung beim Nerdfachblatt Heise, und meine IT (vom “weltbekannten Max-Planck-Institut für Meteorologie”) bringt es sogar zu einer zackigen Bild-Schlagzeile.

Und ich? Die einzige Chance, auch noch berühmt zu werden, ist vermutlich frenetisches Auf- und Abhüpfen vor den BR-Kameras auf der Wiesn…(TV München gibt es doch nicht mehr, oder?) Vielleicht nehm ich mir noch ein großes Schild mit, Aufschrift: “Günther, ich will ein Kind von Dir!”. Oder so ähnlich.

Mein Kandidat: Schwarz-Rot

Die Wahl ist gelaufen. Jetzt heißt es nur noch aus der Gruppe der Sieger den richtigen Kandidaten auszuwählen!
Habe letzte Woche das Lenovo-Center in der Lindwurmstraße besucht, das praktischerweise fast neben einem GRAVIS-Store liegt. Hier konnte ich also alle Kandidaten – ob schwarz-rot, weiß oder silbrig – so richtig befummeln und bestaunen.
Fazit: die Ei- und Kraftbücher haben ein derart smartes Design, dass ich es irgendwie schon
jetzt nicht mehr sehen kann. Insbesondere das IBook sieht dermaßen trendy und frauenkompatibel aus, dass es mir graust. Angeben kann man mit den Teilen ja auch nicht mehr. Ich wette, dass inzwischen in jeder Daily Soap so ein Teil in der Kulisse steht, um der bunten Bude und den darin befindlichen aufgebrezelten, schleichwerbenden Darstellern einen noch jugendlicheren Anstrich zu geben. Dazu kommt, dass ich mit so einem g’schleckten Kasten sämtliche Peripheriegeräte und mir lieb gewonnene Software in die Tonne treten müsste. Teuer sind sie auch noch.
Ganz anders die hübsch schwarzen Denkblöcke: das X 41 hier ist dermaßen geil, dass man es mir fast mit einem Brecheisen wieder aus den Klauen stemmen musste. So klein, so schön! Es als “Subnotebook”
zu bezeichnen, ist praktisch eine Beleidigung. Auch für das T43 (wohl die vernünftige Alternative) habe ich eine gehörige Schwäche entwickelt. Die liegen einfach gut in der Hand. Optisch wie haptisch gewöhnungsbedürftig ist lediglich die Denkblock-typische roten Steuerwarze (“Trackpoint”) in der Tastatur (siehe Abb.), allerdings: sie funktioniert tatsächlich und ist sogar ziemlich angenehm (Was man z.B. von den Touchpads der I- und Powerbooks nicht gerade sagen konnte: für mich als Mäusehasserin durchaus wesentlich!). Aber das Beste: bei www.nofost.de kriegt man auf die Denkblöcke an die 30% Rabatt, wenn man Student ist! Dazu dreijährige Garantie. Hmmmm…

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Gottlose machen’s besser

Also, dass ich jetzt schon wieder auf dieses leidige, seit der Aufklärung eigentlich obsolete Thema zurückkommen muss…aber gerade bin ich auf diesen Artikel gestoßen: eine Studie soll zeigen, dass Religion dem sozialen Gelingen einer Gesellschaft nicht zuträglich ist:

“In general, higher rates of belief in and worship of a creator correlate
with higher rates of homicide, juvenile and early adult mortality, STD
infection rates, teen pregnancy and abortion in the prosperous democracies.
(…)
“The widely held fear that a Godless citizenry must experience societal
disaster is therefore refuted.”

Nimm das, Hohmann!

[Update: fairerweise muss man darauf hinweisen, dass diese Studie natürlich nicht gerade lupenrein aussieht: “Like religion itself, this study fulfills a spiritual need (the need to diagnose Americans as bible-pounding dummies), but delivers a lot less than it promises.” (reason.com’s Hit&Run). Hit&Run verlinkt praktischerweise auch noch auf einen besonders elaborierten Nazivergleich: God – the Original Fascist]

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…cohu aus Tirol!

Fotos von der Wanderung zum Grastalsee und auf den Hemmerkogel gibt es
hier.