Ich hätt da mal ne Frage…

Also wenn ich’s nicht schon mal gemacht hätte, würd ich glatt in Moralphilosophie promovieren, und zwar zu dieser Frage: Könnte die genetische Manipulation hin zur Schmerzfreiheit zu einer Verbesserung oder Lösung moralischer Probleme der Haltung und Schlachtung von Tieren führen?

"I argue that there may be a technological solution to the problem of animal suffering in intensive factory farming operations. (…)  Moreover, I will argue that all people concerned with animal welfare should agree that we ought to replace the animals currently used in factory farming with animals whose ability to suffer is diminished if we are able to do so.", 

meint jedenfalls Adam Shriver in seinem Artikel Knocking Out Pain in Livestock: Can Technology Succeed Where Morality has Stalled? (pdf)

Modellbau mal anders

Noch scheint die Sonne, aber wie ich das Wetter dieses Jahr kenne, wird es spätestens in ein paar Stunden gießen wie aus Eimern. Zeit also für einen kleinen Basteltipp: geniale Papierautomaten. Hört sich ziemlich langweilig an, jaja…Aber: 

Für schlappe 10 Pfund (11 Euro) gehört Euch dieses Kunststück. Also, zusammenbauen muss man es dann noch, aber das dürfte ja ein Leichtes sein…

Fröhliche Wissenschaft

…diesmal aber wirklich:

"Primatologist and psychologist Marina Davila Ross of the U.K.’s University of Portsmouth led a team that tickled the necks, feet, palms, and armpits of infant and juvenile apes as well as human babies. The team recorded more than 800 of the resulting giggles and guffaws." (Apes Laugh, Tickle Study Finds)

(Bild: cohu)

Sumpfmythen

Erstens, kurze Zwischenmeldung für die Meerjungfrauenfreunde unter meinen Lesen. Und zwar: die Behauptung, dass Seeleute Manatees früher für Meerjungfräuleins gehalten hätten, ist wohl eher so eine Art Insiderwitz unter Menschen, die so ein Tier einmal leibhaftig vor Augen hatten:

Zweitens, man soll nicht Zickzacklaufen, wenn man von einem Alligator verfolgt wird, sagen die Park Rangers. Gegenteilige Behauptungen gehören zum Standardrepertoire aller Möchtegern-Nehbergs. Lirum larum, sagt Cohu, und weist mit der ihr eigenen Klugscheißerei Akribie darauf hin, dass es, was Verfolgungsjagden zwischen Mensch und Alligator angeht, einfach viel zu wenig empirisches Material gibt, um daraus tragbare Aussagen über die beste Fluchtstrategie abzuleiten. Die weitere Bemerkung der Frau Rangerin, man möge in die hiesigen Sümpfe einfach immer jemanden mitnehmen, der langsamer ist als man selbst, überzeugt jedoch. Pragmatismus: eine uramerikanische Erfindung!

“…so that I’m not screwed by a bear.”

Isabella Rossellini mag seit gut 16 Jahren zu alt sein für Lâncome – aber sie hat immer noch genug jugendliche Energie, mittlerweile schon die zweite Staffel Filmchen für das Projekt "Green Porno" abzudrehen. Während die erste Staffel der charmanten Mikro-Kurzfilme sich dem Sexualleben der landlebenden Kleinlebewesen widmete (Insekten, Spinnen, Schnecken, Würmer), geht es in "Green Porno Season 2" um diverses Seegetier – darunter Fische, Seesterne, Wale und, meine persönliche Lieblingsfolge: Napfschnecken (Limpets). Die Filme beider Staffeln kann man hier ansehen. Keine Zeit ist keine Ausrede, die Filmchen dauern jeweils nicht länger als eine Minute.

(Dazu ein Interview in Salon und ein deutschsprachiger Artikel in SPON. Und nein, liebe Chip: das sind keine "Erotikfilme". Wobei es eine schöne Vorstellung ist, dass der eine oder andere picklige Jüngling aufgrund der Chip-Meldung auf rassige Italienerinnen-Action hofft…und dann das da über seinen Handybildschirm flackert.)

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Canis nimis familiaris

Familie Obama legt sich jetzt also angeblich einen Portugiesischen Wasserhund zu.

Vielleicht liegt es an meiner negativen Grundeinstellung (oder daran, dass ich als Katzenfreundin dem Gedanken eines hundeartigen Haustiers insgesamt eher skeptisch gegenüberstehe), aber: Obamas Amtsvorgänger waren da schon etwas kreativer.

Im Haushalt Roosevelt etwa gab es u.a. nicht nur diverse Hunde, einen Dachs, eine Ratte und einen einbeinigen Hahn, seine Tochter hielt sich auch eine Strumpfbandnatter mit dem Namen “Emily Spinach.” Benjamin Harrison, der 23. Präsident, hatte zwei Opossums (Opossi? Opossen?), James Buchanan (15. Präsident) angeblich einen Adler, Präsident Nr. 6 John Quincy Adams hielt Seidenraupen – ganz zu schweigen von Calvin Coolidge (30. Präsident). Er war nämlich nicht nur Namensgeber des Coolidge-Effekts, nein, neben unterschiedlichsten Kötern hielt er auch Waschbären, einen Esel, eine Gans, zwei Junglöwen namens “Tax Reduction” und “Budget Bureau”, einen Schwarzbären, eine Duckerantilope, ein Wallaby sowie – Tusch – ein Zwergflusspferd. Diese interessanten Informationen entnehme ich der Wikipedia-Liste der Präsidentenhaustiere.

(Bild: Wikimedia Commons/Lutz Mischa Heitmüller)

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Schätze heben

Corti, Linsenmaier, Sutter, Barruel, Schwarz: "Die Brutvögel Europas". 4 Bde. Silva-Verlag Zürich.

 

Mit mehr als 200 montierten Farbtafeln höchster ornithologischer wie künstlerischer Qualität.

Warum der Trödler mir alle vier Bände für fünf Euro mitgegeben hat, weiß nur Gott allein.

Mungos mungo

Auch die hartgesottensten (am härtesten gesottenen?) Nicht-Familienmenschen werden sich beim Anblick eines solchen Mungohügels überlegen, ob das nicht eine ziemlich gute Art ist, Sonntagnachmittage zu überstehen. (1,37 reichen für einen bequemen Haufen aus Blutsverwandten allerdings nicht aus, da muss man sich dann eher an den Duggars orientieren.)

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Bambi 2.0

"Don’t be evil"?

Von wegen!

[Jessas, endlich ist es so weit. Schon lange wartet Cohu auf eine Gelegenheit, ihren Lesern die wichtige Information mitzugeben, dass die Geschichte vom süßen Bambi vom gleichen Autor stammt wie die tolldreisten Abenteuer der Josefine Mutzenbacher (ein Werk, das ich selbstverständlich nur aufgrund meiner juristischen Vorbildung kenne).]

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Decline of a Nation: Hühnchenauge sei wachsam

Europäische Vogelbeobachter lechzen aufgrund der spärlichen Verbreitung dieser Vögel in unseren Breiten regelrecht nach den sogenannten Wassertretern (Phalaropus), die ihre poetischen Namen "Thorshühnchen" und "Odinshühnchen" definitiv nicht martialischen Neigungen oder besonderer Göttlichkeit verdanken. Eher im Gegenteil, die Viecher sind ziemlich unscheinbar und machen, abgesehen von einer Neigung zu serieller Polyandrie und alleinerziehender Vaterschaft, nicht viel her. Trotzdem, auch die englischen Birdwatcher sind ganz scharf auf die Phalaropen. Wenn alle paar Monate mal einer einen Abstecher an eine britische Küste macht, strömen deshalb sogleich Scharen von Twitchern zum Beobachtungsort, um neben die Vogelspezies auf ihrer stetig wachsenden life list endlich einen befriedigenden tick machen zu können.

Das alles nur als Vorgeschichte dafür, warum das hier wahnsinnig lustig ist.

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