…ist das hier am Eppendorfer Baum, wenn man Leierkastenmusik mag. Ein bärtiger Drehorgelmann (Typ Settembrini für Arme) lief gestern den ganzen Nachmittag die Straße auf und ab. Er besitzt anscheinend nur eine Platte, also immer dieselbe Leier von irgendsoner Taube, und auf die Idee, dass ein gleichmäßiges Drehen der Kurbel einen angenehm gleichförmigen Rhythmus erzeugt, war er auch noch nicht gekommen, also: eiernde Taube! Dann der alte Trick: vor jedem der Geschäfte blieb er so lange stehen, bis der Besitzer herauskam und ihm etwas Geld in die Schale warf, reinste Erpressung, alles auf Kosten der hier ja notorisch armen Anwohner.
Dafür nochmal bei Google Earth kontrolliert: sollten wir tatsächlich irgendwann mal den Mietvertrag unterschreiben, wären um unsere neue Wohnung herum 4 Eisdielen in einer Entfernung von weniger als 300 Metern. Der Sommer kann kommen!

Man wird ja bescheiden an so trüben Tagen mitten im Wintersemester: irgendwie muntern mich die die irre getexteten Plakate der CSU-Fraktion im BA Bogenhausen auf.
Und auch die weiblichen Wechseljahre sind mit dem ein oder anderen Dauerlauf sicher leichter zu ertragen, vielleicht schon deshalb, weil man dann nicht mehr so genau weiß, woher die Hitzewallungen, Venenprobleme und sexuelle Dauererschöpfung eigentlich kommen: vom Ablaufen der gebärfähigen Lebensperiode oder vom Ablaufen zu vieler Kilometer. Genug der Präliminarien und genug von positiven Begleiterscheinungen des Langstreckenlaufs. Eines muss nämlich endlich aufhören. Marathon um Marathon muss ich mir – wenn ich grad, selbstverständlich außerhalb der Laufstrecke, irgendwo hinjogge – etwa einmal pro Kilometer (!) von irgendwelchen Marathonfans anhören: “Höhö, sie sind hier falsch!”, “Da drüben gehts zum Marathon!” – “Sie ham sich wohl verlaufen!” oder, nach dem Zieleinlauf: “Jetzt biste aber viiiel zu spät dran” – und vermutlich glaubt jeder der Rufer, er haben einen einmalig lustigen Witz gerissen. Ich bitte daher nächste Saison um Hinweise in der Lokalpresse und im Radio: “Zum-Marathon-gehts-hier-lang”-Sprüche sind langweilig und ab jetzt verboten! – Danke für ihre Aufmerksamkeit.
Mei, mei, mei. Eine "Wiesn-Suff-Affäre" (tz) hat es jetzt natürlich noch gebraucht von Seiten des allseits geschätzten Jungpolitikers