Tentakelspaß

Viel zu kalt! Was tun bei einem solchen Wetter? Für die Oktopodenfreunde unter meinen Lesern habe ich einen guten Tipp. Hier kann man einen Tintenfisch bauen, taufen, und in die Weiten der (virtuellen) Weltmeere entlassen. Später kann man ihn besuchen und nachsehen, was er so treibt (Registrierung ist nicht erforderlich). In diesem Zusammenhang stellt sich natürlich die drängende Frage, was eigentlich ein guter Name für einen Oktopus ist – meiner heißt Glubsch Brockhausen und ist unter "Find Your Octopus" nachschlagbar (aktuell wiegt er 1 Kilo und hat sich mit einer Schule Leuchtfische angefreundet).

Die Seite stammt im Übrigen von den Machern der Riesentintenfisch-Ausstellung im neuseeländischen Nationalmuseum Te Papa – der einzige Ort, wo ein sogenannter "Koloss-Kalmar" öffentlich gezeigt wird. Der Mesonychoteuthis hamiltoni ist das größte wirbellose Tier der Welt und damit sogar noch größer als die bekannteren Riesenkalmare. Das Te-Papa-Exemplar, das 2007 gefangen wurde, wiegt fast eine halbe Tonne und hat Augen, die ohne Übertreibung größer sind als Suppenteller: 27, beim lebenden Tier vermutlich sogar 40cm!

[Eine ganz andere Form von Tentakelspaß für Erwachsene und Kunstfreunde gibt es hier (vermutlich eher NSFW). 1820!??? Was wären wir ohne das Internetz. Wobei man, hab ich mir neulich gedacht, bei dem in der Alten Pinakothek hängenden Fragonard  auch schon zweimal hinschauen muss, ob dieses Bild da jetzt wirklich ernsthaft hängt. Wenn mich nicht alles täuscht, war das sogar, ohne weiteren Kommentar natürlich, in unserem Kunsterziehungs-Schulbuch abgedruckt. Da sage nochmal einer, der Freistaat sei pornografiefeindlich.]

Eisbeine

BRRR! Wer bei diesem Anblick schon friert, sollte jetzt besser wegschauen:

(Die Fotos stammen übrigens vom Familienzuwachs und sind bei Klick vollständig und großformatig zu bewundern).

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Für Pinguinfreunde (und Walfangbefürworter)

(Bessere Musik wäre aber gewesen: "Grad noch mal Glück g’habt" vom Fredl Fesl)

Oxford Dispatch: Sie sind gekommen, die Welt zu erobern

Der Botanische Garten in Oxford. Alles wirkt unauffällig. Doch was ist das? — *Zzzzzzzoooom…* (Geräusch eines Teleobjektivs)

Zzzzzooooom…

Sagt nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt.

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Der New Yorker an sich…

…liebt Haustiere! Nein, die meine ich nicht! Viel appetitlicher:

 

Marken

Einige Bilder gibt es hier (Achtung, Allergiker: enthält auch Katzenfotos!) Idealerweise klickt man links oben auf “Slideshow” und kann dann sogar noch meine schlauen Bildunterschriften lesen. Es folgt auch noch ein längerer Bericht über die Köstlichkeiten dieser Region.

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Traumhaft

Heute morgen von den Nachrichten geweckt worden und dann nochmal eingeschlafen, deshalb ein tagesaktueller Traum: die Sozialdemokratie startet auf ihrem Sonderparteitag einen "Image-Offensive." Dazu wird ein Maskottchen bzw. "Wappentier" für die SPD gesucht. Die Wahl fällt schließlich auf ein weißes Nilpferd. Aufgewacht.

Beck mag weg sein, mein Unterbewußtsein hat ihn aber noch nicht vergessen.

(Ich habe dann natürlich gleich recherchiert und eruiert, dass es tatsächlich Albino-Flusspferde gibt! Japanische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass ihr Hautsekret sie vor Sonnenbrand schützt.)

(Ursprungsbild: Wikimedia Commons)

Freiluft- und Schreibtischtäter

Am Sonntag gelang Cohu endlich der lang geplante Ausflug an den Echinger Stausee. Das Wetter war nicht nur recht sonnig und windig, sondern gönnte mir auch noch 2 jeweils ca. 1-Minütige Mini-Regenschauer: Perfekt, um meine frisch gewachste Expeditionsjacke (“Softshell für Anachronisten”, gell!) einem Prä-Irland-Test zu unterziehen.

Am östlichen Kanalzufluss sahen wir gleich mal einen Baumfalken, das Nordufer ist inzwischen leider fast ganz vom gefürchteten Indischen Springkraut zugewuchert, so dass man sich stellenweise eine Machete wünscht (s. Abb.). Beim Fischerhans gab es wie versprochen einen Steckerlfisch (allerdings eine vollkommen stauseefremde Makrele). Mit Erstaunen sah Cohu dann, dass man am Südufer inzwischen an einer sehr guten Stelle eine hölzerne Beobachtungsplattform gebaut hat. Von dort aus konnte man auch recht schön die Silberreiher beobachten, die sich neben zahlreichem anderem Getier im Seesumpf tummelten.

Vogelbeobachtern, die wie Cohu massiv aus der Übung sind und praktisch schon für so Popelviecher wie einen Flussuferläufer das Bestimmungsbuch zücken müssen, sei das Quiz “Computerbirding” ans Herz gelegt. Ab Level 4 wird es interessant:

“Endergebnis:2793 Punkte – Gar nicht mal so schlecht – Platz 185 von 321 der Wochenliste erreicht!”

Na toll. Ich glaub, da müssen wir noch etwas üben…

Mietwahnsinn

Die Mieten in München steigen, hochwertiger Wohnraum wird immer knapper. Dass aber jetzt sogar schon Vögel in Mehrfamilienhäuser ziehen müssen, ist wirklich schockierend…

[In Wirklichkeit handelt es sich dabei natürlich um eine besonders luxuriöse Vogelresidenz, das Dreilochprinzip sorgt dabei für die nicht nur bei menschlichen Mietern beliebte Helligkeit. Kühler Altbau, 15 qcm, provisionsfrei, in bester Lage im alten Nordfriedhof und ab sofort zu vermieten! Untervermietung: nur an Fledermäuse.]

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Birdwatch reloaded

Beim Titel fällts mir ein, hat eigentlich jemand den Film “Matrix” gut gefunden? Habe ihn erwartungsvoll am Freitag angesehen und fand ihn (bis auf die Szene wo er aus dem Tank hüpft!) ganz ganz grauenhaft schlecht. Vielleicht eher was für kleine (und große) Buben? Finden die Damen bzw. die an Herren interessierten Leser diesen Typen wirklich gutaussehend? Mir ist ja z.B. Dr. House deutlich lieber, kann aber auch an meiner hypochondrischen Veranlagung liegen.

Aber es ging ja um was ganz anderes. Cohu war in ihrer Jugend, wie evt. schon mal erwähnt, eine große Vogelbeobachterin. Der Sonntagmorgen wurde trotz meiner niederbayerischen Jugendheimat nicht etwa dem Kirchenbesuch, sondern bei jedem Wind und Wetter der stillen Andacht vor der Vogelfreistätte Mittlere Isarstauseen gewidmet. Leider zog ich ja irgendwann in die Großstadt, und ohne Auto kommt man zu den meisten Vogelbeobachtungsgebieten einfach sehr schwer. Dann ging auch noch mein billiges, aber gutes “Carena”-Fernglas kaputt, und Cohu war auf freiäugige Beobachtung angewiesen, besonders schlecht, wenn man von Haus aus ein sog. Siebendioptrienblindfisch (Maloculus Septicus) ist. Mehr als ein paar isarbasierte Eisvögel oder Wasseramseln und gelegentliche Hausbesuche waren also nicht drin. Aber nun!

Meine Eltern haben mir dankenswerterweise dieses (antike?) Agfa-8x30er-Glas überlassen. Es ist ein wenig milchig, aber dafür hat es einen robusten Retro-Charme und ist sehr leicht. Nun steht einem baldigen Besuch am Ismaninger Speichersee oder im Murnauer Moos nichts mehr im Wege! In meinem Jonsson sind nämlich noch verdächtig viele nicht abgehakte Einträge…

Ein bisschen schwach ist 8×30 ja schon. Und es ist auch tatsächlich so, wie der Herr Dr. passend bemerkt, dass eigentlich überall der gewinnt, der den Größten hat – so auch beim Birdwatching. Deshalb habe ich – für den Fall der Fälle –  noch zünftige Ausrüstungsalternativen!

Wachtelkönige und Waldschnepfen, zieht euch warm an. Ihr werdet Euch bald vorkommen wie im falschen Film.